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„GO!“


Startup Valley News - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 22.02.2019

Die neue Gründungsoffensive des Bundeswirtschaftsministeriums


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Bildquelle: Startup Valley News, Ausgabe 2/2019

„Gut für dich. Gut für Deutschland“ So lautet das Motto der neuen Förderinitiative für Gründungen und Startups des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier. Im November 2018 gestartet, soll die Initiative einen Teil der Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen und als Katalysator der deutschen Gründungskultur wirken. Die Gründungslandschaft soll zu einem fruchtbaren Boden umgewandelt werden, auf dem vom innovativen IT-Startup bis zum einfachen Handwerksbetrieb jedes Vorhaben sprießen und gedeihen kann. Für nicht ganz so aufmerksame ...

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... Beobachter der Szene oder der Politik kann es sein, dass diese Aktion zwischen Vorweihnachtsstress und Neujahrsvorsätzen untergegangen ist. Deshalb hier alle wichtigen Infos zu dem Programm und was es für Startups mit sich bringt. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) hat sich in einem stringenten 10-Punkte-Plan eine To-Do-Liste auferlegt, die ehrgeizig ist und vielversprechend klingt:

1 „Gründergeist stärken, unternehmerische Kompetenzen vermitteln, Mut für eine zweite Chance machen“: Also gleich drei Fliegen auf einen Streich schlagen. Das soll u. a. erreicht werden, indem das Thema Gründung (endlich) auch im Bildungssystem ankommt. Projekte des Initiativkreises „Unternehmergeist in die Schulen“ und die Förderung von Ausgründungen aus Hochschulen und Wissenschaft werden als Bausteine genannt. Der Ausbau des Dialoges mit der Gründerszene und bundesweite Wettbewerbe sind angekündigt. Die „Gründerwoche Deutschland“ soll außerdem ausgebaut werden. Und besonders schön: Es soll eine positive Gründungs- und Fehlerkultur in Deutschland etabliert werden. Gescheiterte Gründer sollen wieder Mut für das nächste Projekt finden.

2. „Gründungsumfeld verbessern“: Durch den Abbau von Bürokratie und eine Optimierung der Verwaltungsprozesse sollen Neugründungen erleichtert werden. Gründungsplattformen (www.gruenderplattform.de) und Beratungsstellen sollen ihre Angebote erweitern und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

3. „Unternehmensnachfolgen erleichtern“ : Innovative und digitale Kanäle sollen das Ansprechen der passenden Zielgruppen ermöglichen (z.B. ICON – innovativer Content für die Unternehmensnachfolge), damit ein Nachfolger leichter gefunden werden kann. Die bundesweite, kostenlose Unternehmensnachfolgebörse www.nexxt-change.org wird ausgebaut. Der bundesweite Aktionstag „Unternehmensnachfolge“ bietet eine weitere Plattform.

4. „Mehr Frauen für die unternehmerische Selbständigkeit gewinnen“: Das BMWI hat erkannt, dass zu wenige Gründungen durch Frauen erfolgen. Dem möchte es mit der bundesweiten Initiative „FRAUEN unternehmen“ entgegenwirken und Frauen zusätzlich durch sog. „Vorbild-Unternehmerinnen“ motivieren. Das Existenzgründerinnenportal www.exi-stenzgruenderinnen.de bietet bundesweit Informationen, Beratungen und Vernetzungsmöglichkeiten speziell für Frauen.

5. „Passgenaue Finanzierungsinstrumente anbieten“: Die Werkzeuge hierfür sieht das BMWI in Mikromezzaninfonds (Budget auf 153 Mio. Euro aufgestockt), Mikrokreditfonds, dem Programm „ERP- Kapital für Gründung“, das eigenkapitalähnliche Mittel in Form von Nachrangdarlehen zur Verfügung stellt und in der Arbeit der Bürgschaftsbanken.

6. „Mehr Wagniskapital für Startups bereitstellen“: Die Liste der Programme ist erfreulicherweise lang: Die Tech Growth Fund-Initiative, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), das INVEST-Programm, Coparion, der ERP/EIF-Dachfonds und der European Angels Fund sind unter anderem als Kapitalquellen genannt. Auch die neue KfW-Tochtergesellschaft KfW Capital soll in diesem Bereich umfangreich aktiv werden.

7. „Startups und Mittelstand enger vernetzen“: Die „Start-up-Night!“, „Start-up meets Mittelstand“ und die Digital Hub Initiative werden weiterhin die Vernetzung von Startups mit dem Mittelstand erleichtern. Außerdem sollen noch mehr Plattformen geschaffen und ausgebaut werden.

8. „Internationale Kooperationen von Startups fördern“ : Dafür wird das mit den USA bereits erfolgreich laufende German-Accelerator-Programm nach Asien ausgeweitet. Der internationale Austausch zwischen Hochschul-Gründungsnetzwerken und Startups soll verstärkt werden und insgesamt sollen mehr Internationale Startup-Ökosysteme geschaffen werden, wie das „German Israeli Startup Exchange Program (GISEP)“ und das „German Indian Startup Exchange Program (GINSEP)“.

9. „Unternehmerische Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten stärken“: Der Ausbau von Informations- und Vernetzungsangeboten stehen ebenso auf dem Plan wie Mentorenprogramme mit Gründerpaten aus der Wirtschaft.

10. „Soziales Unternehmertum stärker fördern“: Fördermöglichkeiten für Sozialunternehmen sollen erweitert werden und Sozialunternehmen sollen auf den Onlineplattformen öfter Berücksichtigung finden.

Fazit:
Die meisten der genannten Programme und Initiativen sind nicht neu. Sie wurden nur unter einer Überschrift zusammengefasst. Das macht es zumindest einfacher den Überblick zu behalten. Es lohnt sich für Gründer aber auf jeden Fall, sich über die Möglichkeiten und Angebote in ihrem Bereich zu informieren, da viele Startups in den umfangreichen Programmen tatkräftige Unterstützung gefunden haben.

Weitere Infos und Details: www.existenzgruender.de