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GESUNDHEIT: Wenn sich alles dreht


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 43/2019 vom 18.10.2019

Schwindelattacken können viele Ursachen haben. Die richtige Therapie bringt Sie aber wieder ins Gleichgewicht


Artikelbild für den Artikel "GESUNDHEIT: Wenn sich alles dreht" aus der Ausgabe 43/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 43/2019

BALANCE FINDENKeine Panik bei Schwindel: Ruhe bewahren und hinsetzen


Kreiselt es im Kopf, gerät die Welt ins Wanken: Der Tisch scheint zu kippen, das Bett zu schweben, der Boden wird zur schiefen Ebene. Mehr als 30 Prozent aller Deutschen leiden unter Schwindelanfällen, und etwa jeder Zweite der über 75-Jährigen hat damit zu tun. Hinter den Attacken können ...

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... unterschiedliche Auslöser stecken. Oft sind sie harmlos, sie können aber auch Symptome einer ernsthaften Erkrankung sein. Darum sollte die Ursache immer ärztlich abgeklärt werden.

Gezielt gegensteuern

Beim Altersschwindel führen vorwiegend Durchblutungsstörungen im Gehirn zu akuten Attacken. Dann erhalten die Nervenzellen zu wenig Nährstoffe und Sauerstoff. Folge: Die komplexe Auswertung der Sinneseindrücke im Gleichgewichtszentrum funktioniert nicht mehr optimal. Die Unterversorgung beeinträchtigt auch Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit.

Die effektive Gegenmaßnahme ist hier körperliche Bewegung. Gezieltes Training stärkt den Gleichgewichtssinn und aktiviert die Nervenzellen im Kopf, sich neu zu vernetzen. Stetes Üben unterstützt das Gehirn, Informationen aus Innenohr, Augen und Fußsohlen wieder korrekt zu bewerten. Der Erfolg: Schwindelgefühle nehmen meist schon nach wenigen Wochen spürbar ab. Die Lernprozesse im Gehirn können durch Ginkgowirkstoffe verbessert werden. Untersuchungen belegen, dass die Kombination von Gleichgewichtstraining und einer Einnahme des Ginkgo-Spezialextrakts EGb 761 die Beschwerden lindern kann („Tebonin intens 120 mg“, rezeptfrei, Apotheke).

Sehr zu schaffen macht vielen häufig auch der Lagerungsschwindel: Er tritt etwa bei bestimmten Kopfbewegungen auf. Verantwortlich dafür sind kleinste Kristalle, die sich dabei in die Bogengänge des Innenohrs verirrt haben. Die Therapie ist unkompliziert: Mittels spezieller ruckartiger Körperübungen lassen sich die Ablagerungen wieder aus den Bogengängen schleudern.

Klagt der Patient dagegen über Unsicherheit beim Gehen oder taumelt beim ruhigen Stehen, liegt eventuell ein Schwankschwindel vor. Bluthochdruck oder eine Gehirnhautentzündung kann der Grund dafür sein. Drehschwindel, ähnlich einem Alkoholrausch, weist dagegen eher auf eine Innenohrentzündung hin.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Diagnose lassen sich mehr als 90 Prozent der Fälle erfolgreich behandeln. Tipp: Ein Schwindeltagebuch zu Art, Häufigkeit, Dauer und Situation der Attacke hilft dem Arzt bei der Diagnose.

Erste Hilfe bei Schwindel

NATURKRAFT NUTZEN Ein Extrakt aus Ginkgoblättern wirkt gegen das Kopfkarussell


Gerät der Gleichgewichtssinn aus dem Lot, ist es ganz wichtig, Stürze und Verletzungen zu vermeiden. Folgende Regeln helfen im Akutfall

■ HALTEN Sie sich irgendwo fest.

■ SETZEN oder legen Sie sich hin, wenn möglich.

■ FIXIEREN Sie einen festen Punkt in der Ferne.

■ BEWEGEN Sie den Kopf nicht oder nur langsam.

■ ATMEN Sie ruhig.

50 Prozent der über 75-Jährigen leiden an Schwindel


FOTOS: ALAMY, GETTY IMAGES, SHUTTERSTOCK