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Glücksuchen:Der BUMERANG EFFEKT


Herzstück - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 09.04.2020
Artikelbild für den Artikel "Glücksuchen:Der BUMERANG EFFEKT" aus der Ausgabe 3/2020 von Herzstück. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Herzstück, Ausgabe 3/2020

Unsere innere Haltung ist es, die darüber entscheidet, ob wir die Welt durch die Augen der Liebe wahrnehmen können. Gönnen wir uns eine gütigere Haltung, ändern wir zugleich das Drehbuch unseres Lebens


Wie funktioniert gleich wieder ein Bumerang? Genau: Man wirft ihn in die Luft - und wenn man den Dreh raushat, kommt er zu einemzurück. Und was hat das nun mit unserem Leben zu tun? Sehr viel.Denn auch, was wir im Leben aussenden, kommt zu uns zurück.Es ist ja so: Jeder von uns wünscht sich tiefe, liebevolleBeziehungen zu anderen Menschen. Doch oft sitzen wir verzagtund alleine da und fragen uns, warum ...

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... uns einfach niemanddie Zuneigung und Liebe schenken will, nach der wir unsso sehnen. Mag uns etwa niemand? Machen wir etwasverkehrt? Oder noch schlimmer: Sind wir „verkehrt“?Die gute Nachricht: Nichts von all dem trifft zu. Wir sind genau richtig - unperfekt und fehlerhaft wie alle Menschen - und gerade deshalb liebenswert. Unser Problem ist: Wir wagen nicht, die Liebe, die wir alle in unserem Herzen haben, mit vollen Händen zu verschenken. Doch genau dann kommt sie zu uns zurück - wie ein Bumerang …

AṆ DAS GUTE GLAUBEN LASST SICH UBEN

Liebe beginnt in unserem eigenen Herzen. Sei gut zu dir, erlaube dir, so zu sein, wie du bist. Ziehe Grenzen, nimm dir Zeit für dich. Folge deiner Lust, stehe zu deinen Fehlern und vergleiche dich nicht mit anderen


Wenn du es warm haben willst, entfache ein Feuer“, lautet eine ganz schlichte Regel, die wahrscheinlich schon in der Steinzeit galt. Ist ja auch logisch! Wer würde schon in der Höhle sitzen und fröstelnd warten, bis ein anderer auf die Idee kommt, mal endlich ein Feuer zu machen. Doch was so einfach klingt, damit tun wir uns im alltäglichen Leben oft unendlich schwer.

Jeder wartet auf den anderen

Da sitzen viele von uns in ihrer Höhle und warten auf etwas Wärme. Wir alle wünschen uns Liebe, Zuneigung, Zärtlichkeit und Wertschätzung. Wir wünschen uns echte Tiefe in Beziehungen, wollen unser Herz öffnen und träumen davon, so angenommen zu werden, wie wir sind. Doch der erste und wichtigste Schritt dazu wäre, unsere Höhle zu verlassen. Nicht weiter in Bedürftigkeit zu verharren, sondern der Liebe einen Ehrenplatz in unserem Herzen zu geben. Das gilt in allererster Linie einmal für die Liebe und das Mitgefühl uns selbst gegenüber. Wenn wir uns so umarmen können, wie wir sind und uns nicht kleiner machen, indem wir uns ständig mit anderen vergleichen, werden wir weicher und schalten auf die „Frequenz Liebe“. Vielleicht denkst du ja, du liebst, und dein Problem sei nur, dass du nicht geliebt wirst. „Dann verwechselst du Liebe vielleicht mit Habenwollen“, schreiben Ronald Schweppe und Aljoscha Long, die Autoren des Buches „Wenn du geliebt werden willst, liebe“. Sie sind überzeugt, dass wir mit Achtsamkeit und Mitgefühl alle unsere Beziehungen heilen können - einschließlich der Beziehung zu uns selbst. Ein liebevolles Herz ist stärker als Ängste, Sorgen, Wut - ja oft sogar stärker als Krankheit, denn Mitgefühl aktiviert unsere Selbstheilungskräfte. Doch wie setzen wir das in unserem Alltag um? Es fällt uns in der Regel deutlich leichter, uns über andere zu beklagen, uns zu ärgern, gestresst oder enttäuscht zu reagieren und einem nervigen Menschen zu zeigen, was wir von ihm halten …

Hinter die Masken blicken

Meist sind wir selbst unsere härtesten Kritiker und denken, auch andere würden uns mit ähnlich harten Maßstäben begutachten. Aber in jedem einzelnen von uns lebt der Wunsch, gesehen und angenommen zu werden. Dieser Wunsch verkleidet sich häufig, glauben die Autoren: „Viele Ziele, die wir verfolgen, haben auf den ersten Blick nichts mit Liebe zu tun.“ Und doch verbirgt sich dahinter die Sehnsucht danach: Ob es die Karriere ist, die Luxus-Wohnung, der Schönheits-Chirurg - wir unternehmen viel, um Achtung, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten. Doch das wohlig, warme Gefühl, nach dem wir uns sehnen, lässt sich nicht so einfach im Alltag finden. Um angenommen zu werden, müssten wir vielleicht erst einmal den Mut und das Vertrauen haben, uns zu zeigen unsere Höhle eben ab und zu mal zu verlassen. Drehen wir unsere Sichtweise doch einfach um, gehen wir auf andere liebevoll und achtsam zu, zeigen wir ihnen, dass wir lebendige Wesen sind und ein offenes Herz haben. Ausprobieren können wir das jeden Tag neu: Verschenke dein Herz, öffne dich: Fange einfach den Tag mit einem Lächeln in der U-Bahn an, lasse der gestressten Kundin hin ter dir an der Supermarkt-Kasse den Vortritt. Begrüße die Frau am Zeitungskiosk mit ihrem Namen. Du kennst ihn nicht? Erkundige dich danach, sprich ein paar Sätze mit ihr. Schau sie dir aufmerksam an, blicke in ihre Augen. Höre auf, deine Mitmenschen „als Funktionen“ wahrzunehmen, schenke ihnen deine Präsenz und deine Aufmerksamkeit. Du kannst in ganz kleinen Schritten vorgehen, niemand erwartet etwas von dir. „Großzügigkeit ist die Schwester wahrer Liebe“, sagen Schweppe und Long. Sei freigiebig mit deiner Energie: Vielleicht braucht eine Freundin gerade etwas Unterstützung? Höre anderen wirklich zu, zeige Mitgefühl für ihre Sorgen! Wenn andere Fehler machen oder ihre Schwächen an den Tag kommen, sieh darüber hinweg! Großherzigkeit ist eine wunderbare Haltung, die es uns ermöglicht, uns zu öffnen, anstatt zuzumachen. So kann Liebe fließen.

Wir EMPFANGEN WAS WIR AUSSENDEN

Wir haben so viel zu geben! Liebe wächst, wenn man sie teilt. Richten wir unseren Fokus doch auf Fülle und gehen wir großzügig mit unseren Gefühlen um. Ganz nebenbei macht uns das stark und authentisch …


Das Herz lässt sich nicht schützen

Alle Menschen - ausnahmslos - haben schon ihre Dramen und „Herzensbrüche“ erlebt. Egal, ob wir als Kinder von Lehrern gedemütigt, von den Eltern nicht wirklich angenommen oder von unseren Liebsten verlassen wurden oder einen Verrat erleben mussten. Doch sein Herz zu verschließen, ist die falsche Reaktion darauf und die falsche Lebensstrategie. Sie schützt nicht, sondern trennt vom Fluss der Liebe, von den heilsamen Gefühlen, die man doch gerade in den kleinen und großen Krisenzeiten so dringend bräuchte.

Gönnen wir uns also ein offenes Herz, fangen wir am besten heute noch an, uns und andere liebevoll zu behandeln. Fassen wir den Mut, uns in unserer Unvollkommenheit zu zeigen und offen auf andere zuzugehen. Mit jedem Akt der Güte schreiben wir das Drehbuch unseres Lebens um.

Christina Radzwill

Zum Weiterlesen: „Wenn du geliebt werden willst, dann liebe. Die Magie der liebevollen Achtsamkeit” von Ronald Schweppe und Aljoscha Long (Integral Verlag, 18 €)