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GLUTENFREI LEBEN: 5 FRAGEN & ANTWORTEN: WAS SIE ÜBER APPS WISSEN SOLLTEN!


Gluten Free - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 17.01.2019

1. Was sind Apps und welche Vorteile habe ich davon?
Die Abkürzung App steht für „Applikation“ und meint in der Regel kleine Programme, die auf Mobilgeräte heruntergeladen werden. Früher stellten Apps lediglich die Mobilversion eines Webangebotes dar. Heute erfüllen sie viele verschiedene Funktionen, die Ihnen im Alltag nützlich sein können. Sie helfen beispielsweise dabei, Gesundheitsdaten besser zu verwalten, die Fitness im Auge zu behalten, die Ernährung zu protokollieren, Medikationspläne umzusetzen, Produktinformationen nachzuschlagen oder Einkäufe zu organisieren.


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2. Welche Apps gibt es speziell für Zölis?
In den App-Stores von Google und Apple finden sich zahlreiche Angebote zum Thema Gesundheit. Apps speziell für ein glutenfreies Leben gibt es dagegen nur eine Handvoll. Hier ein paar Beispiele:

• DZG-App
• AOK glutenfreie Rezepte
• Schär Gluten Free
• AiC Mobile (für Italien)
• Find Me Gluten Free (für die USA)

Darüber hinaus gibt es Apps, die nicht ausschließlich für Zöliakie gedacht sind, aber dennoch nützlich im glutenfreien Alltag sein können. Mit Whatsinmymeds gelingt der Gluten-Check bei Medikamenten. Symptom- und Ernährungstagebücher können bei der Therapie unterstützen. Und Apps mit Allergiekarten in unterschiedlicher Sprache sind hilfreich beim Reisen. Doch gerade beim Einkaufen von Lebensmitteln sind Apps, wie beispielsweise Codecheck, nicht empfehlenswert. Mit ihnen können Sie zwar direkt beim Einkauf die Barcodes der Lebensmittel scannen und auf allergene Inhaltsstoff e prüfen, doch die Daten sind nicht aussagekräftig, ob ein Produkt tatsächlich glutenfrei ist oder nicht.

Achtung vor veralteten oder falschen Inhalten!

Die wenigsten Apps werden regelmäßig aktualisiert. Auch gibt es Lebensmittel, die unter gleichem Namen, aber mal mit und mal ohne glutenhaltige Bestandteile verkauft werden. Wenn Sie beispielsweise Codecheck nutzen und die Zutaten eines Lebensmittels damit nachschlagen, lassen Sie daher bitte unbedingt Vorsicht walten. Verlassen Sie sich nicht blind auf die Angabe „glutenfrei“, sondern lesen Sie zur Sicherheit immer das Etikett. Empfehlenswerter ist ansonsten die DZG-App. Hier müssen Sie das Lebensmittel zwar manuell eintippen, dafür erhalten Sie aber ein aussagekräftigeres Ergebnis. Gerade bei Produkten, bei denen Sie sich unsicher sind, kann ein Blick auf die DZG-App nützlich sein. So gibt es beispielsweise Schokoladen oder Getränke, die zwar Gerstenmalzextrakt in der Zutatenliste auff ühren (und damit eigentlich ungeeignet sind bei Zöliakie), die aber trotzdem als glutenfrei gelten, da ihr Glutengehalt weniger als 20 ppm beträgt. Bei der Suche nach einem Restaurant oder Reiseziel über eine App sollten Sie zur Sicherheit immer erst nachfragen, ob das glutenfreie Angebot noch besteht.

3. Welche Apps sind sonst noch sinnvoll?
Wenn Sie die DZG-App verwenden, haben Sie bereits viele nützliche Funktionen aus verlässlicher Quelle beisammen: Die App beinhaltet ein Nachschlagewerk für Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika, Reisetipps und die Bitte an den Koch in verschiedenen Sprachen. Ansonsten sind für Sie genau dieselben Freizeit-Apps relevant wie für alle anderen auch. Facebook eignet sich vor allem für den Austausch mit Gleichgesinnten, beispielsweise in Gruppen wie dem Zöliakie Austausch. Auf Instagram finden Sie anhand von Hashtags (Beispiel: #glutenfrei) Restaurants und Rezeptideen, können Bloggern folgen und sich bei Ihren Lieblingsmarken auf dem Laufenden halten. Auch Pinterest ist eine wertvolle Inspirationsquelle fürs glutenfreie Kochen und Backen. Bei Amazon können Sie bequem online shoppen und Google Maps hilft beim Recherchieren von Lokalitäten.

Wir haben in der Facebookgruppe Zöliakie Austausch gefragt:
„In welchen Lebensbereichen nutzt ihr Apps, um euch glutenfrei zu organisieren?“

Neben Apps werden auch häufig Webseiten genutzt, wie beispielsweise die Seiten der jeweiligen Zöliakie-Ländergesellschaft en oder – hier ist die mobile Version so gut, dass es gar keine extra App braucht.

4. Worauf muss ich bei einer App achten?
Bevor Sie eine App herunterladen, sollten Sie das Programm und den Anbieter gut unter die Lupe nehmen. Grundsätzlich kann jeder Apps entwickeln und im Netz anbieten. Vergewissern Sie sich daher so gut wie möglich der Seriosität des Herstellers. Eine Checkliste der Basisangaben, die vor dem Download ersichtlich sein sollten, gibt das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis) e.V. im „Gesundheits-App Fact Sheet“.
>
Neben einer eindeutigen Bezeichnung der App und Pfl ichtangaben wie Impressum, Datenschutz und Kosten sollten auch Aktualität, Art der Finanzierung (Werbung), Größe, bekannte und behobene Störungen auf den ersten Blick erkennbar sein. Im besten Falle werden die Autoren mit ihrer fachlichen Qualifi - kation genannt. Eine etwas umfangreichere „Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps“ mit ausführlicheren Hinweisen ist beim Aktionsbündnis Patientensicherheit nachzulesen.
>www.aps-ev.de/patienteninformation
Aufgepasst!
Selbst wenn die App vertrauenswürdig aussieht, sollten Sie immer genau überlegen, welche und wie viele Daten Sie preisgeben.

5. Wie sicher sind meine Daten?
Ein einheitliches, staatliches Siegel, das die Sicherheit von Gesundheits-Apps gewährleistet, gibt es derzeit nicht. Vertrauen Sie einer App nur dann, wenn der Anbieter und eine Kontaktmöglichkeit klar erkennbar sind. Außerdem sollte die App regelmäßig aktualisiert werden und eine korrekte Datenschutzerklärung ausweisen: Bei Google sind App-Anbieter zu einer Datenschutzerklärung verpfl ichtet, die sich auf die App bezieht und innerhalb der App erreichbar sein muss. Ein bloßer Link auf die Datenschutzerklärung der Webseite des Anbieters reicht nicht aus. Im besten Falle können einmal gespeicherte Daten wieder gelöscht werden und die App wurde zusätzlich mit einem Siegel ausgezeichnet. Auch die Frage, wie sich die App finanziert, kann wichtig sein. Wenn Sie beim Download den Hinweis „enthält Werbung“ sehen, scheinen Werbeeinnahmen die Grundlage zu sein. Eingeblendete Anzeigen erkennen Sie schnell. Bei Schleichwerbung müssen Sie allerdings wachsam sein – zum Beispiel, wenn ein Produkt oder eine Therapie von der App besonders in den Fokus gestellt wird.

Gut zu wissen
Die interaktive „Checkliste Gesundheits-Apps“ von HealthOn hilft Ihnen bei der Risikoabschätzung.
>www.healthon.de/checkliste

Unser Fazit
Apps können eine gute Orientierungshilfe und Inspirationsquelle für den glutenfreien Alltag sein. Informationen sind im Bedarfsfall schnell abrufbar und können mit Gleichgesinnten in Echtzeit ausgetauscht und diskutiert werden.

Vielen Apps mangelt es an Aktualität und Transparenz. Seriöse Anbieter, die auf eine hohe Qualität der Inhalte setzen und die Angaben in der App gewissenhaft pfl egen, gibt es nur wenige. Eigenverantwortliches Mitdenken ist daher immer notwendig!

HINWEIS

Apps sind lediglich als Alltagshelfer zu verstehen. Sie können keine Therapie und keine Beratung durch eine qualifizierte Fachkraft ersetzen.