Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

GESUNDHEIT: Neustart mit Ayurveda


Donna - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 08.05.2019

Wie man den Stoffwechsel in Balance hält? Ganz einfach, sagt die Ayurveda-Expertin Dana Schwandt


Artikelbild für den Artikel "GESUNDHEIT: Neustart mit Ayurveda" aus der Ausgabe 6/2019 von Donna. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Donna, Ausgabe 6/2019

Dana Schwandt (39) ist Heilpraktikerin, Coach, Autorin und gibt Yogaunterricht


Lange war Dana Schwandt unglücklich mit ihrem Gewicht und oft krank, trotz Yoga und viel Ernährungs-Know-how. Erst als sie kapierte, dass ihr Alltag eine neue Struktur und einen Rhythmus brauchte, verabschiedete sie sich von alten Gewohnheiten und begann, sich nach Prinzipien des Ayurveda zu ernähren. Seither teilt sie ihre Erfahrungen in Online-Kursen, Vorträgen und Podcasts und in ihrem Buch „Dein Neuanfang mit Ayurveda“. Ihr ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Donna. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Frau des Monats: Stehauf-Mädchen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Frau des Monats: Stehauf-Mädchen
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Lucinde wird 50. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Lucinde wird 50
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von … immer ist es der Gärtner. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
… immer ist es der Gärtner
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Willkommen in …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Willkommen in …
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von STILVORBILD „Mode gibt mir Kraft“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
STILVORBILD „Mode gibt mir Kraft“
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von GESCHENKE: 100 Teile zum Verlieben. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GESCHENKE: 100 Teile zum Verlieben
Vorheriger Artikel
GESUNDHEIT: Herzensangelegenheiten
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Heilende Bakterien
aus dieser Ausgabe

... „Dharma“: Menschen auf dem Weg zu einem Leben zu begleiten, das sie sich wünschen.

Frau Schwandt, mit Ihrem Buch sollen wir lernen, gesund zu essen, ohne einem Ernährungstrend zu folgen. Ist das nicht ein Widerspruch?
Nein, ayurvedische Ernährung ist kein Trend, sie orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen des Körpers. Davon haben wir uns weit entfernt und vertrauen eher wissenschaftlichen Studien als auf unsere Intuition: Appetit und Körperreaktionen.
Das heißt …
… auf den Stoffwechsel. Dazu gehört ein stabiles Energielevel, den ganzen Tag. Ebenso gesunder Schlaf und eine gute Verdauung. Unsere Ernährung beeinflusst diese Vorgänge, und der Körper signalisiert, was ihm gefällt und was nicht. Etwa wenn er nach einem Essen mit Verstopfung oder Durchfall, Sodbrennen, Schlaflosigkeit oder einem Energie-Tief reagiert. Ernährt man sich nach den Prinzipien des Ayurveda, kommt der Stoffwechsel ins Gleichgewicht, unabhängig davon, welcher Ernährungsphilosophie man folgt.



BEI STRESS LIEBER NICHTS ESSEN. STRESS LEGT DIE VERDAUUNG LAHM


Wie gelingt es, das Gleichgewicht wiederherzustellen?
Es gibt zwar unterschiedliche Konstitutionstypen im Ayurveda, die Doshas Vata, Pitta und Kapha, aber für alle gelten die gleichen Grundregeln, wie zum Beispiel drei Mahlzeiten am Tag, die Hauptmahlzeit mittags, weil dann die Verdauungskraft am stärksten ist. Dazwischen möglichst wenig Snacks und eine lange Pause zwischen der letzten Mahlzeit am Tag und der ersten.
Klingt nicht so schwierig …
Na ja, für die meisten von uns ist das Verändern von Ernährungsgewohnheiten tatsächlich nicht so einfach, wie es klingt.
Welche Gewohnheit ist denn besonders schlecht?
Snacken. Am besten isst man zwischen den Mahlzeiten nichts, sondern trinkt nur Tee oder Wasser.
Eine Mahlzeit sollte verdaut sein, bevor wieder gegessen wird?
Genau. Sonst muss der Körper das Essen länger im Magen lassen, das dann gärt oder fault und Verdauungsbeschwerden verursacht. Oder er schleust die noch nicht verdauten Bestandteile in den Darm, der dann die Nährstoffe nicht absorbieren kann.

„Dein Neuanfang mit Ayurveda“, von Dana Schwandt. Riva, 17,99 Euro


Worauf kommt es noch an?
Achtsam zu essen. Es gibt im Ayurveda den Spruch: „Wenn du im Stehen isst, schaut dir der Tod über die Schulter.“ Natürlich geht es manchmal nicht anders, aber auch unterwegs kann man sich kurz hinsetzen, auf den Geschmack konzentrieren und Pausen zwischen den Bissen machen. Bei Stress zu essen ist besonders ungünstig, weil der den Verdauungsprozess stört.
Was darf man essen?
Weil man im Ayurveda spüren und lernen soll, was der Körper gut verträgt und was nicht, gibt es lediglich Leitlinien. Wie zum Beispiel, leicht zu essen und dem Körper möglichst etwas Verdauungsarbeit abzunehmen, indem man Gemüse blanchiert, dünstet oder Schwerverdauliches mit Gewürzen bekömmlicher macht. Gewürze sind die geheimen Freunde des Stoffwechsels, sie unterstützen ihn. Und das müssen nicht immer indische sein, wie viele glauben, auch Majoran, Thymian, Petersilie und andere heimische Kräuter haben diesen Effekt.

Wäre auch ein Schnitzel okay?
Ja, idealerweise eher mittags als abends, weil der Stoffwechsel dann – sofern wir unser Verdauungsfeuer mit dem Frühstück angeheizt haben – besser mit komplexer Nahrung aus Fett und Eiweiß klarkommt.
Wie sieht so ein Frühstück aus? Müsli mit Obst?
Etwas abgewandelt. Viele frühstücken Getreideflocken mit kaltem Joghurt und frischem Obst. Das ist ungünstig, weil die Früchte schnell verdaut werden und gären, tierisches Eiweiß hingegen viel länger braucht und der säuerliche Joghurt die Stärke im Getreide zersetzt. Das verursacht Blähungen. Besser: Porridge oder Müsli mit warmer Pflanzenmilch zubereiten, das Obst dünsten, den Joghurt später als Lassi verdünnt mit Gewürzen trinken.
Die Temperatur spielt also eine Rolle?
Ja, ebenso der Zeitpunkt der Mahlzeit, die Menge, die Herkunft der Lebensmittel, die Zubereitungsform und ihre Kombinationen – wie wir gerade beim Müsli gesehen haben.
Kompliziert. Da steigt man doch gleich wieder aus.
Setzen wir uns wegen dieser Aspekte unter Druck, werden wir Ayurveda nicht umsetzen können, das stimmt. Fangen wir aber mit den Basics an und achten darauf, nicht zu hohe Anforderungen an uns zu stellen, funktioniert’s. Es ist schon ein Erfolg, an vier von sieben Tagen das Snacken zu reduzieren oder sich Zeit fürs Essen zu nehmen. Sobald wir merken, wie gut das tut, sind die nächsten Schritte leichter.

Woran können sich Einsteiger beim Einkaufen orientieren?
Das, was gerade regional wächst, ist optimal. Das Ökosystem hält zu jeder Jahreszeit alles bereit, was der Körper braucht. Das bedeutet auch, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel zu essen. Kann man alle Zutaten benennen, die man isst, und muss dafür nicht erst Etiketten studieren, ist alles gut.
Tiefkühlprodukte fallen weg?
Sie enthalten weniger Lebensenergie und weniger Nährstoffe. Je länger Nahrungsmittel gelagert werden, desto weniger wertvoll sind sie. Und chemisch oder künstlich veränderte Nahrungsmittel sind aus ayurvedischer Sicht schädlich und können uns langfristig krank machen.
Sie haben eingangs die Doshas erwähnt …
Bei den Doshas geht es um die Frage: Passt mein Essen zu mir? Es gibt Menschen, die brauchen dringend Kohlenhydrate, um daraus schnell Energie zu ziehen, andere vielleicht viele grüne Blätter oder Gemüse, das unter der Erde wächst, um sich zu erden. Das lernt man nach und nach.
Also, wenn Ayurveda, dann mit sanftem Einstieg.
Unbedingt. Wichtig ist, den Fokus nicht auf richtig und falsch zu legen, sondern darauf, wie es mir mit dem geht, was ich esse. Während dieses Neuanfangs muss man liebevoll mit sich umgehen, dann fällt er leichter. Als Einstieg kann man sich übrigens unterichgold.de/stoffwechselkurs kostenlos Videos ansehen. Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist laut Ayurveda die beste Gesundheitsprävention überhaupt.


FOTO: LUX UND LIEBE FOTOGRAFIE