Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 9 Min.

GOLF VON KORINTH: Golf von Korinth


segeln - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 18.01.2019

Der Golf von Korinth ist mehr als nur eine Abkürzung auf dem Weg von der Adria in die Ägäis. Er ist eigenständiges Segelrevier, das keinen Vergleich mit anderen Revieren zu scheuen braucht.


Artikelbild für den Artikel "GOLF VON KORINTH: Golf von Korinth" aus der Ausgabe 20/2019 von segeln. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: segeln, Ausgabe 20/2019

Der Weg in den Golf von Korinth ist beschwerlich oder teuer. Belohnt wird man mit viel Platz, Ruhe und herrlichstem Segeln


Im Ionischen Meer muss man Liegeplätze bereits vorab reservieren, im Saronischen Golf drängen sich Yachten in Viererreihen römisch-katholisch an den Molen. Dazwischen liegt, still und ein wenig verloren, der Golf von Korinth. Warum er von Seglern so wenig beachtet wird, ist mir ein Rätsel. ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von segeln. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 20/2019 von SZENE MENSCHEN, REVIERE, EVENTS: Wild Oats zurück an der Spitze. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SZENE MENSCHEN, REVIERE, EVENTS: Wild Oats zurück an der Spitze
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von SZENE: Lindauer Segel-Club zieht sich aus Bundesliga zurück. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SZENE: Lindauer Segel-Club zieht sich aus Bundesliga zurück
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von Golden Globe Race: Britin Susie Goodall muss aufgeben. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Golden Globe Race: Britin Susie Goodall muss aufgeben
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von SZENE: ARC-Flotte in der Karibik angekommen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SZENE: ARC-Flotte in der Karibik angekommen
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von MEINUNG: Gorch Fock: Tradition ja, aber bitte in zivil. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
MEINUNG: Gorch Fock: Tradition ja, aber bitte in zivil
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von SZENE: Neue Herausforderer für den America‘s Cup. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SZENE: Neue Herausforderer für den America‘s Cup
Vorheriger Artikel
SZENE: Neue Herausforderer für den America‘s Cup
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel BOOT DÜSSELDORF PROGRAMM: Messe der Superlative: Mehr Wasser…
aus dieser Ausgabe

... Schließlich steht er anderen Revieren in nichts nach, ja in manchem übertrifft er sie sogar – kulturell wie seglerisch. Einer der Gründe mag sein, dass es dort keine Charterbasen gibt. Man muss entweder den langen und wenig attraktiven Weg vom Ionischen Meer durch den Golf von Patras auf sich nehmen oder mit Athen als Start- und Zielhafen zwei Mal durch den Kanal von Korinth gehen. Das schmälert die Bordkas-se, denn dessen drei Kanalmeilen gelten, völlig zu Recht, als die teuersten der Welt. Die eleganteste Lösung wäre ein One-Way-Törn. Wegen der dominierenden Westwinde im Sommer von Lefkada nach Athen; in der Vor- und Nachsaison darf man auch mal die andere Richtung andenken.

Der Kanal von Korinth trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes. Er verkürzt den Seeweg um 325 km


„Der Kanal von Korinth – Was für ein Erlebnis!“

Auch wir wären lieber One-Way gesegelt, doch für diesen Zeitpunkt gab es dafür kein Boot. Deshalb mussten wir Athen – Athen buchen. Nun stehe ich an der Backbordseite des Schiffes, die Festmacherleinen in den Händen. Skeptisch mustere ich die Mole, an der wir längsseits gehen müssen. Fast schon zu hoch für mich, finde ich. Da mir niemand die Leinen annimmt, muss ich springen. Was folgt ist Routine. Im Turm der Kanalbehörde, fülle ich das Formular aus, bezahle und werde mit der Ermahnung, „stand by on channel 11“, zurück aufs Schiff entlassen. Bald darauf kommt schon die Freigabe. Zuerst laufen die dicken Pötte ein, dann dürfen sich die Yachten einreihen. Ja, die Durchfahrt ist teuer. Aber was für ein Erlebnis! Fast greifbar ragen zu beiden Seiten des Schiffes die Wände senkrecht bis zu achtzig Meter hoch gegen den Himmel. Brücken queren, Gaffer winken; kaum sind wir durch, spulen Bungee-Jumper wieder ihr Programm ab. Kurioser Abschluss ist die Brücke am Ende des Kanals. Für uns wird sie abgesenkt, hinter uns taucht sie wieder aus dem türkisen Wasser. Vor dem Bug liegt nun der Golf von Korinth. Nach zehn Meilen gehen wir längsseits an die Außenmole des Fischerhafens von Kiato. Drinnen würden wir besser liegen, doch die wenigen Plätze sind schon von längsseits liegenden Booten besetzt. Warum legt hier niemand Moorings aus? Bei den Yachties würde sich das schnell herum sprechen. Kiato leidet unter der Krise; Initiativen wären daher gefragt. Solche wie in Diakopto! Dort hat man die über hundert Jahre alte Zahnradbahn revitalisiert. Nun fährt sie wieder, durch wilde Schluchten und abenteuerliche Tunnels, in das achthundert Meter höher gelegene Kalavryta. Ein Publikumsmagnet! Schon im Mai sind manche Fahrten ausgebucht. Wir haben ein anderes Problem. Diakopto besitzt keinen Hafen. Jedenfalls keinen, in den Yachten einlaufen könnten. Zwar können wir bei dem leichten Ostwind in der Bucht von Tripita ankern, doch ohne Ankerwache geht hier nichts. Auch läuft uns die Zeit davon. Vor dem Abend wären wir nicht zurück, doch da müssten wir schon ein Stück weiter sein. Schließlich entscheiden wir uns doch für Navpaktos. Schon von Weitem können wir die Festungsmauern ausmachen, die den Hafen umschließen. Das ist ein Bild, bei dem keiner mehr bereut, dass wir die Bahnfahrt verschoben haben. Nach dem Törn ist dafür auch noch Zeit!

In Galaxidhi beeindrucken die guterhaltenen, historischen Kapitänshäuser sowie zwei Kirchen aus dem 18. Jahrhundert

DAS SOLLTE MAN GESEHEN HABEN!

DELPHI:
Einst als Mittelpunkt der Welt verehrt, besticht es noch heute durch seine Lage an den Abhängen des Parnass-Gebirges. Einen Tag sollte man für dieses geschichtliche Monument einplanen. Es ist gut mit Bus, Taxi oder Mietwagen von Itéa oder Galaxídi zu erreichen.

NAVPAKTOS:
Der von Festungsmauern umschlossene Hafen des türkischen Lepanto ist ein Muss für jeden Segler. Mehr als sechs Yachten finden hier jedoch nicht Platz. Ist der Hafen voll, kann man davor ankern.

ANTIKES KORINTH:
Einst war die Stadt der Verkehrsknotenpunkt zwischen Orient und Okzident. Die Überreste dieser einst 300000 Einwohner zählenden Metropole liegen 7 km außerhalb von Korinth. Am besten erreicht man Alt-Korinth mit dem Taxi.

BRÜCKE HARILAOS TRIKOUPI:
Die Hängebrücke spannt sich an der engsten Stelle zum Golf von Patras über den Golf von Korinth. Wer von Westen kommt, muss unter ihr durch. Alle die ihr Revier im Osten sehen, sollten segeln bis die mächtigen Pfeiler hoch über dem Mast ihres Schiffes aufragen.

ZAHNRADBAHN DIAKOPTO – KALAVRYTA:
Die Fahrt mit der alten Zahnradbahn, von Diakoptó ins 800 Meter höher gelegene Kalávryta, ist ein Erlebnis. Besonders der Mittelteil, der durch den wildesten Teil der Schlucht führt. Ein Problem für Segler ist, dass sich an der ganzen Küste kein sicherer Hafen anbietet. Bei guten Verhältnissen kann man in der weit offenen Bucht von Tripita ankern.

Traumhaftes Wetter, die herrlichsten Blautöne und ein karges, aber beeindruckendes Panorama - so schön kann Urlaub sein


„Ein Liegeplatz, wie er spektakulärer nicht sein könnte!“

Navpaktos ist ein Traum für Segler! Als die Stadt noch „Lepanto“ hieß, bauten die Türken ihren Hafen zur Festung aus. Innerhalb der Mauern ist es so eng, dass wir den Anker gleich nach der Einfahrt fallen lassen, um das Heck an eine der drei Stellen zu bugsieren, die sich zum römisch-katholischen Anlegen eignen. Der Liegeplatz ist spektakulär. Stimmungsvoll wird er erst am Abend, als sich die Lokale im Oval zu füllen beginnen, in denen die Jugend bis zum Morgen feiert. Um einiges früher schlendern wir von der Taverne zurück, um Don Quijote einen Besuch abzustatten. Mit dem Denkmal des „Ritters von der traurigen Gestalt“, ehrt Navpaktos Miguel de Cervantes, der in der Schlacht von Lepanto für die heilige Liga gefochten hatte, als deren Flotte jene der Türken besiegte. Ein ganz anderes Denkmal haben sich die Griechen mit der Hängebrücke Harilaos Trikoupi geschaffen. Dort, wo der Golf von Korinth in den von Patras übergeht, verbindet sie das Festland mit dem Peloponnes. Könnte es einen schöneren Umkehrpunkt für unseren Törn geben als jenen unter den Pfeilern dieser Brücke, die so mächtig über den Segeln aufragen? An der Nordküste des Golfes, können wir uns eine Ankerbucht aussuchen. Wir entscheiden uns für Kallithea, jene Bucht mit der kleinen Insel darin. Als wir einlaufen, sind wir etwas erstaunt, dass das Echolot an der Fünf-Meter-Linie immer noch fünfundzwanzig Meter unter dem Kiel anzeigt. Auch sonst halten sich die Wassertiefen nicht an die Vorgaben. Schließlich beisst der Anker in acht Metern, dort wo uns Sand versprochen wurde, in gut haltenden Schlick. An Land hingegen finden wir genau was wir suchten: Einen noch verschlafenen Ort, in dem sich eine Taverne schon für den Ansturm der überwiegend griechischen Gäste gerüstet hat. Ganz anders am nächsten Tag in Galaxídi. Dessen gut ausgebaute Mole, an die wir uns römisch-katholisch legen, lockt Segler in den malerischen Ort. Galaxídi profitiert natürlich auch von seiner Lage so nahe an Delphí. Auch wir überlegen, ob wir nicht zu diesem Nabel der antiken Welt pilgern sollen, um das Orakel wegen des Wetters zu befragen. Vielleicht weiß es ja, warum die Windprognosen bei diesem Törn für uns ein so unergründliches Orakel sind.

Die Ruinen antiker Gebäude sind auch nach Jahrtausenden noch immer präsent


Die Charilaos-Trikoupis-Brücke ist ein echtes Meisterwerk. Auch 100 m unter dem Meeresboden gibt es keinen tragfähigen Fels


„Ein Wetterbericht vom Orakel“

Bei der Planung war ich von den Alkonídhes angetan: Eine Gruppe kleiner Inseln, darauf ein romantisch verfallenes Kloster, davor zwei Ankerplätze die bei jedem Wetter Schutz bieten. Die Realität sieht anders aus. Große Wassertiefen und ein Grund aus Geröll, in dem kein Anker hält, verleiden uns die Nordbucht. Eine herrenlose Boje lockt uns in den kleinen Hafen, doch den Weg dorthin versperren tückische unter Wasser lauernde Mooringblöcke. In der Südbucht können wir nur ankern, weil kein Wind aus dieser Richtung oder aus West zu erwarten ist. Ein Teil der Crew lässt es sich nicht nehmen, mit dem Dingi ein als „Bruchbude“ bezeichnetes Haus zu erkun-den. Der Ausflug wird zu einem morbiden Erlebnis. Es bedarf schon eines kräftigen Manöverschlucks, um die Romantik zurück zu holen und einiger Flaschen Wein die verhindern, dass sie wieder verfliegt. Am nächsten Tag runden wir Kap Iréon. Warum es im Segelführer als Kap Melangávi bezeichnet wird, weiß wohl nur dessen Autor. Mit der Behauptung, dass man in Korinth nicht viel Wert auf Yachten legt, hat er allerdings recht. Die Mole ist nach Nord hin offen und selbst bei Westwind liegen wir hier nicht gut. Ich erkunde den Bootshafen. Hinter dem Leuchtturm findet sich ein geschützter Winkel. Ihm kann man das Schiff anvertrauen, wenn man das antike Korinth besuchen will. Dreihunderttausend Einwohner zählte die Stadt, als sie noch Orient und Okzident verband. Kaum ein Schiff nahm den Weg um den Peloponnes. Alle löschten sie ihre Fracht an dem einen oder anderen Ende und ließen sie (sehr zum Wohle von Korinth!) auf dem Landweg über den Isthmus schaffen. Schon vor 2.600 Jahren wurde ein Kanal angedacht, aber alle die es versuchten scheiterten. Auch Alexander der Große. Erst 1893 fuhr das erste Schiff durch diesen Kanal, der uns morgen den langen Umweg um den Peloponnes ersparen wird.

Die Charilaos-Trikoupis-Brücke ist ein echtes Meisterwerk. Auch 100 m unter dem Meeresboden gibt es keinen tragfähigen Fels


REVIERPROFIL: Golf von Korinth

CHARTER

Charterfirma: Nomicos Yachts Ltd., Eleftherías Avenue 7, 17455 Alimos, Athen, Griechenland, Tel.: 0030 210 9851385, E-Mail: info@nomicos-yachts.com, Internet: www.nomicos-yachts.com. Vertreten durch: Cosmos Yachting GmbH, Ungererstr. 25, 80802 München, Deutschland, Tel.: 0049 (0)89 411471900, E-Mail: info@cosmos-yachting.de, Internet: www.cosmos-yachting.com. Schiffe & Preise: Angeboten werden Einrümpfer von 31 bis 57 Fuß, zu Preisen von € 1.150,-bis € 11.500,-sowie Katamarane von 39 bis 46 Fuß, zu Preisen von € 3.500,-bis € 9.500,-. Revier: Navigatorisch einfaches Revier mit kurzen Distanzen. Probleme kann der in den Sommermonaten nachmittags kräftig auffrischende Westwind bereiten. Seekarten: Griechische Sportboot-Kartensätze I & III. Nautische Literatur: Rod Heikell: „Greek Waters Pilot“. Wind & Wetter: Von Juni bis September überwiegend gutes Wetter. Der Wind pendelt sich auf W ein. Oft starke Gewitter über dem Peloponnes! Wetterberichte: Über www.windfinder.de. Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert. Gezeiten & Strom: Tidenhub bis zu 0,5 m. Der Strom läuft meist mit dem Wind. Er kann bis zu einem Knoten, im Kanal von Korinth bis zu drei Knoten erreichen. Sehr kräftig kann er auch unter der Brücke Harilaos Trikoupi laufen. Navigation: Ausschließlich terrestrisch. Beste Zeit: Mai bis September. Anreise: Flug nach Athen. Einreise & Zoll: EU- und Schengenland. Sprache: Griechisch. Englisch wird überall gut verstanden. Klima: Mediterran. Die oft extreme Sommerhitze wird nachmittags vom Wind gemildert. Kleidung: Im Sommer leichte Baumwollkleidung. In der Vor- und Nachsaison Pullover und leichtes Ölzeug. Sicherheit: Griechenland ist eines der sichersten Reiseländer. Reiseführer: Hans-Peter Siebenhaar: „Peloponnes“, im Michael Müller Verlag.

Kallithea voraus: ein verschlafener Ort mit einer einzigen Taverne


NAUTISCHES::

Kallithea:
Die Tiefenangaben in der Bucht von Kallithea sind sowohl in den Karten als auch im Führer falsch. Nahe der angeblichen Fünf-Meter-Linie zeigte das Echolot noch 27 Meter an. Hinter der kleinen Insel ankert man auf 6 – 8 Meter, Grund: Gras. Auch die westliche Bucht ist tiefer, steigt aber schnell an. Man ankert auf 8 Meter, Grund: Schlick und Gras.

Kanal von Korinth:
Kommt man aus dem Saronischen Golf, geht man längsseits an die Mole vor dem Turm der Kanalbehörde, um dort die Gebühren zu bezahlen. Ist wenig Betrieb, darf man hier auf die Durchfahrt warten, sonst muss man östlich davon in Warteposition gehen oder ankern. Die Kanalbehörde gibt auf Kanal 11 bekannt, in welcher Reihenfolge die Schiffe durch den Kanal gehen. Kommt man aus dem Golf von Korinth, muss man sich auf Kanal 11 anmelden und in Warteposition vor dem Wellenbrecher gehen, bis die Durchfahrt frei gegen wird. Nach der Durchfahrt geht man dann an die Mole vor dem Turm der Kanalbehörde, um die Gebühren zu bezahlen. Die betrugen für unser 41-Fuß-Schiff 153,14 € – One-Way! Zu beachten ist, dass im Kanal – je nach Windrichtung – Gegen- oder Schiebestrom mit bis zu 3 Knoten laufen kann.

WINDVERHÄLTNISSE:

Generell:
In dem zu beiden Seiten von hohen Bergen gesäumten Golf von Korinth, kennt der Wind nur zwei Richtungen: West oder Ost! In den Sommermonaten kommt der Wind überwiegend aus West. Mit oft recht kräftigem Ostwind muss man in der Vor- und Nachsaison rechnen.

Meltemi:
Griechenlands Sommerwind weht hier zwischen Juni und September meist aus West. Meist setzt er am späten Vormittag ein, erreicht am Nachmittag mit 5 bis 6 seine größte Stärke und flaut abends ab. Manchmal kann er auch eine ganze Woche durchblasen. Im östlichsten Teil, zwischen Korinth und Kiáto, kommt er oft aus N bis NE.

Gewitter:
Bedingt durch die hohen Berge zu beiden Seiten des Golfes, bilden sich schon früh im Jahr Gewitter aus, die recht kräftig ausfallen können. Für Segler gefährlich sind ihre Böenwalzen.


Grafik: Jan Bindseil