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Geständnis: Jeder Vierte war schon mal betroffen: Gelähmt vor Angst


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 48/2018 vom 21.11.2018

Plötzlich ist die Panik da. Nichts geht mehr. Grund: eine Angststörung. Psychologe Dr. Ulrich Weber erklärt die Ursachen


Artikelbild für den Artikel "Geständnis: Jeder Vierte war schon mal betroffen: Gelähmt vor Angst" aus der Ausgabe 48/2018 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 48/2018

Angst vor Spinnen? Geschenkt, die hat doch fast jeder. Ein ungutes Gefühl vorm Fliegen? Kann man mal haben. Aber was ist, wenn sich die Gedanken nur noch darum drehen? Oder die Beine einfach nicht weitergehen, wenn das Herz rast, und die Luft wegbleibt, Panik uns packt? Was ist noch gesund, was krankhaft? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Phobien, Angststörungen, Panikattacken? ...

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„Viele gehen nicht zum Arzt. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch“


Unser Experte Dr. Ulrich Weber klärt auf: „Eine Phobie zeichnet sich durch eine konkrete Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen aus, zum Beispiel Angst vor Höhe oder vor Spinnen. Der Begriff Angststörung ist erst mal ganz allgemein und drückt sich in verschiedenen Ausprägungen aus, etwa in der sozialen Phobie, der Agoraphobie oder der generalisierten Angststörung. Eine Panikattacke ist ein extremer Angstanfall mit körperlichen Begleitsymptomen, wie Schwindel, Herzrasen, Schwitzen.“ Laut des Online-Portals Statista ist jeder Vierte einmal in seinem Leben von Angst betroffen.

Phobien treten am häufigsten auf, so der Experte. An Agoraphobie, also Platzangst, leiden die meisten Betroffenen. Viele von ihnen gehen in die Vermeidungshaltung. Untersuchung im Kernspintomografen? Unmöglich. Auch von langen Reisen, großen Plätzen und Menschenmengen schrecken die Betroffenen zurück, aus Furcht vor Kontrollverlust und Ohnmacht.

Aber wo kommt die Angst denn nun her? Und kann sie wirklich jeden treffen? Möglich ist es, sagt Dr. Ulrich Weber. „Das so genannte Vulnerabilitäts-Stress-Modell besagt, dass jeder Mensch eine bestimmte Anfälligkeit dafür hat, sei es aufgrund der genetischen Anlagen oder der familiären Umstände. Ob die Störung aber letztlich ausbricht, hängt zum Beispiel damit zusammen, was von außen auf die Menschen einströmt. Lang andauernder Stress etwa erhöht die Wahrscheinlichkeit. Wir haben alle mehr Stress, darum nehmen auch Angststörungen zu.“ Oft schauen wir uns das Angsthaben einfach ab: Wenn die Mutter Spinnen oder Dunkelheit fürchtet, übernehmen die Kinder diese Angst durchs so genannte Modell-Lernen. Frauen sind von Angststörungen häufiger betroffen als Männer, machen gut zwei Drittel der Patienten aus. „Das hat soziale und biologische Gründe“, so der Experte. „Frauen achten mehr auf ihr Gefühlsleben als Männer, seelische Balance ist für ihr Wohlbefinden besonders wichtig, Störungen nehmen sie stärker wahr.“


„Wenn man gegen die Angst angehen will, muss man sich ihr stellen“


Die positive Nachricht: Angst- Erkrankungen sind gut behandelbar – wenn sie denn erkannt werden. Jetzt aber bloß nicht einfach drauflos googeln! Dr. Ulrich Weber: „Von Schnelltests im Internet sollte man sich besser fernhalten.“ Eine richtige Diagnose stellt am besten zunächst der Hausarzt, mit dem Betroffene dann das weitere Vorgehen besprechen. „Langfristig ist es unumgänglich, sich der Angst zu stellen. Anders geht es leider nicht. Dafür ist eine therapeutische Vorbereitung sinnvoll. Und: Man muss sich helfen lassen wollen.“ Außerdem sollte man schauen, ob und wo man in seinem Alltag ein wenig Stress abbauen kann, zum Beispiel durch Entspannungsübungen oder Hobbys. Denn: „Ein entspannter Mensch ist immer auch angstfrei, denn Entspannung und Angst passen einfach nicht zusammen.“