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Gerät für Schlepper


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 40/2019 vom 06.06.2019

Das klassischeSchleppangeln ist ein Evergreen am Forellensee, denn diese Methode bringt seit vielen Jahren Fische an den Haken. Damit Sie die Forellen erfolgreich abschleppen, verrät Ihnen unser Experte Thorsten Ritter, welche Rute, Rolle und Schnur perfekt zu dieser Angeltechnik passen.


Artikelbild für den Artikel "Gerät für Schlepper" aus der Ausgabe 40/2019 von ANGELSEE aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Ob man zum Schleppen eine Teleskoprute (links) oder eine Steckrute einsetzt, ist weitgehend Geschmackssache. Wichtiger sind die Eigenschaften der jeweiligen Rute.


Text und Fotos: T. Ritter

Fast jeder Angler am Forellensee setzt die Schlepptechnik ein, denn mit dieser aktiven Methode kann man nahezu das ganze Jahr über ...

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... gute Fänge erzielen. Entsprechend viele Gerätezusammenstellungen fürs Schleppen lassen sich bei den Anglern beobachten: kurze, sensible oder lange, steife Rute, große oder kleine Rolle, dicke oder dünne Schnur – all dies wird in jeder möglichen Kombination eingesetzt. Gerade für den Anfänger stellt sich da die Frage: Welche Rute, Rolle und Schnur benötigt man fürs Schleppen?

Eine Rute mit semiparabolischer Aktion erlaubt es dem Angler, während des Drills etwas mehr Druck auf den Fisch auszuüben.


DIE AKTION

Beginnen wir bei der Rute. Länge und Wurfgewicht sind wichtige Faktoren, aber genauso bedeutsam ist die richtige Aktion unserer Rute. Es gibt sowohl parabolische als auch semiparabolische Ruten. Eine Rute mit vollparabolischer Aktion ist sehr sensibel und ein echter „Spaß-Stock“, weil sie sich während des Drills bis ins Handteil biegt – auch bei einer Portionsforelle. Man kann mit solch einer Rute allerdings nicht viel Druck auf einen gehakten Fisch ausüben und muss sich für den Drill Zeit nehmen. Eine semiparabolische Rute ist zwar etwas steifer, in der Spitze aber noch ausreichend sensibel, um Bisse anzuzeigen. Weil dieser Rutentyp etwas mehr Rückgrat aufweist, kann der Angler dem gehakten Fisch mehr entgegensetzen. Für Einsteiger bietet sich daher eine Rute mit semiparabolischer Aktion an.

Diese lange Rute (4,20 m) mit relativ hohem Wurfgewicht (10-20 g) ermöglicht ziemlich weite Würfe mit schwereren Montagen wie etwa einem Sbirolino.


DIE LÄNGE

Bei der Rutenlänge kommt es auf die eingesetzten Montagen und die Situation am Gewässer an. So kann man beim Angeln mit leichten Solo-Glasoder Solo-Blei-Montagen eine 2,40 Meter lange Rute einsetzen, wohingegen beim Fischen mit schweren Sbirolinos auf große Distanz eine 4,50 Meter lange Rute deutlich besser geeignet ist. Mit einer langen Rute hat man grundsätzlich einen besseren Hebel und kann weiter auswerfen. Aber an kleinen Gewässernmit bewachsenen Ufern macht ihr Einsatz nicht wirklich Sinn. Denn zum einen muss man nicht sehr weit werfen und zum anderen würde es beim Auswerfen mit einer langen Rute schnell zu Verhedderungen in Ästen oder Büschen kommen. Zudem kommt man gerade in der letzten Drillphase, wenn sich der Fisch vor dem Kescher befindet, mit einer kürzeren Rute besser zurecht. Aus diesem Grund haben viele Hersteller Modelle mit gleichem Wurfgewicht, aber unterschiedlicher Länge im Programm. So kann man die Rute auswählen, die am besten zu einem passt.

Persönliche Vorliebe: Thorsten angelt am liebsten mit Steckruten, die mit einem Korkgriff ausgestattet sind.


Das Schleppen ist eine aktive Angeltechnik, bei der man Rute und Rolle die ganze Zeit in der Hand hält. Da darf das Gerät nicht zu schwer ausfallen, sonst ermüdet der Angler schnell.


DAS WURFGEWICHT

Nun sind wir auch schon beim Wurfgewicht angekommen. Es richtet sich nach den Montagen, die man einsetzen möchte. Eine leichte Posen-Montage lässt sich sehr gut an einer sensiblen Rute mit einem Wurfgewicht von 2 bis 6 Gramm einsetzen. Mit einem schwerem Sbirolino wäre diese Rute allerdings deutlich überfordert. Dann benötigt man eine Rute mit einem Wurfgewicht von 15 bis 25 Gramm. Ich achte darauf, dass die Rutenringe nicht zu klein ausfallen, denn die Schnur gleitet beim Auswerfen besser durch größere Ringe und man hat weniger Energieverlust durch Reibung. Für Angler, die auf der Suche nach einer Allround-Rute fürs Schleppen am Forellensee sind, hier folgende Empfehlung: Rutenlänge 3,90 bis 4,20 Meter, semiparabolische Aktion, Wurfgewicht 8 bis 15 Gramm.

TELE-ODER STECKRUTE?

Bei der Frage, ob Steck-oder Teleskopruten besser sind, scheiden sich die Geister. In meinen Augen ist das reine Geschmackssache, denn beide Rutentypen eignen sich fürs Schleppen am Forellensee. Ich bevorzuge Steckruten, weil sie meist etwas mehr Rückgrat aufweisen und gerade im Bereich der Spitze nicht so anfällig für Beschädigungen sind wie Teleskopruten. Wem allerdings ein geringes Transportmaß besonders wichtig ist, der kann auch bedenkenlos zu einer modernen Teleskoprute greifen.

Solide Stationärrollen der Größe 2000 oder 3000 haben sich bewährt.


DIE RICHTIGE ROLLE

Weicher Lauf, ruckfrei anlaufende Bremse, geringes Gewicht und gute Schnurverlegung – das sind die Attribute einer guten Rolle fürs Schleppen. Schließlich hat man bei dieser aktiven Angeltechnik die Rolle den ganzen Tag in der Hand. Mit einem „schweren Klotz“ macht das Angeln keinen Spaß. Die Anzahl der Kugellager entscheidet nicht immer darüber, wie weich und ausbalanciert die Rolle läuft. Deshalb sollte man vor dem Kauf die anvisierten Modelle immer in die Hand nehmen undselbst einmal an der Kurbel drehen. Fürs sehr leichte Angeln kann man eine Rolle der Größe 1000 einsetzen, allerdings sind 2000er oder 3000er Modelle für die meisten Situationen bestens geeignet.

FRONT-ODER HECKBREMSE?

Wie bei der Frage nach Tele-oder Steckrute ist auch die Wahl einer Rolle mit Front-oder Heckbremse Geschmackssache. Ich benutze aus Gewohnheit sehr gerne eine Rolle mit Kopfbremse; an die Handbewegung zum Verstellen der Bremskraft im vorderen Bereich der Rolle habe ich mich gewöhnt. Qualität ist bei einer Rolle wichtig, aber man muss für eine anständige Rolle kein Vermögen ausgeben. Geeignete Rollen fürs Schleppen auf Forelle bewegen sich in einem preislichen Rahmen zwischen 30 und 100 Euro.

Auf die Rolle kommt monofile Schnur von 0,16 bis 0,25 Millimeter Durchmesser. Bei extrem hohen Wurfdistanzen kann man sogar eine 0,30er aufspulen.


DIE SCHNUR

Auf die Rolle kommt eine monofile Hauptschnur. Der Durchmesser richtet sich nach Montage und Methode. Fürs Angeln mit der leichten Solo-Blei-Montage kann man eine 0,16er einsetzen, beim Distanzangeln mit Sbirolinos darf der Durchmesser schon 0,25 oder sogar 0,30 Millimeter betragen. Eine farbige Schnur hilft gerade dem Anfänger dabei, vorsichtige Bisse wahrzunehmen.

Sind die Forellen aktiv, lassen sie sichsehr gut beim Schleppen überlisten


Schleppgerät auf einen Blick

– Allroundrute: Länge 3,90 bis 4,20 Meter, parabolische Aktion, Wurfgewicht 8 bis 20 Gramm.

– Rolle: Größe 2000 oder 3000, ruhiger Lauf, saubere Schnurwicklung, ruckfrei laufende Bremse, nicht zu hohes Gewicht.

– Schnur: Monofil, je nach Montage, Wurfweite und Fischgewicht zwischen 0,16 und 0,30 Millimeter, farbige Schnur hilft bei der Bisserkennung.

In der nächsten Ausgabe stellt Thorsten Ritter die gängigsten und fängigsten Montagen fürs Schleppen vor.