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GEFÜHLE Psychologie: Cool bleiben! Vom Umgang mit schwierigen Menschen


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 15/2019 vom 03.04.2019

Stachelige Persönlichkeiten begegnen uns immer wieder. Da hilft nur eins: Strategie


Artikelbild für den Artikel "GEFÜHLE Psychologie: Cool bleiben! Vom Umgang mit schwierigen Menschen" aus der Ausgabe 15/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 15/2019

Wer kennt sie nicht … Die schwierigen Menschen, die ständig nörgeln, zickig oder cholerisch sind oder immer alles besser wissen. Sie sind um uns herum: Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn. Diese Nervensägen bringen uns mächtig auf die Palme. Aber zum Glück können wir einiges tun, um bei der nächsten Begegnung nicht gleich in die Luft zu gehen und Konflikte zu vermeiden.

Empathisch sein

Versetzen Sie sich in Ihr Gegenüber: Vielleicht hat der Kollege nur einen schlechten Tag, oder er macht insgesamt eine ...

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... schwierige und stressige Phase durch. Einfach mal nachfragen, dann fühlt der andere sich ernst genommen, und Sie selbst können ein besseres Verständnis für sein anstrengendes Verhalten entwickeln.

Gelassen wie Buddha

Wirft uns jemand verbal einen Schuh an den Kopf, dann ziehen wir uns den ganz einfach nicht an. Wir bleiben ruhig und nehmen einen Angriff nicht gleich persönlich.

Grenzen setzen

Wir sollten uns bewusst machen, wer wir sind und was wir (nicht) wollen. Was unsere Stärken sind. Dieses Wissen stärkt das Selbstvertrauen. Es hilft dabei, Position zu beziehen und im Konfliktfall Sieger zu bleiben.

Ich-Sätze verwenden

Wenn wir zum Beispiel zu einem Besserwisser sagen: „Es stimmt nicht, was du da sagst“, fühlt er sich in die Enge getrieben, betrachtet den Satz als Vorwurf und geht sofort in den Rechtfertigungsmodus. Das ist eine prekäre Situation, weil persönliche Empfindungen zu einem heftigen Streit führen können. Besser ist es, wenn wir von uns selber sprechen: „Ich kann das nicht bestätigen, ich habe das ganz anders empfunden und wahrgenommen.“

Die „Drei F“-Regel

Nicht selten rauben uns schwierige Menschen vor allem eines: unsere Energie. Um einen vollen Akku zu behalten, hilft die „Drei F“-Regel: nicht fertig machen lassen, nicht fluchen, nicht falsch lächeln. Denn das stachelt den Nervtöter nur noch weiter an und bringt einen Streit meistens zu keinem guten Ende.

Körpersprache hilft

Sich gerade aufrichten und einen sicheren Stand haben – das ist eine starke Körperhaltung. Dabei sollte man aber aggressive und provozierende Gesten vermeiden, der Gesichtsausdruck bleibt neutral.

Keine Vorwürfe

Sätze wie „Du bist immer zu spät“, „Das hast du schon wieder falsch gemacht“ oder „Dir kann man es nie recht machen“ führen zu nichts. Am besten ignorieren wir das Verhalten des anderen einfach gekonnt.

Nicht grübeln

Wir sollten unsere kostbare Zeit nicht damit verschwenden, über andere Menschen und deren Macken nachzudenken. Stattdessen lenkt ein Spaziergang um den Block ab, ist gesund und macht glücklich.

Sagen Sie Stopp

Bei plötzlichen Attacken hilft es, eine Pause zu machen. Wenn uns jemand angreift, sagen wir innerlich Stopp und atmen tief durch. Studien haben gezeigt, dass bereits die Vorstellung eines Stoppschildes hilft, bei einer Konfliktsituation ruhig zu bleiben.

SOS-Strategien gegen Nervensägen

Der Besserwisser

► Er denkt, er habe einfach immer recht, wisse über alles Bescheid und muss das auch jedem auf die Nase binden. Im schlimmsten Fall erklärt er uns, wann unser Geburtstag ist. Was sollen wir dann tun? Entweder sind wir einfach still und lassen es gut sein oder fragen gezielt nach, woher er sein Wissen eigentlich hat.

Der Pedant

► Superordentlich und dabei extrem genau, keine Arbeit wird ihm gut genug erledigt. Er kann es selbst natürlich am besten. Das wird dann zum Problem, wenn man mit einem Pedanten zusammenarbeiten muss. Furchtbar nervig! Wichtig ist, dass wir freundlich bleiben und das Verhalten nicht persönlich nehmen.

Der Blender

► Er ist ein echter Meister der Selbstdarstellung, der mit Besitz, einem Top-Job und drei Luxusurlauben im Jahr prahlt. Alles nur Schein statt Sein. Kommen wir ihm dann auf die Schliche, können wir ihn leider nicht mehr ernst nehmen. Schützen können wir uns ganz einfach, indem wir nicht alles glauben, was er so erzählt.

Der Choleriker

► Lautes Geschrei und Wutausbrüche gibt es öfter mal. Die führen bei uns zu Herzklopfen, weichen Knien und Angst. Am besten ist: Nerven behalten und das Gewitter vorüberziehen lassen. Schreit er wieder einmal, bleiben wir vor ihm stehen und warten ab. Verliert er an Fahrt, können wir argumentativ einhaken.

Der Grenzüberschreiter

► Er benimmt sich gern wie ein guter Freunde und mischt sich ungefragt in unser Leben ein – auch, wenn wir ihn kaum oder erst kurz kennen. Dann schneidet er die Hecke oder nimmt die Kinder mit zur Schule. Passt uns das nicht, müssen wir deutlich Nein zu ihm sagen – ohne Bedauern oder eine Entschuldigung.

Der Egoist

► Er kommt zuerst dran und erst danach alle anderen. Wenn er sich an der Kasse vordrängelt oder im Flugzeug breitmacht, suggeriert uns das, dass er sich für etwas Besseres hält. Oft ist der Egoist unsicher, steht unter Stress und meint es nicht böse. Hier gilt: Weisen Sie ihn respektvoll auf sein Fehlverhalten hin.

Der Nörgler

► Keiner bleibt verschont, denn er regt sich über alles auf. Anders als der Choleriker tut er das leise, hinter vorgehaltener Hand, nuschelnd, sarkastisch und oft zynisch. Aber auch das kann unangenehm werden, seine schlechte Stimmung wirkt ansteckend. Es ist besser für die eigene Psyche, Abstand zu halten.

Der Schleimer

► Er ist übertrieben nett zu anderen, und das ist er nicht ohne Grund, denn er erwartet stets eine Gegenleistung. Von seiner Partnerin, dass sie ihn vergöttert, von seinem Chef eine Gehaltserhöhung. Dafür legt der Schleimer sich auch ins Zeug. Am besten lassen wir in gewähren und nehmen sein Verhalten nicht allzu ernst.


Illustrationen: iStockphoto (2), stock.adobe.com (7)