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Ganz nah


Leben & Erziehen Sonderheft - Hurra, ich bin Schwanger - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 24.06.2021

Artikelbild für den Artikel "Ganz nah" aus der Ausgabe 1/2021 von Leben & Erziehen Sonderheft - Hurra, ich bin Schwanger. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Leben & Erziehen Sonderheft - Hurra, ich bin Schwanger, Ausgabe 1/2021

Eng an Mama oder Papa gekuschelt, so fühlen sich Neugeborene am wohlsten. Denn nach dem Rundum-sorglos- Paket in Mamas Bauch wirkt die große weite Welt auf sie befremdlich. Ist Mama auch für mich da, wenn ich sie gerade nicht sehen, hören oder anfassen kann? Und, oh Schreck, was zappelt denn da so? Dass es die eigenen Arme und Beine sind, begreifen Neugeborene erst später.

TRAGEN TUT SO GUT

Anfangs gibt es vieles, was Kinder erschreckt und weinen lässt. Die Tragehilfe dient dann als schützende Begrenzung, sie schenkt ihnen Geborgenheit. Und wenn zu viele Reize auf das Baby einströmen, kann es sich noch enger anschmiegen. Getragenwerden hat nämlich auch einen psychologischen Effekt: Es stärkt die Bindung zu den Eltern. Diese enge Bindung gibt dem Baby Sicherheit und ...

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... Selbstbewusstsein.

Dass Tragen Kinder beruhigt und sie dadurch weniger schreien, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Die amerikanischen Kinderärzte Dr. Urs Hunziker und Dr. Ronald Barr konnten zeigen, dass Säuglinge, die von ihren Eltern getragen werden, insgesamt ausgeglichener und zufriedener sind als andere Kinder. Und: über den Tag verteilt um 43 Prozent weniger schreien.

ZURÜCK ZU DEN WURZELN

Biologen sind sich einig: Wir Menschen sind von Natur aus Traglinge. Das könnt ihr ganz leicht selber beobachten, wenn ihr euer Baby hochhebt: Es zieht dann die Beinchen an, spreizt sie etwas und breitet gleichzeitig die Arme aus. Diese „Anhock-Spreiz-Haltung“ nimmt das Kind auch beim Getragenwerden ein. Ein Reflex, den wir unserer Evolutionsgeschichte zu verdanken haben – schließlich gibt es den Kinderwagen erst seit etwa 150 Jahren. Babys zu tragen war bis dahin das Natürlichste der Welt – und das ist es bei vielen Naturvölkern immer noch.

SPORT FÜR GROSS UND KLEIN

Das Tolle daran: Ganz automatisch machen die Kleinen in der Tragehilfe auch die Bewegungen von Mama oder Papa mit. Das wirkt sich positiv auf den Gleichgewichtssinn, die Koordination, Kraft und Ausdauer aus. Zudem unterstützt die Trageposition die gesunde Entwicklung von Babys Hüfte und Rücken. Ein prima Fitnessprogramm also für die Minis. Auch die Eltern kräftigen beim Tragen ihre Muskeln. Am besten gelingt das, wenn ihr möglichst früh damit beginnt. So kann eure Muskulatur langsam mit dem Gewicht des Kindes mitwachsen. Mütter stärken damit ihren Beckenboden und straffen den Körper. Wer sein Kind trägt, wirkt auch einem platt gelegenen Hinterkopf entgegen.

Übrigens: Ihr könnt euer Kind so lange am Tag tragen, wie ihr oder euer Baby wollt. Es gibt keine Zeitbegrenzung.

WIE PRAKTISCH

In der vollen Bahn, im Drogeriemarkt, im Buchladen – manchmal ist eine Tragehilfe einfach praktischer. Außerdem habt ihr beide Hände frei, um das Geschwisterchen zu versorgen, Gemüse zu schnippeln oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Doch natürlich gibt es auch Situationen, in denen ein Kinderwagen besser ist. Die meisten Eltern haben deshalb beides – so können sich Tragehilfe und Kinderwagen optimal ergänzen.

TUCH ODER TRAGE?

Das ist Geschmackssache. Für Neugeborene eignen sich Tragetücher besonders gut, die sich so binden lassen, dass sie zur Größe des Babys passen. Allerdings muss man beim Umlegen und Festbinden den richtigen Dreh erst mal raushaben. Tragen sind unkomplizierter anzulegen. Mit einem Neugeborenen-Einsatz könnt ihr die Tragen ab der Geburt verwenden. Für jedes Modell braucht es erst mal etwas Übung. Weil man beim Tragen einiges falsch machen kann, solltet ihr unbedingt die Anleitung des Herstellers lesen. Am besten lasst ihr euch von einer ausgebildeten Trageberaterin oder einer entsprechend qualifizierten Hebamme die richtige Technik zeigen. Oft bieten sie Tücher und Tragen zum Ausprobieren an.

AUF TOUR MIT KRAXE

Eine spezielle Machart der Trage ist die Kraxe. Sie besteht aus einem festen Gestell, in dem eine Art Stuhl aus Stoff hängt. Eine Kraxe ist praktisch für den Wanderurlaub oder längere Touren, wenn die Kinder noch so klein sind, dass sie keine größeren Strecken zu Fuß zurücklegen können. Sie bietet einen hohen Tragekomfort, lässt sich einfach wie ein Rucksack aufschnallen und hält Extrataschen und -fächer parat, um Dinge, die man unterwegs braucht, leicht zu transportieren und griffbereit zu haben. Grundvoraussetzung: Kraxenkinder müssen selbstständig und sicher sitzen können. Die Kraxe ist daher erst für Kinder ab etwa neun Monaten geeignet. Eltern sollten außerdem darauf achten, dass das Kind seine Füßchen abstellen kann, damit es beim Schlafen nicht schief in den Seilen hängt. ❤

WIE SITZT MEIN BABY RICHTIG?

✹ Die Beine des Babys sind wie bei einem Fröschlein angehockt und leicht gespreizt.

✹ Die Knie eures Kindes befinden sich auf Höhe seines Bauchnabels und

✹ ihr könnt euer Kind entspannt auf den Kopf küssen.

✹ Der Rücken des Babys muss gut gestützt werden. Ein Rundrücken in der Hockhaltung ist aber anfangs in Ordnung.

✹ Der Rückenteil der Trage bzw. das Tuch ragt über das Köpfchen hinaus und stützt es.

✹ Neugeborene werden vor dem Bauch getragen, mit dem Gesicht zu den Eltern. Sobald das Kind den Kopf selbst hält, könnt ihr es auf der Hüfte tragen, ab etwa einem halben Jahr auf dem Rücken.