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Gesundheit: Endlich wieder schmerzfrei leben


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 50/2018 vom 07.12.2018

Die neuen sanften Therapien im Experten-Check


Artikelbild für den Artikel "Gesundheit: Endlich wieder schmerzfrei leben" aus der Ausgabe 50/2018 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 50/2018

RÜCKENBESCHWERDEN
setzen rund 40 Prozent der Erwachsenen zu, bei zehn Prozent davon sind die Schmerzen chronisch geworden (Quelle: Deutsche Schmerzliga)


KNIE-ARTHROSE
Frauen ab 60 leiden doppelt so oft unter Kniegelenks-Arthrose wie Männer


HÜFT-ARTHOSE
Auch Probleme mit den Hüften sind bei Frauen häufiger


NACKENSCHMERZ
Rund 20 Prozent der Deutschen haben regelmäßig Nackenschmerzen


Ob Rücken, Hüfte oder Knie – um chronische Schmerzen zu lindern, wird immer öfter zum Skalpell gegriffen. Doch Krankenkassen und Mediziner warnen: In den meisten Fällen bringt eine OP nichts. So sind laut Auswertungen der Techniker Krankenkasse acht von zehn Rücken-OPs unnötig. Das heißt: Nur 20 Prozent aller Eingriffe helfen besser als Medikamente und Physiotherapie. Manche Eingriffe können sogar schaden, etwa wenn nach einer Bandscheiben-OP die Wirbel versteift werden oder Patienten Monate nach der Operation erst ...

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... chronische Schmerzen entwickeln.


12 bis 15 Millionen Menschen leiden hierzulande unter chronischen Schmerzen


Faszientraining und: Osteopressur für den Rücken

Viele Patienten glauben, dass ihr Schmerz am Verschleiß liegt. „Der ist aber in den meisten Fällen nicht dafür verantwortlich“, ist der Schmerzexperte Roland Liebscher-Bracht (Autor von „Deutschland hat Rücken“) überzeugt. „Nicht mal bei Arthrose vierten Grades.“ Er geht davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Rückenschmerzen auf Verkürzungen und Fehlbelastungen in Muskeln und Faszien (Bindegewebshüllen) zurückzuführen sind. Eine der Hauptursachen: Bewegungsmangel. Dadurch können auf Dauer die Faszien verfilzen und Spannung erzeugen. „Um das auszugleichen, baut der Körper Gegenspannungen auf. Wird der Druck zu groß, funkt das Gehirn einen Alarmschmerz.“ Um den „abzuschaffen“, muss die Spannung in den Muskeln zu 90 Prozent gesenkt und zu 10 Prozent erhöht werden. Dazu hat Liebscher-Bracht ein Faszien-Training bei Arthrose und eine Osteopressur-Technik mit Spezialgeräten (Drückern) entwickelt – zur Selbstbehandlung. Damit es was bringt, sollte man am besten täglich 10 bis 15 Minuten trainieren.

Selbstheilungskräfte: durch gezielte Reize fördern

„Reiz-Techniken wie Faszien-Training, Akupressur, Akupunktur oder das Stimulieren bestimmter Triggerpunkte kurbeln die Ausschüttung entzündungshemmender Cytokine an, die die Stammzellen mobilisieren und damit die Selbstheilungskräfte in Gang setzen, “ sagt der Münchner Orthopäde Dr. Martin Marianowicz (Autor von „Arthrose selbst heilen“). Um den Selbstheilungsprozess zu stimulieren, setzt er – im Rahmen seines ganzheitlichen Konzepts – auch auf Injektionen. „Das sind keine Schmerzmittel, sondern Substanzen, die entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, abschwellend und auch reinigend wirken“, erklärt er.

Schmerzgedächtnis: So entsteht es

Auch Dr. Marianowicz sieht die Schmerzursache nicht nur im Verschleiß. Doch greift dem Orthopäden die rein körperliche Ebene zu kurz. Er vertritt die vorherrschende Meinung, dass „der maßgebliche Faktor der Schmerz-Entstehung das Gehirn ist. Die Frage ist: Wie verarbeitet es den Reiz?“ Wenn der Schmerz nicht gleich behandelt wurde und sich im Nervensystem „eingebrannt“ hat, entsteht ein Schmerzgedächtnis. Dann reagiert man schon auf den kleinsten Reiz überempfindlich, auch wenn die eigentliche Ursache längst nicht mehr besteht. „Eine negative Erwartungshaltung, Lebenssituation und der persönliche (gelernte) Umgang mit Schmerz spielen hier eine entscheidende Rolle, “ sagt Marianowicz. Während Roland Liebscher-Bracht ein Schmerzgedächtnis für nicht existent hält, („wenngleich sich ein Trauma in Muskelspannung manifestieren kann“), weist PD Dr. Irnich, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz der Uni München darauf hin, dass „man Umbauprozesse in Rückenmark und Großhirnrinde bei Patienten mit chronischen Schmerzen nachweisen kann.“

UNSERE EXPERTEN

Dr. Martin Marianowicz , Facharzt für Orthopädie, München


Roland Liebscher-Bracht , aus Bad Homburg


PD Dr. Dominik Irnich , Leiter der Schmerzambulanz der LMU München


Multi-Modale: Schmerztherapie

Als erfolgreichster Ansatz zum Löschen des Schmerzgedächtnisses gelten multi-modale Gruppen-Therapien. Hier arbeiten, ambulant oder in speziellen Schmerzzentren, Ärzte, Physio-und Psychotherapeuten sowie andere Experten interdisziplinär zusammen. „Während auf Spritzen und Medikamente weitgehend verzichtet wird, stehen Physiotherapie, Bewegung, Entspannungsmethoden, Kreativ-Therapien, Mental-Techniken und Verhaltenstherapie auf dem Programm“, erklärt Dr. Irnich. „Zur Aktivierung der körpereigenen Schmerzhemmung werden auch Akupunktur und Neuraltherapie eingesetzt.“

Hilfe zur Selbsthilfe –: mentale Neubewertung

Ziel ist, den Patienten aus seiner vermeintlichen Ohnmacht zu lotsen und ihm körperliche und psychologische Strategien an die Hand zugeben, um mit Schmerz anders umzugehen. Das klappt aber nicht auf Knopfdruck, sondern erfordert seitens der Patienten auch Geduld mit sich selbst, ist dafür aber ohne Nebenwirkungen.

1 Flanke

Hinsetzen, Beine grätschen, linkes Bein anwinkeln. Linken Arm über Kopf nehmen und den Rumpf weiter über das rechte Beine neigen. Dadurch entsteht eine Dehnung in der Flanke.

Zwei einfache Übungen für zwischendurch

2 Wirbelsäule

Mit ausgestreckten Beinen auf den Boden setzen, Füße beieinander, Zehen zeigen nach oben. Aus der Leiste nach vorn beugen und Arme vorstrecken. Dabei versuchen, die Füße zu umfassen. Das dehnt die Wirbelsäule.

Gelenkschützer aus der Natur

Schwefelstoffe wirken schmerzlindernd und schützen den Knorpel. Lauch, Bärlauch, Knoblauch und Zwiebeln stärken die Gelenke, da sie besonders reich an Schwefelstoffen sind.


Die Teufelskralle wird im südwestlichen Afrika traditionell gegen Schmerzen eingesetzt. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden und lindernden Wirkung bei uns auch gegen Arthrose.


Ein Klassiker gegen schmerzhafte Muskel-und Gelenkbeschwerden, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen ist Beinwell – mindert Entzündungen und hilft gegen Schmerzen.


Arnika wirkt abschwellend und schmerzlindernd z. B. bei Verstauchungen und rheumatischen Gelenkbeschwerden. Steckt mit anderen Essenzen in homöopathischen Mitteln (z. B. Traumeel, Apotheke).


Fotos: AdobeStock (6), Fotolia, Getty Images, iStock (2), liebscher-bracht.com/10twenty.de, Reiner Schmitz, privat