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GOOGLE MEET: SO KLAPPT ES MIT DER VIRTUELLEN VIDEOKONFERENZ


Smartphone - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 17.07.2020

Die vergangenen Monate waren zwar kontaktarm, aber eine Gattung von Apps hat in diesen Zeiten stark profitiert: Software für Meetings. Neben Zoom, Skype und Jitsi hat auch Google Meet viele Freunde gefunden.


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Bildquelle: Smartphone, Ausgabe 5/2020

Familien, Freunde, Bekannte und auch Arbeitskollegen waren monatelang durch die Kontaktbeschränkungen räumlich voneinander getrennt. Doch das Bedürfnis, sich mit anderen wenigstens virtuell zu treff en und auszutauschen war groß. Berufl ich war es oft auch die Pfl icht, sich an Meetings zu beteiligen, um wichtige Fragen zu klären. Schließlich hat die Zahl derjenigen, die immer öft er im Homeoffi ce ...

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... arbeiten, stark zugenommen.

Inzwischen gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, sich per Bild und Ton zu treff en. Neben Skype, Jitsi, Zoom und Microsoft Team, kann man sich virtuell auch noch über Slack, GoToMeeting, Whats-App, Facebook und eben auch Google Meet mit mehreren Gesprächspartnern austauschen. Der Videokonferenzdienst Google Meet ist eigentlich ausschließlich für Geschäft skunden entwickelt worden, die die kostenpfl ichtige G-Suite abonniert haben. Aber angesichts der großen Nachfrage in der Corona-Zeit bietet Google seinen Dienst nun kostenlos für alle Nutzer an. Und das bis Ende September auch noch ohne Einschränkungen.

Damit will Google vor allem den Konkurrenten Zoom angreifen, der in der Zeit der Krise gewaltig an Nutzerzahlen gewonnen hat. Auch Zoom war eigentlich als Videokonferenzdienst für Unternehmen gestartet. Doch in der Corona-Zeit wurden auch hier die Einschränkungen für die Privatkunden aufgehoben. Und so stieg die Zahl der Nutzer von 10 Millionen im Dezember auf zuletzt 300 Millionen.

Auch wenn nach der Corona-Krise die Zahl der Nutzer von Videokonferenzdiensten sicherlich etwas abnehmen wird, eine große Zahl von Menschen wird auf die virtuellen Gesprächsrunden dennoch nicht mehr verzichten wollen.

Der Internetriese Google hatte schon mit Hangouts und Duo Videodienste im Portfolio und wollte sein Videokonferenz-Tool Google Meet eigentlich als kommerzielle Version nutzen. Das Tool war bisher Teil der kostenpfl ichtigen G-Suite. Doch durch den plötzlichen Boom wurde der Dienst auch für Privatpersonen geöff net und das kostenlos. Die Unterschiede zu den beiden anderen Google-Diensten werden schnell klar. Duo ist als Chat-App für Mobilgeräte entwickelt worden, die zwei Personen im Videochat miteinander verbindet. Hangouts funktioniert als Videochat zwischen den Google-Kontakten oder auch als einfacher Messenger. Google Meets dagegen ist als Videokonferenz-Tool angelegt. Teilnehmen kann man dann auf dem Windows-PC oder dem Mac über den Browser oder auf Mobilgeräten über die entsprechende Android- beziehungsweise iOS-App.

Eine Videokonferenz lässt sich ganz leicht über den Google-Kalender vorplanen. Dazu muss man einen neuen Termin anlegen. Beim Anlegen des Termin kann man schon anwählen, dass es sich um eine Videokonferenz handeln soll. Wählt man „Google Meet-Videokonferenz hinzufügen“ landet man direkt auf dem Start-Bildschirm zum Erstellen des Meetings und kann Teilnehmer hinzufügen und per E-Mail einladen.

In der Kachelansicht auf dem Bildschirm können bis zu 16 Kontakte gleichzeitig angezeigt werden. Eine zeitliche Begrenzung der Besprechungen gibt es derzeit nicht. Aber Google hat schon angekündigt, dass ab dem 1. Oktober eine Begrenzung auf 60 Minuten eingeführt wird. An diesem Tag will Google eine G-Suite-Essentials-Ausgabe gratis anbieten. Es ist anzunehmen, dass dann die Nutzer der kostenpfl ichtigen G-Suite Google Meet ohne Zeitbegrenzung nutzen können. Google Meet verfügt im englischsprachigen Raum auch über eine intelligente Geräuschunterdrückung, die störende Hintergrundgeräusche verringern kann. In Deutschland ist dieses Features noch nicht anwählbar. Wenn es soweit ist, dann kann man das Feat über die Audio-Einstellungen anwählen. Dann sollen Tastaturgeräusche, Kindergeschrei und auch nervendes Kugelschreiberklicken ein Ende haben.

SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM MEETING

Mit Google Meet lassen sich im Handumdrehen Online-Konferenzen mit vielen Teilnehmern durchfuhren. Das Meeting kann spontan gestartet werden oder auch langfristig uber den Kalender geplant werden und schlieslich auch noch aufgezeichnet werden.

1 Meet starten

Rufen Sie im Browser die Seite meet.google.com auf. Hier können Sie sofort eine Videokonferenz starten oder über Google Kalender planen.

2 Konferenz beginnen

Startet man die Videokonferenz, wird man um die Freigabe des Mikrofons und der Kamera gebeten. Über die drei Punkte unten rechts lassen sich Einstellungen vornehmen.

3 Oberfläche entdecken

Zu Beginn des Meeting erhält man als Information den Link des Meeting. Mit einem Klick darauf, kann man sich in die Videokonferenz einloggen. Im Meet selbst kann man weitere Einstellungen vornehmen. Oben rechts werden die aktiven Teilnehmer angezeigt. Mit einem Klick auf „Chat“ ist es möglich, einen Text-Chat zu starten. Über den Plus-Button können weitere Teilnehmer zu der Konferenz eingeladen werden.

4 Teilnehmer hinzufügen

Klickt man auf das Plus-Symbol, bekommt man Vorschläge aus den Google-Kontakten. Man kann aber auch gezielt nach der gewünschten Person suchen.

5 Ansicht anpassen

Über die Einstellungen lässt sich das Layout verändern. Beispielsweise kann man bis zu 16 Teilnehmer in der Kachelansicht gleichzeitig einblenden.

6 Schaltflächen kennen

In der Leiste unten befi nden sich drei Symbole. Über das Mikrofon-Symbol links kann man während der Konferenz sein eigenes Mikrofon auf stumm schalten. Das Kamera-Symbol rechts ermöglicht es, die Kamera während der Konferenz auszuschalten. In der Mitte ist das rote Telefon-Symbol. Wenn man es benutzt, verabschiedet man sich aus der Konferenz. Über die Einstellungen rechts unten kann man während der Konferenz auch Untertitel aktivieren.

EMPFOHLENE PRODUKTE

Um an einer Videokonferenz teilzunehmen, benotigt man eine Kamera. Notebooks, Tablets und Smartphone haben sie schon dabei. Fur einen Desktop-PC muss man sich meist eine Webcam besorgen.

LOGITECH C525 HD

Die Webcam ist mit ihrer HD-Qualität gut in der Lage Videogespräche zu führen. Durch eine Belichtungskorrektur erhält man eine helle Bilddarstellung in jeder Umgebung. Eine vollständige 360° Rotation ist möglich.

Preis: 65 Euro / Gewicht: 200 g / Maße: 2,5 x 2,5 x 2,5 cm, Video-Auflösung: 720 p, Foto-Auflösung: 8 MP, USB-Kabel, Full-HD, Mikrofon, Rauschunterdrückung, Bewegungserkennung

LIFECAM HD-3000

Die Lifecam von Microsoft ist bestens zum Chatten und Videotelefonieren geeignet. Mit einem Digitalzoom lassen sich Details der Aufnahme noch vergrößern. Die Webcam bietet gute Videoqualität und scharfe Standbilder.

Preis: 33 Euro / Gewicht: 250 g / Maße: 14 x 14 x 7,4 cm, Video-Auflösung: 720 p, Foto-Auflösung: 4 MP, USBKabel, Mikrofon, Rauschunterdrückung, Zoom-Funktion

LOGITECH C270

Dank ihres kompakten Formats lässt sich die Logitech-Webcam sehr flexibel einsetzen. Mit der Universalhalterung kann man die Kamera bequem am Monitor befestigen oder auch auf einem Regal platzieren.

Preis: 35 Euro / Gewicht: 75 g / Maße: 3,1 x 6,6 x 7,2 cm, Video-Auflösung: 720 p, Foto-Auflösung: 3 MP, USB-Kabel, Mikrofon, Rauschunterdrückung, Lichtanpassung

ALLGEMEINE INFO

Verfugt man uber einen Windows-PC oder Mac mit entsprechender Webcam oder hat ein modernes Smartphone mit einem Android- oder iOS-Betriebssystem kann es also gleich losgehen mit dem Arbeitsmeeting, der virtuellen Familienfeier oder einem Treff en mit seinen Freunden.

Wie auch die anderen Videotelefoniedienste verzeichnete Google Meet in den ersten Monate des Jahres einen gewaltigen Zuwachs. So hat sich die Zahl der Nutzer um das 30-fache erhöht. Seit April laufen über Meet laut Google drei Milliarden Minuten Videokonferenzen und täglich kommen rund drei Millionen neue Nutzer hinzu.

Der Internet-Konzern hat über Jahre viel Arbeit investiert, um Google Meet zu einer zuverlässigen Videokonferenzlösung zu machen, die auch sicher ist. Die Konferenzen sind verschlüsselt und standardmäßig ist eine Anti-Belästigungsfunktion eingeschaltet.

Um einem Meeting beitreten zu können, benötigt man einen Einladungslink mit den Identifi kationsdaten. Die Seiten-ID wird jedes Mal neu gebildet, ist also nicht einem Moderator zuzuordnen und Fremde können die ID auch nicht einfach erraten oder nachbilden. Zudem kann man unbekannten Teilnehmern den Zutritt zu Video-Chats auch verweigern. Immerhin können aber an einer Videokonferenz bis 100 Personen teilnehmen. Google Meet erlaubt außerdem den Upload von Präsentationsdateien, die der Moderator dann auf der Videokonferenz im oberen Teil eines aufgesplitteten Bildschirms den anderen Konferenzteilnehmern präsentieren kann. Den entsprechenden Button für die Präsentation fi ndet man unten rechts auf dem Bildschirm.

Google entwickelt neue Features

Der Internetriese arbeitet gegenwärtig intensiv weiter an der Verbesserung des Videokonferenz-Tools. Nach einer Layout-Anpassung kann man in der Kachel-Ansicht bis zu 16 Personen anzeigen lassen. Zudem ist es weiterhin möglich, darüber auf einer Folie noch seine Präsentation zu halten. Hat man sein Layout eingerichtet, dann merkt sich Google Meet die Einstellungen und startet beim nächsten Meeting mit diesen Einstellungen.

Google hat auch angekündigt, dass der Dienst nativ in die Gmail-App für Android und iOS eingebunden wird. Sie steht dann dort unübersehbar als Tab ständig zur Verfügung. So können die Nutzer schnell zwischen Gmail und Google Meet wechseln. Das wird wahrscheinlich nicht jedem Gmail-Nutzer gefallen. Aber keine Angst, Google hat versprochen, dass man diesen Tab schnell auch wieder ausblenden kann. Dazu muss man lediglich in die Einstellungen gehen. Dort fi ndet man dann die entsprechende Möglichkeit zum Deaktiveren des neuen Tabs.

Die Kombination zweier Dienste wird die App vergrosern

Die tiefere Integration in die Gmail-App soll in Zukunft auch erlauben, dass man mit dem Einladungslink auch gleich in die Videokonferenz einsteigen kann ohne dass die Meet-App auf dem Smartphone installiert sein muss. Zudem lassen sich auch die im Kalender angesetzten Meetings aufl isten. Das soll die Nutzung von Videodiensten im Alltag um vieles vereinfachen. Das alles wird aber die Gmail-App natürlich stark vergrößern. Nutzer, die andere Konferenz-Tools nutzen, werden sich über die aufgeblähte App sicherlich nicht gerade freuen. Zwanghaft e Bindungen an verschiedene Produkte des gleichen Entwicklers haben in der Vergangenheit schon des Öft eren eher zum Boykott entsprechender Produkte beigetragen.

Tragt man einen neuen Termin in den Google Kalender ein, dann erhalt man die Moglichkeit, sofort eine Google Meet-Videokonferenz anzulegen.


FAZIT

Google Meet ist eine komfortable Videochat-Lösung, die durchaus mit Konkurrenten wie Zoom und Skype mithalten kann. Der Internetriese Google arbeitet zudem zügig an weiteren Verbesserungen, wie die KI-gesteuerte Geräuschunterdrückung und die automatische Bildaufhellung zeigen. Ende des Jahres, wenn die Corona-Beschränkungen abnehmen, werden die Unterschiede zwischen der kommerziellen Version und der kostenlosen Ausgabe sicherlich wieder zunehmen. Als erste Maßnahme wird in der kostenlosen Fassung dann die Gesprächsdauer auf 60 Minuten begrenzt werden.

Das Konferenztool Google Meet ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Die Funktionsweise ist selbsterklärend. Die Integration in andere Google-Dienste, wie den Kalender, die Kontakte und demnächst die GMail-App macht die Nutzung von Google Meet noch komfortabler. Ein Meeting-Tool, das sicherlich auch nach der Corona-Zeit noch von vielen Menschen genutzt werden wird, denn auch nach dem Boom werden noch sehr viele Menschen die digitalen Konferenzlösungen viel mehr als früher nutzen. Und wer sich in diesen Tagen die Marktanteile gesichert hat, ist gut dran.