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Gartenbau Seidl, Lüllingen: Punkten mit Besonderheiten


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 01.09.2018

Der Gartenbaubetrieb Seidl in Geldern-Lüllingen am Niederrhein besteht in dritter Generation. Inhaber Ralf Seidl setzt auf Besonderheiten wie Solitär-Callunen, hängende Callunen oder zur Beet- und Balkonpflanzenzeit ein ausgewähltes Begonien-Programm. Durch das spezielle Sortiment, zum Teil in kleinen Stückzahlen, hat der Betrieb eine gewisse Einzelstellung, kann sich abheben und im umkämpften Markt behaupten.Werner Oschek hat den Betrieb besucht.


Der Großvater des heutigen Betriebsinhabers startete 1929 in der Gärtnersiedlung Lüllingen, die damals 18 Siedlerstellen hatte, ganz typisch wie die ...

Artikelbild für den Artikel "Gartenbau Seidl, Lüllingen: Punkten mit Besonderheiten" aus der Ausgabe 9/2018 von GB Gärtnerbörse. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 9/2018

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... dortigen Kollegen mit Gemüse. Später folgte die Umstellung auf Schnittblumen.

1 Ralf Seidl kam 1984 in dritter Generation in den 1929 gegründeten Betrieb. Er stellte auf Calluna vulgaris um, dazu kommen heute unter anderem Begonien und Lavendel


2 Der Betrieb Seidl beschäftigt sechs feste Mitarbeiter, drei polnische Saisonkräfte und drei bis fünf Aushilfen. Hier topfen Aushilfen die Callunen in größere Töpfe um


3 Der Gartenbaubetrieb Seidl in Geldern-Lüllingen verfügt über 12.000 Quadratmeter Gewächshausfläche. Der innerbetriebliche Transport der Töpfe erfolgt über Bänder


4 Die hängenden Callunen stehen im Freiland auf Bändchengewebe, damit die weißen Töpfe möglichst sauber bleiben


Die Callunen werden im Betrieb Seidl selber gesteckt


Das Aufnehmen der Töpfe vom Band erfolgt per Gabel


Die hängende Callune ‘Janina’ im weißen 19er-Ampeltopf


Eigene Vermehrung von Lavandula angustifolia ‘Hidcote’


Calluna steckt der Betrieb selber. Gleiches gilt fürLavandula angustifolia ‘Hidcote’, von dem der Betrieb 45.000 Stück im 12er-Topf und 10.000 im 17er-Topf produziert.

Ein Grund für die eigenen Stecklinge ist die Befürchtung, sich durch Zukauf eventuell das BakteriumXylella in den Betrieb zu holen. Gesteckt wird im November und Januar. Im Dezember bleibt der Betrieb geschlossen. Bei Begonien kauft Seidl sowohl Sämlinge als auch Stecklinge zu.

500-kW-Kohlekessel für die Grundlast

Der Betrieb verfügt über 12.000 Quadratmeter heizbare Hochglasfläche und drei Hektar Freiland. Für die Grundlast steht ein 500-kW-Kohlekessel zur Verfügung. Daneben befindet sich für Heizspitzen ein Gaskessel mit einer Leistung von bis zu 1000 kW im Betrieb, der jedoch gedrosselt ist, um Leitungskosten zu sparen.

Zum Topfen verfügt der Betrieb über eine Mayer 1010 Topfmaschine und einen Mayer 6160 Ballenzerkleinerer zur Verarbeitung von Big Bales. Beim Substrat setzt Seidl auf Klasmann-Deilmann, da er hier immer mit der Qualität zufrieden war und nie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Die Kultur im Freiland erfolgt auf Bändchengewebe und in Paletten. In Containerstellflächen hat er nicht investiert, da er keinen Betriebsnachfolger hat. Beschäftigt werden sechs feste Mitarbeiter, drei polnische Saisonkräfte und drei bis fünf Aushilfen.

Auch bei der Vermarktung machen die hängenden Sorten mehr Arbeit. So werden die Ampeltöpfe von Hand mit Hängern und Etikett versehen. Der Absatz erfolgt über alle Kanäle in der Umgebung wie Eurofleurs, Intermarkt Thielen, Landgard oder die Veiling Rhein-Maas.