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Gesundheit: Stress im Darm macht Stress im Kopf


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 26/2019 vom 21.06.2019

+++ Psyche und Bauch verständigen sich +++ Eine wichtige Rolle dabei spielt der Vagus-Nerv +++


Artikelbild für den Artikel "Gesundheit: Stress im Darm macht Stress im Kopf" aus der Ausgabe 26/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 26/2019

UNSER EXPERTE

Dr. Reinhard Hauss, Mikrobiologe mit eigenem Labor in Eckernförde

Er ist das am stärksten unterschätzte Organ unseres Körpers: der Darm. Lange wurde er als reines Verdauungsinstrument gesehen, das negativ auf äußere Einflüsse wie Alkohol oder einseitige Ernährung reagiert. Stress kann die Darmtätigkeit ebenfalls aus dem Gleichgewicht bringen – das hat fast jeder schon am eigenen Leib erlebt. Neu ist ...

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... aber die Erkenntnis, dass die Kommunikation auch in die andere Richtung funktioniert. Das heißt, eine geschädigte Darmflora wirkt sich störend auf viele Prozesse des Gehirnstoffwechsels aus, kann zu Depressionen, Ängsten oder Demenz führen.

Rege Kommunikation zwischen Kopf und Bauch
Auch wenn sie in unterschiedlichen Regionen des Körpers sitzen, hängen Gehirn und Verdauungstrakt eng miteinander zusammen. „Der Darm verfügt im Gegensatz zu anderen Organen, über ein eigenes Nervensystem aus 100 Millionen Zellen, das in direkter Verbindung mit dem Zentralnervensystem steht“, erläutert Mikrobiologe Dr. Reinhard Hauss. „Diese Verbindung ist die sogenannte Darm-Hirn- Achse.“ Die Datenautobahn in diesem weit verzweigten Wegenetz bildet der Vagus- Nerv, ein Hirnnerv, der bis zum Magen- Darm-Trakt reicht. Wie Studien zeigen, werden auf ihm nur zu rund zehn Prozent Nachrichten vom Kopf an den Bauch geschickt, dafür umso mehr Informationen vom Darm ans Gehirn. Wichtige Vermittler im Datenverkehr sind Botenstoffe wie die Glückshormone Serotonin und Dopa- min, deren Betriebsamkeit von unseren Darmbakterien kontrolliert wird. Manche dieser Mikroorganismen können Botenstoffe herstellen oder ihre Aktivität ankurbeln. Sie werden als Psychobiotika bezeichnet. „Bildet der Körper zu wenig nützliche Darmbakterien, ist die Darmflora im Ungleichgewicht. Das hat Einfluss auf die Stimmungslage, die innere Balance und die Stressresistenz“, so der Experte.

Stress macht die Darmschleimhaut durchlässig, sie nimmt Nährstoffe dann schlechter auf. Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und erhöhte Infektanfälligkeit können die Folgen sein

Eine gestörte Darmflora kann Depressionen auslösen
Wie stark der Bauch den Kopf beeinflussen kann, wird derzeit am Reizdarmsyndrom diskutiert. Betroffene sind häufig gestresst, depressiv oder ängstlich und leiden scheinbar grundlos unter Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Vielleicht ist der gereizte Darm aber gar nicht die Folge der seelischen Verstimmung, wie bislang meist diagnostiziert wird, sondern deren Ursache. Bei anhaltendem Stress sendet das Gehirn wiederum falsche Signale an den Darm, mehr schädliche Keime können sich ansiedeln – ein Teufelskreis.

Lauchgemüse ist Futter für die guten Bakterien
„Das Stressempfinden zu regulieren und psychischen Druck zu mildern, hat einen wichtigen Einfluss auf die Darmgesundheit“, betont Dr. Hauss. „Hier können Psychobiotika in Verbindung mit ausgewählten Milchsäurebakterien und Vitaminen helfen“ (z. B. Syxyl ProBio-Cult Relax, Apotheke). Auch Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Porree, Sauerkraut sowie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Kefir, Grüntee oder Kaffee dienen den guten Bakterien als Futter, ebenso dunkle Schokolade. Sie ist zudem ein sanfter Seelentröster.


Fotos: iStock (3), PR/Klosterfrau, Michael Eggers