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Gesundheit: Der schnappende Finger und die Erbse im Schuh Diese Beschwerden sind TYPISCH FRAU


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019
Artikelbild für den Artikel "Gesundheit: Der schnappende Finger und die Erbse im Schuh Diese Beschwerden sind TYPISCH FRAU" aus der Ausgabe 1/2020 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 1/2020

1.


2.


UNSER EXPERTE

Dr. Thomas Schneider, leitender Facharzt für Orthopädie an der Gelenk- Klinik Gundelfingen

Selbst wenn Sie auf Anhieb nicht wissen, was mit einem Schnappfinger oder der Erbse im Schuh gemeint ist: Vielleicht haben Sie schon damit Bekanntschaft gemacht. Denn wenn eine Fingersehne verdickt ist oder stechender Schmerz im Fuß auftritt, sind Frauen über 50 leider besonders häufig betroffen. Auch Arthrose in Händen und Hüfte oder das Karpaltunnelsyndrom machen ihnen das Leben schwer. Vieles hängt mit hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren zusammen. Wie Sie Beschwerden in den Griff ...

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... bekommen und auch vorbeugen können, erklärt Dr. Thomas Schneider, leitender Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

KNAUTSCHBALL Er hält die Finger beweglich und trainiert sie


1. Schnappfinger durch Überlastung

Schnellt der Finger beim Beugen oder Strecken nach vorn oder hinten oder ist er blockiert, handelt es sich um einen Schnappfinger. Unangenehm, denn die verdickte Sehne kann nicht mehr durch den vorgesehenen Kanal gleiten und lässt sich nur mühsam strecken. Frauen sind davon rund sechsmal häufiger betroffen als Männer. Schuld ist eine chronische Überlastung der Hand, aber auch Gicht, Rheuma oder Diabetes. „Im Anfangsstadium helfen konservative Therapiemethoden wie Kortisonspritzen“, weiß Dr. Schneider. Ebenso eine kurzfristige Ruhigstellung. „Bei einer fortgeschrittenen knotigen Verdickung der Sehne bleibt dann nur eine OP. Bei diesem mikrochirurgischen Eingriff wird das Ringband, eine ringförmige Verstärkung der Sehnenscheide, mit einem kleinen Schnitt durchtrennt. Das verschafft der Sehne mehr Platz und sie kann sofort wieder frei bewegt werden.“ Neben einem Schnappfinger tritt auch Fingerarthrose vor allem Frauen auf. Bei einem akuten Schub helfen entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen. „Geht die Entzündung zurück, können ergänzend pflanzliche entzündungshemmende Salben oder Tabletten mit den Extrakten von Beinwell, Teufelskralle oder Brennnessel verabreicht werden“, erklärt Dr. Schneider. Mit Krankengymnastik hält man die Finger beweglich. „Bewährt haben sich auch regelmäßige Kräftigungsübungen, etwa durch das Drücken eines Softballs.“

2. Östrogenmangel fördert eine Hüftarthrose

Jede zweite Frau leidet unter Hüftarthrose. „Eine Ursache dürfte der mit den Wechseljahren auftretende Östrogenmangel sein“, erklärt Dr. Schneider. „Sinkt die Produktion dieses entzündungshemmenden Hormons, werden Bindegewebe und Knorpel schlechter mit Gelenkflüssigkeit versorgt, Muskeln und Gelenke weniger durchblutet.“ Frauen sind vermutlich generell anfälliger für Gelenkverletzungen und für belastungsabhängige Knorpeldefekte. „Aber auch das breitere weibliche Becken verändert die Stellung der Knochen.“ Um vorzubeugen, sollte man Übergewicht vermeiden, viel grünes Gemüse und lieber wenig Fleisch essen, gelenkschonenden Sport wie Schwimmen und Radfahren betreiben, Wärmeanwendungen und Vollbäder machen, basische Umschläge auflegen.

Schulterschmerzen durch schwere Handtaschen

Unglaublich, welche Schwergewichte manche Frauen mit sich herumschleppen. „Stets über dieselbe Schulter gehängt, kann die einseitige Belastung die ganze Wirbelsäule ruinieren. Nicht nur Nacken- und Kopfschmerzen drohen, sondern auch Haltungsschäden und sogar Bandscheibenvorfälle oder Wirbelsäulenverkrümmungen“, warnt Dr. Schneider. Er rät, Überflüssiges auszumisten, die Tasche lieber über den Unterarm zu hängen oder einen Rucksack zu nehmen. Und beim Einkauf das Gewicht auf zwei Beutel und somit beide Arme zu verteilen.

3.


4.


Ca.zwei Millionen Menschen bei uns haben aufgrund ihrer Arthrose täglich Schmerzen in ihren Gelenken

3. Hohe Schuhe sind schuld am Morton-Neurom

Akut einschießende, brennende oder stechende Schmerzen im Mittelfuß und ein dumpfer Dauerdruck, der sich anfühlt, als hätte man eine Erbse im Schuh, weisen auf das Morton-Neurom hin, eine gutartige Nervenschwellung. Auch können sich die Zehen taub anfühlen. Ausgelöst wird das Neurom durch eine Reizung des Mittelfußnervs. Schuld ist in der Regel ein Spreizfuß. Dass es Frauen, auch jüngere, viermal häufiger trifft als Männer, ist kein Zufall: Hochhackige Pumps, die vorne spitz zulaufen, fördern die Fehlstellung. Zieht man bei Schmerzen die Schuhe aus und massiert die Sohlen eine Weile, lässt der Schmerz rasch nach. Dennoch sollten Sie zu einem Fußspezialisten gehen. „Gegen die Schmerzen verordnet er etwa Schuheinlagen, die das vordere Fußgewölbe stützen, da sie den Nerv entlasten“, so Dr. Schneider. Dadurch wird der nicht mehr gequetscht, bekommt wieder Platz. Häufig reicht das, um die kompressionsbedingte Schwellung des Morton-Neuroms abklingen zu lassen. „Linderung bringen oft auch gezielte Injektionen von Schmerzmitteln an den Nervenenden und nervennahe Injektionen von Vitamin B 12“, weiß der Experte. Vorbeugend sollten Sie hohe Schuhe lieber meiden und lieber auf flachen Sohlen unterwegs sein. Achten Sie auch auf einen weiten Zehenbereich.

LINDERND: Eine sanfte Massage der Fußsohlen


4. Hormonbedingtes Syndrom an der Hand

Schmerzen, Ameisenkribbeln, Taubheitsgefühle in der Hand – aber nicht im kleinen Finger – deuten auf ein Karpaltunnelsyndrom hin. Auslöser ist ein eingeklemmter Nerv im Bereich der Handwurzelknochen. Er verläuft er in einer engen Rinne, dem sogenannten Karpaltunnel. Dr. Schneider: „Erhöht sich der Druck auf den Nerv, etwa durch vermehrte Flüssigkeitseinlagerung bei Hormonveränderungen in den Wechseljahren, kann es zu Ausfallerscheinungen dieses Nervs und Bewegungseinschränkungen an der Handinnenseite kommen.“ Schmerzen, Gefühlsstörungen oder sogar Lähmungen im Bereich des Daumens, Zeige- und Mittelfingers sind möglich. Manschetten oder Unterarmschienen, die nachts getragen werden, stellen die Hand ruhig. Sinnvoll ist eine Physiotherapie. In akuten Fällen helfen abschwellende Kortisonspritzen. Reicht das nicht, sollte operiert werden – dadurch lassen sich größere Schäden vermeiden.

MANSCHETTE Sie stellt das Gelenk ruhig


Fotos: AdobeStock (5), Fotolia, Getty Images, iStock (3), Gelenk-Klinik Gundelfingen