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Geheimnisvolle Wesen aus Sagen und Mythen


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Sieben Tage - epaper ⋅ Ausgabe 48/2022 vom 26.11.2022

Serie

Artikelbild für den Artikel "Geheimnisvolle Wesen aus Sagen und Mythen" aus der Ausgabe 48/2022 von Sieben Tage. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sieben Tage, Ausgabe 48/2022

Eine Serie von Antje Windgassen

Sie gelten als lebendige Tote, die sich von frischem Blut ernähren. Dabei beißen sie ihren Opfern mit langen spitzen Eckzähnen in den Hals, um sie auszusaugen. Zwar gibt es Vampire nicht wirklich, aber Geschichten über sie erzählt man sich schon seit vielen Jahren

Vampire

In jener Nacht, auf seiner Flucht aus den Süd-Karpaten, wusste Professor Abronsius noch nicht, dass er das Böse, das er für immer zu vernichten hoffte, mit sich führte. Mit seiner Hilfe konnte es sich über die ganze Welt ausbreiten.“ Mit diesen Worten endet Roman Polanskis berühmter Film „Tanz der Vampire“, der 1966 gedreht wurde, und bei dem „Bösen“, das der Professor mit sich schleppte, handelte es sich um zwei Menschen, die durch den Biss ...

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Schon die Römer kennen Dämonen

Ist der blutrünstige Fürst am Ende tatsächlich auferstanden und weilt noch heute als unsterblicher Vampir unter uns? Bram Stokers Roman „Dracula“ war jedoch nicht der Anfang. Schon die alten Griechen und Römer kannten Geschichten von blutrünstigen Dämonen und Geistern, die heute als Vorläufer moderner Vampire gelten. Allgegenwärtig wurde der Glaube an Vampire allerdings erst im Osteuropa des 18. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurden viele mündliche Überlieferungen aufgeschrieben und veröffentlicht.

Vampire, so hieß es, seien Verstorbene, die zu Lebzeiten Schuld auf sich geladen hätten und als Untote in einer Zwischenwelt umherirrten. Außerdem, so wurde berichtet, besaßen Vampire außergewöhnliche Fähigkeiten: Sie waren stark, konnten senkrecht die Wände hinaufgehen, sich unsichtbar machen und in Fledermäuse oder Wölfe verwandeln. Und weil der Sonnenschein sie zu Staub zerfallen ließ, mieden sie das Tageslicht, schliefen in Särgen und gingen nur des Nachts auf Nahrungssuche. Aus Angst vor Vampiren kam es in einigen Gegenden zu Massenhysterie und zur öffentlichen Hinrichtung von Menschen, die für Vampire gehalten wurden. Auch Verstorbene gerieten unter Verdacht – wie 1725 der serbische Bauer Peter Blagojevic. Weil kurz nach seinem Tode neun Menschen seines Dorfes starben, hielt man ihn für einen Vampir, öffnete sein Grab und stieß ihm einen Pfahl durch das Herz. 1755 sandte Kaiserin Maria Theresia ihren Leibarzt Gerard van Swieten nach Mähren, um die angeblichen Vampirfälle zu untersuchen. Van Swieten führte seine Untersuchungen gründlich durch. Er exhumierte Leichen, führte zahllose Verhöre und kam in seinem Abschlussbericht zu dem Ergebnis: „… dass der ganze Lärm von nichts andern herkömme, als von einer eitlen Furcht, von einer abergläubischen Leichtgläubigkeit, von einer dunklen und bewegten Phantasey, Einfalt und Unwissenheit bei jenem Volke.“ Dennoch, der Glaube an Vampire saß tief. Noch 1928 bemühte sich der britische Dämonologe Montague Summers in zwei Büchern, die tatsächliche Existenz von Vampiren nachzuweisen. Auch wenn die Fachwelt ihn für einen Spinner hielt, ließ sich der Glaube an die unsterblichen Blutsauger niemals vollständig ausrotten – bis heute nicht. Denn wer vermag schon mit letzter Sicherheit behaupten, dass es weder Vampire, noch all die anderen geheimnisvollen Wesen aus Sagen und Mythen wirklich nicht gibt.

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