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Geforce RTX 2080 Super im Test: RTX 2080 wird super


PC Games Hardware Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 07.08.2019

Seit dem 23. Juli buhlt eine weitere High-End-Grafikkarte um die Gunst der Käufer. Wir prüfen, was Nvidias Super-Version der Geforce RTX 2080 leistet und wie die Alternativen aussehen.


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Bildquelle: PC Games Hardware Magazin, Ausgabe 9/2019

Navi, Gluthitze, Geforce: Der Juli gehörte in vielerlei Hinsicht zu den heißesten Monaten seit Langem. Neben dem spannenden Schlagabtausch zwischen AMDs Radeon RX 5700 (XT) und Nvidias Geforce RTX 2070/2060 Super, welchen Sie ab Seite 52 lesen, hatte Nvidia ein weiteres Refresh-Modell in petto: die Geforce RTX 2080 Super. Sie tritt das Erbe der erst im September 2018 gestarteten RTX 2080 an.

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... Euro soll die RTX 2080 Super schneller sein als das alte Pascal-Topmodell Titan Xp. Es handelt sich also um eine weitere Grafikkarte, mit der Nvidia ausschließlich gegen sich selbst antritt. AMDs Radeon VII rangiert preislich zwar nur etwas darunter, duelliert sich in Spielen jedoch meist mit der RTX 2070 (Super). Der Druck im High-End-Bereich hält sich folglich in Gren- zen. Was die Geforce RTX 2080 Super unter diesen Voraussetzungen zu bieten hat, klären wir im Test der neuesten Nvidia-Karte.

S wie Selektion

Bei der Geforce RTX 2080 Super (RTX 2080S) handelt es sich um die erste Gaming-Grafikkarte, welche mit einem vollständig aktiven TU104-Prozessor ausgestattet wird. Dieser hört auf die GPU-Konfektion TU104-450, bietet je 3.072 FP32- sowie INT32-ALUs sowie eine 256-Bit-Schnittstelle zum Speicher. Die RTX 2080 muss noch mit einem beschnittenen Chip auskommen, ihr fehlen zwei Shader-Multiprozessoren (-> 2.944 ALUs). Die zwischenzeitlich gereifte Fertigung mit weniger teildefekten Chips erlaubt Nvidia diesen Schritt. GPUs, die an dieser Hürde scheitern, kommen neuerdings auf der RTX 2070 Super zum Einsatz.

Mit 3.072 der für Spiele maßgeblichen FP32-ALUs stellt die neue Geforce RTX 2080 Super keine Gefahr für die RTX 2080 Ti dar. Letztere verfügt über 4.352 dieser Rechenwerke, aus energetischen Gründen jedoch über einen geringeren Takt. Letzterer fällt bei der RTX 2080 Super höher aus als bei allen anderen RTX-Grafikkarten: 1.650 MHz liegen mindestens an (Basistakt), während der typische GPU-Boost offiziell 1.815 MHz beträgt. Mit der letztgenannten Frequenz stemmt die Grafikkarte bei einfacher Genauigkeit (FP32/SP) mehr als 11 Tera-FLOPS an Rechenleistung und überbietet die (werkseitig übertaktete) RTX 2080 Founders Edition somit um 5,2 Prozent (+4,3 Prozent allein durch die Rechenwerke).

Wie bei den anderen Super-Refreshes gibt es die Verbesserung nicht umsonst, auch die Leistungsaufnahme steigt, und zwar von 225 auf 250 Watt (+11 Prozent). All das ist im Grunde nichts Neues, hochgezüchtete Varianten der „alten“ RTX 2080 erreichen die Rohleistung und Leistungsaufnahme der RTX 2080 Super. Falls Sie direkt zu den Custom-Designs springen möchten, blättern Sie auf Seite 72.

GDDR6 vom Feinsten

Die zweite Änderung gegenüber der RTX 2080 fällt gewichtiger aus. Nvidia bricht bei der RTX 2080 Super erstmals das zuvor eisern durchgezogene Speichertaktschema: Anstelle von GDDR6-Modulen mit 14 Gigatransfers pro Sekunde (7.000 MHz) kommen hier Chips mit 16 GT/s (8.000 MHz) zum Einsatz – diese werden jedoch nur mit 15,5 GT/s angesteuert. Laut Nvidia habe diese Entscheidung Stabilitätsgründe. Man nutze das originale Platinendesign der RTX 2080 und dieses stemme bis inklusive 7.750 MHz Speichertakt ohne Probleme in Serie. Tuner können selbst (kräftig!) an der Taktschraube drehen – auch diesbezüglich seien Sie an die Seite 72 ff. verwiesen.

Heckansicht: RTX 2080S und RTX 2070S führen ihre zwei Strombuchsen nach oben aus. Die Länge der 2060S erlaubt hingegen eine horizontale Platzierung.


Familienfoto: RTX 2080 Super und RTX 2070 Super gleichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen – kein Wunder angesichts der gleichen Hardware-Basis.


Gaming-Leistung

Die Geforce RTX 2080 Super Founders Edition arbeitet in unseren Benchmarks mit mindestens 1.860 und bestenfalls 1.935 MHz. Die alte RTX 2080 Founders Edition rangiert zwischen rund 1.800 und 1.875 MHz – der von Nvidia als „typisch“ angegebene Boost wird von unseren Mustern folglich stets übertroffen. Die eingangs erwähnte theoretische Differenz von gut 5 Prozent GPU- und fast 11 Prozent Speicherleistung gilt somit in allen Benchmarks. In Ermangelung weiterer Unterschiede landet die RTX 2080 Super genau dort, wo man sie erwarten würde: rund fünf Prozent vor der RTX 2080. Das legt erneut den Schluss nahe, dass die Turing-Architektur effizient mit ihrer Speichertransferrate hantiert und primär von erhöhter Rechenleistung profitiert.

Im PCGH-Leistungsindex (siehe Seite 45) erzielt die RTX 2080S solide 80,7 Prozentpunkte. Die RTX 2080 Ti fehlt noch im Ensemble, rangiert jedoch im Bereich zwischen 93 und 95 (Quelle: Index 2018), mit der Titan RTX als 100-Prozent-Basis. Nvidias Prognose, wonach die 2080S so schnell arbeite wie die alte Pascal-Titan Xp, erweist sich als wahr. Allerdings unterschlägt dieser Mittelwert, dass die TXp über 12 statt 8 GiByte Speicher verfügt. Dazu gleich mehr.

Emissionswerte

Die RTX 2080 Super basiert auf dem Platinen- und Kühlerdesign der RTX 2080. Die einzige Änderung am doppelt axialbelüfteten Dual-Slot-Design inklusive Vapor-Chamber betrifft die Oberseite: Anstelle der mattschwarzen Oberfläche stattet Nvidia die Super-Modelle im Mittelteil mit einer Chrom-Schicht aus (siehe Bild rechts) – schick und dem „Raytracing-Stil“ folgend, aber hochgradig anfällig für Fingerabdrücke.

Die bei der 2080S auf 250 Watt angestiegene Boardpower führt zu höherer Abwärme und somit etwas höheren Drehzahlen gegenüber der 2080 und 2070S. Diese Modelle sind quasi baugleich, von den Feinheiten bei GPU-Konfektion, Speichertakt und TDP abgesehen. Last- und spielabhängig messen wir zwischen 235 und 253 Watt bei der RTX 2080S. Verglichen mit der RTX 2080 Ti FE, welche mit 260 Watt arbeitet, und auch der 225-Watt-Vorgängerin entspricht das einer etwas geringeren Energie-Effizienz.

Während die Lautheit unter Dauerlast mit maximal 2,4 Sone befriedigend ausfällt, kassiert Nvidia erneut für die Drehzahl im Leerlauf Tadel: Warum es angesichts von nur 12 Watt überhaupt eine aktive Belüftung sein muss und dann auch noch mit rund 1.500 U/min, bleibt ein ungelöstes, von Nvidia unkommentiertes Rätsel. Das Kurioseste dabei ist, dass die übereifrige Lüftersteuerung erst nach Installation des Treibers loslegt. Fehlt Letzterer, säuseln die Lüfter mit 0,1 Sone Lautheit.

2019er-Zwischenstand: 8 GiByte im High End

Mit der Geforce RTX 2080S veröffentlicht Nvidia eine weitere 8-GiByte-Grafikkarte. Die Spanne entsprechend ausgestatteter Modelle reicht somit von etwa 140 Euro (Radeon RX 570) bis hinauf zu etwa 850 Euro für eine hochgezüchtete RTX 2080S. Bereits bei diesem Vergleich fällt auf, dass hier etwas nicht stimmt. Wie kann es sein, dass ein Modell mit mehr als der doppelten Rohleistung gleich viel Speicher hat? Mit der Rechenkraft stehen und fallen die Möglichkeiten hinsichtlich Auflösung und Effekten. Eine starke Grafikkarte wird gewöhnlich in höheren Auflösungen verwendet als eine schwache. Diese Selbstverständlichkeit wird zum Problem, wenn die Speicherkapazität stagniert. Aus dem gleichen Grund rieten wir von der mit 6 GiByte ausgestatteten RTX 2060 ab. Die neue RTX 2060 Super beherzigt diese Kritik und ist mit 8 GiByte optimal bestückt.

Verstehen Sie uns bitte nicht falsch: 8 GiByte genügen in 99,9 Prozent der Fälle, selbst in Ultra HD, allerdings gab und gibt es Grenzsituationen, wo mehr besser wäre. Interessant ist unsere jüngste Beobachtung, dass Turing-Grafikkarten mit aktuellen Treibern unter Windows 10 1903 besser mit Speichermangel zurechtkommen als noch vor einigen Monaten. Ob das am Windows-Treibermodell WDDM 2.6 oder einer verfeinerten Eviction Policy des Treibers liegt, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen. Da Raytracing zu den größten Speicher- und Leistungsfressern von heute und morgen gehört und außerdem Nvidias wichtigstes Marketing-Instrument darstellt, haben wir neuerliche Tests durchgeführt. Während Shadow of the Tomb Raider mit maximalen (DXR-)Details ab WQHD sporadisches Ruckeln zeigt, kommt es in Battlefield 5 zum GAU: Die RTX 2080S muss Gigabytes an Daten auslagern und kommt daher nicht aus dem Ruckeln heraus. Ergänzende Tests moderner Spiele in todschickem 5K – 4× DSR an einem WQHD-Bildschirm – erweitern den Horizont. Die RTX 2080S bricht bei hoher Speicherlast stärker ein als die jeweils mit 11 GiByte ausgestatteten GTX 1080 Ti und RTX 2080 Ti. Zwischenfazit: Das Verhältnis aus Rechenleistung und Speicherkapazität ist bei der RTX 2080 Super unausgewogen. Was auf Kante genäht ist, droht unter Belastung zu bersten. Dagegen hilft nur Detailreduktion, welche am PC natürlich immer möglich ist. Aber wie hoch ist die Toleranz dafür, wenn gerade 740+ Euro über die Ladentheke geschoben wurden?(rv)

Fazit

RTX 2080S: Semi-Super

Mit der RTX 2080S schlägt sich Nvidia selbst, die Karte ist konkurrenzlos – im Gegensatz zur 2080 Ti aber nicht einhundertprozentig empfehlenswert. Unser Tipp wäre eine Abverkaufs- 2080 um 600 Euro.