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GERUCHSPROBLEME BEKÄMPFEN


Highway - Das Cannabis Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 20.08.2019

ACHTUNG NACHBARN! DER UNAUFFÄLLIGE GROWRAUM


Nein, nein, hier geht es nicht um die richtige Körperpflege (dazu ist hoffentlich kein Magazin nötig), sondern um einfache Möglichkeiten, einen kleinen Grow vor der Enttarnung durch gute, aber schlechtmeinende Nasen zu verhindern. Denn schon eine einzige Cannabispflanze kann stinken wie ein ein ganzer Coffeeshop... im anschließenden Artikel geht es dann darum, unnötige Geräusche im Grow-Raum zu verhinden..

Artikelbild für den Artikel "GERUCHSPROBLEME BEKÄMPFEN" aus der Ausgabe 5/2019 von Highway - Das Cannabis Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Highway - Das Cannabis Magazin, Ausgabe 5/2019

Do-it-yourself-ExperteChuck Lore


Die Geschichte ist so alt wie die Verfolgung von illegal angebautem Cannabis selbst. Ein Liebhaber von Cannabisprodukten ...

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... möchte Selbstversorger werden und baut heimlich im Keller oder im Schlafzimmerschrank eine weibliche Cannabispflanze an. Er sorgt für sie und wundert sich, dass die einzelne Pflanze spätestens mit dem Einsetzen der Blüte wie ein ganzes Cannabisfeld riecht. Der Geruch durchströmt erst die Wohnung und dann das Haus, der Ärger mit Mitbewohnern ist vorprogrammiert. Doch das wahre Drama kommt erst dann, wenn neugierige Nachbarn aufmerksam werden und den Duft melden. Oder, das passiert auch oft genug, eine Polizeistreife bemerkt durch Zufall das markante Aroma. Die Pflanze wird in beiden Fällen umgehend sichergestellt, der Vorfall zur Anzeige gebracht, die Straßenverkehrsbehörde informiert und das peinliche Verfahren nimmt seinen Lauf. Darum soll dieser Artikel darüber informieren, wie kleine Cannabisgärten mit marginalen Kosten nahezu geruchsfrei gehalten werden können. Natürlich, wenn die Polizei mit Drogenspürhunden anrückt, helfen diese Maßnahmen auch nicht. Aber warum sollte sie das tun? Solch ein Garten ist so unauffällig, dass nur wirklich ganz dumme Zufälle für eine Entdeckung sorgen werden.

Als Lösung der ersten Wahl preisen zahlreiche Anbieter elektrisch betriebene Lüftungssysteme an. Diese machen Sinn, wenn der Luftaustausch ohne derartige Hilfen nicht stattfinden kann oder die Plantage so groß ist, dass andere Mittel versagen. Aber bei einem Anbau im Schlafzimmerschrank oder in einem Pflanzzelt bis zu einem halben Quadratmeter Grundfläche bieten sich andere Methoden an. Die erwähnte Fläche ist übrigens geeignet, um bis zu drei Pflanzen zu kultivieren. Eine blühende Cannabispflanze, eine in der vegetativen Phase und eine in der Keimlingsphase finden auf diesem Raum genügend Platz.

Als erste Alternative zu aufwändigen S y s t e m e n ist ein regulärer Luftreiniger für Innenräume mit Aktivkohl e f i l ter zu nennen. Diese Geräte werden in der Regel von Allergikern und empfindlichen Menschen eingesetzt. Sie kosten nicht viel, sind sehr leise und verbrauchen nur wenig Strom. Solche Geräte gibt es in brauchbarer Ausführung schon ab 50 Euro und der geruchsbindende Filter hält bis zu acht Monaten. Wird der Reiniger nur in den Blütezeiten eingeschaltet, erhöht sich die Lebensdauer entsprechend. Bei Minizelten oder kleinen Pflanzkisten, in denen lediglich eine einzelne Pflanze aufgezogen wird, bietet sich eine noch günstigere Methode an. Dazu muss man wissen, dass auch wenn die Luft im Raum stillzustehen scheint, es doch immer eine gewisse Konvek- tion gibt. Diese wird bereits durch Leuchten mit geringer Leistung angeregt und reicht aus, um das Gewächs mit frischer Luft zu versorgen. Werden nun in dem Pflanzraum Matten oder Kissen, die mit Aktivkohle gefüllt sind, aufgehangen, strömt die Luft ständig an diesen vorbei. So seltsam es klingt, aber das ist ausreichend, um den Geruch einer einzelnen Pflanze deutlich zu reduzieren. Selbst in dem Raum, in dem angebaut wird, ist das Aroma nicht mehr wahrnehmbar. Bewährt haben sich Säckchen mit Kohle aus Bambus, von denen ein Set aus sechs Stück für rund 20 Euro zu haben ist. Durch die erwähnten Maßnahmen wird die heimliche Aufzucht von Cannabispflanzen gut gegen Entdeckung wegen auffallender Gerüche geschützt. Helfen diese Mittel allerdings nicht, was bei größeren Vorhaben durchaus geschehen kann, dann ist die Anschaffung einer geeigneten Luftfilteranlage eine absolute Notwendigkeit. Jeder Tag, an dem der Cannabisgeruch gut wahrnehmbar ist, erhöht das Risiko einer Entlarvung signifikant. Dazu ein Rechenbeispiel. Angenommen, die Wahrscheinlichkeit an einem beliebigen Tag des Jahres aufgrund des Odeurs entdeckt zu werden, liegt bei 1 zu 1.000, das ist in etwa realistisch. Ein unvorsichtiger Züchter ignoriert ob der geringen Zahl, es sei ja „nur“ ein Tausendstel, dass die Gefahr der Entdeckung tagtäglich größer wird. Nach einem Jahr beträgt diese bereits rund 36 Prozent und schon vor dem Ablauf des zweiten Jahres kann der Grower statistisch betrachtet mit einer Enthüllung rechnen.

Am Ende noch ein wenig Hintergrundwissen über Aktivkohle: die scheinbar wundersame Wirkung dieses Stoffes kommt daher, dass sie trotz einer geringen räumlichen Ausdehnung eine enorm große, porige Oberfläche hat. Im Inneren sind die Poren wie in einem Schwamm untereinander verbunden. Je nach Qualität hat ein einziges Gramm eine Fläche von 300 bis 2.000 Quadratmetern. Die Duftmoleküle gelangen über die Meta- und Mesoporen (25 nm bzw. 1 bis 25 nm) zu den Mikroporen (1 nm), wo sie absorbiert werden. Bei Standardqualität kann davon ausgegangen werden, dass handelsübliche Säckchen mit 800 Gramm Gesamtgewicht über eine Fläche von mehr als einer Million Quadratmetern verfügen. Das entspricht einem Quadrat mit einer Seitenlänge von einem Kilometer und darüber! Gut, das waren jetzt zusammen mit dem Rechenbeispiel eher theoretische Betrachtungen. Aber der Hauptgrund bei zufällig aufgedeckten Grows ist der Geruch– und dagegen kann der vorausschauende Züchter, der lediglich für den Eigenbedarf anbaut, nun mit einfachen Mitteln etwas tun.