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Getrennte Betten, keine Kinder, allein in den Urlaub: Drei nicht ganz alltägliche Liebes-Geheimnisse


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 36/2018 vom 31.08.2018

Was für andere selbstverständlich und wichtig ist – ganz viel Nähe, gemeinsame Zeit, ein Baby – brauchen diese Paare nicht. Sie haben ihre eigene Glücksformel. Was dran ist, erklärt der Experte


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 36/2018

Ganz viel Platz für mich! Nina (l.) liebt das – und Daniel (r.) kann im anderen Zimmer in Ruhe lesen


Frauke und Marc erinnern sich gerne an gemeinsame Reisen, genießen die Zeit zu zweit


Frauke und Marc Busse aus Wunstorf lernen sich über Freunde beim Zelturlaub kennen. Da sind sie gerade 18 und 19 Jahre alt, haben tausend Ideen, welche Abenteuer sie erleben wollen. Nichts Ungewöhnliches, aber eins unterscheidet sie ...

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... doch von anderen. „Wir haben früh festgestellt, dass wir beide nicht von Kindern träumen“, sagt Frauke.

Fünf Jahre später heiraten sie, mittlerweile haben sie sichere Bürojobs. „Wir fahren gern in den Urlaub und sind ein wirklich harmonisches Paar. Wir vermissen nichts im Leben“, schwärmt Frauke.

Nur vor ihrem vierzigsten Geburtstag kommt sie kurz ins Grübeln, ob sie die Entscheidung gegen Kinder bereuen wird. „Aber nein, alles ist gut so. Ich bin viel zu perfektionistisch, ich glaube, ich wäre eine sehr unentspannte Mutter.“ Das allein ist es aber nicht. Frauke und Marc genießen ihr Leben, sie fliegen nach Bali und Thailand, reisen viel in Europa, fühlen sich frei. In ihrem Umfeld haben einige Paare Kinder, Frauke und Marc verbringen gerne Zeit mit ihnen. „Wir sind ja keine Kinderhasser“, sagt Frauke und lacht. „Aber wir sind einfach glücklich mit unserem Leben zu zweit.“

Was ist dran?
Dazu Buchautor und Psychotherapeut
Dr. Wolfgang Krüger:
„Kinder sind in den ersten Jahren für jede Beziehung eine Belastungsprobe und in der Tat einer der häufigsten Trennungsgründe. Bei kinderlosen Paaren ist es wichtig, dass beide sich einig sind und bei Zweifeln offen darüber reden.“ Übrigens: Nach einer Studie des Max-Planck-Instituts werden Eltern durch die Geburt ihres ersten Kindes zumindest zunächst unglücklicher als vorher. Langfristig aber erhöhen Kinder die Lebenszufriedenheit eher.

Nina (36) und Daniel (42): Wir geben uns Freiraum – auch in der Nacht

Sechs Jahre brauchen Texterin Nina und Medienpsychologe Daniel aus Bremen, um endlich zusammenzuziehen. Erst waren es getrennte Städte, dann dieselbe Stadt mit getrennten Wohnungen und schließlich die erste gemeinsame Wohnung – aber mit getrennten Zimmern! „Das war uns wichtig, weil wir beide viel Freiraum und einen eigenen Rückzugsort brauchen“, erzählt das Paar. Hinzu kommen die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse: „Daniel geht viel später ins Bett und braucht weniger Schlaf als ich“, sagt Nina. „Wir ticken da einfach anders. Es ist für unsere Beziehung besser, wenn abends jeder in sein eigenes Bett schlüpfen kann.“

Selbst als vor drei Jahren Tochter Tilda geboren wird, ändert sich nichts an der Gewohnheit. „Erst wollten wir ganz harmonisch als Familie zu dritt in einem Bett schlafen“, erzählt Nina und lacht. „Aber wir haben schnell gemerkt, dass das alles andere als idyllisch ist, sondern einfach nur nervig und eng. “ Also lieber zurück zu dem, was sich für die zwei seit Jahren bewährt: getrennte Zimmer in der Nacht, gute Laune am nächsten Morgen. Am Ende verrät das Paar aber: „Auch mit zwei Betten kann man ja hin und wieder in einem schlafen.“

Dr. Wolfgang Krüger findet:
„Bevor man sich beim Einschlafen auf die Nerven geht, ist es sicher gesünder, getrennt zu schlafen. Für manche Paare wirken getrennte Schlafzimmer belebend. Allerdings würde ich raten, zumindest einmal pro Woche miteinander aufzuwachen. Denn die Phase am Morgen ist ein intimer Moment, bei dem man sich auf einer anderen Ebene begegnet. Der ist wichtig für die Bindung.“

Katharina (34) und David (36): Bloß keine gemeinsamen Ferien

Katharina (o.) hat mit ihren Kleinen auch ohne Ehemann David (r.) viel Spaß! Und der hat Zeit für seine Hobbys


Seit 14 Jahren sind Katharina und David zusammen. Aber gemeinsam in Urlaubserinnerungen schwelgen? Kann das Ehepaar nicht. „Wir waren einmal für ein Wochenende in Rom, einmal in Berchtesgaden. Ansonsten mache ich alleine Urlaub“, erzählt Bloggerin Katharina (www.kinderleute.de).

Inzwischen fährt sie einmal im Jahr mit den beiden gemeinsamen Kindern Florentine (6) und Till (2) für eine Woche ohne David in den Urlaub. Gemütlich am Strand in der Sonne zu liegen, das wäre sowieso nichts für Jurist David. „Der braucht immer Action, muss unterwegs sein. Und ehe er mitkommt und nörgelt, fahren wir eben ohne ihn. Wir lassen uns generell sehr viel Freiraum.“

Und so schaffen sie das, was vielen Paaren mit Kindern nicht gelingt: Jeder hat genug Zeit, eigenen Interessen nachzugehen. „Mein Mann macht Kampfsport und trainiert dafür intensiv, ich hingegen mag es auch mal, einfach nur zu entspannen.“

Das Positive daran: Die beiden genießen die gemeinsame Zeit dafür umso mehr, freuen sich jedes Mal wieder aufeinander, wenn sie sich eine Woche lang nicht gesehen haben.

Als Katharina mit den Kindern einmal einen ganzen Monat auf Borkum verbringt, kommen die beiden allerdings an ihre Grenzen. „Da hat er uns dann schon sehr vermisst“, lächelt Katharina verschmitzt.

Dr. Wolfgang Krüger meint:
„In einer Partnerschaft sollte jeder auch eigenen Aktivitäten nachgehen, um etwas zu erzählen zu haben und interessant zu bleiben. Wenn ein Paar nie gemeinsam verreist, sollte es schon darauf achten, dann auf anderem Wege gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Denn die sind genauso wichtig wie die eigenen Hobbys.“


Texte: Ina Pirkmayr, Christina Rüschhoff; Fotos: Sybill Schneider (3), Frank Boxler (3), Henning Scheffen (2), PR