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Gesundheit und Entwicklung – In Kürze


ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie - epaper ⋅ Ausgabe 4/2014 vom 17.04.2014

Babys nicht pucken

Artikelbild für den Artikel "Gesundheit und Entwicklung – In Kürze" aus der Ausgabe 4/2014 von ÖKO-TEST Spezial Kinder & Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: letoakin/iStock/©Thinkstock

Manche jungen Eltern greifen eine alte Wickeltechnik, das Pucken, wieder auf. Dabei wird der Säugling eng in ein Tuch eingepackt, was beruhigend wirken soll. Kinderärzte raten jedoch davon ab: Durch das enge Einwickeln könnten Nerven abgeklemmt werden, und gerade im Sommer werde es dem gepuckten Kind viel zu heiß. Durch das lange Liegen drohe die Abflachung des Hinterkopfs, und auch das Risiko von Hüftdysplasien, also Fehlstellungen der Hüfte, steige durch die Wickeltechnik an. Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ...

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... appelliert an die Eltern: „Verzichten Sie auf das Pucken und lassen Sie Ihrem Kind die Bewegungsfreiheit, die es braucht, um sich körperlich und seelisch gesund zu entwickeln.“

Gehirn auf Hochtouren

Foto: 3pix Studio/iStock/©Thinkstock

Direkt nach der Geburt macht das Gehirn von Babys einen enormen Reifungsschub durch. In den ersten Lebenstagen bilden sich zahllose neue Nervenverbindungen im Gehirn. Bislang vermutete die Forschung, dass die vielen neuen Reize, denen das Neugeborene ausgesetzt ist, die Gehirnaktivität ankurbelt. Doch nun gehen japanische Wissenschaftler nach Versuchen mit Mäusen davon aus, dass die Geburt selbst der Auslöser ist, der das Gehirn „aufweckt“. Bei der Geburt sinkt der Pegel des Hormons Serotonin stark ab, und das sei der „Trigger“ für den Sprung in der Hirnentwicklung. Ob ein Kind auf natürlichem Wege geboren oder per Kaiserschnitt entbunden wird, spiele für die Gehirnentwicklung keine Rolle, sagen die Forscher.

Der unsichtbare Dritte

Foto: Glenda Powers/iStock/©Thinkstock

Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren haben häufig imaginäre Freunde, die sie in ihr Spiel einbeziehen. Solche Fantasien gehören zur psychischen Entwicklung des Kindes. Verbieten oder lächerlich machen sollten Eltern den unsichtbaren Freund nicht. Denn dem Kind dient er als Tröster, Zuhörer oder auch als Sündenbock, wenn es mal Dampf ablassen muss. In der Regel verschwindet der eingebildete Freund, wenn der Kontakt zu echten Freunden, zum Beispiel im Kindergarten, zunimmt.

Riskante Babywalker

Foto: Dron/Fotolia.com

Die meist rechteckigen Gestelle mit Rollen sollen Kinder schneller auf die Beine bringen. Doch die sogenannten Babywalker sind eher riskant als nützlich. Keine wissenschaftliche Studie belegt, dass solche Lauflerngeräte Vorteile für Kinder haben. Im Gegenteil: Das im Walker festgezurrte Kind kann seinen Gleichgewichtssinn nicht trainieren und übt nur eingeschränkte Bewegungsmuster ein. Außerdem sind die Rollgeräte gefährlich, weil die Knirpse darin ein beträchtliches Tempo erreichen. Treppen, Türschwellen oder Teppichwellen werden dann zu gefährlichen Stolperfallen. Rund 6.000 Kinder ziehen sich jährlich durch die Lauflernhilfen leichte bis sehr schwere Verletzungen zu, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Wenn das Kind beißt

Foto: Stephanie Kennedy/iStock/©Thinkstock

Es kommt vor, dass Kleinkinder andere Kinder kratzen und beißen. Das ist in dem Alter nicht ungewöhnlich, denn die Kleinen können sich noch nicht in andere Menschen hineinversetzen. Damit der Nachwuchs das Verhalten abstellt, sollte man konsequent sein: Wenn das Kind beim Spiel mit anderen Kindern zubeißt, dann das Spiel unterbrechen und mit dem Kind weggehen. Aller Erfahrung nach tritt nach einigen Malen Besserung ein. Falsch wäre es, das Kind ebenfalls zu beißen, damit es merkt, wie unangenehm das ist. Denn genau dieses Verhalten will man dem Spross ja abgewöhnen.

Stottern nicht ungewöhnlich

Foto: Robert Kneschke/Fotolia.com

Vorübergehendes Stottern bei Kleinkindern gehört nach Überzeugung des Schweizer Kinderarztes und Buchautors Remo H. Largo zur normalen Sprachentwicklung. Paradoxerweise seien gerade die großen sprachlichen Fortschritte, die Kinder zwischen zwei und fünf Jahren machen, der Grund für das Stottern. Sprachverständnis und Wortschatz erweitern sich rasch, zugleich eignen sich Kinder die Grundregeln der Grammatik und des Satzbaus an. „So viele Herausforderungen auf einmal bringt die Mehrheit der Kinder vorübergehend ins Stottern“, meint Largo. Erst wenn das Problem länger als sechs Monate anhält, sollten Eltern fachlichen Rat einholen.

Wachsen im Schlaf

Foto: Jennifer Priester/iStock/©Thinkstock

Je länger Babys schlafen, umso schneller wachsen sie. Diesen Zusammenhang hat eine amerikanische Studie festgestellt. Die Forscher beobachteten 23 Kleinkinder im Alter von 4 bis 17 Monaten und stellten fest, dass in besonders schlafinten siven Phasen die Wahrscheinlichkeit eines Wachstumsschubs um 43 Prozent steigt. Vermutlich werden im Schlaf verstärkt Wachstumshormone ausgeschüttet.

Brille fürs Baby

Foto: IVKO GmbH

Greift das Baby öfters daneben, wenn Sie ihm einen Gegenstand hinhalten, kann eine Sehschwäche dahinterstecken. Ein Augenarzt sollte das abklären. Denn je früher Sehschwächen entdeckt werden, desto besser und einfacher lassen sie sich therapieren. Augenärzte können mithilfe spezieller Tests auch bei kleinen Kindern schon das Sehvermögen überprüfen. Für den Fall der Fälle gibt es Brillen für die ganz Kleinen, die besondere Anforderungen an Material und Konstruktion erfüllen.