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GEMÜSEGÄRTEN FÜR ANFÄNGER: Ran an die Beete!


Ratgeber Frau und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 27.03.2020

Sie lieben frisches, knackiges Gemüse, haben aber keinen grünen Daumen? Kein Problem! Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach Ihr eigenes Gemüse anbauen und ernten können


Artikelbild für den Artikel "GEMÜSEGÄRTEN FÜR ANFÄNGER: Ran an die Beete!" aus der Ausgabe 4/2020 von Ratgeber Frau und Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ratgeber Frau und Familie, Ausgabe 4/2020

Im Hochbeet wächst Gemüse in praktischer Arbeitshöhe und relativ schneckensicher


Lange Jahre wurde nur wenig Gemüse im Garten angebaut, aber dann hat ein Umdenken eingesetzt. Heute möchten wieder viele Menschen selbst ernten. Im Gegensatz zu früher steht dabei nicht nur die Versorgung, sondern auch das Erlebnis des Anbauens im Mittelpunkt. Dieser Trend geht auch auf das wachsende Bewusstsein um den ökologischen Fußabdruck zurück. Lange ...

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... Transportwege und massiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln können die Freude an im Handel gekauftem Gemüse trüben. Es gibt also so viele Gründe, warum das eigene Gemüse unübertroffen das Beste ist. Nicht zuletzt ist Gärtnern einfach eine befriedigende Tätigkeit, vor allem, wenn man nach getaner Arbeit reiche Ernte einfährt.

Gartengröße und Erntemengen

Im Vordergrund steht die Überlegung: Ist Gemüse hauptsächlich für den Frischverzehr gewünscht? Oder soll die ganze Familie übers Jahr versorgt werden? Im ersten Fall kommt man mit ein paar Gemüsebeeten aus und hat dennoch viel Freude. Das Erlebnis, selbst Gezogenes zu ernten, ist einfach groß - artig! Denken Sie zusätzlich an Lagerung und Konservierung von Gemüse, dann muss die Fläche entsprechend vergrößert werden. Kraut, Kohl, Rote Rübe, Karotten sorgen den ganzen Winter über für Vitamine. Und vergessen Sie nicht die ganz bequemen Gemüsesorten - jene die im Schnee noch gepflückt werden können, zum Beispiel Rosenkohl, Spinat und Feldsalat. Wer einen Gemüsegarten neu anlegt, kommt nicht ohne Kompost aus. Auch er be - nötigt ein paar Quadratmeter der Fläche. Die Regentonne und der Wasseranschluss sollten ganz in der Nähe sein.

Je heißer, desto besser - so mögen es Chilis am liebsten


Humoser Boden und sonnige Lage

Gerade im Gemüsegarten ist ein gesunder Boden mit einer hohen Bioaktivität die Grundlage. Je besser Sie also Ihren Boden vorbereiten, desto besser gedeihen Ihre Gemüsepflanzen. Der ideale Gartenboden im Gemüse hat einen hohen Humusanteil, ist locker krümelig und leicht zu bearbeiten. Gemüse gedeiht in voller Sonne am besten.

Schwere, verdichtete Böden - was leider auf Baugründen oft der Fall ist - müssen gelockert werden. Wenn Sie über die Jahre regelmäßig Kompost in den Boden einarbeiten, brauchen Sie selbst problematische Böden nur anfangs tiefgründig umstechen. Danach reicht es, mit der Grabgabel zu lockern. Eine kräftige Kompostgabe, im Herbst oder zeitigen Frühjahr, ist der beste Start. Ein paar Handvoll Hornspäne sollten im Boden nicht fehlen.

Vorsicht: Nicht zu früh ins Freie!

Petersilie, Radieschen, Rettiche, Salate und Mangold können im April direkt ins Freie gepflanzt oder gesät werden. Sommerliche Temperaturen im Frühjahr verlocken dazu, auch kälteempfindliches Gemüse wie Tomaten, Paprika, Chili, Zucchini, Auberginen und Kürbis zeitig auszupflanzen. Hinzu kommt das immer zeitigere Angebot der Pflanzen im Handel. Lassen Sie sich davon aber nicht hetzen. Diese Pflanzen sollten erst ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) ins Freie. Bis dahin sind sie auf dem Fensterbrett oder in einem Mini-Glashaus besser aufgehoben. Schon einige Tage mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt führen zu einem Kälteschock, von dem sich die Pflanzen nur langsam erholen. Der Zeit - gewinn ist dann sicher dahin.

Mangold ist ein sehr pflegeleichtes Blattgemüse


Gutes Gedeihen mit der richtigen Mischung

So wie bei den Menschen gibt es auch im Reich der Pflanzen gute und schlechte Nachbarn. Die Mischkultur macht sich zunutze, dass sich manche Pflanzen gegenseitig unterstützen. Wo viele verschiedene Pflanzenarten durcheinanderwachsen, haben Krankheiten und Schädlinge nur geringe Chancen, sich auszubreiten:

• Die Möhrenfliege mag Zwiebelgeruch nicht - pflanzen Sie Möhren zwischen Zwiebeln.

• Erbsen fühlen sich zwischen Möhren nicht wohl.

• Knoblauch schützt generell vor Pilzkrankheiten, besonders Tomaten, Gurken und Erdbeeren.

• Tomaten schützen den Kohl vor Kohlweißlingen.

• Kohl wirkt bei den Tomaten gegen die Blattfleckenkrankheit und bei Sellerie gegen Rost.

Glockenpaprika trägt auch etwas Schärfe in sich


Gute Nachbarschaft bringt uns auch im Gemüsegarten weiter


Freilandgurken sind viel robuster als Salatgurken


Schnell wachsende Gemüsesorten

Sie stellen keine hohen Ansprüche und können auch von Kindern erfolgreich angebaut werden.
Radieschen gehören, mit vier bis sechs Wochen Kulturdauer, zu den Sprintern. Gesät wird zwischen März und Mitte August, am besten mit Saatbändern. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von 15 cm bleiben. Eine regelmäßige Wasserversorgung fördert saftige Knollen. Pflück- und Schnittsalate brauchen fünf bis acht Wochen, Kopfsalate sogar nur zwischen drei und fünf Wochen, bis sie erntereif sind. Nicht zu eng und nicht zu tief setzen, dann haben Pilzkrankheiten keine Chance!
Rasch wachsende Mangold-Sorten sind nach spätestens acht Wochen erntereif. Wer Jungpflanzen setzt, kann die Kulturdauer verkürzen. Die Aussaat erfolgt alle 20-30 cm in der Reihe; Abstand zwischen den Reihen: 30-40 cm.
Mit den rankenden Feuerbohnen lassen sich nach etwa acht Wochen erste Ernteerfolge einfahren. Ihre schönen Blüten leuchten aus den schlingenden Trieben. Auch der Anbau von Erbsen ist keine Hexerei. Ab Mitte April bis Ende Mai wird im Reihenabstand von 15 cm etwa 5 cm tief gesät. Als Stütze dienen Stangen. Das regelmäßige Pflücken der Hülsen, die etwa drei Wochen nach der Blüte erntereif sind, erhöht den Ertrag, da es den weiteren Fruchtansatz fördert. Bei Zuckererbsen wird die komplette Hülse verspeist, bei Pal-, Schal- und Markerbsen nur die Samen.

Der Boden im Gemüsegarten sollte möglichst schonend bearbeitet warden



Rezepte mit frischem Frühlingsgemüse finden Sie ab Seite 20


Ernten auf Balkon und Terrasse

Sie haben keinen Garten - nur Balkon oder Terrasse? Das Gemüse lässt sich auch in großen Töpfen kultivieren. Erforderlich sind Pflanzgefäße, die mindestens zehn Liter fassen und ausreichend Abzugs - löcher für überschüssiges Wasser haben. Wählen Sie braune oder helle Töpfe, denn schwarze Töpfe heizen sich in der Sonne zu stark auf. Dies kann zu Wurzelverbrennungen führen. Legen Sie eine Drainageschicht aus Sand oder Blähton ein und füllen Sie den Topf mit guter Erde. Da die Erde in den Töpfen leichter austrocknet, muss regelmäßig gegossen werden. Laufende Düngergaben sorgen dann für gleichmäßigen Ertrag. Stellen Sie immer mehrere Töpfe in Gruppen zusammen. So können einerseits optisch reizvolle Gruppenbilder geschaffen werden, andererseits entsteht ein günstiges Kleinklima und die Topfkulturen trocknen nicht so rasch aus.