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Geballte Pflanzenpower gegen Infekte


Bio - natürlich gesund leben - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 05.01.2021

Ob Ingwer, Oregano oder Zistrose - die Naturapotheke bietet eine Fülle von Heilpflanzen, mit denen wir uns vor Angriffen durch Viren schützen, Infektionen behandeln sowie die körpereigene Abwehr stärken können. Matthias Siegk stellt Ihnen acht Powerpflanzen vor und gibt Tipps für die rich tige Zubereitung von Heiltees, Tinkturen und anderen Anwendungen.


Artikelbild für den Artikel "Geballte Pflanzenpower gegen Infekte" aus der Ausgabe 1/2021 von Bio - natürlich gesund leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bio - natürlich gesund leben, Ausgabe 1/2021

Der größte Apothekerschrank, er steht in der Natur. Die Wirkmechanismen von Heilpflanzen führen häufig direkt über unser Immunsystem, weil sie dieses auf meist sanfte Weise kräftigen, anregen, aktivieren. Ob Influenza, ein Coronavirus oder tückische ...

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... multiresistente Erreger, ob viral, ob bakteriell: Immer ist es unser Immunsystem, das letztendlich den Kampf gegen Infektionen entscheidet. Starke Abwehrkräfte ermöglichen einem erkrankten Menschen einen milderen Krankheitsverlauf. Gerade in unserer aktuellen Situation, die angesichts der Covid-19-pandemie weit über das gewohnte winterliche Infektionsrisiko hinausgeht, ist die Immunabwehr von großer Bedeutung.

Die Naturapotheke hält immunstärkende Mittel mit teils hochpotenten Wirkfaktoren bereit, darunter regelrechte Virenhemmer. Während die einen Heilpflanzen in Drogerien, Apotheken oder in Naturkostläden in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten werden, stoßen wir auf andere beim Gang durch einen gut sortierten Kräutergarten oder bei einer Wanderung. Die hier vorgestellten Heilpflanzen können Sie auch selbst anbauen.

ZISTROSE

Zur Vorbeugung und Behandlung von Viren-, Bakterien- und Pilzinfektionen

Die aromatische, grau behaarte Zistrose wird von alters her als Heilp flanze gegen Erkältung sowie zur Stärkung des gesamten Organismus geschätzt und kultiviert. Als Sonnenkind ist sie im Mittelmeerraum beheimatet. Verwendung finden sowohl die getrockneten Blätter als auch alle holzigen Anteile der Pflanze. Die Zistrose wird zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen eingesetzt. Das wirksame Extrakt der Zistrose konnte in Studien antivirale, antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung nachweisen. Aktive Inhaltsstoffe sind vor allem Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften. Oxidative Schäden im Körper werden durch freie Radikale verursacht, das sind Sauerstoffmoleküle, die auf Elektronenraub in anderen Molekülketten gehen und somit ein krankhaftes Milieu hinterlassen.

Selber ernten

Die Zistrose können Sie im Garten oder auch auf dem Balkon anbauen. Sie benötigt einen sehr sonnigen, warmen Standort und toleriert leichte bis mittelstarke Fröste, wenn sie auf sehr durchlässigem, sandigem Boden wächst. Für die Teeherstellung ernten Sie ganzjährig die Blätter und Stängel, verwenden sie frisch oder bewahren sie getrocknet in dunklen Gefäßen auf.

Zistrosentee wird in Griechenland seit jeher als Haustee gebrüht.


ZISTROSENTEE

Bringen Sie 1 Teeloffel getroknetes Zistrosenkraut in 250 ml Wasser zum Kochen. Lassen Sie die Mischung fünf Minuten zugedekt kocheln, dann sieben Sie das Kraut ab. Bei akuten Infekten der oberen Atemwege, Mund - und Rachenentzündungen trinken Sie bis zu vier Tassen Zistrosentee taglich in kleinen Schlucken. Als prophylaktische Kur in der Grippezeit gonnen Sie sich taglich 1-2 Tassen über den Zeitraum von etwa einem Monat.

EINJÄHRIGER BEIFUSS

Das Artemisinin auf den Blüten und Blättern des Beifußes greift die Zellen von Erregern an.


Pflanzlicher Parasitenhe mmer, auch gegen SARS-CoV-2 aktiv

Der ursprünglich aus Asien stammende, aromatisch duftende Einjährige Beifuß wird heute in vielen Teilen der Erde angebaut. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist seine Verwendung als Tee seit mehr als tausend Jahren dokumentiert. Anfang der 1970er- Jahre entdeckte die chinesische Wissenschaftlerin Tu Youyou auf den Blättchen und Blüten des Ein- jährigen Beifuß das Artemisinin, einen sekundären Pflanzenstoff, der sich als höchst effektiv in der Behandlung von Malariainfektionen erwies. Aktuell ist Artemisinin in Fachkreisen auch in Bezug auf seine Heilwirkung gegen SARS-CoV-2-Infektionen im Gespräch. In einer Laborstudie des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam in Zusammenarbeit mit Virologen der Freien Universität Berlin zeigte sich, dass wässrige und ethanolische Extrakte speziell gezüchteter Beifußpf lanzen gegen SARS-CoV-2 aktiv und wirksam sind.

Da es sich bei SARS-CoV-2 um eine ganz neue Form der Erreger aus der Coronaviren-Familie handelt, gibt es gegenwärtig keine gesicherten Erkenntnisse und Studien zu Arzneimitteln, Pflanzen, Vitaminen oder Mineralstoffen, denen eindeutig die erfolgreiche Behandlung einer Erkrankung an Covid-19 zugeschrieben werden könnte.

Selber ernten

In guter, humoser Erde wächst der Einjährige Beifuß auch in unseren Breiten, gleichwohl er nicht frosthart ist. Nach Anzucht und Topfen pflanzen Sie ihn nach den Eisheiligen in offenes Gelände und ernten die gesamte Pflanze ab Spätsommer bis zum Frost.

BEIFUSSTEE

Gießen Sie 1 TL oder 1 g der getrrockneten Blatter und Blüten mit 200 ml kochendem Wasser auf. 10 Minuten ziehen lassen, das Kraut abgieBen. Krinken Sie eine bis hochstens drei Tassen Tee pro Tag. Vorsicht: BeifuB kann unerwünschte Wirkung auf die Menstruation haben. Bereits eine kleine Menge kann Uteruskontraktionen auslosen. Schwangere sollten BeifuBtee ebenfalls meiden.

OREGANO

Ein Büschel Oregano gehörte bei den Nomadenvölkern in der Wüste zur Reiseapotheke.


Antiseptisch, wirkt vorbeugend und lindernd bei Infektionen und Entzündungen

Gespickt mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen hat Oregano starke keim- und pilztötende Wirkung sowie schmerzstillende, wundheilende, entzündungshemmende und wärmende Eigenschaften. Verantwortlich für das breite Wirkspektrum sind Thymol und Carvacrol, beide Substanzen hemmen Bakterienstämme, indem sie erfolgreich auf die Zellmembran der Erreger einwirken. Die Möglichkeiten der Anwendungen sind so vielseitig wie das Kraut selbst und reichen vom rohen Kraut, Pflanzenöl oder ätherischen Öl über Tee, Gurgellösung und Mundspülung bis hin zu Dampfad und Cremes.

Selber ernten

Oregano gedeiht im Garten und auf dem Balkon, er ist anspruchslos, liebt karge, magere Standorte. Das winterharte Heil- und Gewürzkraut ist auch eine Bienenfutterpflanze. Blätter, Blüten und Stängel können Sie ganzjährig ernten und frisch oder als getrocknetes Kraut verwenden.

OREGANOTEE:

Trinken Sie taglich 1 Tasse Oregan - Tee aus 1 TL getrocknetem Kraut. Der Heiltee wirkt auf die oberen Atemwege, bei asthmatischen Zustanden, Krampfhusten und Sei Entzündungen im Mund und Rachenraum.

HQLUNDER

Mit seinem hohen Vitamin-C- Gehalt halt Holunder unser Immunsystem auf Trab.


Die Vitaminbombe stillt Husten und hemmt Entziindungen

Fruchtig-siifi duftet es vom Holler- busch her an Waldrandern und Feldscheunen, wenn sich seine tellerformigen, weifien Dolden offnen. Der Holunder enthalt viele sekundare Pflanzenstoffe, alien voran Anthocyane. Diese ent- spannen unser Gefafisystem, indent sie reinigend auf unser Stick- stoff-Monoxid-System wirken. Holunder hat schweifitreibende Eigenschaften. Er ist schleim- losend, wirkt harntreibend, hustenstillend, blutreinigend und entzundungshemmend. Ober seinen hohen Gehalt an Kalium und Vitamin C - in der Frucht sind reichliche 180 Milligrainm Vitamin C pro Kilogramm enthalten - halt er unsere Immunzellen auf Trab. Gleichzeitig senkt Holundersaft unser Cholesterin. Beste Voraus- setzungen also fur ein gesundes Herz- und Gefafisystem!

Selber ernten

Die Pflanze ist anpassungsfahig und stellt kaum Anspriiche an ihren Standort. Die Bliitendolden ernten Sie im Mai/Juni, die Beeren etwa ab September.

TINKTUR AUS HOLUNDERBL0TEN

Ubergiefien Sie 1 Teil getrocknete Holunder- bliiten mit 5 Teilen Alkohol (Wodka oder Korn). Das gefiillte Glas mehrmals wenden und 3 Wochen an einem dunklen Ort ausziehen lassen, danach abfiltern und in dunkle Flaschen fiillen. Zur Starkung des Immunsystems und zur Vorbeugung grippaler Infekte taglich 1 TL der Tinktur verdiinnt mit Wasser einnehmen.

ECHTER SALBEI

Salbei hilft bei Halsschmerzen sowie Entzündungen in Mund und Rachen.


Der Klassiker unter den Heilkrautern

Der aus dem Mittelmeerraum stammende Salbei hat eine lange Tradition in der Naturmedizin. Die pharmazeutisch relevanten Inhaltsstoffe sind atherische Ole, Flavonoide sowie Gerb- und Bitterstoffe. Das atherische 01 besteht zu rund 60 Prozent aus Thujon, weiterhin aus Campher, Cineol und Ursolsaure. Es hat antiseptische und fungizide, also keimtotende Wirkung.

Die Inhaltsstoffe befmden sich vor allem in seinen lanzettlichen Blattern und in den Stangeln, weshalb es sich lohnt, Salbei im Krauterbeet zu kultivieren und ihn bei jeder Handvoll frischen Tees grofiziigig zu be- riicksichtigen. Teezubereitungen aus frischen oder getrockneten Blattern sollten fiinf bis zehn Minuten ziehen, damit sich ihre medizinischen Eigenschaften bei Halsschmerzen, Entziindungen in Mund- und Rachenraum, bei Ver- dauungsbeschwerden sowie bei iibermafiigen Hitzewallungen in den Wechseljahren ent- falten konnen.

Selber ernte

Trockene, steinige Kalkmager- boden sind ideale Standorte fiir den Warme liebenden Echten Salbei. Er ist einfach anzuziehen und auszupflanzen, toleriert Frost- perioden und die Ernte ist ganz- jahrig moglich. Sie konnen frische Blatter oder getrocknetes Kraut verwenden.

SALBEITINKTUR

Klein geschnittene, frische oder getrocknete Salbeiblatter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Alkohol aus der Apotheke ubergiefien. Die Tinktur im verschlossenen Glas ziehen lassen, dabei taglich 1 x aufschiitteln. Nach 2 bis 6 Wochen abfiltern und in dunkle Glasflaschen abfiillen. Dosierung: 3 x taglich 1 TL mit Wasser verdiinnt einnehmen.

EUROPAISCHER OLIVENBAUM

Antiviraler Schutz der. Lungenschleimhaut

Als Tee zubereitet wirken die Blätter des Olivenbaums Entzündungen entgegen.


Der knorrige Baum wird seit vielen tausend Jahren kultiviert. Aufgrund milder Winter halt er immer haufiger auch Einzug in unsere Kulturlandschaft - zu Recht, denn der Olivenbaum hat neben ungesattigten Fettsauren im 01 seiner Friichte, die die Gesund- heit fordern, antioxidative und vor allem antivirale Wirkung. Olivenblatter haben eine nach- weislich schiitzende Wirkung auf unsere Lungenschleimhaut. Als iiberaus hilfreich im Kampf gegen Viren hat sich die besonders hohe Konzentration aus verschiedenen Polyphenolen in den Blattern des Olivenbaums, alien voran Oleuropein, erwiesen. Als Tee zubereitet wirken die Blatter Ent- ziindungen entgegen und zeigen immunstarkende und antivirale Eigenschaften etwa gegen HIV- und Herpesviren.

Selber ernten

Das sparrige, prachtige Ziergeholz konnen Sie im Garten kultivieren oder als Kiibelpflanze auf die Terrasse stellen. Mit etwas Gliick bliiht ein Olivenbaum sogar hier- zulande. Der Baum benotigt ein leichtes, humoses Substrat, ver- zeiht keine Staunasse und keinen anhaltenden, starken Frost unter zehn Grad minus. Geerntet werden ab Herbst/Winter die kleinen Oliven, seine Blatter fur Tees ganzjahrig.

OLIVENBLATTERTEE

Uberbriihen Sie 3 TL zerkleinerte, getrocknete Olivenblatter mit 150 ml kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, mehrmals taglich schluckweise trinken.

INGWER

Gingerol macht den Ingwer scharf und hemmt die Ausbreitung von Bakterien und Viren.


Die supergesunde Im Wurzel

Ingwer ist eine krautige, fast mannshohe Pflanze mit schilf- artiger Erscheinung. Unterirdisch bildet der Ingwer ein verzweigtes Rhizom, das sowohl in der Kiiche Anwendung findet als auch in der Pflanzenheilkunde. Angebaut wird der Ingwer in tropischen bis subtropischen Regionen, gedeiht aber auch bei / uns. Ingwer gilt als einer unserer Topfitmacher fur unser Immunsystem. Er ist verdauungsfordernd, appetit- und kreislaufanregend und sehr reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor. Fur seine Scharfe verantwortlich ist Gingerol, dessen Wirkung in Tees ge- kocht ausgezeichnet zur Geltung kommt, da es die Aus- breitung von Bakterien und Viren hemmen kann. Weiterhin ahnelt Gingerol in seinem Auf- bau der Acetylsalicylsaure, die in Aspirin enthalten ist.

Selber ernten

Setzen Sie ein Stuck einer frischen Bio-Ingwerknolle mit einem ,Auge‘ (verdickter Vegetations- knoten) nach oben zeigend in einen Topf mit Blumenerde, decken das Stuck leicht mit etwas feinkrumeliger Erde ab und warten, bis der Ingwer keimt. Warm stellen und mafiig giefien mit kalkarmem Wasser, Staunasse vermeiden. Werden die Blatter gelb, konnen Sie die Knolle aus der Erde nehmen, ver- arbeiten oder weiter vermehren.

SELLERIE-INGWER-SUPPE

Schalen Sie eine Mohre, Knollensellerie, eine ca. 1 cm grofie Ingwerknolle und 'A Fenchel. Alles in Stiicke schneiden und mit 1 EL Olivenol in einem Topf andunsten. Mit Wasser, in dem 1 EL Gemusebriihe aufgelost wurde, aufgiefien und 15Minuten garen. Anschliefiendpiirieren, mit etwas Salz, Pfeffer und 1 EL Zitronensaft abschmecken.

BEZUGSQUELLEN

Tees und getrocknete Krauter erhalten Sie in Reformhausern, Drogerien, Bioladen und Teeladen.

Eine groBe Auswahl finden Sie unter anderem beim Krauterparadies Lindig (phytofit.de) und bei herbathek.com.

Die Onlineshops von kraeuterei-oldenburg.de, blumenschule-schongau.de, syringa-pflanzen.de und artemisia.de haben zudem auch Samen und Pflanzen im Angebot.

BUCHTIPPS

GESUNDERLEBEN MIT HEILPFLANZEN Dr. Nadine Berling-Aumann, Wiley 2018, 354 Seiten, 19,99 Euro


HEILPFLANZENKRAFT GEGEN VIREN Claudia Ritter, Ulmer 2020, 128 Seiten, 14,95 Euro


SANDDORN

Sanddorn enthält weit mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte.


Immunstarkend und regulativ bei Vitaminmangel

In Deutschland ist der alien Winden und Wettern trotzende Sanddorn haufig in den Dunenlandschaften an den Kiisten anzutreffen. Das dornige Geholz hat immun- starkende und antioxidative Eigenschaften sowie erstaunliche Heilwirkungen: Wer seine herb- sauerlichen Fruchte nascht, wird mit Vitalitat und guten Abwehr- kraften belohnt. Zehn bis zwolf seiner kleinen, eiformigen Beeren reichen fur den Tagesbedarf an Vitamin C. Gerade nach langerer Krankheitsphase kann die Sand- dornfrucht auf besonders wohl- schmeckende Art helfen, den Vitaminhaushalt wieder ins Lot zu bringen. Zusatzlich dient sie zur Vorbeugung vor Infektionen und Erkaltung. Die Friichtchen enthalten neben Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium und Zink das Fiinf- bis Zehnfache an Vitamin C von Zitrusfriichten, dazu reichhaltig Beta-Karotin, Gerb- stoffe sowie Vitamin B12. Sand - dorn wird in der Naturheilkunde auch schmerzlindernd und ent- ziindungshemmend eingesetzt.

Selber ernten

Wie sein Name schon sagt, ist der frost- und winterharte Sand- dorn ein Fan durch- lassiger, leichter Boden. Er braucht viel Licht. Seine Friichte ernten Sie vom Spatsommer bis in den Winter.

VITAMINREICHES SOPPCHEN MIT - SANDDORN, MOHREN UND APFELN

Piirieren Sie 400 g Sanddornbeeren mit etwas Wasser in einem Topf. Puree durchsieben, das Fruchtfleisch und den Saji auf- fangen. 1 kg Mohren, 1 Stange Lauch, 2 Apfel und 1 Zwiebel klein schneiden. Die Zwiebel mit 4 EL Olivendl glasig anbraten, dann Gemiise und Apfel hinzugeben. Nach dem Anbraten mit 1,51 Wasser abloschen, aujkochen und etwa eine Viertelstunde weiter kocheln lassen. Jetzt alles piirieren, das Sanddornpiiree und ggf. etwas Wasser hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkiimmel wiirzen und abschmecken.

GEWINNEN

Sie Heilkräuter und Essenzöle von Sonnentor unter biomagazin.de / gewinnen*

* Bitte beachten Sie unsere Informationen zur Gewinnspielteilnahme auf Seite 112.


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