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Geld verheizen? Nicht mit uns!


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Nachhaltig leben - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 25.08.2022
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Bildquelle: Nachhaltig leben, Ausgabe 5/2022

U kraine-Krieg,die massive Teuerung, Schwierigkeiten in unzähligen Lieferketten, dazu die wieder aufflammende Corona-Pandemie und der alles überstrahlende Klimawandel. Probleme über Probleme, mit denen wir konfrontiert sind. Es sind wahrlich keine rosigen Zeiten, in denen wir uns aktuell befinden. Die eigene Brieftasche ist immer öfter das Ziel von Frontalangriffen, sei es an der Zapfsäule, bei der Stromrechnung oder bei der Bezahlung des Heizmaterials für die kommende Wintersaison. Denn eines wollen wir in den kommenden Monaten definitiv nicht: frieren!

In unseren Breitengraden ist es unerlässlich, während der dunklen Jahreszeit die eigenen vier Wände mit einem Heizsystem auf eine angenehme und erträgliche Temperatur zu bringen, auch wenn diese nicht unbedingt in jedem Raum deutlich über der 20 Grad-Marke sein muss. In den Monaten, wo draußen Eis und Schnee das Thermometer unter den Gefrierpunkt ...

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... klettern lassen, ist ein gewisser Energieverbrauch unvermeidbar, Teuerung hin oder her. Allerdings haben viele unterschiedliche Faktoren einen Einfluss darauf, wie stark besagter Verbrauch ausfällt und letztendlich auch, wie sich dieser auf die allgemeine Ökobilanz auswirkt.

Mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs eines Haushalts gehen beispielsweise auf die Heizung und die Erzeugung von Warmwasser zurück. Es braucht keinen Hochschulabschluss um zu erkennen, dass dadurch in diesem Bereich auch großes Einsparungspotenzial besteht. Dabei sollte aber nicht nur an die Erneuerung des gesamten Heizsystems gedacht werden, bereits die Modernisierung der bestehenden Technik kann schon einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten.

Relikte der Vergangenheit

In Neubauten sind Öl- und Gasheizungen in der Regel kein Thema mehr, allerdings stehen diese im deutschsprachigen Raum immer noch in sehr vielen Haushalten. Die Ökobilanz von Ölund Gaslösungen ist zumeist nicht gut, da sehr viel Wärme über Abgase verloren geht und zudem der Einsatz von Brennstoffen verhält-nismäßig hoch ist. Die angesprochene Modernisierung kann etwa durch die Einbringung eines Brennwertgeräts erfolgen, welches die Abgase nochmals über einen Wärmetauscher führt, um dadurch zusätzliche Energie zu erzeugen. Die Temperaturen der Abgase sind dann weitaus geringer und derselbe Einsatz von Brennstoffen sorgt für ungleich mehr Wärme.

Auf lange Sicht sollten Hausbesitzer dennoch darüber nachdenken, ein neues Heizsystem zu installieren, da keine Modernisierung bestehender Technik in der Lage ist, sich derart positiv auf die Ökobilanz des Haushalts auszuwirken wie eine gänzlich neue Heizungslösung. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, beginnen bei Solar- und Photovoltaikanlagen, aber auch Wärmepumpen finden immer öfters ihren Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Aus Alt mach Neu

Analog zur Wahl eines neuen Heizsystems kann es aber auch etwas bringen, die eigenen vier Wände von Grund auf zu sanieren. Die Möglichkeiten dazu sind vielschichtig. Zuallererst sollte erhoben werden, auf welche Art und Weise Wärme aus dem Gebäude ausdringt und wo dies passiert. Hier sollten Sie sich eine Wärmebildkamera zu Hilfe nehmen, die genau darüber Auskunft geben kann. Damit lässt sich feststellen, ob Fenster undicht sind, das Dach aufgrund fehlender Dämmung zu viel Wärme nach außen lässt oder ob es sich generell anbieten würde, einen noch fehlenden Vollwärmeschutz an der Fassade anzubringen. Bedenken Sie aber, einen Fenstertausch nur in Kombination mit einer Dämmung der Außenwände durchzuführen, da ansonsten die Gefahr der Schimmelbildung stark erhöht wird.

Durch richtige Dämmung an den Außenmauern sowie der Auswechslung etwaiger, energieineffizienter Fenster lassen sich die Ausgaben bereits um bis zu 80 Prozent reduzieren. Zudem verbessert sich das Wohnklima bei einer gründlichen Sanierung ungemein. Vor allem Gebäude, die zwischen 1945 und etwa 1980 errichtet wurden, weisen in der Regel eine miserable Energiebilanz auf. Außerdem sind die meisten Besitzer dieser Häuser berechtigt, im Falle einer thermischen Sanierung Geld aus unterschiedlichen Fördertöpfen zu bekommen.

Raus aus Öl und Gas

Ein weiterer, großer Baustein der thermischen Erneuerung ist der Tausch des Heizsystems. Da die meisten, 30 bis 50 Jahre alten Gebäude über eine Öl- oder Gasheizung verfügen, kann hier langfristig aktiv sehr viel Geld eingespart werden. Denn hier wird nicht nur dem Verlust vorhandener Energie vorgebeugt, sondern sogar dafür gesorgt, dass nur die Energie produziert werden muss, die auch tatsächlich benötigt wird. Die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind vielfältig. So sind etwa Holzpelletsheizungen oder Wärmepumpen sehr im Trend, in Kombination mit einem optimal gedämmten Gebäude äußerst energieeffizient und der Materialeinsatz ist ungleich geringer als bei Öl oder Gas. Allerdings eignet sich gerade eine Wärmepumpe nicht bei jeder thermischen Sanierung, da der größte Vorteil dieses Heizsystems, die niedrigere Vorlauftemperatur, nur dann für wohlige Wärme sorgt, wenn die Wohnräume entsprechend gedämmt sind. Daher kann für viele Altbauten eine sogenannte Hybridheizung das Heizmittel der Wahl sein, dieses System kombiniert eine Wärmepumpe mit einer Gas- oder Ölheizung und nutzt stets die günstigste Energiequelle.

„Mit einer effizienten Energienutzung tun Sie der Umwelt und Ihrer Geldbörse gleichermaßen Gutes.“

Bei einer Sanierung kann es auch Sinn machen, über eine Auswechslung der Heizkörper und den Einsatz einer Fußbodenheizung nachzudenken. Gerade die über den Fußboden abgegebene Wärme sorgt für wohlige Stunden im kuscheligen Wohnzimmer, während draußen der eiskalte Dezembersturm tobt. Und ganz nebenbei ist die benötigte Wärme des Heizkreises bei einer Fußbodenheizung weitaus niedriger als bei Radiatoren.

Das vielzitierte Kleinvieh

Egal über welche Maßnahmen Sie nachdenken oder welche Sanierungsformen notwendig sind: Sie tun mit der Wahl einer möglichst effizienten Energienutzung nicht nur Ihrer ohnehin bereits stark gebeutelten Geldbörse etwas Gutes, sondern auch der Umwelt, da Sie auch viel unnütz vergeudetes CO2einsparen. Jegliche Form der Dämmung sorgt zudem nicht nur dafür, dass im Winter nur wenig Wärme nach draußen dringt, sondern verhindert auch in den Sommermonaten, dass übermäßig viel Hitze in die eigenen vier Wände gelangt.

Aber selbst wenn der Wechsel eines veralteten Heizsystems trotz vielfacher Förderungen aktuell für viele Menschen finanziell nicht zu stemmen ist, so kann dennoch jeder mit ein paar nützlichen Tipps und Gewohnheitsänderungen zumeist einen nicht unwesentlichen Teil zum Einsparen beitragen. Mit unseren Energiespartipps (siehe oben) schaffen es bestimmt auch Sie, dass die massiven Preisanstiege bei Heizen, Strom und an der Zapfsäule nicht ganz so hart ins Gewicht fallen. Am Ende des Tages profitieren nicht nur Sie, sondern auch Mutter Natur, die dadurch etwas weniger CO2ausgesetzt ist. Und je mehr Leute mitmachen, desto besser ist die Auswirkung auf unsere Umwelt.

ENERGIESPAREN KANN JEDER!

Dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ folgend, finden sich fast überall im Haushalt Einsparungschancen. Lassen Sie diese gerade in Zeiten wie jetzt nicht ungenützt.

1. Heizkörper nicht zustellen

Haben Sie vor dem Heizkörper Möbel stehen oder Gardinen hängen, so stellen Sie diese zur Seite. So kann die Wärme direkt an die Umgebung abgegeben werden und optimal zirkulieren.

2. Stoßlüften statt kippen

Lüften Sie lieber mehrmals täglich ein paar Minuten, indem Sie die Fenster ganz öffnen statt diese permanent auf Kipp gestellt zu haben. Dies birgt großes Einsparpotenzial!

3. Auf LED-Lichtquellen umrüsten

Wussten Sie, dass Glühbirnen mit LED-Technologie nur rund ein Zehntel der Energie benötigen, um die identische Leuchtkraft wie herkömmliche Birnen zu erreichen? Dieses Potenzial gilt es zu nutzen.

4. Wäsche mit 30 Grad waschen

Drei Viertel der Energie eines Waschgangs werden für das Aufheizen des Wassers benötigt. Bei nur geringer Verschmutzung der Wäsche kann es reichen, mit 30 Grad zu waschen – und zwei Drittel des Stroms werden dadurch eingespart.

5. Netzstecker ziehen statt Standby

Die Menge macht in diesem Fall das Gift. Werden Geräte das ganze Jahr im Standby-Betrieb gehalten, so verbrauchen sie rund um die Uhr geringe Mengen Strom. Eine Lösung kann auch eine Steckdosenleiste mit Schalter sein.

6. Temperatur managen

Programmierbare Thermostate regeln die Temperatur in Zeiten, zu denen Sie nicht zu Hause sind. Optimieren Sie hier gegebenenfalls nach, gerade am Abend wird viel unnötige Energie verbraucht, da Heizkörper oft länger nachheizen.

7. Runter vom Gas!

Ein ganz einfacher Tipp betrifft Ihren Verbrenner-PKW. Reduzieren Sie das gefahrene Tempo um rund 20 Prozent, lassen sich so rund 30 Prozent an Sprit einsparen. Außerdem minimiert sich auch das Risiko eines Schnellfahr-Bußgeldes.