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GRÄSER UND BAMBUS


g&v Gestalten & Verkaufen - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 03.09.2018

Gräser sind gute Partner sowohl im Beet als auch im Gefäß auf Balkon und Terrasse, wo sie auch als Solitäre eindrucksvolle Akzente setzen können. Letzteres gilt auch für Bambus, sofern es sich um kleinere Arten handelt.Immergrüne Gräser und solche mit dekorativen Samenständen sind auch im Winter attraktiv. Gräser wirken nie aufdringlich und sind dadurch die perfekten Partner, findet Katharina Adams.


Und noch ein Vorteil der Gräser sollte hervorgehoben werden: Auch im Herbst, wenn die Halme sich schon gelb oder braun färben, geben viele Gräser ein äußerst attraktives Bild ab, und im Winter sind sie ...

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Bildquelle: g&v Gestalten & Verkaufen, Ausgabe 9/2018

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... zusammen mit den Gehölzen wichtige Strukturbildner. Im fahlen Morgenlicht sind oft nur die Umrisse der Pflanzen zu sehen. Der gefrorene Nebel hat sich auf Stängeln, Blättern und Blüten niedergelassen und betont jede auch noch so kleine Einzelheit. Bei diesem fantastischen Anblick wird sofort klar, warum man Abgeblühtes so lange wie möglich an den Pflanzen belassen sollte. Und gerade die filigranen Strukturen der Samenstände sehen im Raureif aus wie aus Brüsseler Spitze geklöppelt.

Die feinen Strukturen kommen mit einem Überzug aus Raureif schön zur Geltung


Foto: snuesch/pixelio.de

Bambus bringt mit seinem immergrünen Laub Farbe in den Winter


Foto: Anja Gleich/pixelio.de

Eindrucksvolle Riesen …

Gräser können von ganz unterschiedlicher Gestalt sein. Zu den Riesen gehören das Pampasgras (Cortaderia selloana ) und das Chinaschilf (Miscanthus sinensis ), wobei das Pampasgras am besten als Solitär oder vor einem ruhigen dunklen Gehölzhintergrund zur Geltung kommt. Das Chinaschilf bezaubert durch seinen eleganten überhängenden Wuchs und filigrane silbrige, bei einigen Sorten auch ins Rosa gehende Ähren.

Beide Gräser sollten erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden, damit man die fantastische Wirkung auch im Winter bewundern kann. In den letzten Jahren haben die Züchter vermehrt die GattungMiscanthus bearbeitet, und es sind kompaktere Sorten entstanden, die auch auf Dauer nicht zu groß für den Kübel werden. Hierzu gehören beispielsweise die Sorten ‘Adagio’ mit ganz schmalem Laub und einem ganz schmalen weißen Mittelstrich oder ‘Gold Bar’ mit gelben Querstreifen, die wie mit dem Pinsel hingetupft aussehen.

Im Winter sind die trockenen, goldgelb verfärbten Blätter und Halme samt Samenständen eindrucksvolle Skulpturen. Aus diesem Grund und auch, weil die Pflanzen so besser durch den Winter kommen, werden sie erst im kommenden Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb zurückgeschnitten. Recht unbekannt, aber ebenso eindrucksvoll ist das Zotten-Raugras (Spodiopogon sibiricus ), das eine spektakuläre Herbstfärbung entfaltet und dessen schilfähnliche Samenstände den ganzen Winter über sehr zierend sind.

Miscanthus sinensis ‘Gold Bar‘, eine relativ niedrige Sorte, fällt im Sommer durch seine lebhaft grüngelb gestreiften Blätter auf


Foto: elegrass/Stauden Peters

Von Carex oshimensis gibt es zahlreiche attraktive Sorten, hier ist ‘Evergold‘ zu sehen


Foto: Adams

Die silbrigen Blüten und Samenstände des Miscanthus haben einen hohen Zierwert


Foto: BGL

Das Herbst-Kopfgras liebt eine warmen Standort und verträgt Trockenheit


Foto: Adams

Das Zotten-Raugras aus Sibirien ist eine Entdeckung der letzten Jahre


Foto: Adams

… und hübsche Zwerge

Von ganz anderer Gestalt sind die Zwerge, die ihren geeigneten Platz in Töpfen und Kästen finden. Hier seien die verschiedenen Kopfgräser (Sesleria ) genannt, die durch dichte, je nach Art und Sorte frisch- bis blaugrüne Horste bezaubern, dazu behalten sie auch im Winter ihre Farbe. Das Gleiche gilt auch für die zahlreichen niedrigen und vor allem wintergrünen Arten des Schwingels (Festuca ), zum Beispiel den Blau-Schwingel (Festuca cinerea ) mit so zuverlässigen Sorten wie ‘Elijah Blue’ oder ‘Zwergenkönig’. Auch der Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri ) ist mit seinem smaragdgrünen Laub ist ein äußerst dekorativer Vertreter.

Gräser für den Schatten

Wer für schattige Bereiche im Garten attraktive und pflegeleichte Gräser sucht, sollte sich auf jeden Fall mit der Gruppe der Seggen (Carex ) befassen. Hier finden sich auch zahlreiche panaschierte Formen, meist weiß oder gelb gestreift. Aus der Abteilung der „Gestreiften“ seien hier besonders hervorgehoben: Die Weißrand-Kegelsegge (Carex conica ‘Snowline’), die kurze Ausläufer bildet, die Japan-Segge (Carex morrowii ‘Aureomarginata’ und ‘Gilt’), beide sehr auffällig gerandet; die mit 15 Zentimetern ganz niedrig bleibende Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda ‘Variegata’) und die gelb und weiß gestreifteCarex oshimensis ‘Evergold’.

Auch unter den Marbeln oder Simsen (Luzula ), der anderen großen Gruppe wichtiger Schattengräser, finden sich panaschierte oder gelblaubige Sorten. Bei der wintergrünen Waldmarbel (Luzula sylvatica ) gehört die ältere Foerster-Sorte ‘Marginata’ immer noch zum Standardsortiment. ‘Aurea’ unterscheidet sich von ihr durch breitere gelbe Blattränder. ‘Tauernpass’ hingegen ist ein Zufallsfund, der sich durch hellgrünes Laub und kräftigen Wuchs auszeichnet.

Immergrüner Bambus

Auch wenn bei ihm die Stängel verholzen, gehört der Bambus zu den echten Gräsern. Für den Kübel eignen sich vor allem Exemplare der immergrünen GattungFargesia , die nicht zum Wuchern neigen. Sehr hübsch ist zum Beispiel die neue Sorte ‘Bambi’, die lediglich 1,5 Meter hoch wird. Nicht viel stärker wächst ‘Volcano’, der sich durch seine dekorativ überhängendes Blattwerk auszeichnet. Die meisten anderen Sorten werden zwei bis drei Meter hoch und scheiden damit zwar nicht aus für die Kübelkultur, aber sie benötigen ein Gefäß mit einem Volumen von mindestens 50 Litern, um gut zu gedeihen.