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Gesundheit : Der weibliche Schlagan fall


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 15.02.2019

was ihn so gefährlich macht


Artikelbild für den Artikel "Gesundheit : Der weibliche Schlagan fall" aus der Ausgabe 8/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 8/2019

DARAUF ACHTEN Schädigt der Schlaganfall Nerven, kann es auch zu Schluckstörungen kommen


RICHTIG DEUTEN Die Bilderauswertung gibt endgültig Klarheit


Unser Experte Prof. Dr. med. Joachim Röther, Chefarzt der Neurologie, Asklepios Klinik Altona, Hamburg


Männer und Frauen können die gleiche Erkrankung haben, aber ganz andere Symptome. Das ist zum Beispiel beim Herzinfarkt der Fall – und gilt auch für einen Schlaganfall. Denn beim weiblichen Geschlecht spielen oft andere Risikofaktoren eine Rolle. Alles was Sie wissen sollten, erklärt Prof. Dr. Joachim Röther, Chefarzt der Neurologie ...

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... in der Asklepios Klinik Altona in Hamburg.

Ein Notfall, viele Symptome: :Oft sind sie nicht eindeutig

Verwirrtheit und starke Kopfschmerzen etwa treten laut Studien häufiger auf, wenn Frauen einen Schlaganfall erleiden. „Doch gerade bei Verwirrtheit denkt nicht jeder sofort an einen Schlaganfall“, so Prof. Röther, „schließlich gibt es dafür auch andere Ursachen, etwa Flüssigkeitsmangel.“ Gerade Frauen schieben solche Beschwerden auch auf Alltagsstress oder die Hormone – und das kann gefährlich werden. Um festzustellen, ob es sich um einen Schlaganfall handelt, ist also sofort eine genaue Untersuchung erforderlich. Allerdings, so der Mediziner weiter, gebe es auch viele Patientinnen, die genau die gleichen Symptome wie Männer zeigten, etwa einseitige Lähmung, Sprachstörung, das Sehen von Doppelbildern …

Pille und Übergewicht: :Sie erhöhen das Risiko

Die Statistik zeigt außerdem, dass Frauen häufiger einen Schlaganfall erleiden als Männer (Info s. r.). „Unter anderem durch Bewegungsmangel, Übergewicht, Pille und Rauchen steigt das Risiko“, so Prof. Röther. „Dann bildet sich eher ein Blutgerinnsel. Dieses kann bis zum Gehirn wandern und dort ein Gefäß verschließen.“ Aber auch bei Frauen, die zu Migräne mit Aura tendieren, ist die Schlaganfallgefahr höher. Bei dieser Form können Beschwerden auftreten, die einem Mini-Schlaganfall ähneln, etwa eine Seh- oder vorübergehende Gefühlsstörung im Arm. Nicht zu unterschätzen bei Frauen ist Vorhofflimmern, weil sich auch dadurch Gerinnsel bilden können. Diese Herzrhythmusstörung löst 30 Prozent der Schlaganfälle aus und macht sich etwa durch Herzrasen und ein Druckgefühl in der Brust bemerkbar.

Stummer Hirninfarkt: :Er geht unentdeckt voraus

Solche Symptome müssen aber nicht unbedingt auftreten. „Ein Schlaganfall ist nicht immer gleich zu spüren“, warnt Prof. Röther, „das hängt ganz davon ab, welche Stelle im Gehirn betroffen ist und in welchem Ausmaß. Dass ein stummer Hirninfarkt stattgefunden hat, wird meist erst entdeckt, wenn es erneut zum Schlaganfall kommt – aber diesmal mit Beschwerden.“

Blutgerinnsel: :per Katheter entfernen

Die neueste Behandlungsmethode ist die sehr schonende Thrombektomie. „Sie wird angewandt, wenn bei einem Schlaganfall ein Gerinnsel ein großes Gefäß verschließt“, so Prof. Röther. „Der Arzt entfernt es mithilfe eines Katheters, an dessen Spitze ein Gitternetz sitzt – damit zieht er das Gerinnsel heraus.“

Die beste Vorbeugung: :ein gesunder Lebensstil

Vorbeugen lässt sich dem Schlaganfall am besten mit einem gesunden Lebensstil – denn er wirkt sich positiv auf die Blutgefäße aus. Dazu gehören vor allem Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Rauchverzicht. Wer bereits wegen Bluthochdruck, Vorhofflimmern oder Diabetes in Behandlung ist, sollte sich außerdem an die Empfehlungen seines Arztes halten.

Manchmal dauert es nur wenige Sekunden

Jeder dritte Schlaganfall kündigt sich Tage bis Wochen vorher an – als transitorische ischämische Attacke (TIA). Hier kommt es bereits zu schlaganfallartigen Symptomen, z. B. Sehstörungen. Die TIA kann nur wenige Sekunden dauern, oft auch länger. Wenn Sie das bemerken: sofort zum Arzt gehen!

bildgebende Verfahren sichern die Diagnose Bei der Computertomografie (CT) bzw. Magnetresonanztomografie (MRT) wird untersucht, ob ein Blutgefäß verstopft oder aber geplatzt ist


Über die Hälfte der Schlaganfall-Patienten sind weiblich

Frauen

270.000 Deutsche haben jedes Jahr einen Schlaganfall, 55 Prozent sind Frauen, sie sind im Schnitt 75 Jahre alt. Ursache ist nicht nur die höhere Lebenserwartung. Frauen neigen auch eher zu Blutgerinnseln. Verschließt dann ein Pfropf ein Gefäß, kommt es zum Hirninfarkt.

Männer

Der Altersdurchschnitt der Patienten liegt bei etwa 68 Jahren. Dem Schlaganfall geht meist eine Adernverkalkung voraus – eine Potenzstörung kann bereits ein erstes Alarmzeichen dafür sein. Wer darunter leidet, sollte die Ursache also lieber abklären lassen. Je früher therapiert wird, desto besser!


Fotos: Getty Images, iStock (3), Bertram Solcher