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Gesund & Fit: GROSSER RATGEBER


Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 10.09.2019

Service, Neuigkeiten und Hintergründe aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Verhalten sowie jede Menge Tipps und Informationen rund um die Katzenhaltung erwarten Sie hier


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Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 10/2019

Herbstfarbe: Ein Blick in Tigeraugen

Gelbe Augen sind bei Katzen recht häufig. Die exakte Nuance ist abhängig von der aktivität der Melanozyten, den pigmentspeichernden zellen in der iris.

Ganz entspannt: Wie Kaninchen Katzen helfen

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Katzen kommunizieren untereinander mit Botenstoffen, den sogenannten Pheromonen. Synthetische Nachbildungen dieser Pheromone werden schon lange in Form von Feliway® bei Anti-Stress-Therapien eingesetzt. Nun fanden Forscher heraus, dass ein von Kaninchen produziertes Hormon (2M2B) ebenfalls beruhigend auf Katzen wirkt und insbesondere Aggressionen im Mehrkatzenhaushalt lindern kann.

Strandeffekt: Was tun gegen die Krümel-Flut?

Wie unangenehm! Es gibt wohl keinen Katzenhalter, der nicht schon einmal barfuß in Katzenstreu getreten ist. Bei jedem Toilettengang scheinen unsere Katzen die Streu herauszutragen und quer durch die Wohnung zu schleppen. Diesem „Strandeffekt“ kann schon beim Kauf des Katzenklos vorgebeugt werden, indem man ein ausreichend großes Modell mit hohem Rand wählt. Was ebenfalls lohnt: eine Schmutzfangmatte vor dem Einstieg des Katzenklos. So bleibt ein Großteil der Körnchen, die mit den Pfoten herausgetragen werden, hängen. Kurz ausschütteln und schon landet die verirrte Streu wieder in der Schale. Auch die Wahl der Katzenstreu ist essentiell: Leichte Streu fliegt gerne umher, aber gröbere Varianten mögen nicht alle Katzen. Hier gilt: Ausprobieren!

Tablette rein – und gut?: Über die Risiken von Selbstmedikation bei Katzen

Wir kennen es selbst nur zu gut: Kaum zwickt es irgendwo, ist schnell das passende Schmerzmittel in Griffweite. Was spricht dagegen, auch der eigenen Katze bei vermeintlichem Unwohlsein etwas Gutes zu tun? Nun, eine ganze Menge! Rund 14 Prozent aller Vergiftungen bei Katzen werden durch die Gabe von Humanarzneimitteln verursacht. Katzen können viele Arzneimittelwirkstoffe nur sehr langsam verstoffwechseln. Somit reichen schon geringe Dosen, um Vergiftungserscheinungen auszulösen. Folgende Medikamente oder Wirkstoffe dürfen niemals (!) eigenmächtig einer Katze verabreicht werden – es besteht Lebensgefahr!

• Aspirin (Acetylsalicylsäure)
• Ibuprofen
• Paracetamol
• Naproxen
• Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac

Katzen sind keine Hunde!

Sowohl bei Wirksamkeit als auch Verträglichkeit bestimmter Wirkstoffe gibt es zwischen Katzen und Hunden gravierende Unterschiede. Viele Mittel, die gegen Ektoparasiten wie Flöhe oder Zecken wirken, sind nur für Hunde zugelassen. Aus gutem Grund: Die in Flohhalsbändern, Spot-ons oder Sprays enthaltenen Wirkstoffe Amitraz oder Permethrin sind für Katzen hochgiftig. Vergiftungen treten immer wieder auf, weil Katzen fälschlicherweise mit einem für Hunde – und nur für Hunde – zugelassenen Präparat behandelt wurden.

Medikamente richtig lagern

Nicht immer gelangt eine Arznei durch Menschenhand in die Katze – manchmal bedienen sie sich auch selbst. Antibaby-Pillen, eine Tube Voltaren, Betablocker, Schilddrüsentabletten oder das Vitamin-D-Präparat – all diese Medikamente gehören fernab neugieriger Pfötchen gelagert.

Tödliche Gefahr für Katzen Aspirin führt u.a. zu blutigem Erbrechen


Wichtig! Bei Flohmitteln auf Zulassung achten


Pfoten weg! Lebensgefährliche Deko

Katze Ruby aus Neuseeland machte ihrem Frauchen Sorgen: Sie wirkte matt, strauchelte und ihre Sehkraft ließ urplötzlich nach. Der Tierarzt diagnostizierte eine Hirnschwellung, ausgelöst durch eine Natriumvergiftung! Ruby hatte immer wieder unbemerkt an einer Salzkristall- Lampe geschleckt und sich so vergiftet. Zum Glück konnte ihr rechtzeitig geholfen werden.

Saisonal futtern: Im Winter wie ein Kaiser …

… im Sommer wie eine Bettel-Miez! Katzen fressen im Winter mehr als im Sommer. Das bestätigte eine Studie aus Südfrankreich, bei der sechs Jahre lang die Futteraufnahme von 22 normalgewichtigen und 16 übergewichtigen Katzen dokumentiert wurde. Es wurde deutlich, dass die Katzen im Dezember bis zu 15 Prozent mehr fraßen als im Juli. Dies ist damit zu erklären, dass der Körper in der kalten Jahreszeit mehr Energie benötigt, um seine Temperatur aufrechtzuerhalten. Auch Wohnungskatzen können von diesen saisonalen Schwankungen betroffen sein. Die Folge: Sie futtern mehr, verbrauchen die aufgenommene Energie aber nicht so effektiv wie ihre Freigänger- Kollegen. Das begünstigt wiederum Übergewicht.

Gefahr im Napf: Tuberkulose durch BARF

Im Jahr 2018 häuften sich in Großbritannien Fälle von Katzen, die mit einer Mycobacterium- bovis-Infektion vorgestellt wurden. Mycobacterium bovis ist als Tuberkulose-Erreger bekannt; häufig infizieren sich Freigänger durch Nagerbisse oder verunreinigte Wunden. Die vorgestellten Katzen waren jedoch allesamt Stubentiger. Forscher der Universität Edinburgh fanden schließlich eine Gemeinsamkeit: Alle Katzen hatten dieselbe Futtermarke, ein kommerzielles Rohfutter mit Wild, gefressen. Die Katzenhalter hatten also nicht nur Kontakt zu verunreinigtem Fleisch – ihre Katzen hatten die krank machenden Bakterien auch in der Wohnung ausgeschieden. Die Forscher fordern verschärfte Kontrollen bei der Produktion kommerzieller BARF-Menüs.

Chance auf Rot: Eine Runde Fell-Poker

Rote oder rot-weiße Kater kommen häufiger vor als ihr weibliches Gegenstück. Die Fellfarbe ist eine Frage der Vererbung und im X-Chromosom gespeichert. Dieses besitzen Männchen ein- und Weibchen zweimal. Das heißt, Kater brauchen das Chromosom für die rote Fellfarbe nur einmal in ihrer DNS. Katzen hingegen tragen nur dann ein rotes Fellgewand, wenn das entsprechende Gen in beiden X-Chromosomen gespeichert ist.

Helikopter-Halter: Überfürsorge macht Katzen krank

Eine Studie der Nottingham Trent University zeigt einen Zusammenhang zwischen einem überfürsorglichen Halter und Gesundheits- sowie Verhaltensproblemen seiner Katze. Zweibeinige Probanden, die bei einem Persönlichkeitstest hohe Neurotizismus- Scores erhielten – also emotional labile, unsichere und ängstliche Charaktere waren –, hielten ihre Katzen bevorzugt in der Wohnung und berichteten vermehrt von Übergewicht, aggressivem Verhalten und stressinduzierten Erkrankungen.

Unsichtbar: Was ein Versteck für Katzen bedeutet

Verstecken ist für Katzen ein Überlebensinstinkt. Samtpfoten, die stets ins nächste Versteck huschen können, haben in der freien Natur die größten Überlebenschancen. Doch auch wenn keine augenscheinliche Gefahr droht – etwa in der Wohnungshaltung –, schätzt jede Katze ihre Rückzugsorte: sei es ein Karton, der Spalt hinter dem Sofa, eine offene Unterwäscheschublade oder der Platz unter der Tagesdecke. Insbesondere Enge vermittelt Katzen oftmals ein Gefühl von Sicherheit. Bedrängen sollte man eine Katze in ihrem Versteck nie – sie wird selbst entscheiden, wann sie wieder hervorkommt.


Fotos: Adobe Stock (2), Shutterstock (10)