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GÖTTER-GOLF


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Golfpunk - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 29.04.2022

ZYPERN

Artikelbild für den Artikel "GÖTTER-GOLF" aus der Ausgabe 2/2022 von Golfpunk. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Golfpunk, Ausgabe 2/2022

APHRODITE HILLS GOLF CLUB

18 Löcher, Par 71, 4.575 bis 6.289 Meter

Adresse 3 Aphrodite Avenue Aphrodite Hills CY-8509 Kouklia-Paphos, Zypern Tel. 357 26.828.200

www.aphroditehills.com

Greenfee

Nebensaison: 110 Euro,

Hauptsaison: 170 Euro (inkl. Buggy) und attraktive Sunrise-und Twilight-Tarife

2002 wurde auf den Hügeln über dem Felsen der Aphrodite dieser amerikanisch anmutende Resort-

Course gebaut. Drumherum tolle Eigentums-und Ferienhäuser, grandioser Meerblick inklusive.

Die langen Wege zwischen den Spielbahnen der zwei unterschiedlichen Neunlochschleifen machen ein Cart obligatorisch.

Killerloch

Loch sieben ist der Knaller: ein je nach Teebox 128 bis 210 Meter langes Par 3 über eine Schlucht.

Der Abschlag ist auf einer Seite der Felsen, das Grün auf der anderen Seite – „do or die“ in Reinkultur.

I n etwa so innig wie die Liebe zwischen Will Smith und Chris Rock ist die unseres Chefredakteurs zu ...

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... Schlagern. Nur um ihn zu ärgern, zitiere ich jetzt diesen Songtext der viel zu früh verstorbenen Schlagerikone Ibo: „Ich hab ’nen Bungalow in Santa Nirgendwo, da flieg ich jede Frühstückspause hin. Und lass mich verwöhnen von den Inselschönen, bis ich wieder hier zurück am Schreibtisch bin.“ Die Inselschönen können mich mal, aber einen Bungalow auf Zypern hätte ich schon gerne, denn von den vielfältigen Möglichkeiten auf der waldreichsten Mittelmeerinsel träume ich seit meinem Besuch regelmäßig. Mit 1.951 Metern ist der Olymp der höchste Berg und lädt im Winter zum Skifahren ein. Die Hartgesottenen könnten direkt anschließend noch im Meer baden, denn nirgendwo ist das Mittelmeer wärmer und hat selbst im Februar noch 17 Grad. Und die Golfsaison auf Zypern dauert 365 Tage.

Es ist jetzt ziemlich genau elf Jahre her, seit wir die Plätze auf der drittgrößten Mittelmeerinsel zuletzt unter die Lupe genommen haben. Genauer gesagt rund um die schnuckelige, ganz im Westen gelegene Hafenstadt Paphos. Quantitativ hat sich seither nichts verändert – es gibt dort nach wie vor dieselben vier Golfplätze, alle im Umkreis von gut 20 Kilometern. Allerdings hat sich qualitativ doch einiges getan, was uns dazu bewogen hat, euch upzudaten.

Zunächst einmal irrt, wer denkt, dass vier Golfplätze, die so nahe beieinanderliegen, vermutlich größere Ähnlichkeiten aufweisen müssten. Auf Mallorca gibt es 20 Golfplätze, an der Costa del Sol knapp 60 und in diesen beiden Golf-Destinationen sind einige davon zweifellos austauschbar. Das Großartige auf Zypern aber ist, dass die vier Golfanlagen unterschiedlicher nicht sein könnten, was den Spielgenuss und den Erlebniswert bei einem Golfurlaub auf dieser schönen Insel enorm steigert. Und jedes Viertel dieses golferischen Kaleidoskops ist es außerdem wert, mehr als nur einmal gespielt zu werden, was Paphos zu einer tollen Alternative für einen Golfurlaub macht, zumal die Temperaturen im Winter zwischen angenehmen 15 und 20 Grad liegen.

Ohne mit allzu viel Geschichtsunterricht langweilen zu wollen – politisch ist das Ganze auf Zypern nicht gerade einfach. Nach fast einhundertjähriger britischer Kolonialzeit ist Zypern erst seit 1960 unabhängig. Seit 1974 ist die Insel geteilt, nachdem griechische Putschisten den Anschluss an Griechenland durchsetzen wollten, was vom türkischstämmigen Teil militärisch verhindert wurde. Seither gibt es den griechischen Südteil und den türkischen Nordteil, zwischen dem eine Pufferzone liegt, die von Friedenstruppen überwacht wird. 2004, im Jahr des EU-Beitritts, führte eine Volksabstimmung in beiden Teilen nicht zum erhofften Ergebnis einer Wiedervereinigung der insgesamt etwas mehr als eine Million Zyprer. Für Wissbegierige interessant, für den Golfreisenden unwichtig, denn der bekommt in und um Paphos von diesen Ungereimtheiten nichts mit.

Ein Relikt der britischen Kolonialzeit ist der ungewohnte Linksverkehr. Ansonsten trifft man hier, nur 95 Kilometer von der Westküste Syriens entfernt, stets und überall auf die Spuren der griechischen Mythologie: Gut zehn Kilometer südlich vom Flughafen liegen einige große, zerklüftete Felsen am Strand. Der Sage nach entstieg an dieser Stelle Aphrodite dem Meer, die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde. Durchaus sinnvoll also, den Golfclub auf dem dahinter liegenden Berg Aphrodite Hills (gesprochen: Äfrodeiti) zu nennen. Dabei handelt es sich um den amerikanischsten aller zyprischen Plätze. Der 2002 von Cabell Robinson, unter anderem verantwortlich für die spanischen Topkurse Finca Cortesin und La Reserva de Sotogrande, auf den Hügel gezauberte Kurs liegt inmitten eines schönen Resorts mit schicken Immobilien.

„2004, im Jahr des EU-Beitritts, führte eine Volksabstimmung in beiden Teilen nicht zum erhofften Ergebnis einer Wiedervereinigung der insgesamt etwas mehr als eine Million Zyprer.“

Der PGA National of Cyprus genannte Platz ist seit 2020 auch Austragungsort des European-Tour-Events Cyprus Open, was einem Gütesiegel gleichkommt und den Platz zum Golf-Aushängeschild der Insel macht. Somit erübrigt sich jedes weitere Wort über den Zustand der Anlage, deren fantastischer Golfplatz einige Highlights bereithält: Für Profis und vielleicht ein Prozent aller Golfamateure mag der dritte Abschlag machbar sein. Alle anderen fahren schön mit dem Buggy um die Schlucht herum, über die Longhitter 200 Meter – carry, wohlgemerkt – knallen müssen, um ihrem Ball wieder festen Boden unter seiner Urethanbeschichtung zu bescheren. Damit ist ein wesentlicher Punkt auch schon genannt: Die gute Aphrodite ist nicht zu Fuß zu bewältigen. Die Wege zwischen den Spielbahnen sind wie bereits erwähnt mal ei-nen guten Kilometer lang oder schlicht abenteuerlich. Allein schon die Fahrt mit dem Cart zum siebten Abschlag ist ein Erlebnis. Die Lombard Street lässt grüßen, wenn es eine Schlucht in steilen Serpentinen hinabgeht. Auf halber Höhe sind diverse Abschläge in den Fels gehauen, von denen aus es über einen Höllenschlund auf ein Grün zu schlagen gilt. Würde nicht schaden, wenn einem Tyche, die griechische Kollegin der römischen Fortuna, an diesem Ort wohlgesinnt wäre.

Wer weiß, vielleicht ist Aphrodite damals ja den Berg auf der anderen Seite wieder herabgestiegen und keiner hat je davon erfahren. Es würde erklären, warum dort mit dem Secret Valley Golf Resort schon der nächste Golfschatz mit Bermuda-Fairways und tadellosen Bentgras-Grüns auf unsereins wartet. Der große Tony Jacklin hat hier 1996 ein klassisches Out-and-Back-Routing im schmalen Tal angelegt, das 2013 von Jacovos Jacovou überarbeitet wurde. Ein Platz, bei dem es viel mehr auf Köpfchen als auf Länge ankommt. Es gilt, die richtigen Ablagepunkte zu treffen und den vielen Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Manchmal wurden die steilen Berghänge dazu benutzt, um spektakuläre Abschläge hineinzuzimmern, die grandiose Blicke in das enge, lang gezogene Tal bieten. Mein Buddy Rolf, mit dem ich auf jeder Runde um den anschließenden Drink zocke, spielt die deutlich schwierigeren Front Nine derart fehlerfrei, dass ich ihn der KI verdächtige, ehe er auf den offeneren Back Nine anfängt, sich seinen Score komplett zu zerstören. Mit der Ausgeglichenheit eines Klingonen stapft er nach der Runde ins Clubhaus, wo ich ihm genüsslich zuproste.

MINTHIS GOLF CLUB

18 Löcher, Par 72, 4.903 bis 5.879 Meter

Adresse Tsada, PO Box 62085

CY-8060 Paphos, Zypern Tel. +357 26.842.200

www.minthisresort.com

Greenfee

Nebensaison: 75 Euro Hauptsaison: 99 Euro (Sundowner 45 Euro bzw. 55 Euro)

Die Anlage wurde 1994 als Tsada Golf Club gegründet und ist damit der älteste und am höchsten gelegene Golfclub Zyperns. Auf 550

Metern Höhe wird um das Kloster Stavros tis Minthis („Kreuz von Minthis“) aus dem zwölften Jahrhundert herum gespielt. In den letzten Jahren wurde viel investiert, um die Infrastruktur und den Platzzustand auf Topniveau zu bringen.

Killerloch

Die zwölfte Bahn hat es erst auf den zweiten Blick in sich: Das Fairway ist nicht besonders schmal, nennenswerte Hindernisse gibt es kaum. Dafür geht es ganz offensichtlich amtliche 386 Meter bergauf zu einem dreistufigen Grün.

Dort treffen wir Adam Collinson, Pro und Manager in Personalunion, und fragen ihn, was es mit den Flutlichtmasten an den Bah- nen 9, 10 und 11 auf sich hat. Ursprünglich wurde am untersten Ende des Kurses, wo die Strandsiedlung mit dem Golfplatz verbunden ist, eine Dreilochschleife mit Flutlicht für ein abendliches Spielchen geplant, was aber nie umgesetzt wurde. „Wenn schon Flutlicht, dann wäre es doch viel sinnvoller, die letzten drei Bahnen damit auszustatten, um die Spielzeiten verlängern zu können“, merkt Adam kopfschüttelnd an. Angesichts der durchschnittlich 175 Greenfees pro Tag eine durchaus berechtigte Überlegung, zumal in den Morgenstunden die Mitglieder Vorrang haben.

Keine Viertelstunde entfernt lädt der jüngste Spross dieses abwechslungsreichen Golf-Quartetts ein. Im sogenannten Elea Estate thront ein palastartiges Clubhaus mit Kleinstadt-Dimension inklusive Tiefgarage und allem erdenklichen Schnickschnack über der Anlage. Vom geplanten Resort sind auf dem Anfahrtsweg bislang allerdings nur schmale Abfahrten entstanden, die aktuell noch im Nichts versanden. Dafür wartet seit 2010 ein Golfplatz in Top- Form auf seine Herausforderer.

Sir Nick Faldo hat hier ein Meisterwerk im Desert-Style erschaffen, das er selbst so charakterisiert: „Das Design erfordert ein gewisses Maß an strategischer Interaktion, fordert den Spieler heraus und stellt ihm Fragen.“ Mission accomplished. Die erste Frage, die mir in den Sinn kommt: Wie viele verdammte Bunker hat der sechsfache Major- Sieger hier verbaut? Trölfzigtausend? Manager Adam Davidson klärt uns nach der Runde auf: „Es sind nur 58, aber es fühlt sich nach mehr an, weil sie teilweise groß und dadurch optisch dominant sind.“ Die zweite Frage: Was zum Geier hat die unspielbare Wolle rund ums Grün zu suchen? „Ja, das Paspalum-Gras ist nicht einfach, vor allem wenn man es nicht gewohnt ist“, erklärt Adam lächelnd. So ist es. Chips aus diesem Gras zu spielen ist etwas komplett anderes als das, was wir von unseren Wiesen hierzulande gewöhnt sind. Zu läppisch gespielt, bleibt der Schlägerkopf in diesem widerspenstigen Kraut hängen und macht den Versuch zu einem demütigen Hacker. Zu viel Verve lässt den Ball weit übers Ziel hinausschießen. Am Ende der ersten Runde hat man das Gefühl, so langsam den Bogen dafür rauszuhaben, und verspürt den Drang, gleich noch einmal zu spielen, um es dann besser zu machen.

Ein typischer Faldo-Kurs, er macht mächtig Spaß. Wer schon mal am Scharmützelsee gespielt hat, wird verschiedene Design-Elemente wiedererkennen. Und Achtung: Ich kann mich nicht an ein vergleichbar bretthartes Finish erinnern – die letzten drei Spielbahnen sind schwieriger als ein vierfacher Toeloop.

Vom jüngsten geht es zum ältesten Platz der Insel. 1972 wurde in Paphos das erste Hotel gebaut. Zwei Jahre später öffnete der erste Golfclub seine Pforten. Im Troodos-Gebirge, dem Schwarzwald Zyperns, liegt auf 550 Metern Höhe der Minthis Golf Club (früher Tsada Golf Club). Die Vegetation hinkt der Küste hier einige Wochen hinterher und das robustere Winter Rye Grass benötigt im Frühjahr länger, um sich von seinem Ockerton in sattes Grün zu verwandeln. Dafür ist es hier oben deutlich angenehmer, wenn es auf Meereshöhe schon richtig heiß wird.

Das Land gehört der Kirche, die den Club anfangs geleitet hat und heute noch Business- Partner ist. Mittlerweile managt die Österreicherin Margarete Dunst den Club, der mit dem Green Key Label und dem Green Club Award zwei Nachhaltigkeits-Auszeichnungen erhalten hat. Um das moderne Clubhaus herum, das grandiose Ausblicke ins Gebirge bietet, soll ein Resort entstehen. Mackenzie & Ebert haben den Platz aus der Feder von Donald Steel aufwendig renoviert. 2021 wurden die Grünkomplexe komplett erneuert und mit Bentgras versehen.

SECRET VALLEY GOLF RESORT

18 Löcher, Par 71, 4.305 bis 5.714 Meter

Adresse Ha Potami, Kouklia CY-8101 Paphos, Zypern Tel. +357 26.274.000 www.secretvalleygolfresort.com

Greenfee

99 Euro (Twilight: 40 Euro)

Gefühlt kann man von jenem Berg, auf dem das Aphrodite Hills Golf Resort thront, hinab ins Tal auf den Platz im Secret Valley schlagen. Der von Tony Jacklin konzipierte Kurs in der Talsohle einer Schlucht hat einen völlig anderen Charakter: nicht lang, aber tricky. Ein spannender, abwechslungsreicher Kurs mit anspruchsvollen Grüns und einem klassischen Out-and-back-Routing.

Killerloch

Bahn 9 (Par 5) ist laut Scorekarte die schwierigste. Mag sein. Aber die beiden Par-4-Doglegs zuvor sind – zumindest beim ersten Spielen – deutlich spannender. Beim Abschlag hinab ins Tal und in den Knick der Spielbahn sollte man die Hölzer im Bag stecken lassen.

„Es würde nicht schaden, wenn einem Tyche, die griechische Kollegin der römischen Fortuna, an diesem Ort wohlgesinnt wäre.“

ELEA GOLF CLUB

18 Löcher, Par 71, 4.711 bis 6.195 Meter

Adresse 1 Eleon Avenue CY-8310 Geroskipou-Paphos,

Zypern Tel. +357 26.202.001 www.eleaestate.com

Greenfee

Nebensaison: 87 Euro,

Hauptsaison: 112 Euro,

Sundowner: 45 Euro

Unter dem majestätischen Clubhaus auf einer leichten Anhöhe liegt ein typischer Nick-Faldo- Kurs, auf dem man vor lauter Bunker-Landschaften leicht die Orientierung verlieren kann. Der jüngste der vier Kurse wurde ebenfalls als Resort angelegt. Für die dafür geplanten Villen oder Apartments wird noch ein Investor gesucht.

Killerloch

Gefühlt ist die 17 (416 m) ein Par 5. Bei 275 Metern endet das nach links abfallende und zur Rechten mit Bunkern bestückte Fairway, bevor eine unspielbare Waste-Area beginnt. Wer mit Schlag zwei nicht carry die 345-Meter-Marke knacken kann, muss vor das Geröllgestrüpp vorlegen, um die restlichen 140 Meter dann mit dem dritten Schlag anzugehen.

WOHNEN CONSTANTINOU BROS.

Die ganze Stadt Paphos mit den vielen antiken und mittelalterlichen Ruinen steht unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes. Für Golfer wie für Strand-und Kultururlauber sind die Hotels der Constantinou Bros. empfehlenswert. Das „Athena Beach“ ist ein Familienhotel, die anderen („Asimina Suites“, „Athena Royal Beach“, „Pioneer Beach“) sind ab 16 Jahren. Sie verteilen sich alle südöstlich des Stadtzentrums am Strand. Über die Promenade ist Paphos’ malerischer Hafen mit seinen archäologischen Stätten fußläufig in 20 Minuten zu erreichen.

Die Bahnen schlängeln sich auf den Front Nine durch Weinberge und Olivenbäume um ein kleines Kloster aus dem zwölften Jahrhundert herum, in dem heute noch Messen und Hochzeiten abgehalten werden. Viele Golfer kamen dort im Laufe der Jahre mit Pater Varnava ins Gespräch. Wenn sie wiederkommen, werden sie traurig sein zu erfahren, dass er mittlerweile verstorben ist. Als Signature Holes gelten offiziell das Inselgrün der 15 (Par 3) und die zehnte Spielbahn, bei der es von einem erhöhten Abschlag über eine Schlucht auf ein tief im Tal liegendes Fairway zu schlagen gilt, was durchaus spektakulär ist. Der heimliche Star aber ist das 14. Loch. Das vielleicht beste Par 4 der Insel beweist, dass eine Spielbahn nicht lang sein muss, um herausfordernd und genial zu sein.

Nach der Runde huldigen wir im Clubhaus ausgiebig Dionysos, dem Gott des Weines im Speziellen und der sinnlichen Genüsse im Allgemeinen, bevor wir später sanft in Morpheus’ Reich entschlummern. Wir sind zwar keine Golfgötter, aber es lässt sich prächtig Golf spielen auf der Insel der Götter. Ich hoffe inständig, dass es nicht wieder elf Jahre dauert, bis wir euch das nächste Update geben können.