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Geständnis: Mama & Papa allein zu Haus


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 30.01.2019

Eltern zwischen Euphorie und Einsamkeit


Es trifft alle Eltern irgendwann. Die einen früher, die anderen später: Der Tag, an dem die „Kleinen“ plötzlich ganz groß und erwachsen sind – und ausziehen. Zurück bleiben Mütter und Väter mit gemischten Gefühlen – und oft mit einigen Problemen. Denn das Leben ändert sich radikal. Da wäre zum einen die Partnerschaft, die mit dem Auszug der Kinder auf einmal wieder im Mittelpunkt steht – und die viel zu oft vernachlässigt wurde, schließlich war man doch über Jahre hinweg vor allem „Mama“ und „Papa“. Was früher ablenkte, bleibt nun aus. Stille kehrt ein – und viele ...

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... Paare bemerken entsetzt, dass es schwer wird, sie zu füllen. Jetzt heißt es, sich und den anderen wieder ganz neu zu entdecken.

„Diese ungewohnte Leere. Diese Stille. Ich könnte den ganzen Tag heulen“

Andrea Dettmoldt (52):

„Hätte mir jemand vor ein paar Jahren erzählt, dass ich sogar die ständigen Zankereien meiner beiden Töchter einmal vermissen würde – ich hätte ihn wohl für verrückt erklärt. Doch jetzt ist auch meine Jüngste ausgezogen – ganze 430 Kilometer weit weg – und nun sitze ich in unserer 4-Zimmer-Wohnung und bin traurig. Jedes Mal, wenn ich an ihren leeren Zimmern vorbeigehe, wird mir bewusst: Sie werden nie wieder kommen. Die Zeit, in der sie mich so richtig brauchten, ist nun endgültig vorbei. Mein Mann kommt mit dem Abschied viel besser zurecht und sagt, ich solle mir ein Hobby suchen. Aber ich glaube, mir fehlt mehr.“

Wir sind schlussendlich an uns gescheitert“

Natalia Gerber (57): „Ich fürchtete mich vor dem Tag, als das letzte unserer drei Kinder auszog und ich mit meinem Mann wieder alleine war. Denn: Wenn man ehrlich ist, heirateten wir 1985 nur, weil ich schwanger wurde. Außer den Kindern haben wir so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Er ist still und ruhig, ich bin aktiv und brauche den Austausch. In der Erziehung hat sich das gut ergänzt, doch jetzt fehlt uns einfach der gemeinsame Fokus. Wir mussten feststellen: Wir finden keinen Weg mehr zueinander.“

Das „Empty-Nest-Syndrom“
So nennen Wissenschaftler eine Art Sinnkrise, die viele Eltern trifft, wenn der Nachwuchs auszieht. Vor allem die ersten Monate im „leeren Nest“ sind für die meisten Mütter und Väter extrem schwer


„Auszug mit 18? Damit hatte ich nicht gerechnet“

Birgit Jahnsen (44), alleinerziehend: „Ich weiß noch, dass es ein Freitag war, als mein 18-jähriger Sohn mir verkündete: ‚Ich ziehe aus.‘ Ich konnte es nicht fassen – fühlte mich verletzt, zurückgestoßen. Nach seinem Auszug igelte ich mich ein, verließ irgendwann das Haus nicht mehr. Erst mit psychologischer Hilfe konnte ich den Schmerz überwinden. Hatte ich in ihm den Partner-Ersatz gesehen?“

„Gott sei Dank! Endlich Zeit für uns“

Barbara Eling (46):
„Wir lieben unser Kind. Keine Frage. Aber ehrlich gesagt, haben wir uns auch ein bisschen auf unsere neue Zeit zu zweit gefreut. Was soll ich sagen? Es ist herrlich. Dirk und ich können endlich mal wieder machen, was wir wollen. Das haben wir uns nach 19 Jahren Erziehung aber auch verdient. Seitdem haben wir sogar wieder Sex. Der war mit der Zeit wirklich sehr selten geworden. Neulich haben wir uns den Film „Fifty Shades of Grey“ angesehen – und kamen uns dabei vor wie Teenager.“

„Wir haben unser Leben komplett umgekrempelt“

Deike Hengeberger (53):
„Als unsere Tochter vor vier Jahren für die Ausbildung in eine andere Stadt zog, stand für meinen Mann und mich fest: jetzt oder nie. Wir verkauften unser Haus auf dem Land und zogen in die Stadt in eine 3-Zimmer-Wohnung. Ein großer Schritt, aber nur wir beide in unserem Haus ohne die Kinder? Das konnten wir uns nicht vorstellen. Jetzt gönnen wir uns ab und zu mal Dinge, die wir uns vorher nicht hatten leisten können oder wollten wegen der Kinder. Zum Beispiel die Fahrt mit unserem Chor nach Kroatien. Einfach mal Urlaub machen. Das fühlt sich gut an.“

„Plötzlich wieder zu zweit. Wir mussten lernen, was wir einmal waren – ein Paar“

Nadine Hellers (49):
„Die Kinder zu ihren Hobbys bringen, auch mal am Wochenende nachts den Fahrer spielen – unsere Zwillinge hielten uns bis zuletzt ganz schön auf Trab. Als sie dann vor knapp zwei Jahren gleichzeitig auszogen, war ich gar nicht so besorgt. Tatsächlich freute ich mich sogar ein wenig auf die neu gewonnene Zweisamkeit mit meinem Mann. Doch dann saßen wir da und hatten völlig vergessen, was man ohne Kinder so macht. Eine Freundin gab uns den Tipp, Listen zu erstellen. Eine mit Dingen, die wir als Paar gemacht hatten, bevor die Kids kamen, und eine mit Wünschen, die wir an die Zukunft haben. Spannend, was uns da einfiel. Allein die Erinnerung an frühere Zeiten beflügelte uns. Die Listen hängen nun am Kühlschrank – und jeden Monat versuchen wir, eine Sache abzuhaken.“

GEWINNRÄTSEL


Foto: Getty Images