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Gesundheit im Blick


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 31.03.2022

SMART WATCHES IM TEST

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 5/2022

Der Wearable-Markt kennt seit Jahren nur eine Richtung: Wachstum. Fitnessbänder und Smartwatches machen derzeit über die Hälfte des Markts aus, zu dem auch kabellose Kopfhörer und VR-Brillen gehören. Zwar verursachten in Folge der Pandemie stillgelegte Produktionsstätten auch diesem Segment eine kurze Zwangspause, doch geschlossene Fitnessstudios und das gesteigerte Interesse an Gesundheit ließen die Verkaufszahlen schnell wieder steigen. Dabei verlagert sich die Nachfrage vor allem seit letztem Jahr weg von Fitnessbändern hin zu Smartwatches. Käufer schätzen den größeren Funktionsumfang der Uhren, der langsam auch in das untere Preissegment vordringt. Die Smartwatches werden immer leistungsfähiger, wobei die Grenzen zwischen Alltags-und Medizinprodukt weiter verschwimmen. Mit vielen Watches kann man bereits ein EKG erstellen, was Nutzern mit potenziellen ...

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... Herzrhythmusstörungen stete Analysen ermöglicht. Die Galaxy Watch 4 von Samsung misst nach einer Kalibrierung sogar den Blutdruck und führt eine Bioimpedanzanalyse durch, die den Fett-und Muskelanteil im Körper bestimmt. Generell hat Samsung mit der Watch-4-Serie einen Nerv getroffen. Laut IDC konnten die Koreaner ihre Verkaufszahlen im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent steigern. Die Verkäufe der Apple Watch waren hingegen leicht rückläufig. Doch selbst das ändert nichts daran, dass Apple mit einem Marktanteil von fast einem Drittel weiterhin unangefochten an der Spitze steht – Samsung folgt mit zehn Prozent.

Es gibt keine Alleskönner

Nach wie vor muss man vor dem Kauf entscheiden, wie man seine Uhr nutzen wird. Soll es eher smart oder lieber sportlich sein? Natürlich sind die Grundfunktionen mittlerweile überall vorhanden. Wer aber ausführlich auf Nachrichten antworten will oder den Wunsch hat, per eSIM unabhängig vom Phone zu kommunizieren, muss zu Samsung oder Apple greifen. Garmin, Fitbit und Huawei haben sich eher der Sport-und Gesundheitsauswertung verschrieben.

Apple Watch Series 6

■ Die Apple Watch ist die Mutter aller Smartwatches und hat diesem Segment zu großem Erfolg verholfen. Keine Frage also, dass diese Uhr ein fester Bestandteil unseres Vergleichs ist. Da uns Apple für diesen Test nicht das aktuelle Modell, die Watch 7, zur Verfügung gestellt hat, haben wir den Test der Watch 6 aufbereitet – die an der 7 vorgenommenen Neuerungen fallen jedoch nicht groß aus. Dank Apples Chipsatz ist die Smartwatch einederleistungsfähigstenUhrenaufdem Markt. Sie besticht durch ihre flüssige und intuitive Bedienung, die sie der digitalen Krone und dem großen Touchscreen verdankt. Das OLED der Watch 7 hat sogar einen noch schmaleren Rand als das der Watch 6 und misst statt 1,8 stattliche 1,9 Zoll. Auflösung und Leuchtkraft sind vorbildlich. An den Gesundheitsfunktionen hat Apple nichts geändert. Watch 6 und 7 messen den Puls, den Blutsauerstoffgehalt und können sogar ein EKG erstellen. Bei sportlichen Outdoor-Aktivitäten hält sie selbstverständlich auch die Strecke per GPS-Messung fest. Alle Messwerte erfasst sie mit hoher Präzision, dabei steht Apple Garmin und Co. in nichts nach. Professionelle Sportfunktionen und Auswertungen fehlen jedoch. Schlaftracking ist seit der Watch 6 an Bord, die Schlafanalyse ist aber im Vergleich mit der der Konkurrenz eher rudimentär. Ganz anders sieht es im Feature-Bereich aus. Mit der Apple Watch lässt sich fast alles machen, was man auch mit einem iPhone machen könnte: von E-Mails schreiben bis zum Musikstreaming. Die App-Auswahl ist bei keiner anderen Uhr im Test größer. Mit der LTE-Version agiert man sogar autark. Ein Nachteil der starken Vernetzung ist die kurze Akkulaufzeit, die zwischen einem und 1,5 Tagen liegt. Die Watch 7 versucht das mit besserem Schnellladen zu kompensieren. Für iPhone-Nutzer ist die Watch dennoch die erste Wahl, wenn man es vor allem im umfangreichen Apple-Universum smart haben möchte.

Fitbit Sense

■ Mit der Fitbit Sense legt man sich einen äußerst stilvollen Gesundheitsprofi ums Handgelenk. Das Gehäuse der Uhr ist aus Edelstahl gefertigt, exzellent verarbeitet und sowohl in Schwarz als auch in Gold erhältlich. Dank des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen ist die Sense sehr angenehm zu tragen. Top: Dem Karton liegt ein zweites, größeres Armband bei. Gefallen finden wir auch an dem quadratischen OLED, das mit sehr guter Leuchtkraft und knackigem Kontrast punktet. Anfangs etwas ungewohnt ist die Bedienung des Sensorknopfs an der Seite, mit dem sich ein Schnellwahlmenü öffnen oder der Sprachassistent Alexa aktivieren lässt. Was smarte Funktionen betrifft, ist man mit der Sense gut aufgestellt, auch wenn sie nicht an die Apple und Galaxy Watch herankommt. Nachrichten empfängt man dennoch und kann diese entweder per Sprache oder mit Quick Replies beantworten. Alexa ist ebenfalls an Bord. Zur Funktionserweiterung kann man zudem Apps auf die Uhr spielen, deren Auswahl mittlerweile ganz ansehnlich ist. Hauptmerkmal der Sense sind aber die Gesundheitsfunktionen. Die Uhr stellt einen SpO2-Sensor, Pulsmesser, EKG, Barometer und sogar ein Thermometer zur Verfügung. Detektiert sie eine erhöhte Hauttemperatur, warnt sie sogar vor einsetzendem Fieber. Tagsüber zählt sie Stockwerke, erinnert ans Aufstehen und misst den Stresslevel. Die Schlafanalyse von Fitbit ist zudem mit Atemfrequenzmessung und Schlafapnoe-Erkennung beispielhaft. Für viele Analysen ist aber leider ein Premium-Konto notwendig, das in den ersten sechs Monaten zwar kostenlos ist, danach aber mit neun Euro im Monat (80 Euro jährlich) zu Buche schlägt. Sport trackt man mit der Sense ebenfalls. Mit den Messwerten sind wir gerade beim Schrittzähler und dem GPS zufrieden. Der Pulssensor dürfte beim Training noch genauer arbeiten. Der Akku der Fitbit Sense hält laut unserer Messung mindestens fünf Nutzungstage durch.

Garmin Venu 2 Plus

■ Die Venu 2 Plus setzt eher auf Eleganz und kommt weniger als robuster Outdoor-Sportler daher. Das heißt aber nicht, dass man auf viele Funktionen verzichten müsste. Die Gesundheitsfunktionen sowie Sensorik sind Garmin-typisch auf Topniveau und mit der Fenix-Reihe vergleichbar – lediglich ein Thermometer fehlt. Dafür wartet die Venu 2 Plus mit einem Vorteil auf: Sie ist die erste Smartwatch von Garmin, die sich mit den Sprachassistenten von Amazon, Apple und Google versteht. Nach einem Druck auf die mittlere Taste am Gehäuse leitet die Watch Befehle per Mikro ans Phone weiter und fragt gegebenenfalls nach. So diktiert man Whatsapp-Nachrichten oder macht über die Uhr sonst alles andere, was der jeweilige Assistent auf dem Phone unterstützt. Manchmal dauert es allerdings ein paar Sekunden, bis die Verbindung steht. Bereits erhaltene Nachrichten lassen sich zudem nicht mit den Assistenten beantworten. Wie die anderen Garmin-Uhren beherrscht die Venu 2 Plus trotz Touchscreens nur Quick Replies. Ansonsten ist sie sehr gut verarbeitet. Für Lünette und Gehäuseboden kommt Edelstahl zum Einsatz, der Mittelteil besteht aus Kunststoff. Aber die Venu 2 Plus hat, trotz vieler smarter Funktionen, eher Sporttracking im Fokus, und dabei ist das 50 Gramm leichte Gehäuse von Vorteil. Sie bietet Tracking für zahlreiche Sportarten. Ein Vorteil des knackigen OLED-Displays auf der Front: Die Uhr kann bestimmte Übungen per Animation anleiten. Praktisch ist zudem der Lauf-Coach, der sich in der App einstellen lässt. Die Sensorik überzeugt insgesamt mit ausgezeichneten Messwerten. Der Akku hält rund eine Woche durch.

Huawei GT Runner

■ Während die Huawei Watch 3 und 3 Pro mit ihren hochwertigen Materialien bestechen und eher edel daherkommen, ist die GT Runner vor allem für Läufer gedacht. Ihr Gehäuse ist bis auf die Metalllünette komplett aus Kunststoff gefertigt, was robust ist und Gewicht spart (53 Gramm). Für schmale Handgelenke findet sich im Lieferumfang ein kürzeres Bandstück – das ist aufmerksam und zeugt von praxisnahen Erfahrungen. Ein Plus ist auch das 1,4 Zoll große OLED, dessen hohe Leuchtstärke mit bis zu 500 Candela und starken Kontrasten für eine gute Ablesbarkeit beim Training sorgt. Und das Training steht hier im Mittelpunkt: Die GT Runner bietet eine sehr genaue Streckenaufzeichnung sowie Pulsmessung und erfasst dank Barometers sogar den Luftdruck. Für die Leistungsanalyse ermittelt die Watch die Laufleistung im Vergleich zu anderen Läufern der Altersklasse und berechnet die Trainingsbelastung inklusive des VO2-Max-Werts. Zudem rät sie nach dem Training zum Einhalten einer bestimmten Regenerationszeit. Wer auf ein Laufziel hintrainiert, hat mit zeitlichen Vorhersagen zu bestimmten Streckenlängen seine Leistung gut im Blick. Stark sind die KI-Laufpläne, bei denen sich mittels Chatbot ein individuelles Training zusammenstellen lässt. Die Huawei-Health-App erweist sich dabei als übersichtliche Anlaufstelle, um die geleisteten Trainings auszuwerten. Gefallen haben uns hier auch weiterführende Informationen über bestimmte Trainingswerte.

Federn lässt die GT Runner jedoch bei den smarten Features: Man erhält zwar Benachrichtigungen auf die Uhr, kann aber nicht darauf reagieren. Smileys werden leider teilweise nicht dargestellt. Mobile Payment ist ebenfalls nicht möglich, und als Musikstreaming-Dienst ist mit der GT Runner ausschließlich Huawei Music verfügbar. Obendrein ist das App-Angebot mau. Eine Empfehlung ist die GT Runner vorrangig für Sportler, die eine lange Akkulaufzeit von über einer Woche zu schätzen wissen.

Samsung Galaxy Watch 4 Classic

■ Samsung wagt mit der neuen Watch-4-Serie einen großen Schritt. Erstmals kommt Googles WearOS zum Einsatz, ergänzt um die hauseigene Oberfläche One UI. Die Anwender profitieren spürbar von der großen App-Auswahl im Play Store. Wer Spotify nutzt, kann sich Songs direkt auf die Uhr laden. Zudem verbaut Samsung die derzeit fortschrittlichste Sensorik. So lassen sich nun Blutdruck und Körperfettanteil messen. Dennoch sind die Uhren nicht für jeden Android-Nutzer eine volle Empfehlung, denn einige Features kann man nur mit Samsung-Phones uneingeschränkt nutzen. Samsung verwendet für die Watch 4 wieder hochwertige Materialien: Für die Classic-Variante kommt robuster Edelstahl zum Einsatz, während in der normalen Watch 4 Aluminium verbaut wird, was am Gewicht zu spüren ist. Unterschiedlich sind auch die Abmessungen. Beide Modelle verfügen über ein makelloses OLED-Display und sind bis zum Druck von 5 ATM vor eindringendem Wasser geschützt. Der offensichtlichste Unterschied zwischen den beiden ist die physische Lünette der Classic, an der man sich fix durch die wichtigsten Menüs drehen kann. Beim Standardmodell dient der

Displayrahmen als digitale Lünette. Zwei Knöpfe erleichtern die Navigation zusätzlich. Gegen 150 Euro Aufpreis sind beide Modelle mit eSIM verfügbar. WLAN ist immer an Bord, und per NFC kann man zudem kontaktlos mit Samsung oder Google Pay bezahlen. Über zahlreiche Workouts zeichnet man auch Sport auf. Ferner misst die Galaxy Watch 4 kontinuierlich Puls, Stresslevel und Sauerstoffsättigung. Wie schon ihre Vorgängerin kann sie ein EKG anfertigen, das Herzrhythmusstörungen aufspürt. Neu im Smartwatch-Universum sind die Blutdruckund Körperfettmessung. Zudem erfasst die Uhr die Schlafqualität. Die Genauigkeit der Messwerte ist insgesamt gut, beim Puls aber etwas inkonsistent. Die Akkulaufzeit schwankt je nach Anwendungen zwischen anderthalb und zwei Nutzungstagen.

Xiaomi Mi Watch

■ Mit 120 Euro UVP (derzeit 90 Euro) ist Xiaomis Mi Watch die günstigste Uhr im Test. Natürlich muss man bei einem solchen Preis gewisse Abstriche hinnehmen. Die Haptik des Kunststoffgehäuses ist nicht besonders hochwertig, dennoch ist die Mi Watch sauber verarbeitet. Im Vergleich zu teureren Uhren verzichtet Xiaomi auf kratzresistentes Gorilla-oder Saphirglas, was sich im Alltag schnell auf dem Display bemerkbar macht. Der OLED-Screen gefällt aber sonst mit einer guten Ablesbarkeit und satten Farben. Das Menü der Mi Watch ist verständlich aufgebaut und lässt sich zügig bedienen, ohne dass es Aussetzer gibt. Mit Amazons Alexa ist ein Sprachassistent an Bord, der sich mit einem langen Druck auf die obere Taste aktivieren lässt. Danach stellt man per Spracheingabe Timer, Wecker, fragt nach dem Wetter oder anderen allgemeinen Themen. Die Antworten trudeln recht fix auf dem Display ein, einen Lautsprecher hat die Mi Watch nämlich nicht. Schade: Nachrichten lassen sich nicht diktieren oder beantworten, auch nicht in vorgefertigten Phrasen. Die übrigen smarten Funktionen sind ähnlich mau. So steht kein App-Store zur Verfügung, und mobiles Bezahlen ist ebenfalls nicht möglich. Musik lässt sich zudem nicht auf die Uhr laden, sondern lediglich steuern. Was die Gesundheitsfunktionen betrifft, zeichnet die Mi Watch kontinuierlich den Puls auf und misst den Blutsauerstoffgehalt. Sie erkennt Stehphasen, trackt Schritte und ermittelt per GPS die Streckenlänge beim Sport. Etagen zählt sie nicht. Während die Position und die Schritte sehr genau erfasst werden, arbeitet der Pulssensor ziemlich unpräzise – und das zu einem Grad, bei dem gewissenhaftes Training nicht mehr möglich ist. Dabei wäre die App mit ihren umfangreichen Auswertungen sehr gut für Sportler geeignet. Ihre Akkulaufzeit von knapp einer Woche ist ebenfalls ein Plus.

Die Apps zu den getesteten Smartwatches

Watch App

Für Apple Watch Series 6 LTE: Stark: Apple bietet vielfältige Anpassungsmöglichkeiten für die Watch-Oberfläche. Über diese App lässt sich beispielsweise auch die Messung des Blutsauerstoffs für die Apple Watch einstellen. Nebenbei gibt es viele weitere Apps zur Watch.

Connect-App

Für Garmin Venu 2 Plus: Die Schlafanalyse ist sehr detailliert und informiert über die Schlafphasen sowie Atmung. Weiterhin kann man über die App einen Laufcoach einstellen und diverse Trainingspläne für Laufen und Radfahren einrichten.

Fitbit App

Für Fitbit Sense: Fitbits Schlafanalyse gehört zu den besten und detailliertesten auf dem Markt. Wer das Premium-Abo bucht, bekommt auch Video-Tutorials zu verschiedenen Workouts auf sein Smartphone. Trainingseinheiten lassen sich aufzeichnen und auswerten.

Mi Fit

Für Xiaomi Mi Watch: Die Tagesansicht ist übersichtlich. Xiaomi bietet wie Garmin eine Körperenergieanzeige. Ebenfalls strukturiert und detailliert gestaltet sind die Sportauswertungen mit Datenangaben und Grafiken in der Wear-App.

Huawei Health

Für Huawei Watch GT Runner: Für die Uhr sind zwar ein paar Apps verfügbar, aber populäre Anwendungen sind wegen des US-Embargos gegen Huawei nicht dabei. Gut: Per Chatbot und Frage-Antwort-Spiel kann man sich einen Laufplan in der App erstellen lassen.

Wear & Health App

Für Samsung Galaxy Watch 4 Classic: In der Health-Monitor-App kann man unter anderem den Verlauf seiner Blutdruckmessungen einsehen. Wer sich unwohl fühlt, macht ein EKG und kann das im Anschluss sogar an einen Arzt weiterleiten.

Fazit

Am Ende des Vergleichs steht wieder die Frage: smart oder sportlich? Doch die Antwort fällt mittlerweile nicht mehr so eindeutig aus. Denn die einst reinen Sportuhren von Garmin bieten nun ebenfalls zahlreiche smarte Features wie einen Sprachassistenten oder Apps für das Musikstreaming. Sie möchten Ihre Smartwatch wie ein Smartphone nutzen? Also mit der Uhr auf vielfältige Weise Nachrichten verfassen und beantworten und Sie legen Wert auf eine große App-Auswahl? Dann führt kein Weg an Samsungs Galaxy oder Apples Watch vorbei. Denn damit ist man auch während der Laufrunde mit der Social Media Welt verbunden, kann chatten, telefonieren oder Kurznachrichten senden und empfangen. Sporttracking ist selbstverständlich ebenfalls mit hoher Genauigkeit möglich. Ihre Analyse-Tools sind jedoch weniger umfangreich und man muss mit einer relativ kurzen Akkulaufzeit leben. Denn um die ganze Info-Welt aufrechtzuerhalten, müssen stets Verbindungen gesucht und gehalten werden. Das kostet Strom, wie wir es auch von den Smartphones oft schmerzlich erfahren müssen. Wer es sportlicher mag und damit zufrieden ist, Nachrichten einfach nur auf dem Handgelenk zu empfangen und eventuell mit einer Kurzantwort zu erwidern, der wird mit Huaweis Uhren zufrieden sein. Sie haben gewisse Ambitionen und Sport ist eine Lebenseinstellung? Garmin liefert die genauesten Messwerte und umfangreichsten Analyse-Tools. Um ordentliche Messwerte zu erhalten, muss man keine teure Garmin-Uhr kaufen; in die preislich unteren Schubladen sollte man allerdings auch nicht greifen, wenn man mit den von der Uhr ermittelten Messwerten etwas anfangen möchte. Die günstige Mi Watch sollte daher weniger zum Sporttracking genutzt werden.

INFO So testen wir Smartwatches

Der Funktionsumfang von smarten Uhren ist groß. Wir haben auch die Aufzeichnung aller Sensordaten genauestens überprüft. Kaufentscheidend sind neben Handhabung und Ausstattung von Wearables natürlich auch die Daten, die sie sammeln. Das können Herzschlag, Schrittzahl, Anzahl von Stockwerken oder die zurückgelegte Strecke sein, die per GPS oder aus den getätigten Schritten ermittelt wird. Wir haben diese Daten verifiziert und ihre Genauigkeit überprüft. Obwohl man gerade vom Pulssensor natürlich keine medizinische Präzision erwarten darf, sollte auch ein optisch gemessener Puls zwecks Aussagekraft und Trainingseffekt nicht zu weit von der Realität entfernt sein. Ab einer Abweichung von zehn Schlägen verpufft die Aussagekraft der Werte völlig, wenn man für einen bestimmten Trainingseffekt in einer definierten Pulszone trainieren will. Darum haben wir die Messergebnisse der Wearables mit denen eines Brustgurts verglichen, der den Herzschlag über die elektrischen Impulse des Muskels genauer erfassen kann. Relevant für die Wertung war sowohl die durchschnittliche als auch die maximale Frequenz in einer Ruhephase und beim Sport. Hier erzielen die Uhren bereits recht genaue Werte. Mit kurzfristigen Tempoänderungen haben Tracker weiterhin ihre Mühe, Garmin und Huawei kommen damit noch am besten zurecht. Gelaufen sind wir mit jeder Uhr mehrmals eine Strecke von rund 4,5 Kilometern, die gleichzeitig die Ortung auf die Probe stellen sollte. Auch Radfahren stand auf dem Programm. Der Schrittzähler musste sich öfter gegen exakt 100 abgezählte Schritte beweisen, wobei die Genauigkeit überall auf einem hohen Niveau lag. Treppensteigen gehörte ebenfalls zu den Testdisziplinen. Im Labor haben wir die Leuchtkraft der Screens gemessen, wobei die Venu 2 Plus mit kurzfristig über 1000 Candela einen Rekord aufstellte.