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Google I/O: Android Q, Google Assistant & Co.


TecChannel Compact - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.08.2019

Google hat Pixel 3a und 3x XL, Nest Hub und den erweiterten Google Assistant vorgestellt. Außerdem gibt es Neuigkeiten von Android Q.


Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O wieder einen Rundumschlag gelandet. Mit Hardware, Software und Diensten. Ein Überblick.

Android

Das Ende 2018 vorgestellte Android 9 Pie ist das neunte große Update des Google-Mobilbetriebssystems. Kernneuerungen wie App-Dashboard, Batterie- und Sicherheitsoptimierungen, Lockdown, App-Slices, Dark Mode, Gestensteuerung und ein aufgefrischter Look schaffen Begehrlichkeiten. Bei aktuellen Geräten wie den Google-Smartphones ...

Artikelbild für den Artikel "Google I/O: Android Q, Google Assistant & Co." aus der Ausgabe 8/2019 von TecChannel Compact. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TecChannel Compact, Ausgabe 8/2019

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... Pixel 3a und 3a XL ist Android 9 Standard, Nutzer vieler älteren Modelle kommen allerdings oft noch immer nicht oder gar nicht in den Genuss des 9er-Updates.

› Das Google Pixel 3a und das Pixel 3a XL.


Foto: Google

› Auch für die objektbasierte Suche Google Lens gibt es Neuerungen.


Foto: Google

Google Lense, AR und Google-Suche

In den nächsten Wochen will Google eine neue Funktion in der Google-Suche veröffentlichen, mit der Nutzer 3D-Objekte direkt aus der Suche in ihrem Umfeld platzieren können. Diese kann man dann genauer betrachten und bekommt ein besseres Gefühl für die eigentliche Form und Größe. Ein weißer Hai mit 5,5 Meter Länge schwimmt dann auf dem Smartphone-Display quasi direkt vor Ihnen und Sie gewinnen einen realistischen Eindruck von dessen Größe.

Die Weiterentwicklung von Google Lens wiederum soll zum Beispiel auf der Speisekarte Gerichte automatisch hervorheben. Wenn Sie dann auf ein Gericht tippen, können Sie anhand von Fotos und Rezensionen auf Google Maps sofort sehen, wie es tatsächlich aussieht – und wie es den anderen Gästen bisher geschmeckt hat. Die Bilderkennungssoftware Google Lens soll vor allem im Urlaub helfen, wenn Sie die Landessprache nicht verstehen. Sie halten die Kamera auf den zu übersetzenden Text und Google Lens zeigt dann die Übersetzung direkt über dem Ausgangstext an – und das in mehr als 100 Sprachen.

Google Assistant

Google will den Google Assistant so weiter entwickeln, dass er nicht mehr ständig auf die Server von Google zugreifen muss. So soll der Google Assistant künftig auch offline leistungsfähig arbeiten können – zum Beispiel auf dem Smartphone, während dieses keine Mobilfunkverbindung nutzen kann.

In Zahlen ausgedrückt: Statt 100 GB in der Cloud soll jetzt weniger als ein halbes Gigabyte auf dem Smartphone ausreichen, damit der Google Assistant arbeiten kann. Dadurch kann die KI hinter Google Assistant direkt auf Ihrem Smartphone ausgeführt werden. Nahezu ohne Verzögerung wird dann die Sprache auf Ihrem Gerät verarbeitet – selbst wenn Sie gerade mal keine Internetverbindung haben. Das verspricht zumindest Google. Der Google Assistant der nächsten Generation soll so Anfragen in Echtzeit verstehen und verarbeiten – und die Antworten bis zu 10-mal schneller liefern. Mit Hilfe des Assistants sollen Sie verschiedene Apps gleichzeitig aufrufen können.

Ein Schritt in Richtung natürliche Unterhaltung: Mit der Funktion„Durchgängige Unterhaltung“ können Sie gleich mehrere Anfragen hintereinander stellen, ohne vorher jedes mal erneut„Ok Google“ sagen zu müssen.

Ende 2019 sollen Sie den neuen Google Assistant zum ersten Mal auf den aktuellen Pixel-Handys erleben können. Und zumindest in den USA soll der Google Assistant dann auch Online-Buchungen schneller erledigen können – dank Duplex-Technik. Sagen Sie zum Beispiel„Buch mir einen Mietwagen bei National für meinen nächsten Trip“ und überlassen Sie Google Assistant den Rest. Er navigiert dann durch die Website und gibt Informationen basierend auf Ihren Präferenzen ein, wie zum Beispiel Buchungsinformationen aus Ihrem Gmail-Konto oder Zahlungsinformationen aus Chrome. Die Web-Version von Duplex wird noch 2019 auf Englisch in den USA und Großbritannien für das Buchen von Mietwagen und Kino-Tickets auf Android-Smartphones verfügbar sein.

In den kommenden Monaten startet Google eine neue Funktion, mit der Sie Assistant immer besser verstehen soll. Dann soll er auch bei Anfragen wie„Ok Google, wie ist das Wetter bei Mama an diesem Wochenende?“ oder„Erinnere mich daran, eine Woche vor dem Geburtstag meiner Schwester Blumen zu bestellen“ funktionieren. Der Assistant soll dann auch nützlichere Vorschläge machen. Im Sommer erscheint auf Smart Displays eine neue Funktion, die personalisierte Vorschläge für zum Beispiel Rezepte, Events und Podcasts liefert. Wenn Sie also in der Vergangenheit nach mediterranen Rezepten gesucht habt, zeigt Ihnen Google Assistant in Anlehnung daran ebenfalls mediterrane Gerichte, wenn Sie nach Ideen für das Abendessen fragt. Assistant hilft Ihnen kontextabhängig und bezieht zum Beispiel die Tageszeit für die Rezeptvorschläge mit ein, gibt euch also am Morgen Frühstücksrezepte und am Abend Vorschläge für das Abendessen.

Anfang des Jahres hatte Google den Assistant bereits in Google Maps integriert. Und auch Waze soll den Google Assistant bekommen und ist dann während der Fahrt mit Ihrer Stimme bedienbar – Ihre Hände bleiben sicher am Lenkrad.

Mit dem neuen Fahrmodus über Google Assistant soll der Autofahrer alle wichtigen Dinge während der Fahrt mit seiner Stimme erledigen können. Deshalb hat Google ein Dashboard entwickelt, das es ermöglicht, die wichtigsten Funktionen wie Navigation, Nachrichten und Anrufe ausschließlich mit der Stimme zu bedienen.

Der Fahrmodus liefert auf Sie zugeschnittene Vorschläge. Wenn Sie also eine Reservierung für ein Abendessen im Kalender haben, erhalten Sie einen praktischen Hinweis für den Weg zum Restaurant. Wenn Sie zu Hause einen Podcast angefangen habt, können Sie im Auto genau dort weiterhören, wo Sie vorher aufgehört habt. Um den Fahrmodus zu starten, sagen Sie einfach„Ok Google, lass uns fahren“ oder schalten Bluetooth am Handy ein, damit der Fahrmodus automatisch startet. Sie können Assistant auch um Hilfe bei der Navigation bitten.

Der Fahrmodus wird diesen Sommer auf Android-Smartphones mit Google Assistant verfügbar sein. Für Fahrzeuge, bei denen der Automobilhersteller Android tief in das Fahrzeugsystem integriert hat, gibt es bald auch Fernzugriffsmöglichkeiten, wie man sie sonst nur von den herstellersspezifischen Apps kennt. So können Sie zum Beispiel die Heizung Ihres Autos einschalten, bevor Sie das Haus verlassen, den aktuellen Kraftstoff- oder Batteriestatus überprüfen oder sicherstellen, dass die Autotüren verschlossen sind. Google will diese neue Funktion in den kommenden Monaten auf bestehende Automodelle übertragen, die mit „Blue Link“ von Hyundai und „Mercedes me connect“ von Mercedes-Benz arbeiten.

Android Q

Bei der nächsten Android-Version Android Q soll das Hauptaugenmerk auf Sicherheit und Datenschutz sowie dem Digital Wellbeing liegen. Android Q unterstützt zudem die typischen Anwendungsbereiche der so langsam auf den Markt kommenden faltbaren Android-Geräte. Apps sollen sich so einfach an verschiedene Displaygrößen anpassen, je nachdem wie Sie Ihr faltbares Smartphone gerade halten. Android Q ist zudem auch für 5G entwickelt und soll App-Entwickler die bessere und schnellere Konnektivität voll ausnutzen lassen. Für Streaming, Spiele und Augmented Reality.

Neu istAutomatische Transkription . Diese Funktion erstellt Untertitel für die Audiowiedergabe Ihres Smartphones, ohne dabei WLAN oder Datenvolumen zu nutzen. Die Automatische Transkription funktioniert in Videos, Podcasts und Sprachnachrichten, in allen Apps und sogar bei eigenen Sprachaufnahmen. Sobald gesprochenes Wort erkannt wird, werden die Untertitel erstellt – alles direkt auf dem Gerät, die Texte bleiben dabei auf Ihrem Smartphone.

Die FunktionIntelligente Antwort für Android-Benachrichtigungen funktioniert ebenfalls dank maschinellem Lernen direkt in Ihren Geräten und soll so jede Menge Zeit sparen. Google integriert „Intelligente Antwort“ fest in Android Q, sodass künftig in allen Messaging-Apps Antwortvorschläge angezeigt werden. Zusätzlich wird „Intelligente Antwort“ Ihnen Vorschläge für Ihre nächste Aktion anbieten. Wenn Sie beispielsweise jemandem eine Adresse schicken, können Sie die nun besonders schnell in Google Maps öffnen.

Mit Android Q sollen außerdem fast 50 neueSicherheitsfunktionen hinzukommen, die Smartphone und Daten schützen. So gibt es in den Einstellungen eine festgelegte Privatsphäre-Rubrik, damit Sie alle wichtigen Bedienelemente an einem Ort finden. Google hat auch einen neuen Bereich für Standortdaten hinzugefügt, um mehr Transparenz rund um Ihren Standort zu schaffen und Ihnen die Kontrolle darüber zu geben, mit welchen Apps die Standortdaten geteilt werden. Sie können nun entscheiden, diese Daten nur für aktive Apps freizugeben. Außerdem werden Sie über jeden Zugriff einer App auf Ihre Standortdaten informiert. Sie entscheiden dann, ob Sie das unterbinden möchten oder nicht. Android Q bietet auch Schutz für andere sensible Geräteinformationen wie Seriennummern.

Mit Android Q aktualisiert Google zudem wichtige Updates für das Betriebssystem künftig im Hintergrund. Damit kommen dann alle Neuerungen und Aktualisierungen ohne Neustart des Geräts aus.

Ein neuerFokusmodus soll bei konzentriertem Arbeiten ohne Ablenkung unterstützen. Damit können Sie Apps festlegen, die Sie ablenken, wie E-Mail oder News – und sie deaktivieren, bis Sie den Fokusmodus wieder beenden. Zudem ist jedes Gerät mit Family Link ausgestattet, das über Digital Wellbeing verfügt. So hilft Android Q Kindern und Familien, ein besseres Gleichgewicht im Umgang mit Technologie zu ermöglichen. Damit könnt Sie tägliche Limits für Bildschirmzeit einstellen, nachsehen mit welchen Apps Ihr Kind die meiste Zeit verbringt und eine Schlafenszeit für das Gerät setzen. Und mit Android Q können Sie sogar die Zeit für einzelne Apps oder Spiele limitieren, sowie extra Zeit hinzufügen, wenn das Limit erreicht wurde.

Android Q bringt eine neue, auf Gesten basierende Navigation, über das dunkle Design bis hin zum Streamen von Audiodaten an Hörgeräte mithilfe von Bluetooth LE. Die Betaversion von Android Q ist aktuell für 21 Geräte von 13 verschiedenen Marken sowie für alle Pixel-Smartphones erhältlich (https://developer.android.com/preview/devices/index.html ). Das finale Release soll noch im dritten Quartal 2019 erscheinen (https://developer.android.com/preview/overview#timeline ).

Google Nest Hub

Google führt alle Produkte der Google Home-Familie unter der MarkeGoogle Nest (https://store.google.com/de/category/connected_home?hl=de-DE&GoogleNest ) zusammen. Ein komplett neues Gerät ist dabei der Google Nest Hub: Ein 7-Zoll-Touchscreen für die Wohnung mit Google Assistant. Der Ambient EQ-Lichtsensor auf der Oberseite des Geräts passt die Helligkeit und Lichtfarbe automatisch an die Umgebungsbeleuchtung an.

Mit Google Nest Hub könnten Sie Hunderte von kompatiblen Smart-Home-Geräten steuern. Zum Beispiel Philips Hue, die Homematic-Thermostate, Nest Cam IQ-Kamera und Nest Hello. Außerdem spielen Sie damit Musik ab, beispielsweise von Spotify oder TuneIn. Wird der Hub gerade nicht benötigt, dient er als digitaler Bilderrahmen.

› Der neue Google Nest Hub ist in Kreide-sowie in Carbon-Optik für 129 Euro im Google Store erhältlich.


Foto: Google


(Foto: Google)

(Grafik: Google)