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GARTENGESTALTUNG: Kommt doch näher


Landtiere - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 27.03.2019

Ein Garten oder Balkon ohne Tiere wäre wie ein Meer ohne Strand. Pflanzen Sie daher nicht nur Schönes, sondern auch NÜTZLICHES für Biene, Igel und Co.


Artikelbild für den Artikel "GARTENGESTALTUNG: Kommt doch näher" aus der Ausgabe 1/2019 von Landtiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Landtiere, Ausgabe 1/2019

Bienen & Hummeln

Emsige Arbeiter

UNSER GARTEN ist unsere Oase. Hier entspannen wir. Hier inmitten der Natur. Wir erfreuen uns an Bäumen, Sträuchern und Pfl anzen, die je nach Jahreszeit ihr buntes Blumenkleid und ihre vielfältigen Früchte zeigen. Als echte Naturliebhaber erfreuen wir uns auch der Tiere, die uns, wenn wir unseren Garten entsprechend gestalten, gerne besuchen kommen. Wer diese Besucher willkommen heißen möchte, sollte seinen Garten so ...
Wenn Sie dem fl eißigen Summen der ...

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UNSER GARTEN ist unsere Oase. Hier entspannen wir. Hier inmitten der Natur. Wir erfreuen uns an Bäumen, Sträuchern und Pfl anzen, die je nach Jahreszeit ihr buntes Blumenkleid und ihre vielfältigen Früchte zeigen. Als echte Naturliebhaber erfreuen wir uns auch der Tiere, die uns, wenn wir unseren Garten entsprechend gestalten, gerne besuchen kommen. Wer diese Besucher willkommen heißen möchte, sollte seinen Garten so naturnah wie möglich halten. Der sogenannte Bohème-Garten, wild und frei, natürlich und sorglos, oder Wildblumenbeete, verträumt, echt und charmant, sind damit gemeint.
Wenn Sie dem fl eißigen Summen derBIENEN und dem sonoren Brummen der pummeligenHUMMELN lauschen möchten, dann sollten Sie am besten auf züchterisch veränderte Zierpfl anzen verzichten. Denn manche Edelrose produziert gar keinen Pollen und Nektar. Außerdem sind die Blütenstände meist so dicht gewachsen, dass die fl eißigen Insekten gar keine Chance haben, an den Nektar, wenn vorhanden, heranzukommen. Sicherlich, hübsch anzusehen sind diese Pfl anzen, ja, aber ökologisch gesehen leider wertlos. Achten Sie also auf off ene, ungefüllte Blütenstände, damit unsere Bienen und Hummeln ihrer Arbeit nachgehen können und uns durch das Bestäuben der Pfl anzen eine reiche Ernte an Früchten bescheren. Denn ohne Bienen gibt es keine Früchte.
SCHAFFEN SIE mit Ihrem Garten nicht nur eine Oase der Ruhe und Besinnung für sich selbst, sondern kreieren Sie an diesem Ort einen echten Lebensraum für unsere Tiere – eine Oase des Lebens. Tatsächlich geben sie es uns tausenfach zurück, denn ohne unsere fl eißigen Helfer wären unsere eigenen Teller sehr viel fader und blasser, als sie es jetzt sind.

DAS mag ICH

ZIERLAUCH
Pralle Sonne, nährstoff reicher Boden (bitte Humus beimischen); die Zwiebeln sind auch gut im Kübel pfl anzbar.


ROSMARIN
Sonniger Standort, steiniger bis lehmiger Boden, humusarm, kalkliebend. Freiland- oder Topfhaltung.


KARTOFFELROSE
Sonnig bis halbschattig, Boden kiesig bis tonig, nährstoff - und humusreich. Frostharte Pfl anze.


KATZENMINZE
Die meisten Arten mögen es sonnig, einen kargen, durchlässigen Boden. Vertragen auch Trockenheit.


DAS mag ICH

BRENNESSEL
Sonne bis Halbschatten, Boden sandig bis lehmig, humusreich, kalktolerant.


EISENKRAUT
Sonne bis Halbschatten, sandiger bis lehmiger Boden, ph-neutral, kalktolerant.


SOMMERFLIEDER
Sonne, leichter Halbschatten. Mindestens ein Mal im Jahr düngen.


Schmetterlinge

Elfen des Gartens

MitHAUCHZARTEN FLÜGELN flattern sie elegant durch die Luft. Wer erfreut sich nicht am Anblick eines Schmetterlings? Ihre Farbenpracht und ihre von der Natur meisterlich erscha. enen Zeichnungen lassen sie elfengleich erscheinen. Mit rund 170.000 Arten weltweit gehören sie zu den häu¡ gsten und am liebsten gesehenen Insekten. Leider sind viele Arten vom Aussterben bedroht, wie zum Beispiel der Schwarze Bär. Mit vielen anderen Insekten zusammen sind auch die Schmetterlinge für die Bestäubung zuständig.
OBSTBÄUMEN UND BEERENSTRÄUCHERN sind sie nützlich. Sie benötigen Nektar und Pollen, aber nicht nur diese. Denn die Schmetterlingsraupen ernähren sich von für sie genießbaren Blättern. Dementsprechend sollte der Schmetterlingsfreund einige artenreiche Wildblumeninseln, Sträucher und Hecken sowie ein kleines Eck mit Brennnesseln stehen lassen.

Igel

Stachelige Polizisten

Was raschelt denn da imGEBÜSCH? Und was ist das für ein seltsames Schmatzen? Unser Freund derIGEL ist zu Besuch! Mit seinem drolligen Gesicht und seinem gedrungenen Körper lieben ihn die Menschen, obwohl er über und über mit Stacheln besetzt ist. Er ist einfach freundlich, unaufdringlich und transportiert trotz seines piksigen Fells Sympathie. Ganz nach dem Motto: Harte Schale, weicher Kern.
Die kleinen nachaktivenSTACHELRITTER legen bei ihrer Nahrungssuche große Distanzen zurück. Wer sie gerne in seinem Garten begrüßen möchte, sollte auf Maschendrahtzaun als Abgrenzung zum Nachbargrundstück verzichten. Denn allzu oft verfangen sich die kleinen Säuger darin. Natürliche Grenzen wie Hecken aus einheimischen Pfl anzen sollten die bevorzugte Wahl sein. Ebenso sollte hier auf exotische Pfl anzen verzichtet werden. Denn sie bringen der einheimischen Tierwelt wenig bis gar keinen Nutzen.
Eine Wiese mitEINHEIMISCHEN GRÄSERN UND BLUMEN beherbergt jede Menge Insekten, die dem Igel als Nahrung dienen. Auch die Früchte hier beheimateter Sträucher und Hecken können den Magen des Igels füllen. Schnecken mag die kleine Stachelkugel übrigens sehr. Das sollte den Gemüsegärtner freuen. Da der Igel gerne Unterschlupf sucht, eignen sich Sträucher mit herabhängenden Blütendolden sehr gut. Deshalb sollten Gartenränder, die an Gebüsch und Hecke grenzen, nicht zu oft gemäht werden.
Holzstapel, Steinhaufen, Totholz – all das dient dem Igel als Unterschlupfmöglichkeit. Und lassen Sie ruhig einmal Untertöpfe aus Ton stehen. Wasser, das sich darin sammelt, wird vom kleinen Stacheltier gerne als Erfrischung genommen.

DAS mag ICH

WOLLIGER SCHNEEBALL
Sonnig bis halbschattig, pfl egeleicht, vor Witterung geschützten Standort wählen.


HUNDSROSE
Sonne bis Halbschatten, sandiger bis lehmiger Boden, nährstoff reich, kalktolerant. Sehr anpassungsfähig.


PFAFFENHÜTCHEN
Sonne bis Halbschatten, sandiger bis toniger Boden, kalkliebend, humusreich. Winterhart.


Eichhörnchen

Flinke Allrounder

Putzig sind sie anzusehen und jeder freut sich über ihre Gesellschaft.EICHHÖRNCHEN sind wahre Kletterkünstler. Wenn sie mit dem Kopf voran den Baum hinuntersausen und mit ihren kleinen HändenNÜSSE, FRÜCHTE oder andere Naturköstlichkeiten halten, schmelzen wir dahin. Sie sind sehr scheue Tiere, manchmal trauen sie sich aber in unsere Nähe. Damit wird geduldiges Beobachten belohnt. Wer die Hörnchen nicht nur im Park betrachten möchte, sondern auch im eigenen Garten, kann das mit bestimmten Pflanzen ermöglichen. DerSPEISEPLAN der tagaktiven Säugetiere ist vielseitig. Knospen und junge Triebe, Früchte wie Hasel- und Walnüsse, Bucheckern und Zapfen bieten ihnen ein reiches Menü. Auch Beeren, Pilze und Obst mögen sie gerne. Das Eichhörnchen ist ein reinesNAGETIER . Nur aufgrund starker Nahrungsmittelknappheit bedient sich das possierliche Tier an Vogeleiern. Das stellt aber eine absolute Ausnahme dar. Im Herbst legen sie Wintervorräte an, da sie keinen echten Winterschlaf, sondern eine sogenannte Winterruhe einlegen. Sie vergraben dabei Nüsse und Sämereien. Bei zu hoher Schneedecke kommen die Hörnchen nicht mehr an ihreVORRÄTE . Hier können wir Menschen mit einer Zufütterung helfen. In einem extra für Eichhörnchen angepasstes Futterhäuschen können Sie folgende Zutaten anbieten: Walnüsse, Haselnüsse, Bucheckern, Sonnenblumenkerne, getrocknete Maiskörner. Nüsse und Kerne können Sie gerne mit Schale reinlegen.

DAS mag ICH

SCHWARZER HOLUNDER
Sonne bis Halbschatten, sandiger bis lehmiger Boden, humusreich.


WEISSDORN
Sehr pfl egeleicht. Absolut sonniger Standort. Gedeiht auf nahezu jedem Boden.


SCHLEHE
Sonne bis Halbschatten. Kiesiger bis toniger Boden. Winterharte Pfl anze.


Vogel

Elegante Sänger

VOGELGEZWITSCHER ist die Musik der Natur. Wir lauschen ihm bedächtig und beobachten entzückt den luftigen Tanz der gefi ederten Sänger. Wer sich dieses Ballett nicht entgehen lassen möchte, kann mit Garten- Leckereien die Sänger einladen.
AnFRÜCHTEN verschiedener Gehölze bedienen sich Vögel gerne. So beispielsweise am Schwarzen Holunder, an der Vogelbeere und -kirsche, am Weißdorn und an der Schlehe. Rosenhecken sind als Nistplatz undHAGEBUTTEN als Imbiss beliebt. Auch hier gilt: Am besten mit heimischen, nicht züchterisch veränderten Pfl anzen und den Garten so naturnah wie möglich gestalten.
Staudenbeete und Wildblumen beherbergen Insekten, die wiederum den Vögeln als Nahrung dienen. Wände oder Zäune können gut mit Wildem Wein oder Efeu bepfl anzt werden. Diese hübschen dichtbewachsenen Paravants nutzen Vögel dann gerne alsBRUTPLATZ.

DAS mag ICH

HASELNUSS
Sonniger Standort. Boden sollte tiefgründig, humushaltig und mäßig feucht sein. Bevorzugen Luftfeuchte.


APFELBAUM
Tiefgründiger, nährstoff - und humusreicher Boden. Mag keine kalten und nassen Standorte. Regelmäßiges Beschneiden.


ROTBUCHE
Sonne bis Halbschatten, frischer, lehmiger Boden, humusreich, kalkliebend. Der Baum ist sehr winterhart.


ERDBEERE
Vollsonniger, windgeschützter Standort. Lockerer, tiefgründiger, frischer und humusreicher Boden.


FOTOS: ALAMY, ADOBE STOCK (4), ISTOCKPHOTO.COM, SHUTTERSTOCK (20)