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German Innovations


Made in Germany - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 01.01.2020

Richtungsweisende Innovationen deutscher Unternehmen


Innovationen Made in Germany

Obwohl jedes Jahr mehr als 67.000 Anmeldungen beim deutschen Patentamt eingehen, liegt die letzte revolutionäre Erfindung hierzulande bereits länger zurück. In Leipzig plant die Regierung deshalb die Bundesagentur für Sprunginnovationen. Ziel ist das Fördern von Erfindungen, die Märkte grundlegend verändern. Denn seinen Ruf als Erfinderland verliert Deutschland zunehmend.

Im Gegensatz dazu steht die jährliche Studie des Weltwirtschaftsforums zur Wettbewerbsfähigkeit. Demnach bietet Deutschland die besten Voraussetzungen um ...

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Bildquelle: Made in Germany, Ausgabe 1/2020

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... innovative Prozesse zu verwirklichen. Von der Idee bis zur Vermarktung wurden zehn Kriterien berücksichtigt und in 140 Ländern untersucht, Deutschland landete auf Platz drei hinter den USA und Singapur. Dennoch gibt es ein Problem bei deutschen Erfindern: Sie scheitern häufig an der Umsetzung ihrer Ideen in erfolgreiche Projekte. Die folgenden Innovationen zeigen, wie es richtig geht.

Neue Sicht auf Funktions weise des menschlichen Körpers

Matthias Mann ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried bei München. Das Spezialgebiet des Wissenschaftlers ist die Massenspektrometrie. Er entwickelte ein Verfahren, welches sämtliche Proteine im menschlichen Körper analysiert. Dies ermöglicht neben der Identifizierung auch die Zählung und Markierung der Eiweiße. Verschiedene Krankheiten wie beispielsweise Krebs können auf diese Weise schon vor dem Ausbruch festgestellt werden. Diagnose und Behandlung werden so deutlich vereinfacht.

Das Verfahren arbeitet sowohl mit Gewebeproben als auch mit Körperflüssigkeiten wie Blut. Medizinern verleiht es die Fähigkeit, Proteine in ihrer Entwicklung genau zu beobachten. Das Geschehen im Zellinneren lag bisher im Dunklen und eröffnet neue Rückschlüsse auf das Entstehen von Krankheiten. Auch die richtige Behandlungsform kann besser bestimmt werden. Für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Proteomik erhielt Mann eine Nominierung für den Europäischen Erfinderpreis 2019.

Stationärer Handel geht Verbindung mit E-Commerce ein

Würth deckt den Handwerksbedarf von privaten und industriellen Kunden. Dabei scheut sich der Werkzeughersteller nicht, neue Wege zu gehen. Insbesondere der stationäre Handel ist in dieser Hinsicht wenig innovativ. Umso mehr kann das innovative Konzept des Unternehmens überzeugen: Würth ermöglicht rund um die Uhr den Einkauf vor Ort und kommt dabei außerhalb der regulären Öffnungszeiten ohne Personal aus. Die erste 24-Stunden-Niederlassung befindet sich auf 500 Quadratmetern in Vöhringen. Interessierte Käufer erhalten einen Code via App, der Zugang zum Gebäude gewährt. Eine zweite Zahlenkombination öffnet die Tür zu den Geschäfts-Räumlichkeiten. Die Abrechnung erfolgt über das Kundenkonto. Auch für gewerbliche Kunden nutzt die Würth GmbH & Co. KG die Vorteile der digitalen Welt. In diesem Jahr erhielt das Familienunternehmen den Internet World Business Shop Award für den besten B2B-Online-Shop Deutschlands. Insbesondere der Fokus auf Beratung durch Produktfinder, Anwendungsvideos und die übersichtliche Produktdarstellung konnten die Jury überzeugen. Zudem bietet ein Tool die Möglichkeit, für alle Maschinen eine individuelle Organisationsstruktur anzulegen. Verschiedene Farben markieren wichtige Prüf-und Wartungstermine. Zugriff und Bearbeitung können auch per App erledigt werden.

Fraunhofer Institut simuliert Industrie 4.0

Die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa hat mit Erfindungen wie der MP3-Technik, fettfreier Wurst und Kautschuk aus Löwenzahn bereits verschiedenste Marktbereiche nachhaltig verändert. Im Fraunhofer Institut nutzen mehr als 26.000 Beschäftigte wissenschaftliche Ergebnisse zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Die marktfähige Umsetzung der Erfindungen ist dabei eine besondere Stärke, an der es auch mittelständischen Unternehmen oftmals mangelt. Mit dem Applikationszentrum stellt das Institut ein nützliches Werkzeug für die deutsche Wirtschaft zur Verfügung. Eine hauseigene Studie bildete die Basis für das Projekt.

Zentraler Pfeiler für die Wettbewerbsfähigkeit im 21. Jahrhundert ist Industrie 4.0. Dennoch haben 45 Prozent der Unternehmen bisher keine Maßnahmen für eine digitalisierte Produktion ergriffen. Den konkreten Nutzen unterschiedlicher IT-Lösungen zu bemessen ist schwierig, zumal verlässliche Praxisbeispiele fehlen. Das Applikationszentrum Industrie 4.0 am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, kurz IPA, bietet Unternehmen eine Testumgebung für den Einsatz cyberphysischer Systeme. Gemeinsam mit Wissenschaftlern können die Anwendungen am Stuttgarter Technologie-und Innovationscampus bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Als Ergänzung bieten fünf Forschungszentren zahlreiche Möglichkeiten zur Kooperation. Open Lab-Days, Quick-Checks und Exploring Projects erleichtern den Zugang und gestalten die Suche nach dem passenden Partner effizient.

Grünes Papier

Jeder Deutsche verbraucht rund 250 Kilogramm Papier jedes Jahr und liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt von 125 Kilogramm. Trotz Digitalisierung steigen die Zahlen weiter an. Die große Mehrheit wird für kurzlebige Printerzeugnisse wie Verpackungen verwendet. Jeder fünfte Baum wird für die weltweite Zellstoffproduktion gefällt, wodurch insbesondere der Regenwald zerstört wird. Für den Schutz sind daher dringend Alternativen nötig. Diesen Ansatz verfolgt die Creapaper GmbH aus Hennef im Rhein-Sieg-Kreis.

Gründer Uwe D’Agnone produziert Papier aus Gras. Bei der Herstellung wird keinerlei Chemie benötigt, die CO2-Emmissionen sind um bis zu 75 Prozent geringer als bei herkömmlichen Verfahren. Zudem wird nur ein Prozent der Wassermenge verwendet und auch die Kosten für den Rohstoff Gras sind deutlich geringer. In getrockneter Form wird das Heu gemäß den Anforderungen der Hersteller aufbereitet und kann von diesen ohne weitere Modifikation in vorhandenen Maschinen verarbeitet werden. Unter anderem bietet Supermarkt Norma Tüten aus dem umweltfreundlichen Graspapier an.


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Fotos: andi Schmid / München, Heiko Kueverling/Shutterstock.com, Creapaper GmbH