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GESUNDHEIT: 22: Tipps fÜr ein starkes Herz


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 33/2019 vom 09.08.2019

»Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Herzkrankheiten.«

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Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 33/2019

Es gibt im Körper den Takt an. Deshalb sollte das Herz vital & leistungsfähig sein. Was Sie selbst im Alltag alles tun können, um es zu schützen

Unser Lebensmotor läuft und läuft – aber nicht immer! Herz- Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland immer noch die häufigste Todesursache. „Das Gesundheitssystem ist in Deutschland sehr gut, aber die Vorbeugung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt im Argen“, sagt Prof. Thomas Meinertz, Kardiologe aus Hamburg. Er rät dringend dazu, präventive Maßnahmen in den ...

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... Alltag zu integrieren – und das schon im Kindesalter. Mit diesen Tipps halten Sie Herz und Blutgefäße langfristig gesund:

1| Nur zweimal die Woche Fleisch essen
Gesättigte Fettsäuren, die in Fleisch und Wurstwaren stecken, bergen gewaltige Risiken: Sie erhöhen das LDL-Cholesterin im Blut, das für Gefäßablagerungen und dickes Blut verantwortlich ist. Reduzieren Sie den Fleischkonsum auf zwei- bis dreimal die Woche. Lassen Sie auch regelmäßig Ihren Cholesterinspiegel kontrollieren.

2| Mit dem Rauchen aufhören
Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für Schlaganfall, Arterienverkalkung und Herzinfarkt. Denn Nikotin verengt die Gefäße, das Herz muss dauerhaft häufiger schlagen, um genügend sauerstoffreiches Blut zu pumpen. Hören Sie mit dem Rauchen auf! Akupunktur und Hypnose können dabei helfen, es zu schaffen.

3| Öfters mal Fisch auf den Speiseplan setzen
Essen Sie hingegen ein- bis zweimal die Woche fettreichen Fisch. Lachs, Makrele und Hering enthalten wertvolle Omega-3- Fettsäuren, die sich positiv auf unser Herz- Kreislauf-System auswirken.

4| Gefährlichen Zucker reduzieren
Wer viel Zucker isst, sich aber wenig bewegt, baut die große Energiemenge kaum mehr ab. Der Bauch wächst, der Körperfettanteil steigt, ebenso der Blutdruck. All diese Faktoren erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen – und auch für Diabetes. Der Körper kann dann den Zucker im Blut nicht mehr abbauen, und es droht weitere Gefahr: Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße und den Herzmuskel (sieheKasten Seite 11).

5| Mittelmeerkost schmeckt und ist gesund
Zahlreiche Studien zeigen, dass die klassische mediterrane Kost mit ihrem hohen Anteil an Gemüse, Salat, Obst und Hülsenfrüchten die Blutgefäße schützt. Darüber hinaus liefern Fisch, Oliven- und Rapsöl ungesättigte Fette, die das schädliche LDLCholesterin senken.

ZAHNPFLEGE: Nicht nur die Zähne, sondern auch das Zahnfleisch putzen, denn da sitzt die Entzündung


6| Kleine Früchte, große Wirkung
Beeren wie Blau-, Him- oder Gojibeeren enthalten Antioxidantien wie Vitamin C und E sowie Anthocyane (Pflanzenfarbstoffe). Sie schützen das Herz-Kreislauf-System. Essen Sie regelmäßig eine Handvoll frische oder getrocknete Beeren.

7| Gesundes Zahnfleisch schützt vor Erregern
Parodontitiserreger sind nicht nur verantwortlich für Zahnfleischentzündungen, sie verdoppeln einer Studie zufolge auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen mit Todesfolge wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Regelmäßige Zahnpflege und Kontrolle beim Zahnarzt inklusive Zahnreinigung sind unerlässlich, um Herz und Kreislauf gesund zu erhalten.

8| Bewegung trainiert das Herz-Kreislauf-System
„Der größte und zugleich der am meisten unterschätzte Risikofaktor für das Herz ist Bewegungsmangel“, sagt Prof. Meinertz. Die Deutsche Herzstiftung rät deshalb, 7000 bis 10.000 Schritte täglich zu machen. Gut zu wissen: „Täglich 30 Minuten Ausdauerbewegung bremsen Entstehung und Fortschreiten einer koronaren Herzkrankheit“, so der Hamburger Kardiologe.

9| Den Blutdruck im Blick behalten
Der Blutdruck ist bei jedem zweiten Deutschen zu hoch, aber nur die Hälfte der Betroffenen weiß davon! Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck kontrollieren. Nicht nur der Arzt, auch Apotheken bieten diesen Service an. Bei Hinweisen auf erhöhte Werte kann der Doktor eine 24-Stunden- Blutdruckmessung veranlassen. Die Daten zeigen, ob und in welchem Maß die Werte vom Normalmaß abweichen.

10| Übergewicht abbauen senkt den Blutdruck
Zu hohes Gewicht verursacht Bluthochdruck, der wiederum zu Arteriosklerose führen kann. Unnötiges Körperfett produziert zudem Entzündungsstoffe, die dem Herzen schaden. Bauen Sie Übergewicht ab. Jedes Kilo weniger senkt den Blutdruck um 1 mmHg.

11| Aminosäure hält die Gefäße elastisch
Auch Arginin schützt das Herz: Aus der Aminosäure wird im Körper ein regulierender Botenstoff gebildet, der die Arterien weitet und vor Ablagerungen schützt. Eine Studie mit rund 400 Patienten wies nach, dass die mehrmonatige Einnahme einer Kombination aus Arginin und B-Vitaminen die Gefäßfunktionen und somit die Durchblutung verbessern kann.

12| Öfter mal Vollkorn- Produkte essen
Ballaststoffe aus Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchten sind ein indirekter Herzschutz. Sie sorgen nicht nur für eine geregelte Verdauung, sondern auch für eine verzögerte Aufnahme von Kohlenhydraten. Das schützt vor Diabetes. Zudem senken sie den Cholesterinspiegel und erhöhen die Aufnahme von Mikronährstoffen.

13| Magnesium vermeidet Herzrhythmusstörungen
Magnesium reguliert als Gegenspieler von Kalzium den Herzschlag, damit das Herz ordnungsgemäß schlagen kann und nicht aus dem Takt gerät. Auf den Magnesiumhaushalt zu achten senkt das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

14| Weißdorn steigert die Pumpkraft des Herzens
Pflanzliche Mittel können helfen, das Herz zu stärken. Zum Beispiel der standardisierte Weißdorn-Spezialextrakt WS 1442. Eine Studie der Universität Karlsruhe belegt: Bei regelmäßiger Einnahme steigert die Arzneipflanze nach wenigen Wochen die Pumpkraft des Herzens um mehr als zwölf Prozent. Die Blutgefäße werden elastischer, die Sauerstoffversorgung von Herz und Körper verbessert sich.

15| Alkohol bewusst konsumieren
Schon geringe Mengen Alkohol täglich erhöhen den Blutdruck und können wegen des hohen Kaloriengehalts zu Übergewicht führen. Wer dennoch nicht auf den Genuss verzichten möchte, sollte die Alkoholaufnahme auf ein bis zwei Gläser Wein oder Bier täglich begrenzen.

16| Jeden Tag ausreichend Wasser trinken
Ein Mangel an Flüssigkeit belastet das Herz. Denn es muss mit abnehmendem Blutvolumen schneller pumpen, um die Organe ausreichend zu versorgen. Auch der Blutdruck steigt, was das Herz-Kreislauf- System belastet. 1,5 Liter Wasser oder Tee täglich trinken sind der Richtwert.

37,2 % der Todesfälle sind auf Herz-Kreislauf- Erkrankungen zurückzuführen

WASSER: Nicht nur beim Sport, auch im Alltag reichlich trinken


FOTOS: S. 8-11: TOMML/GETTY IMAGES (GR.), FROMMANN/W&B, SHUTTERSTOCK (2), MIKESCH/PLAINPICTURE, GRILL/GETTY IMAGES

17| Die Produktion von Vitamin D fördern
Gehen Sie täglich raus ins Freie. Sauerstoff weckt die Lebensgeister und mobilisiert die Abwehrkräfte. Sonnenlicht ist wichtig für die Produktion von Vitamin D – unentbehrlich für starke Knochen, ein stabiles Immunsystem und ein gesundes Herz.

18| Belastung mit Feinstaub reduzieren
Eine aktuelle Studie zeigt: „Je größer die Feinstaubkonzentration in der Atemluft ist, desto wahrscheinlicher sind Herz- Kreislauf-Erkrankungen“, so Prof. Meinertz. Vermutlich lösen die ultrafeinen Partikel Entzündungsprozesse in den Gefäßwänden aus, die Arteriosklerose fördern. Jeder kann einen Beitrag leisten, die Luftverschmutzung zu minimieren.

19| Für Entspannung im Alltag sorgen
Stress und Hektik lassen den Puls dauerhaft ansteigen. Anspannung schadet den Gefäßen. Es ist wichtig, sich Raum zum Entspannen zu gönnen: einmal um den Block gehen, Musik spielen oder die Atemtechnik „4711“ anwenden: vier Schläge einatmen, sieben den Atem halten, bis elf zählend ausatmen. Das aktiviert den Parasympathikus, senkt die Pulsfrequenz.

20| Ausreichend schlafen für die Regeneration
Während des Schlafs senkt der Körper die Herzfrequenz und den Blutdruck ab. Das Herz wird dadurch entlastet und kann sich erholen. Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herzprobleme um 30 Prozent.

21| Zeit mit Freunden und Familie verbringen
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Zusammen mit Freunden oder der Familie kochen, eine Radtour machen oder ins Theater gehen – alles Balsam für das Herz!

22| Der Stimme des Herzens folgen
Nur wenn Kopf, Herz und Gefühl im Gleichgewicht sind, bleibt unser Körper auf Dauer gesund. Deshalb ist es so wichtig, immer mal wieder Innenschau zu halten, zu reflektieren – und auf die Stimme seines Herzens zu hören.

CLAUDIA BROCK

Weitere Infos bei der Deutschen Herzstiftung: herzstiftung. de, Tel. 069/955 12 84 00

ZUCKER Gefahr fürs Herz

Diabetes verändert die Struktur der Blutgefäße und des Herzens

■ Gefäßverkalkung Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel führt dazu, dass die Blutgefäße an Elastizität verlieren und zu Arteriosklerose neigen.

■ Gerinnsel Auch die Zellen des fließenden Blutes verändern sich. Die Blutplättchen können bei Zuckerkranken leichter verklumpen.

■ Muskelsteife Obwohl viel Zucker im Blut schwimmt, geraten die Herzmuskelzellen in ein Energiedefizit. Es kommt außerdem zu Umbauprozessen, die den Herzmuskel steifer werden lassen.

■ Nervenschädigung Bei Diabetes kommt es häufig zur Schädigung der Nerven am Herzen. Typische Beschwerden, mit denen sich ein Herzinfarkt ankündigt, werden vom Diabetiker nicht wahrgenommen.

RISIKO: Bis zu drei Viertel der Diabetiker sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall