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Groß, größer, Lachsforelle


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 250/2018 vom 23.11.2018

Was sind eigentlich Lachsforellen und wie groß werden die Fische? Michael Kahlstadt bringt Licht ins Dunkel!


Artikelbild für den Artikel "Groß, größer, Lachsforelle" aus der Ausgabe 250/2018 von AngelWoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Eine der größten Lachsforellen, die Michael Kahlstadt erbeuten konnte: 10,3 kg bringt diese Monsterforelle auf die Waage


Fotos: Kahlstadt

Immer wenn ich ein „Lachsforellenvideo“ auf meinem YouTube Kanal „MikesBigTrouts“ veröffentliche, finde ich in den Kommentaren wieder den Spruch: „Lachsforellen gibt es gar nicht!“ Biologisch gesehen ist dies natürlich richtig! Es handelt sich nicht um eine Kreuzung zwischen Lachs und Forelle, sondern um eine gängige Handelsbezeichnung für rotfleischige ...

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... Regenbogenforellen über etwa 800 g Gewicht. Insofern hat die Bezeichnung „Lachsforelle“ nicht nur am Forellensee seinen Sinn, sondern findet sich auch bei Züchtern und in den Kühltheken der Lebensmittelhändler wieder. Das rote Fleisch wird durch den Einsatz von Astaxanthin erreicht, einem fettlöslichen Farbstoff, der von Grünalgen produziert wird und auch für die Rotfärbung von Krebstieren verantwortlich ist. Die natürliche Rotfärbung von Lachsen geht zum Beispiel auf den Verzehr von Kleinkrebsen zurück.

FORELLEN WACHSEN SCHNELL

Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) wurden vor über 100 Jahren aus Nordamerika nach Europa eingeführt und haben sich seither sowohl in Wildbächen, als auch in Zuchtanlagen und Angelseen etabliert. Die Fischart ist schnellwüchsiger und toleranter gegenüber Temperatur- und Sauerstoffdefiziten als die einheimische Bachforelle. Die Rekorde wildlebender Regenbogner liegen in Amerika bei über 25 kg!! In deutschen Angelteichen treffen wir sie in sogenannten „Kleinen Lachsforellenteichen“ häufig in Stückgewichten von 800 g bis 2 kg an. In reinen Lachsforellenteichen werden sie dagegen ab etwa 2 kg eingesetzt. Die größten mir bekannten Fänge lagen bei etwa 18 kg. Mein persönlicher Rekord wog 11 kg. Da die Fische durch die lange Wachstumsperiode im Verhältnis recht teuer sind, ist die Stückzahl auch in reinen Lachsforellenseen deutlich geringer als in Seen mit Portionsforellenbesatz. Bekannt für ihren guten Lachsforellenbestand im Norden sind zum Beispiel die Anlagen Dorotheental, Trelleborgsee und Toniforelli im Oldenburger Land. Weiter südlich gelegen sind die Barweiler Mühle, die Grafenmühle oder auch Gescher Hochmoor. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

TRIPLOIDE FISCHE

In Zusammenhang mit Lachsforellen fallen oft die Begriffe „Sterile Fische“ oder auch „Triploide Fische“. Sterilität wird erreicht, indem man die frisch befruchteten Eier mit Druck und Hitze behandelt. Dadurch bildet sich ein dreifacher Gensatz (Triploid – Dreifach), der dazu führt, dass die Fische steril werden, also keine Geschlechtsorgane (oder nur verkümmerte) ausbilden. Was die Forellen fressen, wird nicht für die Ausbildung von Keimzellen (Rogen und Sperma) verbraucht, sondern kann komplett in Größen- und Längenwachstum umgesetzt werden. Sterile Fische können unter günstigen Umständen innerhalb von 3 Jahren ein Gewicht von 8 Kilogramm erreichen. Wie wir oben gesehen haben, hängt die Ausbildung von Merkmalen der „Lachsforelle“ aber vom Futter ab. Das heißt: Nicht alle Lachsforellen sind steril und nicht alle sterilen Fische müssen zwangsläufig Lachsforellen sein. Da man die großen Forellen rotfleischig bevorzugt, fallen diese beiden Faktoren aber häufig zusammen. Die großen Fische und hier speziell die triploiden Fische sind allerdings wärmeempfindlicher als Portionsforellen. Deshalb werden sie fast nur in der kalten Jahreszeit eingesetzt.

Die Lachsforelle ist kein Lachs, sondern eine ganz normale Regenbogenforelle. Nur wegen der Fleischfarbe wird sie als Lachsforelle bezeichnet. Die Forelle wird aber trotzdem wie echter Lachs zubereitet. Hier beispielsweise zu Gravad Lax

FIT FÜR DEN Forellensee

Michael Kahlstadt ist einer der renommiertesten und erfahrensten Forellangler Deutschlands. In der AngelWoche-Experten-Kolumne „Fit für den Forellensee“ verrät er seine Tricks und berichtet aktuell aus der Forellensee-Szene.