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GHOST OF TSUSHIMA


Games Aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 17.06.2020

ACTION-ADVENTURE Mit Ghost of Tsushima nähert sich eine Ära ihrem Ende: Als mutmaßlich letztes großes PS4-exklusives Highlight ruht eine enorme Erwartungshaltung auf dem Samurai-Abenteuer.


Artikelbild für den Artikel "GHOST OF TSUSHIMA" aus der Ausgabe 7/2020 von Games Aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Games Aktuell, Ausgabe 7/2020

Der Release der Playstation 5 naht mit großen Schritten. Doch bevor wir in die neue Konsolengeneration starten, stehen noch zwei große PS4-exklusive Highlights auf dem Plan: The Last of Us: Part 2 und Ghost of Tsushima. Zu Letzterem verriet Sony im Rahmen einer neuen Ausgabe von State of Play massig neue Details. Wir fassen alle neue Infos zusammen und auch sonst alles, was es zu wissen gibt! Ursprünglich hätte der ...

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... Titel schon am 26. Juni erscheinen sollen. Daraus wurde Corona-bedingt nichts, die Verschiebung hält sich aber in Grenzen: Am 17. Juli ist es nun so weit und wir können uns im alten Japan als Samurai beweisen. Entwickelt wird Ghost of Tushima von Sucker Punch, die sich bisher vor allem mit der Sly-Racoon- sowie der Infamous-Serie einen Namen gemacht haben. Wie in Infamous auch erwartet uns in Ghost of Tsushima eine offene Spielwelt. Trotzdem könnte die Prämisse unterschiedlicher nicht sein. Während wir im alten Sucker-Punch-Projekt als Superheld moderne Metropolen bereisten, verschlägt es uns nun im Jahre 1274 auf die namensgebende Insel Tsushima.

NIEMAND RECHNET MIT DER MONGOLISCHEN INQUISITION!

Wir übernehmen die Kontrolle über Jin Sakai, der von Geburt an zum Samurai erzogen wurde. Weil das Heldentum eine gewisse Portion an Tragik benötigt, steht Jin als junger Mann auf einmal als letzter Überlebender seines Clans da, nachdem die Mongolen mordend und raubend über Japan hereingebrochen sind. Sowohl diese erste Mongoleninvasion als auch die Insel Tsushima gab und gibt es übrigens auch in der Realität. Nun gilt es für Jin, sich der mongolischen Übermacht entgegenzustellen und Rache zu nehmen; sei es auf ehrbare Art und Weise auf dem Weg der Samurai oder in Gestalt einer zweiten Persona, die Jin auf seinem Vergeltungsfeldzug angenommen hat: jener des Ghost. Diese zwei Vorgehensweisen bedeuten, heruntergebrochen auf die Kämpfe, den Unterschied zwischen dem direkten Kampf und Stealth.

Bezüglich der Weltkarte, mancher Icons und auch spielerisch erinnert Ghost of Tsushima stark an die letzten beiden Assassin’s-Creed-Teile.


Die Spielwelt dürfte eines der Highlights des Abenteuers werden. Wir freuen uns schon ungemein darauf, Tsushima zu erforschen.


Anstatt uns mit Einblendungen zum Ziel zu führen, geht Ghost of Tsushima einen ungewöhnlichen Weg: Der Wind weist uns die richtige Route, nachdem wir einen Punkt auf der Map markiert haben.


EHRENMANN!

Das Samurai-Gameplay soll dabei nicht in unübersichtliche Schnetzeleien ausarten. „Jeder Schlag zählt“, sagen die Entwickler. Und tatsächlich geht es im gezeigten Gameplay relativ ruhig zur Sache. Nachdem Jin einen Feind am Ein- Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (System) Anstatt uns mit Einblendungen zum Ziel zu führen, geht Ghost of Tsushima einen ungewöhnlichen Weg: Der Wind weist uns die richtige Route, nachdem wir einen Punkt auf der Map markiert haben. gang eines Lagers zum Mann-gegen- Mann-Duell herausgefordert hat, wartet er auf seinen Angriff, pariert im genau richtigen Moment und befördert ihn brutal, aber rasant mit nur einem Schwertstreich ins virtuelle Jenseits. Mit den dann anstürmenden nachfolgenden Soldaten geht er genauso vor. Erst wenn man eher ungestüm zu kämpfen beginnt, ist es notwendig, für nur einen Widersacher auch mehrmals zuzuschlagen. Zudem wird es möglich sein, zwischen verschiedenen Kampfstilen zu wechseln, angepasst auf den Gegnertyp. Details dazu wurden aber noch nicht verraten.

CALL OF REVENGE: GHOST

Als Ghost gehen wir idealerweise im Schutze der Nacht vor. Widersacher, die uns noch nicht gesehen haben, schalten wir mit nur einem Knopfdruck mittels Kunai-Wurfmessern aus. Eine Anzeige verrät uns, ob wir von einem Feind entdeckt wurden oder nicht. Diverse Helferlein machen uns den Ghost-Alltag leichter, darunter Rauchbomben und Feuerwerkskörper, die der Ablenkung dienen. Ein Angst-System, nicht unähnlich jenem aus den Batman-Arkham- Spielen, ist uns ebenfalls dienlich. Sind Feinde in Panik, machen sie eher Fehler und verschaffen uns einen Vorteil. Klassische Rollenspiel- Elemente scheint es zumindest dem bisherigen Eindruck nach ebenfalls zu geben. Die Rede ist von Fähigkeitenpunkten, die uns Einfluss auf die erwähnten unterschiedlichen Angriffsarten erlauben. Zudem können wir Jins Aussehen individualisieren. So stehen uns die unterschiedlichsten Rüstungen und Klamotten zur Verfügung, die auch direkten Einfluss auf die Fähigkeiten unseres Helden haben. Und sie sehen natürlich cool aus! Außerdem findet Jin im Verlauf des Spiels diverse O-Fuda, also kleine Zettel mit Sprüchen, die ihm diverse aktive und passive Boni verschaffen. Wo finden wir diese unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände? Vermutlich in der frei erkundbaren Spielwelt. Wie groß Tsushima sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Wen es interessiert: In der Realität umfasst die Insel knapp über 700 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Welt von Assassin’s Creed: Odyssey ist etwa 233 Quadratkilometer groß. Wir gehen also nicht von einer 1:1-Umsetzung Tsushimas aus.

Als Samurai kämpfen wir ehrenvoll, im Schutze der Nacht können wir aber auch in unsere Rolle als Ghost schlüpfen und unsere Widersacher hinterrücks ausschalten.


WOHIN DER WIND UNS TRÄGT!

Egal, wie groß die Spielwelt schlussendlich sein wird, das Setzen von Markern darin wurde auf jeden Fall kreativ gelöst: Anstatt einfach ein Icon einzublenden, weht ein Wind in die Richtung unseres Ziels und weist uns auf diese Weise sanft den Weg. Wir müssen zum Glück nicht zwangsläufig rennen, sondern können auf dem Rücken eines Pferdes Platz nehmen. Interessant: Auf seinem Weg sammelt Jin Bambus und andere Holzarten ein, was auf ein Crafting-System hindeutet. Details zu einem solchen etwaigen Feature gibt es aber noch nicht. Während wir durch die Lande wandern, gelangen wir an unterschiedliche Lokalitäten. Manche dienen bloß als hübsche Kulisse, andere haben spielerische Bedeutung. Immer wieder treffen wir offenbar auf Füchse, die uns zu Schreinen leiten. An diesen können wir beten und erhalten im Gegenzug Upgrades und Boni. Spezielle Orte dienen zudem als Schnellreisepunkte.

Wahrscheinlich nichts für ausgedehnte Spielesessions, aber dennoch eine nette Idee: Ein Schwarz-Weiß-Filter mit Grießeleffekt lässt das Spiel wie einen alten Samurai-Film wirken.


LAGERKOLLER

Außerdem warten Feindeslager auf uns, in denen die erwähnte Wahl zwischen Samurai- und Ghost-Gameplay getroffen werden muss. Es reicht aber offenbar nicht, alle Feinde auszuschalten. Im neuen Material zum Spiel sehen wir, wie Jin ein Mongolenlager im wahrsten Sinne dem Erdboden gleichmacht, indem er es völlig abfackelt. Zusätzlich zu den Hauptaufgaben in den Missionen existieren Zusatzherausforderungen. So gilt es etwa, Feinde mit einer bestimmten Waffe auszuschalten oder sich während einer Auseinandersetzung nicht zu heilen. Was es als Belohnung für das Bezwingen einer solchen Herausforderung gibt, ist nicht bekannt. Bisher kam er nur während der Eroberung des Lagers zum Einsatz, wir rechnen aber auch mit einem Nutzen beim Erforschen der Spielwelt: Jin verfügt über eine Art Enterhaken, mit dem er Abgründe überwinden und an Objekten nach oben klettern kann.

BEAUTIFUL GHOST

Was die Präsentation angeht, ist natürlich offensichtlich, dass Ghost of Tsushima grafisch beeindruckend aussieht. Darum ist es umso schöner, dass der gerade in Sony-Spielen inzwischen fast zum Standard gewordene Fotomodus auch hier mit an Bord ist. Wir können für unsere nach Wunsch auch animierten Bilder Wind und Wetter, Farbgebung und zig andere Details anpassen und sie sogar mit Ingame-Musik unterlegen. Die Anpassung des Grafikstils beschränkt sich aber nicht auf Fotos: Wer will, kann das komplette Spiel in Schwarz-Weiß samt Grießelfilter erleben, angelehnt an das japanische Samurai-Kino. Da versteht es sich schon fast von selbst, dass wir natürlich auch Zugriff auf eine japanische Audiospur haben werden.

Im Fotomodus arrangieren wir die Szenerie und die Akteure darin nach unserem Gusto und fertigen kleine Meisterwerke an.


BEKANNTES IM FEINEN GEWAND

Nach allem, was wir bisher von Ghost of Tsushima gesehen haben, lässt sich ohne jede Frage festhalten, dass es grafisch und atmosphärisch schon jetzt eine Wucht ist. Spielerisch hingegen scheint es auf eher bekannten Pfaden zu wandern. Gerade die Einflüsse aus den letzten beiden Assassin’s- Creed-Spielen sind mit Blick auf Erkundung, Feindeslager und sogar manche Gameplay-Icons offensichtlich. Der Stealth erinnert zudem stark an die Batman-Arkham- Spiele. Aber das ist ja nichts Schlechtes und auch wenn Ghost of Tsushima nicht durch Innovation überzeugen sollte, so haben wir an einem gut gemachten Open-World- Spiel, in das so viel offensichtliche Mühe gesteckt wurde, absolut nichts auszusetzen.

In Sachen Individualisierungsoptionen scheint Ghost of Tsushima keine Gefangenen zu machen. Die verschiedenen Klamotten haben aber auch Gameplay-Auswirkungen.


MEINUNG

Lukas Schmid

Wow, sieht Ghost of Tsushima gut aus! Wow, bin ich schon gespannt auf die Handlung! Und wow, wirkt das spielerisch altbekannt! Ich hole gerade Assassin’s Creed: Odyssey nach und musste beim Ansehen des neuen Gameplay-Videos zu Ghost of Tsushima mehrmals beinahe lachen, weil sich so viele Elemente derart ähnelten. Fast war ich überrascht, dass im Rahmen des Videos keine Parkour-Mechanik enthüllt wurde! Aber bitte nicht falsch verstehen, das soll nicht heißen, dass ich mich auf Ghost of Tsushima nicht freue. Ganz im Gegenteil, mit Odyssey habe ich gerade echt viel Spaß und ich wage zu behaupten, dass in Tsushima noch einmal mehr Mühe und vor allem Zeit investiert wurde. Altbekanntes ist ja nicht per se etwas Negatives, es geht nur um die Kompetenz bei der Umsetzung. Irgendwie bin ich aber auch fast melancholisch, wissend, dass Ghost of Tsushima meine PS4 quasi in den Ruhestand versetzen wird. Mach’s gut, alte Sockenkiste, war schön mit dir! Zum Schluss, so scheint es, kannst du dich noch über ein Highlight freuen.

Darauf basiert unsere Meinung

Wir haben auf Basis eines komplizierten wissenschaftlichen Verfahrens Infos zusammengetragen und sie in die Form eines Heftartikels gegossen.

FAZIT

Spielerisch nicht innovativ, präsentationstechnisch dafür sehr vielversprechend