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GESUNDHEIT: Hitzefrei für HERZ


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 26/2019 vom 21.06.2019

Die heißen Temperaturen sind nicht für alle eine Freude: Sie führen oft zuHerz-Kreislauf-Problemen. Das schützt


Artikelbild für den Artikel "GESUNDHEIT: Hitzefrei für HERZ" aus der Ausgabe 26/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 26/2019

VORSORGE
Herzpatienten sollten bei warmem Wetter täglich den Blutdruck messen


Der letzte Sommer hat alle Rekorde gebrochen – leider auch bei der Gesundheitsbelastung. Die andauernde, ungewohnte Hitze hat bei vielen Menschen das Herz-Kreislauf-System überfordert. „Kreislaufzusammenbrüche und Herzrhythmusstörungen waren häufige Folgen“, erklärt Dr. Rainer Stange, Internist der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus und der Charité – Universitätsmedizin in Berlin. Nun warnen ...

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... Wetterexperten: Dieser Sommer wird noch heißer als im Jahr 2018.

Für gesunde Menschen stellen die höheren Temperaturen meist kein schwerwiegendes Problem dar. Zur Kühlung wird zum einen die Schweißproduktion gesteigert, zum anderen werden die Hautgefäße weit gestellt. Daneben ist eine vermehrte Herzarbeit notwendig, was bei Gesunden problemlos möglich ist.

Bei älteren Personen und Herzpatienten dagegen kann das körpereigene Kühlsystem deutlich beeinträchtigt sein. Die Wärme wird dann vom Kreislauf nur unter erheblicher Anstrengung aus dem Körper transportiert und oft auch nur unzureichend, woraufhin sich Betroffene schlapp fühlen. Im Extremfall kann sogar ein Hitzschlag drohen.

WEISSDORN
Seine Wirkstoffe stärken das Herz


Bei heißen Temperaturen sinkt derBlutdruck

Bei Hitze weiten sich bei jedem Menschen die Gefäße im Körper, und der Blutdruck sinkt. Durch diese Körpermaßnahme wird das Blut in den Venen unter der Haut stärker abgekühlt, und die Körpertemperatur fällt ab. Doch das kann vor allem für Menschen mit geschwächtem Herzen gefährlich werden, denn das Blut aus den Beinen wieder hochzupumpen ist Schwerstarbeit. Hinzu kommt, dass Betroffene oft zu wenig trinken. Dadurch sinkt das Flüssigkeits volumen in den Gefäßen, und es besteht zusätzlich die Gefahr, dass das Blut versackt. Außerdem verändert sich die Konzentration in den Zellen. „Aus diesem Grund wirken auch Medikamente in der gewohnten Dosis deutlich stärker“, sagt der Internist. „So kann es passieren, dass bei Einnahme von Betablockern das Herz langsamer schlägt, obwohl es schneller schlagen müsste, um mehr Leistung zu bringen.“ Wer Blutdruckmedikamente einnimmt, sollte bei Hitzeperioden den Blutdruck täglich kontrollieren und bei systolischen Blutdruckwerten von oder unter 110 mmHg, die mit Schlappheit oder Schwindel einhergehen, die Dosis der Medikamente reduzieren. „Hilfreich zur Kontrolle können auch sogenannte Fitnessarmbanduhren sein“, bemerkt der Mediziner. „Sie schlagen Alarm, sobald die Werte zu niedrig sind.“

Abkühlung und Stärkung entlastendas Herz

Herzpatienten sollten sich bei dauerhaft großer Hitze und Schwüle am besten in geschlossenen kühlen Räumen aufhalten. „Auch die Schadstoffbelastung in der Großstadtluft kann dem Herzen schaden. Denn ist die Atmung eingeschränkt, wird das Herz weniger mit Sauerstoff versorgt und kann so schlechter arbeiten“, erklärt der Arzt.

Damit der Kreislauf in Schwung bleibt, ist leichte Bewegung ideal, am besten in den frühen Morgenstunden oder in klimatisierten Räumen. Regelmäßiger Sport (siehe Kasten unten) stärkt das Herz, hält die Gefäße elastisch und schützt so vor wetterbedingten Herz-Kreislauf-Störungen. Auch Weißdornpräparate können helfen, das Herz zu unterstützen. Eine Vielzahl an Studien mit dem Weißdorn-Spezialextrakt WS 1442 (z. B. „Crataegutt 450 mg“, rezeptfrei, Apotheke) belegen: Die regelmäßige Einnahme steigert bereits nach wenigen Wochen die Pumpkraft und Leistungsfähigkeit des Herzens, verbessert die Funktion des Endothels (Innenauskleidung der Blutgefäße) und sorgt so für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung unseres Lebensmotors.

EXPERTE

INTERNIST
Dr. Rainer Stange


HERZGESUNDER SPORT

Ausdauersportarten stärken das Kreislaufsystem und trainieren den Herzmuskel

WANDERN Verbrennt nicht nur Kalorien, sondern senkt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Am besten wirkt Wandern bei individuell angemessenem Tempo, um nur mäßig außer Atem zu kommen.
RADFAHREN Um das Risiko für koronare Herzkrankheiten zu halbieren, genügen bereits 33 gefahrene Kilometer pro Woche. Auch zur Senkung des Bluthoch- drucks und des eigenen Herzinfarktrisikos eignet sich dieser Ausdauersport.
NORDIC WALKING Die Belastung ist höher als beim zügigen Gehen, da der Oberkörper mit eingesetzt wird. Studien zeigen: Mit diesem Sport kann der Blutdruck um 10 mmHg gesenkt werden.
SCHWIMMEN Zügiges Schwimmen verbessert den gesamten Stoffwechsel. Herzpatienten sollten wissen: Durch den Wasserdruck werden die Gefäße an der Hautoberfläche etwas zusammengedrückt, der Blutdruck steigt an, und das Herz wird stärker belastet.

WALKING
Am Anfang nur flache Strecken und lieber länger gehen als zackig schnell


FOTOS: THONGDEEKHIEO/ALAMY STOCK PHOTO, GRIFFIN/GETTY IMAGES, CHABRASZEWSKI/SHUTTERSTOCK