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Graubünden: Im Land der Salmoniden


Petri-Heil - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 31.05.2019

lt@Im grössten Kanton der Schweiz kann man mit einem Patent alle kantonalen Gewässer befischen. Dies sind rund 1700 Kilometer Fliessgewässer und 196 Seen! In fast allen Bündnern Gewässern leben überwiegend Salmoniden. Das heisst Bach-, See- und Regenbogenforellen sowie Saiblinge, Namaycush und Äschen. Jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht, zeigt Ronny Camenisch die Fischerei seines Heimatkantons.


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Stauseen

Der Autor mit einer stattlichen Forelle aus dem Lukmanier-Stausee.


Fotos:Ronny Camenisch |André Suter

Bei den Stauseen muss man fünf Seen ...

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Bei den Stauseen muss man fünf Seen hervorheben. Der 1Lago di Livigno , ein grosser Stausee, bei welchem nur ein kleiner Teil auf Schweizer Boden (und im Nationalpark) liegt. Er ist bekannt für den überdurchschnittlichen Bestand an Seesaiblingen, es schwimmen aber auch richtig grosse Forellen im Stausee. Der 2Marmorerasee , ein schöner See mit einem guten Bestand an Bach-, See- und Regenbogenforellen. Zudem werden jedes Jahr grosse Namaycush überlistet. Der 3Sufnersee ist der wohl beliebteste Stausee bei den Bündner Fischern. Auch dieser See hat einen guten Forellenbestand. Es wird hauptsächlich mit dem Mückensatz gefischt. Aber auch das Spinnfischen ist sehr erfolgreich auf die gut genährten Forellen. Der 4Lai da Nalps und der 5Lukmaniersee liegen in der Surselva, dem Bündner Oberland. Diese zwei grösseren Stauseen liegen auf knapp 2000 m ü. M. In beiden Seen tummeln sich aussergewöhnlich grosse Forellen und Namaycush.

Die beiden grössten Seen des Kantons: Silsersee und Silvaplanersee vom Piz Corvatsch aus gesehen.


Bergseen

Seen wie der Lägh da Cavloc im Val Forno bieten eine atemberaubende Kulisse, bei welcher die Fischerei auch mal zur Nebensache werden kann.


Bergseen gibt es unzählige in Graubünden. Es hat fast in jedem Tal einen oder mehrere davon. In den meisten von ihnen findet man Bachforellen, Namaycush und Saiblinge. Es wird jedoch nur in den wenigsten regelmässig gefischt und vor allem in den abgelegenen Seen kann man immer mal wieder Sternstunden erleben.

VORSCHRIFTEN & BESONDERHEITEN

In Graubünden darf mit einer Fischerrute pro Person gef ischt werden. Ab dem 14. Lebensjahr darf jeder, der im Besitz eines SaNa-Ausweises ist, ein Patent lösen. Bis zum 14. Lebensjahr dürfen die Jungf ischer mit der eigenen Rute auf das Kontingent eines begleitenden Patentinhabers mitf ischen.
Im ganzen Kanton gilt ein striktes Widerhakenverbot. Einzige Ausnahme ist der Lago Isola, ein Stausee am San Bernardino-Pass. Dieser See hat einen unerwünschten Hechtbestand, aufgrund dessen eine Sonderregelung gilt: Beim Fischen mit Ködern über zehn Zentimeter Länge und mit Haken, welche eine Hakenöffnung von mindestens neun Millimeter haben, ist der Widerhaken erlaubt. Überdies darf im ganzen Kanton nicht mit mehr als drei Hakenspitzen gefischt werden. Das heisst, dass eine Hegene (ein sog. Mückensatz) nicht wie sonst in der Schweiz fünf Nymphen oder Gefrässe, sondern nur deren drei aufweisen darf. Auch Wobbler oder Köderfischsysteme müssen auf Einzelhaken umgerüstet oder auf einen einzigen Drilling reduziert werden. Als Köderfische dürfen ausschliesslich tote Elritzen verwendet werden.

Engadiner Talseen

Die Engadiner Talseen 6St. Moritzersee , 7Silvaplanersee und 8Silsersee sind für die Fischerei in Graubünden sehr bedeutsam. In den 1980er- und 1990er-Jahren waren sie die wohl besten Saiblingsgewässer der Schweiz. Die Fänge sind inzwischen aus unerklärlichen Gründen rasant zurückgegangen, jedoch immer noch gut. Seit ein paar Jahren sind die Fänge überdurchschnittlich grosser Namaycush stark gestiegen und ziehen Fischer aus allen Landesteilen an.