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GESUNDHEIT: Das beste TRAINING für die AUGEN


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 15/2019 vom 05.04.2019

Scharf stellen, rollen, zukneifen: Schon simple Übungen können dieSehkraft stärken und Fehlsichtigkeit vorbeugen. Was am effektivsten hilft


Artikelbild für den Artikel "GESUNDHEIT: Das beste TRAINING für die AUGEN" aus der Ausgabe 15/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 15/2019

WACHER BLICKEin Anti-Stress-Programm tut den Augen gut


Das dämmrige Licht des Winters strengt die Augen an. Manchmal bleibt die Sehkraft dann im Frühling eingeschränkt. Auch lange Bildschirmarbeit schlaucht unser kleinstes Sinnesorgan deutlich mehr, als wir spüren. Selbst das Smartphone oder Lichtmangel im Alltag stehen im Verdacht, uns zu Brillenträgern zu machen: 40 Millionen der Erwachsenen in Deutschland haben eine diagnostizierte Fehlsichtigkeit – mehr als ...

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... 60 Prozent! Spätestens ab 45 Jahren spürt jeder eine Veränderung der Sehkraft.

Das aber war schon vor der Erfindung der Bildschirme so. Der US-amerikanische Augenarzt William Bates entwickelte daher bereits 1919 ein Augentraining, das die Sehkraft stärken sollte. Sein Konzept: spezielle Übungen, die die Augen wirkungs-voller entspannen als Schlafen. Auch eine Ernährungsumstellung gehörte für Bates zur Wellnesskur für die Augen.

Bislang wurde zwar noch kein wissenschaftlicher Nachweis dafür erbracht, dass spezielle Übungen die Dioptrien bei Kurz- oder Weitsichtigkeit verbessern. Doch jeder spürt schnell: Die Übungen für die Augen (siehe rechts) regenerieren eine erschöpfte Sehkraft sanft. Anschließend erscheint das Bild kontrastreicher, und das Sehen strengt weniger an.

Sehschulen beim Profi

Auch Augenärzte bieten professionelle Sehschulen an, durchgeführt von staatlich geprüften Orthoptisten. Sie therapieren Schielen, fehlendes räumliches Sehen, Augenzittern und bieten die Okklusionstherapie an, das Augenpflaster für Kinder, bei denen ein Auge wesentlich schwächer ist als das andere. Orthoptisten betreuen zudem die Rehabilitation von Sehstörungen, wie sie etwa nach einer Tumor-OP oder einem Schlaganfall auftreten können. Mit teils computergestützten Verfahren wird das Gehirn an die neue Situation gewöhnt, und der Patient übt individuelle Strategien zur Kompensation der Sehdefizite im Alltag.

Yoga für die Augen

Das moderne Sehtraining für zu Hause nennt sich heute Augenyoga. Es umfasst Übungen wie Blinzeln, Augenkreisen, Zusammenkneifen sowie das Lösen von Nackenblockaden. Im Fokus steht der Ziliarmuskel, der für das Scharfstellen zuständig ist und im Alltag ständig überbeansprucht wird. Auch bei Altersweitsichtigkeit spielen die Muskeln und nachlassende Elastizität der Augenlinse eine Rolle. Bei einer Basisübung bewegt man die Augen langsam von rechts nach links, dann von unten nach oben, anschließend diagonal. Das soll nicht nur die Muskulatur stärken, sondern auch das Gesichtsfeld erweitern. Zudem weckt es gute Laune: Wer sich schlecht fühlt, senkt nämlich automatisch den Blick. Bewusst nach oben zu blicken hebt die Stimmung!

Die kleinen Übungen für zu Hause kann man auch als Meditationen begreifen. Das Palmieren etwa (siehe rechts) gönnt den Augen etwas Ruhe. Bewusstes Entspannen der Gesichtsmuskeln verstärkt diesen Effekt. Das buchstäbliche Schwarzsehen richtet den Blick auf die faszinierende Leistung, die unser Sinnesorgan täglich vollbringt. Das gesamte Nervensystem erholt sich. Und das Gefühl, einmal nichts erkennen zu müssen, beruhigt den ganzen Menschen.

WOHLTATErfrischt den Blick, beugt Kopfweh vor: eine Massage an den Brauen


FOTOS: BACHMANN/MAURITIUS IMAGES, DPA PICTURE-ALLIANCE; ILLUSTRATIONEN: RÖMER/DPA PICTURE-ALLIANCE

Schnelle Augenübungen für den Alltag

Unser kleinstes Sinnesorgan leistet täglich Großes. Augengymnastik wie bewusste Schärfeverlagerung trainiert die Muskeln, entspannt und richtet den Blick neu aus

Fusionieren
Verbessert die Zusammenarbeit der Augen
1. Hände vor sich halten und auf die Daumen schauen.
2. Hände langsam nach außen wegziehen. Ab einem bestimmten Abstand suchen sich die Augen ein neues Objekt zum Scharfstellen, meist das nächste dahinterliegende.
3. Ruhig atmen, beobachten, wie der Blick sich umstellt und wie lange die Daumen noch im Blickfeld sind – sehr lange!
4. Hände langsam wieder aufeinander zubewegen. Dabei entspannt geradeaus blicken. Beobachten, wann die Augen ihre Entfernungseinstellung wieder auf die Hände richten.

Palmieren
Entspannt den Blick und ist erholsam für die Augen
1. Brille abnehmen. Hände durch Reiben anwärmen. Hände muschelartig geformt vor sich halten.
2. Kopf in die Hände sinken lassen. Die Augäpfel sollten umschlossen sein, ohne dass die Wimpern berührt werden, die Finger liegen locker auf der Stirn, die Handwurzeln auf den Wangenknochen. Schultern entspannt halten.
3. Augen schließen, ruhig atmen. Es sollte kein Licht durch die Finger fallen. Einige Minuten ins Schwarze sehen. Augen langsam öffnen: Die Welt sieht wieder frisch aus!