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GESUND & FIT AUF REISEN


Clever reisen! - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 07.04.2020
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Bildquelle: Clever reisen!, Ausgabe 2/2020

Wichtige Tipps zur gesundheitlichen Versorgung und Vorsorge: www.auswaertiges-amt.de www.rki.de www.fit-for-travel.de www.crm.de


Das neue Corona-Virus Sars-Covid-19 hält aktuell die Welt in Atem, steigende Infektionszahlen werden längst nicht mehr nur aus der chinesischen Provinz Hubei gemeldet. Weltweit gibt es Erkrankte und Infizierte, hohe Zahlen aus Italien und Iran überraschen seit einigen Wochen. Viren lassen sich nicht aufhalten - vor allem nicht bei einer mehrwöchigen Inkubationszeit und einer Überlebensdauer auf kontaminierten Flächen von bis zu neun Tagen. Händewaschen und Abstand halten sind ...

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... die einzigen Prophylaxe-Tipps, denn Medikamente gegen diese neue Art der Lungenkrankheit gibt es noch nicht.

Die Reiselust ist derzeit getrübt, Veranstalter melden sinkende Buchungszahlen, Urlauber warten ab. Kreuzfahrtschiffe und Hotels werden bei Corona-Virus-Verdacht wochenlang unter Quarantäne gestellt - das will niemand selbst erleben. Dabei gab es Krankheitsausbrüche immer mal während der vergangenen Jahrzehnte, wie SARS und MERS, und sie verschwanden auch wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Wie beispielsweise auch das Zika-Virus. Denn neben der Übertragung von Mensch zu Mensch wie bei Corona-Viren, stehen die Mücken ganz oben auf der weltweiten Überträger- Liste von Krankheiten. Impfungen oder Prophylaxen gegen Viren, die durch Mückenstiche übertragen werden, gibt es so gut wie keine. Zumindest nicht gegen das Dengue- und Chikungunya-Virus und auch nicht gegen Zika. 2015 bis 2017 gab es in Süd- und Mittelamerika einen besorgniserregenden Ausbruch des Virus, das zu den Flaviviren gehört und durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen wird. Diese Mücken sind tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Charakteristisch sind Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Bindehautentzündung und ein knotig-fleckiger Hautausschlag. Die Beschwerden klingen meist nach einer Woche ab, daher galten Infektionen lange als unproblematisch. Doch die Häufung der bei Neugeborenen auftretenden Mikrozephalie, führte man auf Infektionen von Schwangeren zurück, weshalb man ihnen von Reisen in diese Gebiete abriet. Seit 2019 ist die Zahl der Neuinfektionen stark gesunken, doch in allen tropischen und subtropischen Regionen gibt es das Virus weiterhin.

Mückenschutz braucht man fast überall auf der Welt. Sowohl Repellents, also Mückensprays, als auch helle, langärmelige und geschlossene Kleidung. Denn Reisende brauchen nicht bis nach Afrika zu fliegen, um einen Stich der Tiger-Mücke zu riskieren. Auch in Südeuropa können sie Dengue-Fieber übertragen. Vor allem rund ums Mittelmeer. „Dengue ist wie eine starke Grippe, aber es gibt keine Medikamente dagegen“, sagt Professor Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. Zwar sterben nur sehr wenige Menschen am Dengue-Fieber, aber es breite sich weltweit immer stärker aus. „Dengue- Mücken sind Kulturfolger. Sie sind überall, wo es schmutziges Wasser gibt - auch in den Städten.“ Seit mehr als zehn Jahren gibt es Dengue in Europa, ursprünglich kam es aus Südostasien.

Afrika: Am besten mit Malaria-Prophylaxe

Der afrikanische Kontinent ist beinahe ausnahmslos Malariagebiet. Mit Mückenschutz und Prophylaxe steht unbeschwerten Reisen in touristisch erschlossene Länder und Gebiete jedoch nichts im Weg. „In Namibia beispielsweise gibt es für Touristen kaum gefährliche Krankheiten“, sagt der Mediziner. Der Atlantik ist zu kalt für tropische Tiere, das Klima zu trocken für Mücken. Dennoch seien auch eine Hepatitis A- und B-Impfung angeraten. Wegen der Leberegel sei zudem „das Baden in Flüssen und Seen nur eine mäßig gute Idee“, so der Mediziner. Während es auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara Malaria gibt, gilt die Region nördlich der Sahara als malariafrei.

Tierchen, die in Deutschland gefährlich sind: Zecken

„Sie sind bundesweit ein Problem“, sagt Jelinek. Sie übertragen Borreliose und die Frühjahrsommer-Meningoenzephalitis (FSME). „Gegen Borreliose gibt es leider keine Impfung, gegen FSME ist sie aber dringend zu empfehlen“, sagt Jelinek. Das sind zwei Spritzen im Abstand von 14 Tagen und eine dritte im Folgejahr gegen die Virusinfektion, die grippeähnliche Symptome und Hirnhautentzündung verursachen kann. Wichtig ist auf jeden Fall der Schutz vor Bissen durch Kleidung und Insektenmittel auf der Haut. Ost- und Nordeuropa sind ebenfalls von Zecken betroffen, lediglich im Norden Skandinaviens ist es zu kalt für die Tiere.

Hepatitis in Südeuropa: Impfen schützt

„In Süditalien haben Menschen ein achtmal höheres Risiko, an Hepatitis A zu erkranken als in Deutschland“, vergleicht Jelinek und fügt hinzu: „In der Türkei ist es sogar 50 mal höher.“ Als Faustregel gilt: Je niedriger der Hygienestand des Reiselandes ist, desto höher das Hepatitis-A-Risiko. Dabei handelt es sich um eine Virusinfektion, die zum Beispiel über verseuchte Meeresfrüchte übertragen wird. Aber vor allem über mangelnde Toiletten-Hygiene oder das gemeinsame Benutzen von Handtüchern nach unzureichendem Händewaschen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Wochen, die ersten Symptome sind Fieber und Erbrechen, bevor die Gelbsucht beginnt. Bei Erwachsenen kann die Genesung mehrere Monate dauern. „Eine Impfung bietet fast 100-prozentigen Schutz“, erklärt der Tropenmediziner. Nach zwei Impfungen besteht der Schutz für mehr als 25 Jahre.

Tollwut gibt es weltweit

Wer nach Rumänien oder Asien reist, sollte über eine Tollwut-Impfung nachdenken. Das sind drei Spritzen im Abstand von etwa vier Wochen mit einem Wirkstoff, der laut Jelinek mittlerweile sehr gut verträglich ist und kaum noch Nebenwirkungen hat. „Russland hat noch den alten Impfstoff, den verträgt man nicht gut.“ Deshalb sei es wichtig, sich vor der Reise in Deutschland impfen zu lassen. „Der Impfstoff ist nicht überall verfügbar und prinzipiell kann jedes Säugetier von der Fledermaus bis zum Affen die Tollwut übertragen.“ Vor allem Indienund Chinareisende sollten sich impfen lassen, aber auch Karibikurlauber sollten sich vorab über das Risiko informieren. Denn auch herrenlose Hunde in den Städten können eine Gefahr sein - natürlich auch in Europa: „Tollwut gibt es überall auf der Welt.“

Ebenso wichtig für Reisen auf den Indischen Subkontinent: Eine Impfung gegen Typhus. Durch Salmonellen, hauptsächlich in kontaminiertem Trinkwasser und Lebensmitteln vorhanden, verursacht, erkranken jedes Jahr Millionen Menschen - vor allem in den Entwicklungsländern. „Nach einer Impfung besteht zwar nur ein etwa 70-prozentiger Schutz, aber das ist besser als gar keiner“, rät Jelinek.

Ägypten, Süd- & Mittelamerika: viele Hepatitis-Fälle

Durchfallerkrankungen und Hepatitis A stehen in dem beliebten Reiseland Ägypten quasi auf der Tagesordnung. „Es gibt zahlreiche Ausbrüche in Hotels, vor allem aber auf den Nilkreuzfahrten“, sagt Jelinek und rät Urlaubern dringend zu einer Impfung und umfassenden Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion und das Meiden von Salaten sowie ungekochten Speisen.

Gleiches gelte für Süd- und Mittelamerika. „Es kommt immer darauf an, wie man reist. Bei einer geführten Tour ist das Risiko geringer, als wenn man allein mit Rucksack unterwegs ist“, so der Experte. Auch in der Karibik gilt es, vorsichtig zu sein: Weiße Strände, Palmen, Meer - die Karibik lockt Touristen in den Traumurlaub. „Viele Menschen fliegen völlig unbeschwert in die Dominikanische Republik, dabei gibt es dort vereinzelt Probleme“, erklärt der Tropenmediziner. Zum Beispiel Malaria und Dengue- Fieber. Letzteres ist auf dem Vormarsch: Bis zum Sommer 2019 wurden bereits mehr als 4000 Verdachtsfälle gezählt, auf Jamaika etwa 2000 und auf Kuba hat es ebenfalls mehrere Ausbrüche gegeben.

Vor Durchfallerkrankungen und Hepatitis können Urlauber sich schützen: Mit Impfung und dem Befolgen wichtiger Hygiene- Regeln. Auf ungekochte Speisen und Eiswürfel verzichten. Getreu dem Motto: „Cook it, peel it or forget it“ - koch es, schäl es oder vergiss es.

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Bilder: depositphotos, nopixgo, istockphoto