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Gereizte Augen, dicke Beine?


myself - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 13.11.2019

Die moderne Jobwelt bringt uns nicht nur Homeoffice und Sabbaticals, sondern auch ein paar Probleme


Artikelbild für den Artikel "Gereizte Augen, dicke Beine?" aus der Ausgabe 12/2019 von myself. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: myself, Ausgabe 12/2019

Illustrationen: Joanna Gniady

Das Büro-Auge

Problem Normalerweise blinzelt der Mensch rund 20-mal in der Minute. Vor dem Computer nur fünfmal. Woran das liegt? Das Auge ist so beschäftigt damit, den Bildschirm zu fixieren, dass es den Lidschlag unterdrückt. Das Dauerstarren hat unangenehme Folgen: Die Augen werden trocken, gerötet und gereizt. Vier von fünf Menschen, die täglich lange am Rechner sitzen, kennen das Thema.

Lösung Gegen das Büroaugensyndrom (auch Sicca-Syndrom genannt) hilft bewusstes ...

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Lösung Gegen das Büroaugensyndrom (auch Sicca-Syndrom genannt) hilft bewusstes Blinzeln. Der so entstehende Tränenfilm hält nicht nur das Auge feucht und geschmeidig, sondern hilft auch als Barriere gegen Fremdkörper, und er verteilt Sauerstoff und Nährstoffe auf der Hornhaut. Zur Not helfen auch künstliche Tränen aus der Apotheke. Wichtig ist ein ausreichender Abstand zum Bildschirm: mindestens 50 Zentimeter. Wer älter ist als 50, der braucht noch mehr Abstand. Außerdem sollte der Bildschirm immer seitlich angestrahlt werden.

Der Nerd-Neck

Problem Wer permanent auf einen Bildschirm starrt, schiebt die Stirn nach vorn, und das Kinn zeigt nach unten. Folge: Die Nackenmuskulatur verspannt. Denn jeder Zentimeter, den sich der Hals nach vorn neigt, bedeutet eine zusätzliche Last von - Achtung - zweieinhalb Kilo. Um dieses Gewicht auszugleichen, beugen sich die Schultern ebenfalls in Richtung Bildschirm, der Rücken wird rund. Sieht nicht nur doof aus, sondern tut auch irgendwann weh. Der Arzt diagnostiziert den Nerd-Neck, eine „vorgestreckte Kopfhaltung“.

Lösung Um das persönliche Risiko für den Nerd-Neck zu checken, hilft ein simpler Test: Stellen Sie sich mit dem Rücken so an eine Wand, dass Po und Schulterblätter anliegen. Den Hinter- kopf können Sie jetzt nur mit Mühe ebenfalls an die Wand bewegen? Dann wird es Zeit, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel mit einer Massage der Hinterkopfmuskeln. Dazu auf den Boden legen und einen Tennisball unter den Kopfansatz klemmen, anschließend leicht kreisend bewegen. Ebenfalls hilfreich: regelmäßiges Dehnen von Hals und Nacken (nach vorn, hinten, rechts und links). Und: immer mal wieder die Wandübung wiederholen. So lernt der Körper, wo der Kopf ursprünglich hingehört, nämlich in die Verlängerung des Nackens. Um solchen Verspannungen vorzubeugen, hilft eine bessere Haltung vor dem Bildschirm. Der sollte so aufgestellt sein, dass der Kopf beim Lesen leicht nach oben zeigt. Ist der Schreibtisch nicht hoch genug, einfach ein paar Bücher unter den Bildschirm legen. Laptops und Smartphones hingegen sind ebenfalls Gift für den Nacken, weil wir meist zu ihnen runterschauen.

ILLUSTRATIONEN: JOANNA GNIADY/2AGENTEN


Genug trinken ist in klimatisierten Büros ein echter Überlebensvorteil


Das Killer-Klima

Problem Zu trocken, zu kalt, zu muffig: Über die Büroluft meckern ist in Deutschland Volkssport. Schuld sind in den meisten Fällen schlecht eingestellte Klimaanlagen. Studien zufolge liegt der Krankenstand in klimatisierten Büros um 40 Prozent höher als in Räumen mit natürlicher Luftzirkulation. Im Extremfall kommt es (gutes Small-Talk-Wort!) zum Sick-Building-Syndrom: Weil die Schleimhäute austrocknen, werden sie anfälliger für Bakterien und Viren. Das Risiko für Erkältungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit steigt.

Lösung Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 20 und 24 Grad. Eine gute Luftfeuchtigkeit entsteht durch ordentliches Lüften. Und: Wird die Klimaanlage regelmäßig gewartet, sollte sie auch nicht zur Keimschleuder werden. Denken Sie zusätzlich daran, genug zu trinken - in klimatisierten Büros ein echter Überlebensvorteil.

Der Maus-Arm

Problem In Australien und den USA ist der Mausarm, offiziell Repetitive-Strain-Injury-Syndrom, schon die Berufskrankheit Nummer eins. Aber auch in Deutschland klagen viele über Schmerzen in Armen und Händen, die jeden Mausklick zur Qual machen. Das liegt vor allem daran, dass die Bewegungen, die die Hand mit der Computermaus ausführt, der Anatomie widersprechen und die Sehnen und Bänder chronisch reizen.

Lösung Entlastung hilft. Häufig genügt es, wenn man sich ein Mauspad mit Kissen zulegt. So liegt das Handgelenk höher und wird nicht so stark abgeknickt. Manchmal muss jedoch eine Vertikalmaus her, die sich wie eine Autoschaltung bedienen lässt. Die schonende, aber auch ziemlich herausfordernde Variante: die Maus zwischendurch mal in die andere Hand nehmen.

Die Elefanten-Beine

Problem Langes Sitzen ist Stress für die Venen. Sie müssen das Blut, das in Waden und Füße sinkt, gegen die Schwerkraft zum Herzen zurückpumpen - jeden Tag rund 7000 Liter. Das funktioniert nur, wenn wir in Bewegung sind. Denn dann arbeitet unsere Venenpumpe optimal, die eben dafür sorgt, dass das Blut zum Herzen gelangt. Jede fünfte Frau in Deutschland hat jedoch eine Venenschwäche. Das Blut staut sich, die Fesseln und Füße werden dicker, die Beine müde. Lieber handeln, bevor sich Krampfadern oder unschöne Verfärbungen als erste Anzeichen zeigen.

Lösung In Bewegung bleiben! Sitzen ist schließlich das neue Rauchen. Also mindestens einmal pro Stunde vom Schreibtisch aufstehen, herumlaufen, gern auch mal die Füße hochlegen. Nur bitte so selten wie möglich die Beine übereinanderschlagen, denn das macht es den Venen noch schwerer. Außerdem: die Muskeln der Unterschenkel trainieren. Also Zehen spreizen und lockern, mit den Füßen wippen und das Gewicht von vorn zu den Fersen und wieder zurück verlagern. Beides funktioniert übrigens wunderbar beim Sitzen am Schreibtisch und im Stehen.