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GRÖSSEN-VERGLEICH


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 01.10.2022

NOTEBOOK-VERGLEICHSTEST

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Wer sich ein neues Notebook zulegen möchte, muss neben dem Verwendungszweck vor allem die Frage klären, wie mobil der Mobilrechner sein soll – sprich: wie groß er sein darf? Klassische Formfaktoren – gerechnet nach der Bildschirmdiagonale – sind 13, 15 und 17 Zoll. Genau genommen handelt es sich meist um 13,3 und 15,5 Zoll, aber da ist die Industrie nicht so kleinlich. Seit einigen Jahren etablieren sich zudem Laptops mit 14 und 16 Zoll. Beworben werden sie meist mit dem höheren Nutzwert, der sich daraus ergibt, dass im Gehäuse eines klassischen 13- beziehungsweise 15-Zöllers ein größeres Display verbaut ist. Ein Argument, das nicht komplett verfängt, denn durch kleiner werdende Bildschirmränder schrumpfen natürlich auch die Abmessungen der herkömmlichen Größenklassen. Die Kundschaft kann sich in jedem Fall über eine größere Auswahl freuen.

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Egal, für welche Größe man sich entscheidet: Jedes Modell ist letztlich ein Kompromiss aus Kompaktheit und Nutzwert, denn die Ausstattung richtet sich nicht nur nach dem Verkaufspreis, sondern auch nach dem Platz, der im Gehäuse zur Verfügung steht. Auf den folgenden Seiten präsentieren wir zehn Geräte unterschiedlicher Größe. Sie mussten alle unser standardisiertes Testverfahren absolvieren, dessen Schwerpunkt auf der mobilen Nutzbarkeit liegt. Auf den ersten Blick mag es deshalb überraschen, dass neben Modellen mit 13, 14, 15 und 16 Zoll auch ein 17-Zöller vertreten ist – auf den zweiten Blick wird klar, warum er zu Recht dabei ist.

Rainer Müller

13 Zoll

HP Pavilion Aero

Der große Vorteil von 13-Zoll-Notebooks ist ihre Kompaktheit. Echte Leichtgewichte findet man in der Regel jedoch nur in den oberen Regalen, weil die verbauten Komponenten einfach teurer sind. Das HP Pavilion Aero in der von uns getesteten Konfiguration macht hier aber eine Ausnahme: Denn trotz des attraktiven Preises macht es seinem Namen alle Ehre und bringt nicht einmal ein Kilogramm auf die Waage. Diesen positiven ersten Eindruck bestätigt das Ultrabook nach dem Aufklappen, denn auch die Eingabegeräte überzeugen: Das hintergrundbeleuchtete Keyboard mit seinen großen Tasten und das präzise funktionierende Touchpad sorgen für angenehmes Arbeiten. Zudem wird die Tastatur beim Aufklappen leicht angehoben, was nicht nur ergonomisch von Vorteil ist, sondern auch die Kühlung des Geräts verbessert.

Aus purem Platzmangel geizen viele 13-Zöller mit Schnittstellen. Nicht so unser Aero, denn daran finden sich zweimal USB-A, einmal ladefähiges USB-C sowie HDMI. Nur auf einen Kartenleser muss man verzichten, was verschmerzbar ist, denn der interne SSD-Speicher ist mit 512 GB großzügig bemessen. Sogar ein Fingerprint-Scanner ist vorhanden. Wer nun glaubt, der Hersteller hätte dann halt einfach bei der Motorisierung gespart, irrt sich, denn der verwendete AMD Ryzen 5 liefert famose Performance-Werte.

Das entspiegelte Full-HD-Display im 16:10-Format fügt sich ebenfalls in das überzeugende Gesamtbild: Es strahlt heller als die gesamte hier angetretene Konkurrenz. Die Mobiltauglichkeit bemisst sich aber nicht nur an Gewicht und Display, ebenso wichtig ist die Ausdauer. Und mit einer Akkulaufzeit von über neuneinhalb Stunden setzt sich HP auch in dieser Kategorie an die Spitze des Klassements. Das und das Fehlen echter Schwächen führen dazu, dass sich das Pavilion Aero am Ende souverän die Gesamtnote „sehr gut“ verdient – als bislang günstigstes Testgerät überhaupt.

HP Pavilion Aero 13-be0053ng

Preis: 799 Euro

Maße: 297 x 17 x 209 mm

Gewicht: 941 Gramm

+

• sehr leichtes, kompaktes 13-Zoll-Ultrabook

• elegantes Design, sehr gute Verarbeitung

• überzeugende Systemleistung

• großer SSD-Speicher

• kontrastreiches, sehr helles Display im 16:10-Format

• ergonomische Eingabegeräte

• ordentliche Schnittstellenversorgung

• hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

-

• etwas unhandliche USB-A-Klappen

• kein Kartenleser

Connect-Urteil: sehr gut (429 Punkte)

13 Zoll

Samsung Galaxy Book 2 Pro

Samsung Galaxy Book 2 Pro

Preis: 1199 Euro

Maße: 304 x 11 x 200 mm

Gewicht: 875 Gramm

+

• extrem leichtes, kompaktes 13-Zoll-Ultrabook

• hervorragend verarbeitet

• Webcam mit hoher Auflösung und Komfortfunktionen

• ausgezeichnete Systemund Grafikleistung

• brillantes OLED-Display

• hervorragende Eingabegeräte

• umfangreiches Softwarepaket

• relativ günstiger Preis

-

• überschaubare Akkulaufzeit

• nur 256 GB SSD

Connect -Urteil: sehr gut (440 Punkte)

Samsung setzt bei seinen Galaxy Books nach wie vor auf die klassischen Formfaktoren mit 13 und 15 Zoll. Die Topserie der Koreaner erhielt in der letzten Saison die Zusatzbezeichnung „Pro“, die aktuelle Version führt folgerichtig die Zahl „2“ im Namen. Wie gehabt, gibt es zwei Varianten: Das uns vorliegende Notebook klassischer Bauart wird ergänzt durch ein flexibles Convertible (siehe Seite 60).

Bauartbedingt bringen „Clamshell“-Modelle weniger Gewicht auf die Waage. Mit nur 875 Gramm ist der 13-Zöller denn auch der mit Abstand leichteste Vertreter in diesem Testfeld. Da das Netzteil ebenfalls als Leichtgewicht daherkommt, dürfte es kaum mobiltauglichere PCs geben als das neue Galaxy Book 2 Pro. Dazu trägt auch das brillante OLED-Display bei, das gegenüber dem Vorgänger deutlich an Helligkeit zugelegt hat. Mehr als eine kosmetische Korrektur ist die neue Webcam, die mit 2,1 Megapixeln nicht nur deutlich feiner auflöst als beim Pro-Erstling und damit ein schärferes Bild liefert, sondern auch einen verbesserten Studiomodus samt „Auto Framing“ und „Face Effect“ mitbringt: Die Person vor dem Rechner wird damit zentriert, visuelle Ablenkungen werden aus dem Hintergrund entfernt.

Im Zuge des Modellwechsels hat Samsung auch neue Prozessoren verbaut. Zum Einsatz kommen nun Intel-Core-CPUs der zwölften Generation. Diese bringen mehr Kerne und mehr Leistung mit, was sich in einer überragenden Performance-Wertung niederschlägt. Eine Besonderheit des Galaxy Books ist der sogenannte Leistungsmodus, der in fünf Stufen von „Hohe Leistung“ bis hin zu „Kein Lüfter“ regulierbar ist. Bei rein passiver Kühlung verliert man zwar Leistung, gewinnt aber rund eine halbe Stunde Akkulaufzeit hinzu. Trotz seiner kompakten Abmessungen bringt das Galaxy Book zahlreiche Schnittstellen mit: Neben drei schnellen USB-Ports – einer davon mit Thunderbolt-4-Support – gibt es HDMI und microSD. Alles in allem dürfte man für die aufgerufenen 1199 Euro kaum bessere Notebooks finden.

14 Zoll special

Acer Swift 3

Natürlich gibt es noch deutlich günstigere Notebooks. Windowsbasierte 14-Zoll-Mobilrechner namhafter Hersteller gibt es bereits ab 300 Euro. Und ja, auch in dieser Preisklasse findet man inzwischen SSD-Speicher oder Full-HD-Displays. Dennoch: Das vorliegende Acer Swift 3 ist schon etwas Besonderes – nicht nur, weil es sich dabei um den günstigsten unserer Testkandidaten handelt. Denn den schlanken Taiwaner könnte man in puncto Design, Verarbeitung, Leistung und Ausstattung durchaus im vierstelligen Euro-Bereich verorten. Denn nicht nur das Design inklusive der komfortablen Eingabegeräte kommt hochwertiger daher, als es der Verkaufspreis vielleicht vermuten ließe – auch unter der Haube stecken bei unserem Swift überzeugende Werte. So verbirgt sich im Gehäuse nicht nur ein SSD-Speicher mit satten 512 GB, sondern sogar ein Thunderbolt-4-Anschluss, der Datenraten von bis zu 32 GBit/s ermöglicht. Zu diesem gesellen sich zwei USB-A-Ports, HDMI und – ebenfalls nicht unbedingt erwartbar – eine Vorrichtung zur Befestigung eines Kensington-Schlosses. Auch auf einen Fingerabdrucksensor muss man nicht verzichten. Für reichlich Rechenpower sorgt der verbaute Intel-Core-i5-Prozessor, der von stolzen 16 GB Hauptspeicher flankiert wird. Die CPU sorgt auch ohne dedizierte Grafikkarte für eine hervorragende Grafikleistung.

Das entspiegelte Full-HD-Display strahlt mit 340 cd/m2ordentlich hell, im Akkubetrieb allerdings nicht übermäßig lange: Nach etwas mehr als sieben Stunden muss das Swift wieder an die Steckdose. Dabei geht der Lüfter sehr dezent zu Werke – auf Wunsch bleibt er sogar komplett stumm, dafür sorgt ein spezieller Kühlmodus, der die Leistung entsprechend drosselt. Am Ende verpasst das Swift 3 die Gesamtnote „sehr gut“ nur um Haaresbreite. In der Preis-Leistungs-Wertung liegt der kompakte Taiwaner dagegen ganz weit vorne.

Acer Swift 3 (SF314-511-54ZK)

Preis: 749 Euro

Maße: 323 x 16 x 212 mm

Gewicht: 1220 Gramm

+ • leichtes, kompaktes 14-Zoll-Ultrabook

• elegantes Design, sehr gute Verarbeitung

• überzeugende System- und Grafikleistung

• großer, schneller SSD-Speicher

• verschiedene Kühlmodi

• zahlreiche Anschlüsse,inklusive Thunderbolt 4 und Kensington

• überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

• kein Kartenleser

- • überschaubare Akkulaufzeit

Connect-Urteil: gut (423 Punkte)

14 Zoll

Asus Zenbook 14 OLED

Knapp 1300 Euro sind ein stolzer Preis für ein 14-Zoll-Notebook, aber im Fall des Zenbook 14 OLED ist er absolut gerechtfertigt. Wir haben es hier mit einem auf maximale Mobilität ausgerichteten Ultrabook zu tun – für alle, die ihren Rechner vorwiegend für klassische Office- Aufgaben und zum Medienkonsum brauchen. Und für diese Aufgaben ist das in der getesteten Konfiguration in der gehobenen Mittelklasse angesiedelte Zenbook vollkommen ausreichend motorisiert. Denn hier kommt ein mit zwölf Kernen bestückter Intel Core i7 der zwölften Generation mit integrierter Grafikeinheit (Iris XE) zum Einsatz, der im Verbund mit 16 GB Arbeitsspeicher sämtliche Alltagsaufgaben mit Bravour meistert. Doch das Zenbook 14 OLED beeindruckt nicht nur mit seinen inneren Werten. Denn trotz der kompakten Abmessungen und dem relativ geringen Gewicht haben wir es hier mit einem sehr robusten Gerät mit 180-Grad-Scharnier zu tun, das sogar strengen US-Militärstandards entspricht.

Ein besonderer Pluspunkt ist bereits am Namen des Ultrabooks erkennbar: nämlich das kontrastreiche OLED-Display im 16:10-Format, das mit einer Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent, hoher Auflösung (2880 x 1800 Pixel) und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz praktisch keine Wünsche offenlässt. Auch die weitere Ausstattung kann sich sehen lassen. Dazu gehört außer der superflotten 512-GB-SSD und besonders ergonomischen Eingabegeräten die großzügige Versorgung mit Schnittstellen: Neben drei schnellen USB-Anschlüssen – gleich zwei davon mit Thunderbolt-4-Support – bietet das Zenbook auch einen HDMI-Port sowie einen Einschub für microSD-Karten. Abgerundet wird der positive Eindruck durch seine zwar nicht rekordverdächtige, aber völlig ausreichende Akkulaufzeit: Bei klassischer Bürotätigkeit hält das Zenbook knapp neun Stunden ohne Steckdose durch – also länger, als ein regulärer Arbeitstag dauert. Und eine praktische Schutztasche bekommt man zum Laptop auch noch dazu – was will man mehr?

Asus Zenbook 14 OLED (UX3402Z)

Preis: 1299 Euro

Maße: 314 x 17 x 220 mm

Gewicht: 1374 Gramm

+ • kompaktes, leichtes Ultrabook

• stabiles, nach US-Militärstandard zertifiziertes Gehäuse

• sehr gute Systemleistung

• schnelle 512-GB-SSD

• ergonomische Eingabegeräte (angeschrägte Tastatur, Nummernblock im Touchpad)

• Fingerprintsensor im Power-Key

• AI-Noise-Cancelling-Technologie

• Schutztasche im Lieferumfang

• ordentliche Akkulaufzeit

• sehr attraktiver Preispunkt

- • Lüfter bei Last deutlich hörbar

• einzeilige, daher gewöhnungsbedürftige Enter-Taste

Connect -Urteil: sehr gut (445 Punkte)

Huawei Matebook 14

Nein, es ist kein Déjà-vu: Rein äußerlich gibt es beim Matebook 14 tatsächlich keinen Unterschied zwischen dem Vorgängermodell und der aktuellen Modellgeneration, die an der Jahreszahl erkennbar ist. Sämtliche Neuerungen finden also unter der Haube statt.

Das Mittelklassegerät verfügt über den aktuellen AMD-Prozessor Ryzen 5 5500U, der ihm mit Unterstützung von 16 GB RAM zu famosen Leistungswerten verhilft. Auch die integrierte Grafikeinheit legt eine weitgehend überzeugende Performance an den Tag. Als Datenspeicher ist eine flott arbeitende SSD mit 512 GB verbaut. In puncto Connectivity gibt sich unser Testkandidat ebenfalls keine Blöße: Es sind insgesamt drei schnelle USB-Anschlüsse im A- und C-Format vorhanden, ergänzt um einen HD-MI-Stecker. Vermisst haben wir lediglich einen Kartenleser-Slot. Auf der Haben-Seite zu verbuchen ist zudem der in den Startknopf integrierte Fingerabdruckleser zur biometrischen Anmeldung. Und eine Huaweitypische Eigenheit ist ebenfalls weiterhin anzutreffen: eine in die Funktionstastenleiste versenkbare Webcam, die sich so einfach einund ausschalten lässt, die Person vor dem Bildschirm aber in einem optisch ungünstigen Winkel erfasst.

An dem 14-Zoll-Display im leseoptimierten 3:2-Format gefallen haben uns neben der hohen Auflösung (21 060 x 1440 Pixel) auch die Helligkeit und der Kontrastreichtum. Die Akkulaufzeit beträgt rund sieben Stunden. Es schadet daher nicht, zu Ausflügen das Netzteil mitzunehmen – dankenswerterweise ist es sehr kompakt und mit 195 Gramm besonders leicht. Das Notebook selbst gehört nicht zu den allerleichtesten 14-Zöllern, das kann man in der vorliegenden Preisklasse aber auch nicht zwingend erwarten. In der Endabrechnung erarbeitet sich das aktuelle Matebook 14 die Verbalnote „gut“, zudem können wir ihm ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren.

Huawei Matebook 14 (2022)

Preis: 999 Euro

Maße: 307 x 16 x 224 mm

Gewicht: 1437 Gramm

+ • elegantes 14-Zoll-Notebook

• sehr gute Verarbeitung, sehr stabiles Gehäuse

• ausgezeichnete Leistung

• 512 GB große, schnelle SSD

• sehr helles, hochauflösendes Display

• Fingerprintscanner im Einschaltknopf

• in die Funktionstastenleiste versenkbare Webcam

• gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

• überschaubare Akkulaufzeit

- • kein Kartenleser

• ungünstiger Blickwinkel der Kamera

Connect -Urteil: gut (419 Punkte)

15 Zoll

HP Envy x360 15

HP ENVY x360 15-eu0078ng

Preis: 1099 Euro

Maße: 359 x 18 x 228 mm

Gewicht: 1757 Gramm

+ • großformatiges, gut verarbeitetes Convertible-Notebook

• hervorragende Systemleistung

• Terabyte-SSD

• vielfältige Schnittstellen

• hochwertige Eingabegeräte

• hoher Recyclinganteil an den verarbeiteten Kunststoffen und Metallen

• mäßige Akkulaufzeit

• geringe Displayhelligkeit

- • kein Stift im Lieferumfang

• relativ hohes Gewicht

Connect -Urteil: gut (423 Punkte)

Convertibles schlagen die Brücke zwischen Notebook und Tablet. Meistens handelt es sich um Mobilrechner der 13- und 14-Zoll-Klasse, denn Handlichkeit ist ein wesentliches Kriterium in dieser Gerätekategorie. Zudem stellt der 360-Grad-Umklappmechanismus hohe Anforderungen an die Stabilität von Gehäuse und Scharnier. Deshalb sind 15-Zoll-Convertibles eher die Ausnahme. Eine solche hat HP mit dem Envy 15 x360 im Programm. Vor allem kreative Anwender profitieren von dem größeren Display, das Convertible-typisch per Toucheingaben und mit einem Stift bedient werden kann – Letzterer muss allerdings separat erworden werden.

Kontrast und Blickwinkelstabilität sind vorzüglich, etwas enttäuschend ist jedoch die bescheidene Helligkeit. In Kombination mit dem relativ hohen Gewicht und mäßiger Akkulaufzeit – bei typischer Office-Nutzung ist bereits nach knapp sechs Stunden Feierabend – können wir dem Envy deshalb keine besonders große Mobiltauglichkeit attestieren. Die Stärken unseres Testgeräts liegen ohnehin woanders. Zum Beispiel bei der Performance: Dafür verantwortlich ist vor allem der hochwertige AMD-Prozessor Ryzen 7 5700U. Eine dedizierte Grafikkarte wird in der Regel nicht vermisst, weil die integrierte GPU Radeon RX Vega 8 für ordentlich Grafikpower sorgt. Trotz der starken Leistung geht der Lüfter selbst im Lastbetrieb sehr dezent zu Werke, die meiste Zeit ist er gar nicht zu hören.

Ebenfalls top ist der Massenspeicher: Ein sattes Terabyte an Daten lässt sich darauf ablegen. Ein SD-Card-Reader schafft zusätzliche Speicherkapazitäten. Generell geizt unser Testkandidat nicht mit Schnittstellen: Zu dem Kartenleser gesellen sich zwei USB-A-Anschlüsse, ein multifunktionaler USB-C-Slot sowie ein HDMI-Port. Einen positiven Eindruck hinterlassen auch die Eingabegeräte. Das HP-Convertible in der getesteten Konfiguration überzeugt mit hervorragenden Leistungswerten und einer hochwertigen Ausstattung. Am Ende schrammt das Envy x360 äußerst knapp an der Verbalnote „sehr gut“ vorbei.

15 Zoll special

Samsung Galaxy Book 2 Pro 360 15

Abseits der ultrakompakten 13-Zöller (siehe Seite 55) bedient Samsung mit den Galaxy-Book-Pro-Modellen der zweiten Generation einen größeren Formfaktor. Das gilt auch für die komplett um die eigene Achse klappbare und so flexibel nutzbare 360-Grad-Variante. Wie erwähnt, stößt dieses Prinzip irgendwann an seine Grenzen, da es ab einer bestimmten Größe nicht mehr praktikabel ist. Im vorliegenden Fall ist das aber kein Problem, weil Scharnier und Gehäuse erstklassig verarbeitet und hochgradig stabil sind – und das, obwohl unser Testkandidat zu den leichtesten und kompaktesten Vertretern im 15-Zoll-Segment gehört. Hier hat der Hersteller einen großartigen Job gemacht. Das gilt auch für den brillanten OLED-Touchscreen, der wie beim kleineren Bruder überzeugen kann, allerdings trotz der größeren Fläche nicht höher auflöst. Ein aktiver Stift (S Pen) für Präzisionseingaben gehört hier wie dort zum festen Lieferumfang.

Generell kann das großformatige Galaxy Book 2 Pro 360 die Verwandtschaft zum 13-Zoll-Modell nicht leugnen: Optisch unterscheidet es sich nur durch das größere Touchpad und den separaten Nummernblock. Selbst die Ausstattung mit Schnittstellen ist identisch: An den Geräteseiten finden sich drei USB-C-Ports (auch Thunderbolt 4 wird unterstützt), ein microSD-Steckplatz und die obligatorische Audioklinke. In beiden Fällen ist das Fehlen eines USB-A-Ports zu bemängeln. Am Formfaktor kann es jedenfalls nicht liegen – genug Platz für einen zusätzlichen Anschluss ist am Galaxy Book 2 Pro 360 vorhanden.

Die verbaute Recheneinheit bringt eine grandiose Leistung – ebenso die hochauflösende Webcam samt Studiomodus. Eine SSD mit 256 GB ist in dieser Preisklasse allerdings kaum mehr zeitgemäß. Auch die Akkulaufzeit könnte länger sein. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich das Galaxy Book 2 Pro 360 in unserem Vergleich den Testsieg holt.

Samsung Galaxy Book 2 Pro 360

Preis: 1599 Euro

Maße: 355 x 12 x 228 mm

Gewicht: 1404 Gramm

+ • kompaktes und leichtes 360-Grad-Convertible

• erstklassige Verarbeitung

• herausragende Performance

• brillantes OLED-Display

• S-Pen im Lieferumfang enthalten

• ausgezeichnete Eingabegeräte

• hochwertige 2,1-MP-Webcam

• umfangreiches Softwarepaket

• gute Soundqualität

• überschaubare Akkulaufzeit

- • kein USB-A-Anschluss

• nur 256 GB SSD

Connect -Urteil: sehr gut (445 Punkte)

16 Zoll

Honor Magicbook 16

Honor Magicbook 16 (2022)

Preis: 1000 Euro

Maße: 369 x 18 x 237 mm

Gewicht: 1503 Gramm

+ • schickes 16-Zoll-Notebook

• sehr gute Verarbeitung, stabiles Gehäuse

• hervorragende Systemleistung

• 512 GB große, schnelle SSD

• sehr gute Schnittstellen-Ausstattung

• angenehme Eingabegeräte

• Fingerprintscanner im Einschaltknopf

• gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

• mäßige Akkulaufzeit

- • kein Kartenleser

• kein Nummernblock

Connect -Urteil: gut (422 Punkte)

Vor knapp zwei Jahren trennten sich Huawei und Honor. Dass die ehemalige Konzerntochter inzwischen komplett eigene Wege geht, zeigt sich vor allem im Smartphone-Segment. Dennoch gibt es auch an den Produkten noch sichtbare Zeichen der früheren Verbindung. Die zeigen sich etwa am überarbeiteten Magicbook 16. Denn nicht nur die optische Erscheinung ist seit der gemeinsamen Zeit mit Huawei unverändert geblieben – auch die Verpackungen gleichen sich nach wie vor wie ein Ei dem anderen. Wir haben es hier also nicht mit einer Neuentwicklung zu tun, sondern mit einem sanften Update. Veränderungen gab es unter der Haube: Im Inneren des 16-Zöllers arbeitet nun ein AMD Ryzen 5 5600H, der im Verbund mit 16 GB Hauptspeicher für hervorragende Leistungswerte sorgt. Weitere Pluspunkte sammelt Honor mit der schnellen, 512 GB fassenden SSD. Für die Verbindung zur Außenwelt stehen neben Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 je zwei schnelle USB-Aund USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, auch ein HDMI-Steckplatz ist an Bord. Der Einschaltknopf neben dem schönen Keyboard dient gleichzeitig als Fingerabdrucksensor zur biometrischen Anmeldung. Trotz des großen Gehäuses muss man auf einen Nummernblock verzichten, und auch das präzise arbeitende Touchpad dürfte ruhig ein wenig größer sein. Dafür finden sich links und rechts neben der Tastatur recht großzügig dimensionierte Lautsprecher, die Notebook-untypisch direkt zum Anwender hin abstrahlen.

Apropos Strahlen: Das exakt 16,1 Zoll große Full-HD-Display ist zwar nicht übermäßig hell, aber entspiegelt und damit durchaus auch fürs Arbeiten im Freien geeignet. Am Gewicht von 1,5 Kilogramm gibt es angesichts des Formfaktors nichts zu kritisieren. Eher bescheiden ist dagegen die Akkulaufzeit: Selbst im stromsparenden „ausgeglichenen Modus“ ist nach rund sechseinhalb Stunden Schluss. Mit einer längeren Ausdauer wäre locker ein „sehr gut“ in der Gesamtwertung drin gewesen – so schrammt das Magicbook 16 nur knapp daran vorbei.

16 Zoll

Huawei Matebook 16s

Mit dem Matebook 14s hatte Huawei 2021 ein neues Modell eingeführt, das im connect-Test gleich voll durchstarten konnte. Nun haben die Chinesen das Konzept auf das 16-Zoll-Format übertragen. Vergleichbar ist hier nicht nur die großartige Verarbeitungsqualität, sondern auch die außergewöhnliche Performance – Letztere wird sogar ohne dedizierte Grafikkarte erreicht. Verantwortlich dafür ist vor allem die verbaute Intel-CPU, ein Core i7- 12700H mit 14 Kernen. Wer damit immer noch nicht zufrieden ist, bekommt für 200 Euro Aufpreis einen i9-Prozessor. Hinzu kommen 16 GB Arbeitsspeicher im neuen RAM-Standard DDR5. Auch beim Datenspeicher hat sich Huawei nicht lumpen lassen und gleich eine Terabyte-SSD verbaut.

Ein weiteres Highlight ist das hochauflösende Touchdisplay im 3:2-Format. Apropos Auflösung: Statt der üblichen 0,9-Megapixel- ebcam kommt im Matebook 16s eine Full-HD-Weitwinkelkamera zum Einsatz, die Videokonferenzen deutlich komfortabler macht. Ein Vorteil des großen Gehäuses ist, dass es viel Platz für Schnittstellen bietet – und den hat der Hersteller ordentlich genutzt. Auch die Eingabegeräte überzeugen auf ganzer Linie. Vermisst haben wir lediglich einen Nummernblock, der in dem großen Chassis durchaus Platz gefunden hätte. Dafür finden sich neben der Tastatur zwei große Lautsprecher, die für Laptop-Verhältnisse einen tollen Klang produzieren.

Gegenüber dem kleineren Bruder hat der 16-Zöller ordentlich an Gewicht zugelegt: Knapp zwei Kilogramm bringt der Bolide auf die Waage. Und auch in puncto Ausdauer muss das Matebook 16s dem großen Display und der Top-Rechenleistung Tribut zollen: Trotz des stattlichen 84-Wh-Akkus ist im Office-Betrieb ohne Steckdose nach rund fünfeinhalb Stunden Schluss mit der Arbeit. Dank 90-Watt-Netzteils ist das Notebook aber schnell wieder aufgeladen.

Huawei Matebook 16s

Preis: 1699 Euro

Maße: 351 x 18 x 255 mm

Gewicht: 1980 Gramm

+ • top verarbeitetes, robustes 16-Zoll-Notebook

• herausragende Performance

• hochauflösender Touchscreen

• hochwertige Ausstattung, tolle Eingabegeräte

• Terabyte-SSD

• Webcam mit 2,1 Megapixeln

• Fingerprintsensor im Startknopf

• starker Klang

• umfangreiches Softwarepaket („Super Device“) zur Vernetzung mit anderen Huawei-Produkten

• relativ hohes Gewicht

• kein Nummernblock

- • überschaubare Akkulaufzeit

Connect -Urteil: sehr gut (440 Punkte)

17 Zoll

LG Gram 17

LG Gram 17 (17Z90Q)

Preis: 1599 Euro

Maße: 379 x 18 x 259 mm

Gewicht: 1327 Gramm

+ • extrem leichtes und schlankes 17-Zoll-Notebook

• sehr gute Verarbeitung

• überzeugende Systemleistung

• helles Display mit hoher Auflösung (2560 x 1600 Pixel)

• tolle Eingabegeräte

• vielfältige Schnittstellen

• umfangreiches Softwarepaket inklusive variierbarer Lüftertätigkeit (Kühlmodus)

• ordentliche Ausdauer

• Full-HD-Webcam und IR-Kamera

- • relativ hoher Preis

• lauter Lüfter im Maximal-Modus (höchste Performance)

Connect -Urteil: sehr gut (434 Punkte)

Mit 17-Zoll-Geräten beschäftigen wir uns in der Regel seltener, weil das connect-Testverfahren für Ultrabooks und 2-in-1-Geräte besonders auf die mobile Nutzbarkeit abzielt. In dieser Größenklasse haben wir es aber traditionell mit recht schweren, klobigen Geräten zu tun, die vorwiegend als Desktop-Ersatz zum Einsatz kommen. Doch nicht so beim Gram 17 von LG. Denn in dieser Modellserie ist der Name Programm. Die 14-Zoll-Variante bringt nicht einmal ein Kilogramm auf die Waage, und auch der hier begutachtete 17-Zöller ist in Relation zu den Abmessungen extrem leicht geraten – ein Effekt, der sich in der Praxis noch verstärkt, weil man angesichts der optischen Erscheinung mit deutlich mehr Gewicht rechnet.

Davon abgesehen spielt das Gram 17 die Vorteile des Formfaktors voll aus: Dazu gehören vor allem das hell strahlende, hochauflösende Hochglanzdisplay und die großzügig dimensionierten Eingabegeräte – besonders das riesige, präzise arbeitende Touchpad gefällt. Wie bei Notebooks dieser Größe üblich, sitzt neben der Tastatur mit diversen Zusatzfunktionen ein praktischer Nummernblock. Das Volumen bietet dem Hersteller zudem die Möglichkeit, zahlreiche Schnittstellen an den Geräteseiten unterzubringen. Dort finden sich je zwei USB-Aund USB-C-Anschlüsse – letztere unterstützen beide den schnellen Thunderbolt-4-Standard. Hinzu kommen Slots für HDMI, microSD und ein Kensington-Lock. Abgerundet wird die überzeugende Ausstattung von einer 512-GB-SSD, einer Full-HD-Webcam und einer IR-Kamera zur biometrischen Anmeldung.

In der Testkonfiguration kommt ein Intel Core i5 zum Einsatz, der von 16 GB LPDDR5-RAM flankiert ordentlich Dampf macht und für vorzügliche Leistungswerte sorgt.

Trotz des großen Displays erreicht das Gram 17 die sehr beachtliche Akkulaufzeit von gut siebeneinhalb Stunden. Hinzu kommt ein umfangreiches Softwarepaket samt einem speziellen Kühlmodus. Und da auch die Verarbeitungsqualität stimmt, bestätigt sich der positive Gesamteindruck im gesamten Test.

Fazit

Rainer Müller, Redaktion connect

Je kleiner, desto mobiltauglicher – Nutzwert. Diese einfache Formel gibt die Realität nur bedingt wieder, selbst wenn wir den Faktor Preis einmal außen vor lassen. Denn die Hersteller können an vielen verschiedenen Stellschrauben drehen, die nur bedingt etwas mit der Größe der Notebooks zu tun haben.

Naturgemäß besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen Größe und Gewicht, aber dieser ist nicht so eindeutig, wie man meinen könnte: Die beiden 13-Zöller sind zwar die leichtesten unserer Testkandidaten, doch danach wird es unübersichtlich. So bringt das Gram 17 von LG deutlich weniger Gewicht mit als die getesteten 15- und 16-Zöller – und selbst zwei von drei 14-Zoll-Modellen sind schwerer als der großformatige LG-Bolide, der allein aufgrund des Displays einen hohen Nutzwert verspricht.

Formfaktor naturgemäß auch auf die Zahl der Schnittstellen: je kleiner das Gehäuse, desto weniger Platz steht für Anschlüsse und Komponenten zur Verfügung. Naheliegend wäre zudem, dass sich die Größe eines Notebooks auch unmittelbar auf die Ausdauer auswirkt – der Bildschirm ist schließlich einer der größten Stromverbraucher jedes Rechners. Doch das ist ein Trugschluss, weil dafür noch andere Faktoren (Akkukapazität, Prozessorleistung, Lüftertätigkeit) eine wichtige Rolle spielen.

je größer, desto höher der Naturgemäß besteht ein Direkten Einfluss hat der Auf das Gesamtergebnis hat das Format der Mobilrechner ohnehin nur geringen Einfluss. Hier kommt der Preis ins Spiel, der wesentliche Bewertungskriterien wie Ausstattung, Performance und Verarbeitung entscheidend mitbestimmt. Allerdings nicht allein, wie der Co-Testsieger Asus Zenbook 14 OLED und Samsungs Galaxy Book 2 Pro im 13-Zoll-Chassis zeigen.