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Geständnis: Bei Karin (38) wurde eingebrochen, als sie unter der Dusche stand. Tapfer sagt sie: „Hier bin ich zu Hause! Nicht meine Angst – und auch kein Fremder“


Lisa - epaper ⋅ Ausgabe 14/2019 vom 27.03.2019

Die ganze Wohnung gleicht einem Schlachtfeld. Es wurde alles durchwühlt, aufgebrochen und zerstört. Mit den psychischen Folgen des Einbruchs hat die 38-jährige Karin auch Wochen danach stark zu kämpfen …


Artikelbild für den Artikel "Geständnis: Bei Karin (38) wurde eingebrochen, als sie unter der Dusche stand. Tapfer sagt sie: „Hier bin ich zu Hause! Nicht meine Angst – und auch kein Fremder“" aus der Ausgabe 14/2019 von Lisa. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lisa, Ausgabe 14/2019

Karin freut sich auf einen gemütlichen Couchabend, als bei ihr eingebrochen wird. Danach gerät ihr Alltag aus den Fugen …


Das warme Wasser rieselte über mein Gesicht, als mich das Geräusch von zersplitterndem Glas aus meinen Gedanken riss. Ich wusste sofort, dass jemand Fremdes in meine Wohnung eingedrungen war. Hastig verließ ich die Dusche, schlang mein Handtuch um meinen klitschnassen Körper und lugte ...

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... aus der Tür. Ich sah zwei schwarzgekleidete Männer mit Brecheisen zielstrebig in mein Wohnzimmer laufen. Ich schloss mich im Bad ein und sank wie gelähmt zu Boden. Mir war speiübel. Blanke Angst ergriff mich. Ich brauchte Hilfe, sofort! Mein Handy lag im Schlafzimmer. Großer Mist! Reflexartig schaltete ich das Radio ein und drehte es laut – in der Hoffnung, dass die Einbrecher auf mich aufmerksam wurden und verschwanden. Ich lauschte angespannt. Die Dreckskerle waren jetzt offenbar in meinem Schlafzimmer. Plötzlich herrschte Stille! Ich wartete, bis ich nichts mehr hörte und wagte mich dann aus dem Bad. Fassungslos sah ich mich um. Meine Wohnung war das reinste Chaos. Alles war durchwühlt, aufgebrochen und kaputt. Keine Spur von den Einbrechern. Ich schluckte schwer, zog mir etwas an und rief die Polizei.


„Ich hatte das Gefühl, schutzlos zu sein“


Flucht zur besten Freundin

Nachdem die Polizei alles aufgenommen hatte, saß ich alleine in meiner Wohnung und fühlte mich total hilflos.

Ich rief meine beste Freundin Tina an. Sie bot mir sofort an, bei ihr zu schlafen. Noch in derselben Nacht plagten mich fürchterliche Albträume und ich schreckte mehrmals schweißgebadet hoch. Am nächsten Morgen ließ ich die Handwerker kommen, die meine aufgebrochene Haustür reparierten und die kaputten Möbel entsorgten.

Angst kontrollierte den Alltag Ich ließ mich krankschreiben und blieb stundenlang im Bett. Ich kontrollierte permanent Türen und Fenster und zuckte bei jedem unerwarteten Geräusch zusammen. Die laufende Spülmaschine. Zuck. Die miauende Katze. Zuck, zuck. Ich war ein Wrack und ließ mich von meiner Angst übermannen. Tina kam vorbei und fragte, warum ich so nervös sei. Ich brüllte sie an, dass es gerade nicht einfach für mich ist. Sie konnte gar nichts dafür und wollte mir nur helfen. So durfte es aber nicht weitergehen!

Meine Angst musste ich angehen. Ich überlegte umzuziehen, aber das würde mein Problem nur verlagern. Mit Tinas Unterstützung putzte ich die gesamte Wohnung, um die Einbruchspuren zu beseitigen. Ich ekelte mich, Kleider anzuziehen, die die Einbrecher betatscht hatten. Deshalb sortierte ich meine gesamte Unterwäsche aus und schmiss sie weg.

Die nächsten Tage und Wochen waren schwer. Immerhin schaffte ich es, ein paar neue Möbel und Kleidung zu kaufen. Damit kehrte ein bisschen Normalität in mein Leben zurück. Ich schraubte die Kontrollgänge auf ein gesundes Minimum herunter und versuchte, weniger schreckhaft zu sein. Tagsüber ging es mir ganz gut.

Alarmanlage gab Sicherheit Nachts litt ich jedoch noch immer unter Schlafstörungen. Meine Eltern sponserten mir deshalb eine Alarmanlage, die mir ein sicheres Gefühl und entspanntere Nächte verschaffen sollte.

Aus Angst wurde Wut Zum Glück wurde die Angst, dass mir so etwas noch einmal passierte, mit der Zeit weniger. Mittlerweile jedoch hatte sich die Angst sogar in unbändige Wut auf die Einbrecher verwandelt. Sie gab mir viel Kraft, um weiterzumachen. Und dank der Alarmanlage fühlte ich mich für die Zukunft gewappnet …

Das raten Experten

10 Tipps für einen sicheren Hausschutz

Halten Sie die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie immer, wer ins Haus will, bevor Sie die Tür öffnen.

Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese Personen gegebenenfalls an.

Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab und lassen Sie die Tür nicht nur „ins Schloss fallen“. Auch Keller- und Speichertüren sollten immer verschlossen sein.

Klassischer Einbruchschutz für kleines Geld: die Türkette


Der Fensterschutz verhindert das einfache Aufhebeln aus dem Rahmen


Verstecken Sie Ihren Haus- und Wohnungsschlüssel niemals außerhalb der Wohnung: Einbrecher kennen jedes Versteck.

Verschließen Sie Ihre Fenster und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit. Einbrecher öffnen gekippte Fenster und Balkontüren besonders schnell.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck vermittelt. Lassen Sie zum Beispiel den Briefkasten leeren.

Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn wichtige Telefonnummern aus, unter denen Sie im Notfall erreichbar sind.

Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, bei Ihnen anzurufen, wenn Fremde in deren Wohnung wollen.

Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!

Lassen Sie fremde Personen nicht in Ihre Wohnung.

Abus – Sicherheitssystem: Ein Komplett-Set mit Zentrale, Bewegungsmelder, Öffnungsmelder, Steckernetzteil, Aufkleber und Türzusatzschloss.gibt es bei Abus für ca. 840 €


Kostenlose Hilfe für Einbruchs-Vermeider und Opfer:
Welche konkreten Schutzmaßnahmen im individuellen Einzelfall sinnvoll sind, darüber kann man sich gratis von der örtlichen Polizei beraten lassen. Die Kriminalbeamten besuchen Sie zu Hause und geben wertvolle Tipps. Außerdem finden Sie unter ebenfalls Experten gegen Einbruch in Ihrer Nähe.

Mögliche Folgen eines Fehlalarms einer Alarmanlage:
Sobald es aufgrund eines Fehlalarms zu einem Polizeieinsatz kommt, zahlt der Alarmanlagen-Besitzer. Und nicht zu knapp!

News: Die KfW–Bank bezuschusst bei Einbruchschutzmaßnahmen die ersten 1000 € mit 20 Prozent. Darüber hinaus gilt: zehn Prozent bis zur maximalen Förderung von 1500 €.


*Name von der Redaktion geändert; Fotos (Szene nachgestellt): ABUS, ABUS/WEISSERRING-Carsten-Costard, Shutterstock (2)