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GENERATION POWER


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Bike Bild - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 24.02.2022

E-Trekkingbikes

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Wer auf diesen E-Trekkingbikes Platz nimmt, kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus. Die neuesten Modelle sind Spaßmacher erster Güte

Das Trekkingbike ist mit Recht immer noch die populärste Fahrradgattung auf dem Markt – sowohl mit Motor als auch ohne Elektroantrieb. Der Grund für die Beliebtheit ist kein Geheimnis mehr: Kein anderer Fahrradtyp ist vielseitiger, alltagstauglicher und ausdauernder als das Trekkingbike.

Interessanterweise durchlebt die motorisierte Variante gerade eine Evolution. Wenn man sich unsere Testräder im Detail anschaut und mit Modellen von vor ein paar Jahren vergleicht, wird man zwar über das höhere Preisniveau stolpern, die neueste Generation hat aber auch mehr zu bieten: Die Reifen sind breiter geworden, die Motoren leistungsfähiger, und auch beim Thema Komfort wurde nachgelegt. Sechs der neun Testbikes sind mit einer dämpfenden Sattelstütze ausgestattet. Und kein Bike rollt ohne Federgabel auf den Prüfstand. Der schmalste Reifen misst 47 Millimeter, die Durchschnittsbreite liegt bei 53 ...

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... Millimetern. Auch bei der Akkuleistung ist man längst in der Oberklasse angekommen: Im Mittel 607 Wattstunden Akkupower sorgen für Reichweitengelüste.

Unlängst fragte uns ein Leser, wo der Unterschied zwischen E-Trekkingbike und E-SUV alias E-ATB liege. Das ist eine durchaus berechtigte Frage angesichts der neuen, aufgemotzten E-Trekkingbike-Generation, die vor Power nur so strotzt. Der Teufel steckt wie immer im Detail: Noppenreifen statt glatter Pneus, Vollfederung oder Mountainbike-Fahrwerke statt federnde Sattelstützen – und am Ende sorgt mehr Leistung unter der Haube bei E-SUV für noch mehr Geländetauglichkeit.

All das sind sehr gute Nachrichten für Menschen, die momentan mit dem Kauf eines E-Trekkingbikes liebäugeln. Augenscheinlich steckte nie mehr Potenz und Potenzial in den ohnehin schon beliebten und vielseitigen Pedelecs. Wir fassen zusammen: Die beliebteste E-Bike-Gattung auf dem Markt ist so kraftvoll wie noch nie. Wenn das nicht Freude macht beim Fahren!

Daniel Eilers

SO HABEN WIR GETESTET

Das Prüfinstitut Dekra in Stuttgart ermittelt für uns die Reichweite mit einer simulierten Fahrt. Zusätzlich setzen wir das Aggregat einem Uphill-Stresstest über 20 Minuten aus. Die maximale Unterstützung gibt an, mit wie viel Watt der Motor in einem kurzen Zeitintervall unterstützt. Da die getesteten E-Trekkingbikes möglichst vielseitig sein sollen, haben wir Punkte für die Ausstattung vergeben. Pflicht in jeder Fahrradprüfung ist der Bremstest. Beachten Sie, dass für das Erreichen der gesetzlichen Norm nur wenige Punkte nötig sind. Jedes E-Bike wird von uns ausgiebig Probe gefahren, unsere Eindrücke bewerten wir im Punkt Fahrspaß. Zuletzt bewerten wir auch das Design.

BERGAMONT E-HORIZON EDITION LTD GENT

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel Suntour NEX E25, 63 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line

Akku Bosch, 625 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore, Kettenschaltung (10-fach)

Bremsen Shimano MT 200, hydr. Scheibenbremsen, 180/160 Millimeter

Bereifung Schwalbe Active Plus, 47 Millimeter

Gewicht 27,3 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 140 Kilogramm

AUSDAUERND UND TOURENTAUGLICH

Das Unternehmen Bergamont mit Sitz im Hamburger Szeneviertel St. Pauli bietet Mobilität für den urbanen Raum. Doch dass die Hanseaten nicht nur Stadt, sondern auch Land können, beweisen sie mit dem E-Horizon. Wobei: Bei diesem als E-Trekkingbike beworbenen Rad weiß man nicht genau, in welcher Umgebung es sich eigentlich am wohlsten fühlt. Es könnte mit seiner komfortable Sitzposition, die eine starke Tendenz zum Aufrechten zeigt, auch als klassischer, motorisierter Tages- und Stadttourer durchgehen. Erst der Blick auf Motor und Energiespeicher verändert wieder die Perspektive: Im Corpus steckt Boschs Performance Line, der in Kombination mit dem 625 Wattstunden großen Akku das Bike zu einem Dauerrenner macht. Was uns richtig gut gefällt: Trotz des stattlichen Akkus ist es den Designern gelungen, den Rahmen schmal und filigran zu halten. Bleiben wir bei den Äußerlichkeiten: Die Lackierung ist ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, der Zweifarb-Anstrich polarisiert. Er könnte trotz der guten inneren Werte so manchen Interessenten vielleicht vom Kauf abhalten, andere wiederum überzeugen. Das Bergamont E-Horizon rollt auf den schlankesten Reifen (47 Millimeter Breite) vom Band. Daher wird sich das E-Trekkingbike auch am wohlsten fühlen, wenn es ganz überwiegend auf Asphalt bewegt wird. Auch wenn der maximale Luftdruck mit fünf Bar angegeben ist – wir würden sicher etwas Luft ablassen. Wer Sorge hat, der Komfort könnte leiden, kann aufatmen. In Kombination mit dem soliden Federweg von 63 Millimetern der guten Suntour-Federgabel und den angenehmen Kontaktstellen an Sattel und Lenker brauchen Sie längere Strecken nicht zu scheuen.

Komplettpreis: 3299 EURO

Fazit: Das E-Horizon hat eine Menge Ausdauer und schneidet in puncto Reichweite weit vorn ab. 80 Kilometer und mehr sind bei unserer modulierten Fahrt auf dem Prüfstand drin. Tourer oder Trekkingbike – das Bergamont liegt irgendwo dazwischen.

HERCULES FUTURA COMP I-12

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel SR Suntour NCX-D LO, 63 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line CX

Akku Bosch, 625 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore, Kettenschaltung (12-fach)

Bremsen Shimano MT 200, hydr. Scheibenbremsen, 180/160 Millimeter

Bereifung Schwalbe Energyzer Plus, 50 Millimeter

Gewicht 27,9 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 135 Kilogramm

STARK UND TIEFENENTSPANNT

Hersteller Hercules hat überraschenderweise einen Tiefeinsteigerrahmen in das Rennen geschickt. Grund hierfür ist die angespannte Liefer- und Verfügbarkeitssituation. Doch ein Blick auf die Website zeigt schnell: Das Futura Comp gibt es mit identischer Komponentenauswahl auch auf Basis eines Trapez- und Diamantrahmens. Der Kund hat mithin die Wahl, wie sportlich er unterwegs sein will. Zum Testbike: Trotz des tiefen Einstiegs fährt sich das Futura stabil und neigt nicht zum Flattern. Natürlich ist eine schlanke Rahmenoptik wie beim Bergamont-Bike mit diesen Proportionen nicht möglich. Auf dem Motor-Prüfstand ist das Hercules eine Klasse für sich. Aber vom Bosch Performance CX hatten wir auch nichts anderes erwartet. Mit dem stärksten Aggregat der Stuttgarter sind Sie an jeder Steigung, mit und ohne Gepäck, immer auf der sicheren Seite. Verlass ist auch in puncto Reichweite: Fast 84 Kilometer sind laut normiertem R200-Reichweitentest mit einer Akkuladung des im Unterrohr sitzenden 625 Wattstunden großen Energiespeichers möglich. Auch die restliche Ausstattung lässt keine Wünsche offen und prädestiniert das Bike sogar für Touren im Bergland – nicht zuletzt wegen der Deore- Schaltung mit insgesamt zwölf Gängen und der übersetzungsstarken Kassette, deren Ritzel von 10 bis 51 Zähne reichen, ist Radeln überall möglich. Daneben sorgt die hochwertige Lichtanlage für Alltagsfreude. Der Sattel hat uns nicht gefallen. Dieser ist einem E-Tiefeinsteiger zwar angemessen, aber für ein E-Trekkingbike zu unsportlich. Auch wenn die Bremsen die Norm locker schaffen, einem so schweren E-Bike würden größere Bremsscheiben besser zu Gesicht stehen.

Komplettpreis: 3999 EURO

Fazit: Das robuste Hercules leistet sich nur ein paar kleine Schwächen, etwa im Bremsentest. Die hochwertige Ausstattung ist passend auf den Trekking-Einsatz abgestimmt. Starker Auftritt!

KREIDLER VITALITY ECO 10 SPORT

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel Suntour Mobie25, 100 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line CX

Akku Bosch, 500 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore XT, Kettenschaltung (12-fach)

Bremsen Shimano MT 200, hydr. Scheibenbremsen, 180/160 Millimeter

Bereifung Schwalbe Super Moto, 62 Millimeter

Gewicht 27,8 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 140 Kilogramm

WENDIG UND STÄDTISCH

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das Kreidler Vitality drückt seinen Fahrer durch die hohe Front in eine sehr aufrechte Sitzposition. Radfahrer mit Rückenschmerzen werden das preisen. Wer es sportlicher mag, kann sich am einstellbaren Vorbau bedienen und den Lenker absenken, um etwas gestreckter zu sitzen. Der Vorbau ist längs nicht der einzige Komfort-Kniff am Kreidler: Dank 100 Millimeter Federweg der Suntour-Gabel bietet es ein Front-Fahrgefühl wie auf Wolken. Für noch mehr Bequemlichkeit sorgen die 62 Millimeter breiten Reifen. Breite Pneus erlauben weniger Luftdruck und damit mehr Komfort. Zu beachten ist, dass die Schwalbe-Pneus auf einer 27,5-Zoll-Felge sitzen. An dieser Stelle kommt man als Tester ins Grübeln: Wieso rollt dieses E-Trekkingbike nicht klassisch auf 28-Zöllern? Die Antwort könnte lauten: Im Gelände lassen sich 27,5-Zöller besser um enge Kurven zirkeln. Auch im Stadtalltag steuert sich das Rad durch die kleineren Laufräder besser. Schaltfreudige Radfahrer können sich über Shimanos hochdekorierte 12-fach-Kettenschaltung Deore XT freuen. Für ausreichend Reserven haben die Entwickler dem Kreidler eine übersetzungsstarke Kassette spendiert. Reichweite ist nicht das Steckenpferd des Kreidler, das von Boschs Performance Line-Motor angetrieben wird. Im Rahmen stecken eben nur 500 Wattstunden – ein ausgewiesenes E-Trekkingbike dürfte unserer Meinung nach durchaus mit 100 Wattstunden mehr vom Band rollen. Für Kopfschütteln sorgt die integrierte Sattelklemmung. Ehrlich, die Konstruktion sieht weder cool aus, noch ist sie wirklich praktikabel, weil man beim Einstellen immer wieder nachziehen muss.

Komplettpreis: 3999 EURO

Fazit: Das Ausstattungspaket empfiehlt das Bike eher für kürzere Touren oder für den Stadteinsatz. Die Kreidler-Interpretation von Trekking ist eigenwillig, aber in ihrer Logik konsequent. Die breiten Reifen bringen Komfort und sorgen für Fahrspaß.

MOUSTACHE SAMEDI 27 XROAD 3

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel Suntour XCM ATB HLO, 80 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line

Akku Bosch, 625 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore, Kettenschaltung (10-fach)

Bremsen Shimano MT 200, hydr. Scheibenbremsen, 180/160 Millimeter

Bereifung Hutchinson Python, 52 Millimeter

Gewicht 27 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 150 Kilogramm

ROBUST UND VERLÄSSLICH

Bitte lassen Sie sich von der kryptischen Modellbezeichnung nicht abschrecken. Das getestete Moustache-Bike ist trotz des komplizierten Namens ein einfach gestrickter Zeitgenosse. Bitte nicht falsch verstehen: Das ist alles andere als abwertend gemeint. Die französischen Entwickler haben nämlich bei der Komponentenauswahl nichts falsch gemacht – aber damit auch alles richtig? Im Detail: Bosch Performance Line, Shimano Deore, Scheibenbremsen mit 180 Millimeter Durchmesser, Akku mit 625 Wattstunden – das liest sich alles gut, solide und verlässlich. Bei Moustache ist einfach so viel Durchschnittlichkeit am Start, dass es Methode haben muss. Nur mit dem zulässigen Gesamtgewicht sorgen die Franzosen für einen Oh-là-là-Moment: Sutrahiert man nämlich von den zulässigen 150 Kilogramm das Fahrradgewicht, so bleiben noch 123 Kilogramm für Fahrer und Gepäck oder anders gesagt: genug Gewichtsreserven für schwere Fahrer (die haben es leider oft schwer, ein passendes E-Bike zu finden). Noch ein paar Zeilen zu Moustache: Der französische E-Bike-Hersteller, übrigens der größte Frankreichs und hierzulande noch nahezu unbekannt, hat Großes vor in Deutschland. Dieser Test in der Königsdisziplin E-Trekking zeigt, dass die Franzosen mit den etablierten Premiumherstellern Stevens, Hercules, Specialized & Co. mithalten können. In puncto Design haben unsere Nachbarn jedoch Nachholbedarf: Der Übergang von Ober- zu Sattelrohr mag funktionell sein und statisch gut begründet, sticht aber nach Meinung der Testredakteure störend ins Auge. Auch sind die Proportionen nicht ganz stimmig.

Komplettpreis: 3599 EURO

Fazit: Samedi ist französisch und heißt übersetzt Samstag. Und so ist das Testbike eben ein klassisches Wochenend-Fahrrad, mit dem man einen Ausflug unternimmt (82 Kilometer sind laut unseres Reichweitentests möglich) und sich fahrend die Gegend um sich herum anschaut.

RADON RELATE 9.0 CX 625

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel Rock Shox Recon Gold RL, 100 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line CX

Akku Bosch, 625 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore XT, Kettenschaltung (12-fach)

Bremsen Shimano Deore XT M8100, hydr. Scheibenbremsen, 203/203 Millimeter

Bereifung Schwalbe Marathon E Plus, 55 Millimeter

Gewicht 26,7 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 155 Kilogramm

MEISTERLICH UND BEZAHLBAR

Ohne jeden Zweifel: Radon macht das Rennen in unserem großen E-Trekkingbike-Vergleichstest. Kein Fahrrad sammelt mehr Punkte ein, kein anderes E-Bike ist in allen Kategorien so ausgeglichen. Für – in diesem Fall muss man es betonen – „nur“ 3499 Euro gibt es ein Rundum-sorglos-Paket vom Versender Radon Mit Boschs stärkstem Antrieb Performance CX unterm Sattel könnte man Trails reiten, wenn es die 55 Millimeter breiten E-Bike-Reifen von Schwalbe zuließen. Auch die 100 Millimeter Federweg der E-MTB-Federgabel sind mehr, als man in dieser Klasse braucht. Nicht nur Kraft und Nehmerqualitäten, sondern auch Ausdauer bringt das Bike mit. Fast 90 Kilometer sind laut des Reichweitentests mit dem 625-Wattstunden-Akku drin. Auch die Zuladung setzt Maßstäbe im Test – exklusive Eigengewicht des E-Bikes dürfen Fahrer und Beladung zusammen bis zu 128 Kilogramm wiegen. Immer noch nicht überzeugt? Für Überblick sorgt der smarte Nyon-Bordcomputer von Bosch mit zum Beispiel einem 3,2 Zoll großen Display, inklusive Routenfunktion und Smartphone-Anbindung.

Komplettpreis: 3499 EURO

Fazit: hochpotentes E-Bike mit Ausdauer und hochwertigen Komponenten zum moderaten Preis. Das beste Bike in diesem Test – mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bravo – dieses Radon rockt richtig!

SPECIALIZED TURBO VADO 4.0

SCHICK UND SPORTLICH

Das Specialized bringt Würze rein. Während die anderen Bikes mit Bosch brummen, schlummert im Vado ein Brose-Aggregat mit Specialized-Software. Der Antrieb hat Kraft, ist leise, arbeitet harmonisch – und liegt so mindestens auf Augenhöhe mit Bosch. Das Fahrverhalten des Rads ist dynamisch-sportlich, die Sitzposition ausgeglichen. In der Praxis hat das Vado am meisten Freude bereitet. Das Thema Integration wird großgeschrieben – vom Rücklicht bis zum Bordcomputer. Praktisch: In Verbindung mit der Mission Control-App kann man die Motorcharakteristik verändern.

Fazit: Das Vado bringt die besten Fahreigenschaften mit, es fährt sich sportlich, bequem, dynamisch. Auf dem Prüfstand sind andere besser.

Komplettpreis: 4100 EURO

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel SR Suntour MobieA32, 80 Millimeter Federweg

Motor Specialized 1.2 Brose

Akku Specialized, 710 Wattstunden

Schaltung SRAM NX, Kettenschaltung (11-fach)

Bremsen SRAM Level, hydr. Scheibenbremsen, 180/180 Millimeter

Bereifung Specialized Pathfinder Sport, 58 Millimeter

Gewicht 26,6 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 135 Kilogramm

STELLA TIERRA PRO MDB FI

SCHWER UND VOLLGEPACKT

Komplettpreis: 4599 EURO

Technisch fährt Stella beim Tierra Pro auf, was möglich ist: ABS von Blubrake, Performance Line CX, massig Federweg, Riemen, EnvioloAutomatikschaltung. Die Highend-Ausstattung zahlt allerdings nicht nur in den Kaufpreis ein, sie legt sich auch auf das Eigengewicht. Glücklicherweise ist das zulässige Gesamtgewicht mit 150 Kilo entsprechend hoch. Noch ein Wort zum ABS: In der Praxis hat die Technik dafür gesorgt, dass das Vorderrad nicht blockierte. Allerdings zeigte sich die Vorderradbremse deutlich zu zahm – so unser Fahreindruck beim Testen, der später von den Messergebnissen bestätigt wurde.

Fazit: Das Stella bietet viel Technik. Die Bremsen dürften angesichts der Wuchtigkeit des Bikes stärker sein.

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel Zoom Federgabel, 100 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line CX

Akku Bosch, 750 Wattstunden

Schaltung Enviolo Nabenschaltung (Automatik), Riemen

Bremsen Blubrake ABS, hydr. Scheibenbremsen, 180/180 Millimeter

Bereifung Schwalbe Marathon Plus, 57 Millimeter

Gewicht 33,5 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 150 Kilogramm

STEVENS E-X8 TOUR

SCHNELL UND SCHNÖRKELLOS

Komplettpreis: 3699 EURO

Ein ungewohntes Bild: Der Akkupack klebt beim Stevens-Bike am Unterrohr. 500 Wattstunden, was für eine Reichweite von 70 Kilometern reicht, fahren daher stets im sichtbaren Bereich mit. Die weniger elegante Konstruktion hat den Vorteil, dass der Akku leicht entfernt werden kann. Bei der Schaltung haben die Hamburger nicht geknausert und dem spritzigen E-Trekkingbike eine hochwertige Shimano XT spendiert. Qualität auch unter der Haube – Antreiber ist Boschs Topmodell. Sitzposition und Fahrverhalten dürften sportlich veranlagten Trekkingbike-Fahrern gefallen.

Fazit: Das Stevens-Bike fährt sich mit Tendenz zum Sportlichen. Ausstattungs-Highlight ist Shimanos XT. Auf dem Prüfstand mit leichten Defiziten.

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel SR Suntour Mobie25-Air LOR, 63 Millimeter Federweg

Motor Bosch Performance Line CX

Akku Bosch, 500 Wattstunden

Schaltung Shimano Deore XT, Kettenschaltung (12-fach)

Bremsen Shimano XT M8100, hydr. Scheibenbremsen, 180/180 Millimeter

Bereifung Continental Double Fighter 2.0, 50 Millimeter

Gewicht 23,4 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 140 Kilogramm

VELO DE VILLE AEB 890 ENVIOLO TR

KOMFORTABEL UND PREISWERT

Komplettpreis: 3249 EURO

Das E-Trekkingbike von Velo de Ville ist für eine Überraschung gut: Es rollt mit einem Riemenantrieb an. Angesteuert wird die Nabenschaltung manuell über den Enviolo-Drehgriff am Lenker. Dass eine übersetzungsstarke Kettenschaltung für Trekkingbikes die bessere Wahl ist, mag für unmotorisierte Modelle gelten. Beim E-Bike muss der Fahrer wenig schalten, weil der Antrieb einen Großteil der Arbeit übernimmt. Die Antriebsart bleibt also Geschmackssache.

Fazit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht in Ordnung. Für rund 3000 Euro bekommt man ein wartungsarmes und bequemes E-Trekkingbike. Erwarten Sie aber keine Wunder.

Rahmenmaterial Aluminium

Federgabel RST Volant, 80 Millimeter

Motor Bosch Performance Line

Akku Bosch, 500 Wattstunden

Schaltung Enviolo-Nabenschaltung (manuell), Riemen

Bremsen Shimano MT 200, hydr. Scheibenbremsen, 180/160 Millimeter

Bereifung Schwalbe Marathon E Plus, 50 Millimeter

Gewicht 29,8 Kilogramm

Zul. Gesamtgewicht 140 Kilogramm