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GESUNDHEIT& MEDIZIN: Keine Frage des Alters: Jetzt zur Vorsorge


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 24.01.2019

Ob mit 20, 40 oder 60: Die Gesundheit ist immer wertvoll. Um sie zu schützen, übernimmt die Krankenkasse für alle JahrgängeUntersuchungen , mit denen ernste Erkrankungen früh erkannt werden können


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Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 5/2019

Um seine Gesundheit sollte man sich nicht erst im Alter sorgen. Haus- und Fachärzte beraten zu kostenlosen Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen


Viele Deutsche gehen wirklich nur dann zum Arzt, wenn es gar nicht anders geht. In einigen Fällen kann das aber gefährlich werden.

Denn Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs entstehen schleichend. Wenn wir sie bemerken, sind sie weit fortgeschritten ...

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Denn Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs entstehen schleichend. Wenn wir sie bemerken, sind sie weit fortgeschritten und mitunter schwer zu behandeln. Um hier vorzubeugen, übernehmen die Krankenkassen in jedem Alter die Kosten für Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen. Ein Überblick:

►Ab 20

Genitaluntersuchung(Frauen, jährlich) Diese Untersuchung dient zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Der Gynäkologe tastet dabei die Gebärmutter und die inneren Organe ab, um mögliche Veränderungen festzustellen.
Wichtigster Bestandteil ist aber der sogenannte Pap-Test. Dafür nimmt der Arzt einen Abstrich der Schleimhautzellen von Gebärmutterhals und Muttermund. Im Labor können daran schon Krebsvorstufen erkannt werden. In naher Zukunft soll die Untersuchung mit einem Test auf humane Papillomviren, kurz HPV, kombiniert werden. Sie gelten als Hauptauslöser von Gebärmutterhalskrebs.

►Ab 30

Brustuntersuchung (Frauen, jährlich) Der Gynäkologe tastet die Brust und die

Lymphknoten bis in die Achselhöhle ab. Er erklärt auch, wie man das selbst richtig macht.Der Termin sollte kurz nach der Regelblutung stattfinden, dann ist die Brust meist weicher und lässt sich besser abtasten als später im Zyklus. Nach den Wechseljahren kann man den Termin frei vereinbaren.

►Ab 35

Check-up 35
(Frauen und Männer, alle zwei Jahre) Zur sogenannten Gesundheitsuntersuchung beim Hausarzt gehört eine körperliche Untersuchung, eine Blutdruckmessung, eine Untersuchung des Urins sowie die Bestimmung der Blutzucker- und Cholesterinwerte.

Voraussichtlich ab Jahresmitte wird der Check-up nur noch alle drei Jahre von der Krankenkasse übernommen. Neu hinzu kommt dann eine Impfberatung. Zudem können ihn künftig auch Versicherte ab 18 einmalig bis zum 35. Lebensjahr nutzen. Bei ihnen sind Blutuntersuchungen aber nur bei bestimmten Risikofaktoren vorgesehen, die Urinuntersuchung entfällt.

Hautkrebs-Screening
(Frauen und Männer, alle zwei Jahre) Die Untersuchung kann ein geschulter Haus- oder Hautarzt durchführen. Er sucht den gesamten Körper, den Kopf sowie alle Hautfalten nach Auffälligkeiten und Veränderungen ab, die auf weißen oder schwarzen Hautkrebs hindeuten können.
Das Hautkrebs-Screening führt der Arzt im Normalfall mit bloßem Auge durch. Er kann aber anbieten, ein Auflichtmikroskop zu verwenden. Diese Leistung wird von der Krankenkasse nur übernommen, wenn damit gezielt eine verdächtige Stelle untersucht wird. Sonst zählt sie als Individuelle Gesundheitsleistung, kurz IGeL, deren Kosten selbst getragen werden müssen.

► Ab 45

Prostata- und Genitaluntersuchung
(Männer, jährlich) Zur Früherkennung von Prostatakrebs untersucht der Arzt die Geschlechtsorgane, die Lymphknoten in der Leiste sowie die Haut in diesem Bereich. Zudem tastet er die Prostata vom Enddarm aus ab.
Ansprechpartner sind Hausärzte , die entweder selbst untersuchen oder zu einem Urologen überweisen. Viele Mediziner bieten ergänzend einen so-genannten PSA-Test an, mit dem ein prostata-spezifisches Antigen im Blut bestimmt wird. Ein erhöhter Wert kann auf Prostatakrebs hindeuten, er kann aber auch andere Gründe haben. Wegen der umstrittenen Aussagekraft ist dieser Test keine Kassenleistung, muss also selbst bezahlt werden.

► Von 50–54

Schnelltest auf nicht sichtbares Blut im Stuhl
(Frauen und Männer, jährlich) Diese Untersuchung dient der Früherkennung von Darmkrebs. Informationen bieten Hausarzt, Gynäkologe und Urologe an. Sie geben auch ein Entnahmeset mit nach Hause.
Damit lässt sich im Labor Blut im Stuhl nachweisen, das mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. Das kann Hinweise auf eine krankhafte Darmveränderung oder auf Tumore geben, die mitunter bluten und so früh erkannt werden können.

►Ab 55

Darmspiegelung
(Frauen und Männer, zwei Mal im Abstand von zehn Jahren) Bei der Darmspiegelung untersucht ein Gastroenterologe, also ein Experte für Erkrankungen des Verdauungstraktes, den gesamten Dick- und Enddarm mithilfe eines flexiblen, fingerdicken Schlauchs. An dessen Ende ist eine kleine Kamera angebracht, die das Innere des Darms auf einem Monitor darstellt. Verdächtige Gewebeveränderungen können sofort entfernt und anschließend im Labor auf Krebs untersucht werden.
Alternativ zur Darmspiegelung kann man alle zwei Jahre einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl machen lassen. Voraussichtlich ab Juli wird die Darmspiegelung für Männer bereits ab dem 50. Lebensjahr angeboten, da sie ein höheres Darmkrebsrisiko als Frauen haben. Zudem bekommt dann jeder Berechtigte ein Einladungsschreiben für die Untersuchung.

► Von 55–69

Mammografie
(Frauen, alle zwei Jahre) Speziell ausgebildete Röntgenassistenten machen von jeder Brust zwei Aufnahmen. Dabei wird die Brust zwischen zwei Plexiglasplatten gedrückt. So werden die Bilder aussagekräftiger und es wird weniger Röntgenstrahlung benötigt. Im Anschluss werten zwei Ärzte die Aufnahmen unabhängig voneinander aus. Nach einigen Tagen wird das Ergebnis schriftlich mitgeteilt.
Bei der Mammografie können winzige Tumore erkannt werden, die sich nicht ertasten lassen. Die Untersuchung wird von manchen Frauen als unangenehm empfunden, schadet der Brust jedoch nicht. Berechtigte erhalten eine Einladung.

► Ab 65

FOTOS: iStock, thinkstock (2), imago, shutterstock (2), alamy, Felix Burda Stiftung

Screening der Bauchaorta
(Männer, einmalig) Der Arzt vermisst die Bauchaorta, die Hauptschlagader, per Ultraschall. So können Ausbuchtungen, sogenannte Aneurysmen, entdeckt werden. Sie entstehen, wenn das Gewebe der Aorta an Stabilität verliert. Dabei wird auch die Gefäßwand schwächer und kann reißen. Es besteht das Risiko zu verbluten.
Wird ein Aneurysma früh erkannt, kann es beobachtet und operiert werden. Da Männer häufiger als Frauen an einem Bauchaortenaneurysma leiden, ist das Screening nur für sie kostenfrei. Jeder Arzt mit Qualifikation für Ultraschalluntersuchungen kann es durchführen.
jennifer.faatz@superillu.de