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GEMÜSEANBAU IM WINTER: Ernte bei Frost, Eis und Schnee


Weck LandJournal - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 12.01.2021

Spätestens mit den ersten Nachtfrösten endet in der Regel die Gartensaison. Garten und Gärtner genießen die wohlverdiente Winterruhe und die eingekochten Schätze des Sommers warten im Regal auf den Verzehr. Und doch wäre es eine tolle Sache, wenn man jetzt im Winter etwas Frisches aus dem Garten auf den Tisch bringen könnte. Tatsächlich gibt es Gemüse pflanzen, die der Kälte trotzen und auch im Winter frische Vitamine und Mineralstoffe liefern


Artikelbild für den Artikel "GEMÜSEANBAU IM WINTER: Ernte bei Frost, Eis und Schnee" aus der Ausgabe 1/2021 von Weck LandJournal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Weck LandJournal, Ausgabe 1/2021

Schon lange ist der Sprossenkohl, auch Rosenkohl genannt, in Hausgärten ein beliebtes Wintergemüse. Bei diesem Gemüse werden die Knospen geerntet, die sich in den ...

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... Blattachseln der Stängel bilden. Diese Knospen sehen aus wie winzige Kohlköpfchen und haben auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Rosenknospen, was zur Namensgebung des Rosenkohls geführt hat. Bekannt wurde Rosenkohl bereits Ende des 18. Jahrhunderts, als er in der Umgebung von Brüssel das erste Mal auf den Markt kam. Er wurde damals „Chou de Bruxelles“, also Brüsseler Kohl, genannt. Die Röschen reifen erst spät, je nach Sorte ab Mitte Oktober bis in den Februar und März hinein. Im Vergleich zu Kopfkohl, Weiß- und Rotkohl ist Rosenkohl winterfester und verträgt auch höhere Minustemperaturen. Durch die Einwirkung von Kälte reichert sich Zucker in den Röschen an, wodurch diese ihr süß-nussiges Aroma erhalten. Die Röschen werden nach und nach von unten nach oben reif. So kann man die Pflanze über einen längeren Zeitraum hinweg beernten.

Rosenkohl

Anbau und Ernte von Rosenkohl Sprossenkohl wird Ende April/Anfang Mai zur Vorkultur ausgesät. Die Jungpflanzen kommen dann im Juni/Juli ins Beet. Der Boden sollte nahrhaft‚ humusreich und tiefgrundig sein Pflanzen Sie die Jungpflanzen mit einem Abstand von etwa 50 x 50 cm ins Beet.

Halten Sie die Pflänzchen in den ersten 2−3 Wochen eher trocken. Dadurch werden die Wurzeln angeregt, in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Vor allem im Sommer muss aber dann gut gewässert werden, damit die Pflanzen kräftig wachsen können und im Herbst viele Röschen ansetzen. Mulchen Sie zum Beispiel mit Rasenschnitt, das schützt den Boden vor Verdunstung. Regelmäßiges Hacken sorgt für einen gut belüfteten Boden. Rosenkohl zählt zu den Starkzehrern. Besonders wenn sich die Röschen bilden, sollten Sie auf ausreichend Nährstoffzufuhr achten. Vermeiden Sie aber eine zu starke Stickstoffdüngung, denn die Röschen bleiben sonst zu weich und haben eine mangelhafte Winterhärte. Im Herbst werden die Pflanzen angehäufelt. Das fördert das Wurzelwachstum und die Standfestigkeit im Winter. Frostfeste Sorten können den ganzen Winter über beerntet werden, bis die Knospen anfangen in die Blüte überzugehen. Aber auch leicht geöffnete Knospen sind noch verwertbar. Rosenkohl ist reich an Vitamin C, was ihn zu einem wertvollen Wintergemüse macht. Außerdem enthält er reichlich Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalium und Kalzium, zudem auch pflanzliches Eiweiß. Rosenkohl kann übrigens auch im Topf angebaut werden. Wählen Sie dafür ein nicht zu kleines Gefäß - 30 Liter sollte es schon fassen - und einen nicht zu warmen Platz. So können Sie auch auf Balkon oder Terrasse Ihr eigenes Wintergemüse ernten.

1 Rosenkohl Long Island


2 Rosenkohl Roodnerf


3 Roter Rosenkohl


Rosenkohl-SortenLong Island ist eine frühe Sorte. Sie wächst kompakt, mit vielen großen, dunkelgrünen Röschen. • Groninger ist eine starkwachsende, sehr winterfeste Sorte, die bis März beerntet werden kann. Die Röschen sind sehr groß, zart und von feinem Geschmack. • Roodnerf ist eine kälteunempfindliche englische Sorte. Ernte von Dezember bis März. Die prallen grünen Röschen sind kräftig im Geschmack. • Rubine zeichnet sich durch rote Kohlröschen aus.

Grünkohl

Bei dieser Kohlart wachsen stark gekrauste Blätter an einem hochwachsenden Stängel. Kohlarten, die keinen Kopf bilden, gehören zu den ältesten Sorten in der Kulturgeschichte des Kohls. Sie wurden schon bei den alten Griechen und den Römern angebaut.

Grünkohl gehörte im Mittelalter zu den lebensnotwendigen Grundnahrungsmitteln. Er steuerte wichtige Vitamine, besonders Vitamin C, und Mineralstoffe zur Ernährung bei. Besonders in Norddeutschland ist der Grünkohl heute noch ein beliebtes Wintergemüse. Der Geschmack wird erst durch die Einwirkung von Frost richtig gut, weil dabei Stärke in Zucker umgewandelt wird.

Die Bezeichnung „Grünkohl“ umfasst eine Vielzahl von Sorten, die je nach ihrem Aussehen auch als Federkohl, Braunkohl oder Krauskohl bezeichnet werden. Grünkohl wird regional auch Winterkohl, Hochkohl, Strunkkohl oder Pflückkohl genannt. Grünkohlstängel können eine beachtliche Höhe erreichen. Die alte Landsorte Ostfriesische Palme bringt es auf stattliche 1,80 Meter. Federkohl besitzt besonders fein gekrauste Blätter. Braunkohl hat eine bräunlich-violette Blattfarbe und ist besonders in Nord- und Ostdeutschland bekannt. Ursprünglich wurden die unteren Blätter der hochwachsenden Grünkohlsorten für die Fütterung von Nutztieren verwendet. Nur die oberen zarten Blätter wanderten in den Kochtopf.

Grünkohl-Anbau und Ernte

Grünkohl ist recht unkompliziert im Anbau. Wie der Kopfkohl liebt er nährstoffreiche, kalkhaltige Böden mit reichlich Humus. Aber auch auf magereren Böden ist der Anbau von Grünkohl möglich, wenn diese regelmäßig mit organischem Dünger wie zum Beispiel Kompost versorgt werden. Der Standort darf gerne sonnig sein. Niedrig wachsende Grünkohlsorten können ab Mai bis Juni direkt im Freiland ausgesät werden. Jungpflanzen können bis Juli ausgepflanzt werden. Der Platzbedarf für eine Pflanze beträgt etwa 50 x 50 cm. Höhere Sorten wie die Ostfriesische Palme werden schon ab Mitte April in Töpfe ausgesät. Sie brauchen etwas länger bis zur Erntereife. Ab Ende Mai kommen auch sie ins Freiland. Der Platzbedarf von höher wachsenden Sorten beträgt 75 x 50 cm. Als Partner im Beet eignen sich zum Beispiel Tomaten, Salat, Rote Bete oder Lauch. Im Hoch- und Spätsommer muss auf ausreichend Wasserzufuhr geachtet werden. Das Lockern des Bodens um die Pflanzen dient der Belüftung. Mulchen hilft, den Boden vor Austrocknung zu schützen. Das Düngen mit organischem Dünger wie zum Beispiel mit Pflanzenjauche fördert das Pflanzenwachstum.

1


2 Federkohl Ostfriesische Palme


3 Palmkohl Nero di Toscana


4 Palmkohl Roter Krauser


5 Palmkohl als Zierde im Blumenbeet


Grünkohl wird erst nach den ersten stärkeren Frösten für den Verzehr geerntet. Der Frost macht die Blätter zart und weich und ihren Geschmack süß und mild. Je nach Sorte vertragen die Pflanzen Temperaturen von -5° bis -15° C. Eine Abdeckung mit Vlies kann die Pflanzen vor stärkerem Frost schützen.

Die Haupterntezeit von Grünkohl ist von November bis Januar. Sie kann sich je nach Sorte und Witterung bis März ausdehnen. Geerntet werden die jungen und mittleren Blätter nach Bedarf. Die Pflanzen können bis ins Frühjahr auf dem Beet stehen bleiben.

Balkon- und Terrassen-Gärtner können niedrige Sorten vom Grünkohl auch im Topf anbauen. Das Fassungsvermögen der Kübel sollte mindestens 10 Liter betragen.

Grünkohl-Sorten

→Grünkohl

Scotch Curled ist eine niedrige, kompakt wachsende Sorte mit zarten, blaugrünen Blättern. • Westländer ist eine Sorte aus den Niederlanden. Sie wird bis 1 m hoch und ist sehr frosthart. • Niedriger Grüner Krauser hat ein dunkles, krauses Blatt und einen niedrigen Wuchs.

→Federkohl

Roter Krauser bekommt im Winter tiefrote Blätter. Er wird 70 cm hoch. • Ostfriesische Palme ist eine traditionelle norddeutsche Sorte. Sie wird bis 180 cm hoch. Nur die oberen zarten Blätter werden nach den ersten Frösten geerntet.

→Braunkohl

Lippische Palme ist eine sehr alte Sorte aus Ostwestfalen. Sie wird etwa 160 cm hoch. Die grün-violetten krausen Blätter haben einen milden Geschmack.

Besonderheiten

→Markstammkohl

Der Anbau von Markstammkohl ist ab Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich bekannt. Von dort aus verbreitete er sich nach England, Dänemark und Deutschland, wo er als Viehfutter angebaut wurde. Markstammkohl hat besonders dicke Stiele, die sogar zu Spazierstöcken verarbeitet wurden. Hierfür wurden die Stiele gebogen, getrocknet und lackiert. Der Name einer englischen Sorte weist deutlich auf diesen Verwendungszweck hin: Er lautet Walking Stick Cabbage, Spazierstock-Kohl.

Toskanischer Palmkohl

Der Name deutet es an: Dieser Kohl wird vor allem in der Toskana als Gemüse angebaut. Die dekorativen Pflanzen werden bis 1 m hoch und haben lang gestreckte, dunkle, blau-grüne blasige Blätter.

Der Toskanische Palmkohl braucht keinen Frost, um genießbar zu werden, verträgt aber auch Minusgrade. Er ist gut hitzeverträglich und eignet sich daher auch für den Anbau auf sonnigen Beeten oder auf Balkon und Terrasse.

Winterlauch

Winterlauch ist ein beliebtes und gesundes Wintergemüse. Er enthält schwefelige ätherische Öle, die ihn gegen Frost unempfindlich machen. Diese Öle besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Außerdem enthält Lauch Vitamin C und B-Vitamine, Eisen und Kalium. Winterlauch wächst kompakt und hat kräftiges, dunkles, blau-grünes Laub. Achten Sie beim Kauf von Saatgut oder von Jungpflanzen auf die geeigneten Wintersorten.

Anbau und Ernte von Winterlauch

Lauch gedeiht gut auf tiefgründigen, humosen Böden, die gut mit Nährstoffen versorgt sind. Auf verdichteten Böden fühlt sich der Lauch nicht wohl und wächst schlecht. Hier kann es günstig sein, den Lauch auf einem angehäuften Erdwall anzubauen. Kühlere und feuch - tere Regionen bieten dem Lauch gute Wachstumsbedingungen.

Winterlauch wird Mitte April bis Mitte Mai ausgesät. Er kann direkt ins Freiland oder gegebenenfalls auch ins Frühbeet gesät werden. Die bleistiftdicken Jungpflanzen werden so gepflanzt, dass sie in der Reihe einen Abstand von 15 − 20 cm haben. Der Reihenabstand beträgt 30 − 40 cm.

Die Jungpflanzen müssen bei Kälte noch mit einem Vlies oder Frühbeetfenstern geschützt werden. Das Anhäufeln der Pflanzen mit Erde fördert die Entwicklung von langen weißen Schäften und schützt auch vor Frost. Lauch wächst eher langsam und muss durch regelmäßiges Jäten vor Unkrautbewuchs bewahrt werden. Als Starkzehrer benötigen die Pflanzen ausreichend Dünger in Form von Kompost oder Pflanzenjauche. Ebenso wichtig ist ausreichendes Wässern, besonders in der Wachstumszeit von Juni bis September. Mulchen hilft Feuchtigkeit im Boden zu halten. Winterlauch kann ab dem Spätherbst bis ins Frühjahr hinein geerntet werden. Bei starkem Frost ist ein Schutz durch Vliesabdeckung oder eine Schutzschicht in Form von gehäckseltem Stroh oder Laub sinnvoll. So frieren die Stangen nicht ein und der Lauch kann auch bei Frost geerntet werden.

Winterlauch-Sorten

Blaugrüner Winter ist eine sehr winterfeste Sorte mit blaugrünem Laub und dicken, weißen Stangen. • Atlanta ist eine sehr späte, winterfeste Sorte für die Ernte bis zum Frühjahr. • Elefant ist eine beliebte kompakte Sorte für die Herbst- und Winterernte. • Carentan wurde bereits 1885 in Italien angebaut. Die zarten Stangen werden bis zu 30 cm hoch. • Giant Winter bildet sehr lange, sehr dicke hellgrüne Stangen.

Kälterobuste Salate

Endivien

Im Spätsommer lösen Endiviensalate die Kopfsalate im Garten ab. Allerdings sollten sie nicht im gleichen Beet angebaut werden, da sie zur selben Familie (Korbblütler) gehören und somit anfällig für dieselben Krankheiten und Schädlinge sind.

Endiviensalate lieben mittelschwere, lockere, humusreiche Böden. In jedem Fall ist eine gute Wasserversorgung wichtig. Je nach Sorte wird von Mitte Juli bis Mitte August ausgepflanzt. Die Frisée-Endivie sollte bei Aussaat auf jeden Fall vorgezogen werden. Dies ist ab Mitte März bis Ende Juli möglich. Andere Sorten können auch direkt ins Beet ausgesät werden. Der endgültige Pflanzenabstand sollte etwa 30 x 30 cm betragen. Endivien vertragen Fröste bis -4° C gut und können lange Zeit draußen bleiben. Bei tieferen Temperaturen muss mit einem Vlies für Kälteschutz gesorgt werden.

1 Porree Elefant im Beet


2 Porree Giant Winter


3 Radicchio Roter von Verona


4 Breitblättrige Endivie Variegata


5 Frisée-Endivie Panacaliera di Costa Bianca


6 Feldsalat Gelber aus Wasen


Radicchio und Zuckerhut

Sie werden Mitte Juli bis Mitte August ausgepflanzt und sind ab September erntereif. Die Ansprüche von Radicchio und Zuckerhut an den Gartenboden sind vergleichbar mit denen der Endivie.

Einige Sorten des kopfbildenden Radicchio vertragen leichte Fröste. Rosettenbildende Sorten können den Winter über auf dem Beet bleiben. Sie treiben im zeitigen Frühjahr wieder aus und sind damit eines der ersten eigenen Blattgemüse im Gartenjahr.

Der Zuckerhut stammt ursprünglich aus der Schweiz. Er bildet spitzkegelige Köpfe, deren innere Blätter zart, hell und überhaupt nicht bitter sind. Die großen, bis zu 2 kg schweren Köpfe vertragen Fröste bis -7° C. In der Regel können sie bis November geerntet werden.

Feldsalat

Rapunzel-, Nüsslisalat oder Vogerlsalat sind weitere Bezeichnungen für diesen robusten, nussig schmeckenden Salat aus der Familie der Baldriangewächse. Feldsalat liefert viel Vitamin C und A, zudem Eisen und Folsäure. Er eignet sich ideal als Nachkultur im Herbst, zum Beispiel nach Tomaten oder Gurken.

Feldsalat benötigt wenig Stickstoff und ist mit den Nährstoffen zufrieden, die seine Vorgänger ihm übrig lassen. Für die Ernte von November bis Mitte Januar wird Anfang bis Mitte September ausgesät. Späte Aussaaten sind noch bis Mitte Oktober möglich. Feuchten Sie vor der Aussaat den Boden an. Die Aussaat erfolgt in Reihen mit etwa 20 cm Abstand. Die Samen brauchen etwa 14 Tage bis zum Keimen, je nach Temperatur auch etwas kürzer oder länger. Die Fläche muss gut von Unkraut frei gehalten werden. In Töpfchen vorgezogene Pflanzen können sich gegenüber Unkräutern besser behaupten. Um auch im Winter ernten zu können, decken Sie die Pflanzen mit Vlies ab. Gefrorene Blattrosetten sollten Sie nicht schneiden. Auch auf Balkon und Terrasse ist der Anbau im Topf oder in Kästen möglich.

Wachsen schon Wintergemüse und -salate in Ihrem Garten? Anderenfalls haben Sie vielleicht jetzt Appetit darauf bekommen und Sie probieren diese köstlichen Vitaminlieferanten im nächsten Jahr einmal aus. So kommen Sie bestimmt gesund durch die kalte Jahreszeit.

Annemarie Groß

ist unsere Fachfrau für den Garten. Die Gartenbau-Ingenieurin kennt sich bestens im Obst- und Gemüseanbau aus. Aus der Liebe zur Natur, zu Kräutern und Wildpflanzen hat sie zusätzlich eine Ausbildung zur Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin gemacht.


1 Palmkohl Lerchenzunge

Fotos: Rainer Groß (5); deaflora.de (9); WLJ; Frank Gärtner-stock.adobe.com