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Gartenparadies am Niederrhein


Mein schöner Garten - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 18.07.2019

Gisela Hünnekes liebt es, kreativ zu sein, und so gelang in der herrlichen Idylle am Rande der Stadt Rees eine außergewöhnliche Symbiose von Zier- und Nutzgarten


Artikelbild für den Artikel "Gartenparadies am Niederrhein" aus der Ausgabe 8/2019 von Mein schöner Garten. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein schöner Garten, Ausgabe 8/2019

Möglichst natürlich und reich blühend sollte der Garten sein, den Gisela Hünnekes sich wünschte. Auf dem Land aufgewachsen, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten draußen. Im Laufe von 15 Jahren gestaltete sie aus dem einstigen klassischen Selbstversorgergarten ein Blütenreich, in dem Gemüse und Obst immer noch ihren Platz haben. Hund Harry ist ihr ständiger Begleiter

Umgeben von Hecken sitzt man auf der Terrasse stets windgeschützt. Hainbuche ...

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... und Rot-Buche werden zweimal im Sommer geschnitten und einmal im Winter, damit sie beim Austrieb eine schöne Form haben. Durch die Aussparungen kann man den Blick schweifen lassen


In den Hauptgarten gelangt man vom erhöht liegenden Haus über ein paar Stufen. Durch den Hainbuchen-Bogen und den hinteren Durchgang schaut man auf die weitläufigen Obstwiesen, wo Liegestühle zum Entspannen einladen


Violett- und Blautöne dominieren in den Beeten im August mit Wicke, Storchschnabel, Kugeldistel und Salbei. Eibenkegel, die Buntblättrige Bartblume und die noch nicht aufgeblühten Teller der Fetthenne sorgen für den grünen Gegenpart.Ein Herz für Oregano (Origanum vulgare), der von Juli bis September blüht, hat Gisela Hünnekes eindeutig!


„Ich liebe im Sommer vor allem die Pflanzenfülle in den Beeten. Rund ums Jahr geben der Buchsbaum und die Hecken dem Garten eine schöne Struktur“


Übrigens bin ich nicht ungern der Sklave meines Gartens, wo ich fast jede freie Minute arbeite; es macht mich sehr müd und ist etwas zu viel, aber mitten in alledem, was Menschen heute tun, fühlen, denken, schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.“ Dieses etwas abgewandelte Zitat von Hermann Hesse drückt alles aus, was Gisela Hünnekes für ihr grünes Paradies vor dem Haus empfindet: „Meine ganz persönliche Gartenphilosophie!“ Den August genießt sie sehr: „Die kühlen Morgenstunden sind besonders für die Gartenarbeit geeignet“, findet die ausgebildete Gartenbautechnikerin, die mit ihrem Mann und dem erwachsenen Sohn einen Milchvieh-Betrieb bewirtschaftet.

An diesem Morgen wässert sie die Gemüsebeete noch einmal ausgiebig mit dem Gartenschlauch, denn es verspricht ein warmer Sommertag zu werden. Hier wachsen außer vielen Küchenkräutern vor allem Salate, Tomaten, Paprika, Auberginen, Spitz- und Grünkohl, Porree, Pastinaken und vieles mehr – jedes Jahr ein bisschen anders. Am Kräuterbeet schneidet die Hobbygärtnerin im Vorbeigehen ein paar Triebe der Schokominze ab. „Das gibt einen erfrischenden Tee zum Frühstück“, erklärt sie. Ein paar Blättchen werden gleich zwischen den Fingern zerrieben – wahrlich ein ganz außergewöhnliches Aroma! „Im Sommer finden alle unsere Mahlzeiten draußen auf der Terrasse statt“, freut sie sich. Die Hainbuchen-Hecken am Haus sorgen hier vor allem für Windschutz und sind gleichzeitig wunderbare Raumteiler. Wegen des Hochwasserschutzes liegen Hof, Wohnhaus, Ferienhaus und Terrassen auf einer erhöhten Ebene, über ein paar hinabführende Stufen gelangt man in den Hauptgarten. Weiden, Obstwiese und Garten waren mehr als einmal überschwemmt – zum Glück immer im Winter, da nahmen die Pflanzen kaum Schaden.

Der Gemüsegarten nimmt mit 250 m² einen wichtigen Teil ein. Das Grundstück umfasst insgesamt inklusive Obstwiesen etwa 3 000 m².Die Mischung aus Gemüse, Kräutern, Stauden, Rosen und Sommerblumen, die die Lücken füllen, sorgt monatelang für ein ansprechendes Bild. Mit den Buchseinfassungen wagte Gisela Hünnekes, fünf Jahre nachdem ihr alter Buchs dem Pilz zum Opfer gefallen war, einen Neuanfang mit Wurzelstecklingen

Lieblingsplatz ist die kleine Sitzgruppe unter dem Apfelbaum. Hier sitzt man inmitten des alten Obstbongerts, der früher als Weide für die Kälber diente.Im blauen Beet , gegenüber des Sitzplatzes, blühen Flammen blume (Foto ganz rechts), Zierlauch, Iris, Großer Eisenhut und Otternkopf (Strobilanthes rankanensis)


„Pflegeleicht ist es dank der dichten Bepflanzung, die kaum Unkraut zulässt; der Heckenschnitt geht mit der Elektroschere leichter und im Obstgarten kommt ein Wiesenmäher zum Einsatz“


Der Garten auf einen Blick

Der „Deymannshof“ befindet sich im Überschwemmungsgebiet des Rheins, daher liegen das 1Wohnhaus mit dahinter liegenden Stallgebäuden und Gewächshaus sowie das 2Ferienhaus höher als der ca. 3 000 m² große Garten. Von der auf einer Kiesfläche angelegten 3Abendterrasse und der 4Terrasse am Ferienhaus mit Brunnen und weiß-gelbem Staudenbeet kann man den Blick auf den Rhein mit seinen Schiffen genießen. Auf der 5Terrasse vor dem Haupthaus trifft sich die Familie zum Frühstück und Mittagessen. Durch den Hainbuchen-Bogen gelangt man über eine Treppe in den tiefer liegenden Garten. Auf der rechten Seite erblühen im Juni die von Buchs gesäumten 6Rosenbeete mit vorwiegend Englischen Rosen. Stauden sind passende Begleiter. Auf der anderen Seite des Kieswegs befindet sich der 250 m² große 7Nutzgarten mit Kräuter- und Gemüsebeeten, dazu blühen Stauden und Sommerblumen. Das Rondell in der Mitte schmückt die Hochstammrose ‘Schneewittchen’. Hinter der Hecke blühen im 8blauen Beet erst Busch-Windröschen, dann Zierlauch und im Sommer vorwiegend blaue Stauden. Im rechten 9Blütenbeet freuen sich im Frühjahr Bienen über Wildkrokusse, später über Stauden. Der 10Lieblingsplatz unterm Apfelbaum befindet sich im Obstbongert. Von den 11Liegestühlen aus kann man das neue Ritterspornbeet und das Rol-uchwingelbeet betrachten. Eine 12Hainbuchel-uecke schließt den Garten ab, 150 m dahinter fließt der Rhein.

„Jetzt kommt alles zur Ruhe,

es wächst nicht mehr so wild wie im Juni – fast so, also würde der Garten ein bisschen Luft holen für den September, den ich noch lieber mag!“, verrät Gisela Hünnekes. Dann präsentieren sich die abwechslungsreich bepflanzten Beete nämlich in einem ganz besonderen Licht. Durch die dichte Bepflanzung sind sie recht pflegeleicht, die Unkrauthacke kommt nur selten zum Einsatz. In diesen Wochen machen ihr vor allem die Dahlien viel Freude, dazu die über den Beeten schwebenden Blüten des Hohen Eisenkrauts, die Schmuckkörbchen und die Nachblüte einiger Rosen und Stauden. Und in der hereinbrechenden Dämmerung bringen insbesondere weiß blühende Arten den Augustgarten zum Leuchten.

Auf der Terrasse können die Feriengäste den Blick über das Weideland bis hin zum Rhein genießen. Die Teakholzmöbel fügen sich mit ihrer Patina schön in den Garten ein und passen wunderbar auf die Kiesfläche


Im gelb-weißen Beet wurde der leuchtende Sonnenhut gekonnt mit Flammenblume und Salbei kombiniert. Im August hat die Pflanzenfreundin stets eine Schere dabei und zaubert die schönsten Blumensträuße


Alle Fotos: Elke Borkowski/gardenpicturestock

Alle Fotos: Elke Borkowski/gardenpicturestock 103

Alle Fotos: Elke Borkowski/gardenpicturestock

Alle Fotos: Elke Borkowski/gardenpicturestock; Zeichnung: MSG/Claudia Schick

Alle Fotos: Elke Borkowski/gardenpicturestock; Zeichnung: MSG/Claudia Schick