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Gemeindenotfallsanitäter: Interview: POSITIVE ZWISCHENBILANZ


Rettungsmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 28.02.2020

Als das Pilotprojekt „Gemeindenotfallsanitäter“ Anfang 2019 an den Start ging, gab es nicht nur positive Prognosen. Ein Jahr später machen die bisherigen Erfahrungen Mut, dass es zu einem Erfolgsprojekt werden könnte. Wir sprachen mit Frank Flake, einem der Initiatoren, über seine Zwischenbilanz.


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Frank Flake Bereichsleiter Notfallvorsorge und Leiter Rettungsdienst der Malteser im Bezirk Oldenburg


FOTO: PRIVAT

Herr Flake, das Projekt Gemeindenotfallsanitäter läuft mittlerweile seit mehr als einem Jahr. Was war seinerzeit der Auslöser für diese Idee?
Frank Flake: Ein Grund war die immer schwieriger ...

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Herr Flake, das Projekt Gemeindenotfallsanitäter läuft mittlerweile seit mehr als einem Jahr. Was war seinerzeit der Auslöser für diese Idee?
Frank Flake: Ein Grund war die immer schwieriger werdende Personalgewinnung von Rettungsfachkräften und regelmäßige Bedarfsausweitungen. Hinzu kamen die hohe Frustration und Auslastung des Personals aufgrund der hohen Zahl nicht notwendiger Transporte mit einem Rettungswagen. Da stellte man sich schon die Frage, wie man mit dieser Problematik konstruktiv umgehen kann.

Gängige Praxis ist in so einem Fall, die Bedarfspläne auszuweiten und neue Rettungsmittel in Dienst zu stellen. Warum haben Sie einen anderen Weg gewählt?
Das Problem liegt hier in der Regel in der reinen Betrachtung der Quantität, also der Menge an Einsätzen, aber nicht in der Qualität und damit der Frage nach der Art der Einsätze. Denn für einen Einsatz, der vermutlich keinen Transport nach sich ziehen wird, benötigt man auch keinen RTW oder KTW.

Der Gemeindenotfallsanitäter übernimmt sämtliche Einsätze unterhalb der Transport- bzw. NACA- 3-Schwelle. Da gibt es einiges, was ein „normaler“ Notfallsanitäter in seiner Ausbildung nicht gelernt hat, weil er oder sie es normalerweise nicht braucht. Was musste im Vorfeld dafür geregelt werden?
Es ging dabei nicht nur um die Kompetenzen der Gemeindenotfallsanitäter. Die Idee entstand im Jahr 2015, worauf zunächst eine zweijährige Projekt- und Entwicklungsarbeit folgte. In dieser Vorbereitungsphase mussten unter anderem auch die Finanzierung, rechtliche Einbindung in den Rettungsdienst, Personalgewinnung, Versorgungsalgorithmen, Ausbildung und Kommunikation mit möglichen Entscheidungsträgern geregelt werden.

Welche Institutionen waren das zum Beispiel?
Uns war schon früh klar, dass man wichtige Instanzen innerhalb des Rettungsdienstes ansprechen und in das Projekt integrieren musste. So wurde bereits 2016 Kontakt sowohl zum Innenministerium Niedersachsens und den Kostenträgern als auch dem Klinikum Oldenburg als wissenschaftlichem Partner gesucht.

Die Mitglieder des Projektteams. Fotos (5): Lukas Lehmann


Die Fahrzeuge der Gemeindenotfallsanitäter sind wie ein NEF ausgerüstet und um pflegerische Komponenten erweitert worden.


Und wie waren deren Reaktionen?
Alle waren von der Idee begeistert und unterstützten von Anfang an das Vorhaben. Dennoch musste vor allem die wichtige Hürde der Finanzierung gelöst werden, was letztendlich zu den zwei Jahren Planung führte, bis das Projekt dann starten konnte.

Die Projektphase begann im September 2018 zunächst mit der 480-stündigen Ausbildung der künftigen Gemeindenotfallsanitäter. Wie erfolgte die Auswahl der Kolleginnen und Kollegen?
Die Rekrutierung der Einsatzkräfte erfolgte in den eigenen Reihen der beteiligten Rettungsdienste, also in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg und Vechta sowie in der Stadt Oldenburg. Hier wurden jeweils interne Auswahlverfahren durchgeführt. Da in den Landkreisen und der Stadt Oldenburg schon immer viel ausgebildet wurde, war es kein Problem, die entstandenen personellen Lücken durch frisch ausgebildete Notfallsanitäter zu schließen. Im Endeffekt brauchten wir deshalb nur zwei von 26 Gemeindenotfallsanitätern zusätzlich auf dem freien Markt zu suchen.

Wie sahen die Zugangsvoraussetzungen denn aus?
Um ein Mindestmaß an Erfahrung zu gewährleisten, erwarteten wir ein Mindestalter von 25 Jahren, die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter und eine Berufserfahrung im Rettungsdienst von nicht weniger als fünf Jahren.

Da dürften viele infrage kommen, oder?
Tatsächlich haben sich unsere Voraussetzungen bewährt, in der Praxis wurden sie sogar noch deutlich übertroffen. So verfügen alle Gemeindenotfallsanitäter über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung und konnten somit entsprechendes Know-how in das Projekt mit einbringen.

Zu erwarten wäre, dass deroder diejenigen auch eine Ausbildung in der Pflege hätten vorweisen müssen.
Solche Notfallsanitäter wären natürlich besonders geeignet. Doch das könnten die Wenigsten vorweisen, außerdem ist es nicht die einzige wichtige Kompetenz neben der eines Notfallsanitäters. Deshalb haben wir uns dagegen entschieden, sie als Grundvoraussetzung aufzuführen.

Wie und wo wurden die erforderlichen praktischen Kenntnisse bezüglich der Pflege vermittelt?
Sie lernten die Notfallsanitäter im Rahmen des 200-stündigen theoretischen Unterrichts in der Schule und während ihrer Praktika. Diese umfassten insgesamt 280 Stunden und erfolgten unter anderem in der Urologie, Notaufnahme oder einer Hausarztpraxis.

Der Rettungsdienst-Mitarbeiter ist es gewohnt, nach vorgegebenen Algorithmen bzw. Standard Operating Procedures vorzugehen. Wie ließ sich das auf die zusätzlichen Aufgaben als Gemeindenotfallsanitäter übertragen?
Dafür haben wir spezielle SOP/Algorithmen erstellt. Diese geben die Behandlung bei verschiedenen Krankheitsbildern vor, etwa bei einem fiebrigen Infekt, Schmerzen oder dem Wechsel eines Blasenkatheters. Aber auch das Vorgehen bei Palliativpatienten ist darin geregelt.

Als Rückfallebene steht den Gemeindenotfallsanitätern eine telemedizinische Anbindung in die Klinik zur Verfügung.


Dennoch bewegt sich ein Gemeindenotfallsanitäter im Bereich der Pflege zunächst mal auf ungewohntem Terrain. Ihm wird es in der Regel an Erfahrung und Routine fehlen…
Sollte eine vorgefundene Situation nicht durch Algorithmen oder eigene Entscheidungen des Gemeindenotfallsanitäters abgearbeitet werden können, bleibt als Rückfallebene nach dem Hausarzt und dem ärztlichen Notdienst die telemedizinische Anbindung. Diese erfolgt über zwei Kanäle: Über ein Tablet oder Mobiltelefon kann über eine App sowohl telefonisch als auch über Videotelefonie eine Beratung durch einen Arzt der Telemedizin erfolgen. Weiterhin ist es möglich, über den Corpuls C3 und das System corpuls.web direkt Daten aus dem Patientenmonitor in die Zentrale der Telemedizin zu senden.

Wie häufig wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht?
Im ersten Halbjahr fand die telemedizinische Konsultation in elf Fällen statt. Das entspricht in etwa den Erwartungen des Projektteams. Ziel war und ist es aber, die Gemeindenotfallsanitäter mit ausreichend Kompetenzen auszustatten und entsprechend auszubilden, um Rückfragen zu minimieren und eigene Entscheidungen zu fördern.

Wie hat sich die Ausbildung anschließend in der Praxis bewährt? Gab es Gründe, hier und dort nachzujustieren?
Angepasst werden künftig einige inhaltliche Teile, so sollen Kinder als Patienten sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Ausbildung einen größeren Anteil erhalten. Deshalb ist der Einsatz in einer Kinderarztpraxis geplant. Die Praktika in einer Hausarztpraxis werden ausgedehnt, während die Zeit in der ambulanten Pflege gekürzt werden soll. Die Veränderungen führten zu einer Überarbeitung des Curriculums durch die beiden beteiligten Ausbildungsträger, die Notfallsanitäterschule der Berufsfeuerwehr Oldenburg und des Malteser Schulungszentrums Nellinghof.

Warum wird gerade bei pädiatrischen Patienten nachgebessert?
Betrachtet man das durchschnittliche Alter der Patienten, die vom Gemeindenotfallsanitäter aufgesucht wurden, so liegt dies wie erwartet bei etwa 60 Jahren. Aber auch die Gruppe der pädiatrischen Patienten ist deutlich vertreten. Damit hatten wir anfangs nicht in diesem Maße gerechnet.

Wie stellen Sie sicher, dass die Gemeindenotfallsanitäter nicht den Bezug zur Notfallrettung verlieren?
Die Stationierung erfolgt an den Rettungswachen, sodass die Integration in den Rettungswachen-Alltag gegeben ist. Die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen wird mit einem Stellenanteil von 50 bis 75 Prozent als Gemeindenotfallsanitäter eingesetzt. Den Rest ihrer Stelle verbringen sie in der Notfallrettung. Somit behalten sie den Kontakt sowohl zu den Kollegen als auch zur Notfallrettung.

Wir sprachen bereits über den Pflege-Aspekt, der im Arbeitsalltag von Gemeindenotfallsanitätern eine größere Rolle spielt. Inwiefern schlägt sich diese Aufgabe in der Ausstattung der Einsatzfahrzeuge nieder?
Die Fahrzeuge, mit denen unsere Gemeindenotfallsanitäter unterwegs sind, sind genauso wie die vor Ort eingesetzten NEF ausgerüstet. Hinzu kommen ein sogenannter Pflegerucksack und eine Pflegetasche. Sie beinhalten zum Beispiel ein Otoskop, Mundspatel, Ohrthermometer, Reflexhammer, Wundversorgungsset, Blasenkatheter-Set und rezeptpflichtige und -freie Medikamente.

Auf wie viele Einsätze sind Sie seit Beginn des Projekts zwischenzeitlich gekommen?
Insgesamt wurden die Gemeindenotfallsanitäter in allen vier Einsatzbereichen im ersten Halbjahr 2019 zu 1.755 Einsätzen alarmiert. Um die Einsätze in der Leitstelle und für die Auswertung zuordnen zu können, haben wir drei Einsatzstichworte festgelegt: G-NFS-A, das heißt eine direkte Einsatzentscheidung durch den Disponenten; G-NFS-B, das sind Einsätze, die über den Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung kommen, und sonstige Einsätze.

Gab es Anlaufschwierigkeiten?
Nicht wirklich. Insgesamt haben sich die Einsatzzahlen im Verlauf des Projekts aber erhöht. Lagen sie anfangs bei durchschnittlich 8,5 Einsätzen pro Tag, finden aktuell etwa 13 Einsätze in 24 Stunden in allen vier Projektregionen statt. Am häufigsten wird der Gemeindenotfallsanitäter im Stadtgebiet Oldenburg alarmiert.

Das pflegerische Wissen lernten die Notfallsanitäter im Rahmen des theoretisch-praktischen Unterrichts in der Schule und während ihrer Praktika.


Mithilfe eines Tablets kann per Videotelefonie ein beratender Arzt kontaktiert werden.


In 61 Prozent der Fälle wurde der Gemeindenotfallsanitäter vom Disponenten direkt alarmiert, aber nur 9 Prozent aller Einsätze kamen über den KV-Dienst. Hatten Sie damit gerechnet?
Nein, hier sind wir anfangs von einer deutlich höheren Zahl ausgegangen.

Der Gemeindenotfallsanitäter hat auch eine gewisse „Joker“-Rolle, weshalb er zuweilen als First Responder eingesetzt wird. Kommt das öfters vor?
Die Alarmierung als First Responder erfolgt insbesondere an den Standorten, in deren näherer Umgebung kein RTW oder NEF stationiert ist. In einem Bereich ist das Fahrzeug in der Mitte des Kreises stationiert. Allerdings wird hier kein Notfallrettungsmittel vorgehalten. Aus diesem Grund wird der Gemeindenotfallsanitäter dort häufig als First Responder alarmiert. In allen anderen Bereichen spielen diese Einsätze eine eher untergeordnete Rolle.

Wesentliche Ziele des Projekts sind es, sowohl die Notfallrettung als auch die Kliniken zu entlasten. Ist diese Rechnung durch den Gemeindenotfallsanitäter aufgegangen?
Ja! In gut 84 Prozent der Einsätze war nach einer Begutachtung des Patienten kein Transport mit einem Rettungsmittel erforderlich gewesen. Diese Zahl bestätigt unserer Ansicht nach, dass die Einsatzbelastung der primären Rettungsmittel damit deutlich reduziert werden konnte. Ebenso werden die Notfallaufnahmen durch unser Projekt entlastet.

Im Idealfall wird der Gemeindenotfallsanitäter am Ende von der Projektphase in den Regelbetrieb überführt und geografisch ausgeweitet. Wie erfolgt die wissenschaftliche Auswertung, von der viel abhängt?
Sie übernehmen die Universität Maastricht und das Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin der Universität Oldenburg gemeinsam mit den Universitäten Magdeburg und Aachen. Die Einsätze werden über ein DIVI-Protokoll sowie über ein speziell für dieses Projekt erstelltes wissenschaftliches Protokoll dokumentiert und anschließend ausgewertet. In diesem Zusatzprotokoll werden vor allem Daten erhoben, die nicht Inhalt der medizinischen Dokumentation und des MIND-Datensatzes sind. Hier finden sich unter anderem die Erhebung der korrekten Einsatzindikation, Kontakte der Patienten im Vorfeld zur Telefonnummer 116 117, Einsatzzeiten und der Einsatzverlauf. Die daraus gewonnenen Daten werden in verschiedenen Abschnitten ausgewertet und bewerten die dem Projekt zugrunde liegenden Hypothesen.

Wie lautet Ihr persönliches Zwischenfazit des Projekts?
Ich finde, wir haben einen erfolgreichen Start hingelegt. Die erhoffte Entlastung der Primärrettungsmittel ist eingetreten; die Einsatzzahlen steigen kontinuierlich. Derzeit spricht also einiges dafür, dass der Gemeindenotfallsanitäter tatsächlich ein wichtiger Bestandteil des deutschen Rettungsdienstes werden kann. Zu überlegen ist, ob das System um eine sinnvolle Schnittstelle zum KV-Dienst (116 117) ergänzt wird.

MIT FRANK FLAKE SPRACH: Lars Schmitz-Eggen