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Groß in Schwarzweiß


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 12/2018 vom 14.11.2018

SW-Prints im Testvergleich Wer seine Wohnung mit eigenen Fotografien ausstatten will, greift häufig zum Schwarzweiß-Druck. Unser Test vergleicht sechs Schwarzweiß-Vergrößerungen von fünf verschiedenen Fotodienstleistern.


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Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 12/2018

Bilder in Schwarzweiß erfreuen sich hoher Beliebtheit, doch ihren Charme versprühen diese Aufnahmen vor allem in großen Formaten. Doch wie gut meistern die Dienstleister die besonderen Herausforderungen der Schwarzweiß-Aufnahmen? Unser Test vergleicht möglichst hochwertige Lösungen der verschiedenen Dienstleister – allerdings mit einem Preislimit von 50 Euro für den Schwarzweiß-Druck im ...

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Bilder in Schwarzweiß erfreuen sich hoher Beliebtheit, doch ihren Charme versprühen diese Aufnahmen vor allem in großen Formaten. Doch wie gut meistern die Dienstleister die besonderen Herausforderungen der Schwarzweiß-Aufnahmen? Unser Test vergleicht möglichst hochwertige Lösungen der verschiedenen Dienstleister – allerdings mit einem Preislimit von 50 Euro für den Schwarzweiß-Druck im Format 20 x 30 cm.
Die ursprüngliche Testidee zielte auf Direktdrucke auf Acrylglas mit einer Aluminium-Dibond-Kaschierung. Doch diese Ausführung fanden wir nur bei Cewe und Ifolor. Bei Fujifilm sprengt der Acrylglasdruck die 50-Euro-Grenze, weshalb wir ein auf Holz laminiertes Bild bestellt haben. Bilder.de, den wir als Neueinsteiger im Test haben wollten, bietet den Acrylglasdruck nur ohne Alu-Dibond-Kaschierung an – zu einem erheblich günstigeren Preis. Teurere Produkte gab es zum Testzeitpunkt bei Bilder.de noch nicht.
Whitewall hat ebenfalls eine Lösung mit Acrylglas und Aludibond-Kaschierung. Allerdings druckt Whitewall nicht auf das Acrylglas, sondern belichtet auf Fotopapier. Zudem haben wir bei Whitewall zusätzlich eine Vergrößerung auf Barytpapier bestellt – eine Spezialität dieses Anbieters. Die Barytlösung im Format 20 x 30 cm kostet knapp 32 Euro, allerdings ohne Kaschierung. Deshalb wird hier noch eine Rahmung notwendig, die den Gesamtpreis um mindestens 10 Euro erhöht, aber auch schnell 20 bis 30 Euro kosten kann.
Nun besteht das Testfeld aus zwei Gruppen: drei Direktdrucke auf Acrylglas, zwei mit Aluminium-Dibond-Kaschierung und drei Ausbelichtungen auf Fotopapier, eine davon zwischen Acrylglas und Aludibond „gelegt“.

1. Direktdruck auf Acryglas

Modern und funktional Die neu programmierte Webseite von Bilder.de ist in puncto Bedienung mustergültig und bietet viele Funktionen für die manuelle Bildoptimierung.


Bilder.de

Ein Neueinsteiger im Markt ist die Triple A Marketing GmbH, die unter bilder.de zu finden ist. Ihr Ziel ist es, auf Dauer das gesamte Spektrum an Fotoprodukten anzubieten. Bilder.de will nicht einfach nur Händler sein, sondern eine komplette eigene Produktion dahinterstellen. Unsere Bestellung im Format 20 x 30 cm kostete zum Testzeitpunkt als Sonderangebot gerade einmal 9,99 Euro ohne Versand. Der reguläre Preis betrug 29,95 Euro.
Nicht zuletzt wegen des derzeit noch vergleichsweise kleinen Produktportfolios ist die Webseite sehr klar strukturiert – aber auch sehr modern gestaltet. Mit wenigen Klicks lässt sich ein Foto aus dem eigenen Archiv hochladen. Danach kann man das passende Seitenverhältnis wählen und den Ausschnitt bestimmen. Hier sollte man gleich mit Bedacht agieren – denn zurück kommt man merkwürdigerweise nicht mehr. Entscheidet man sich neu, werden also ein Abbruch und erneutes Hochladen nötig. Dafür bietet die Webseite im nächsten Schritt die Bildoptimierung, das Hinzufügen von Filtern, Text und Motiven an – und hier kann man dann auch wieder Einstellungen rückgängig machen. Statt mit dem Ampelsystem die Eignung der Datei zu signalisieren, gibt die Webseite gleich an, bis zu welcher Größe das hochgeladene Foto geeignet ist – sehr clever.
Das Bild hat standardmäßig Bohrungen, die man gegebenenfalls abwählen muss. Die passenden Abstandshalter/Halterungen für die Bohrungen gibt es bei Bilder.de für 8 Euro, die wir mit einkalkulieren. Auch dann bleibt bilder.de mit knapp 23 Euro Gesamtpreis der günstigste Anbieter im Test. Zum Lieferumfang gehören Schutzhandschuhe, damit man keine Fingerabdrücke hinterlässt, zwei Hakenschrauben samt Dübeln und eine Mini-Wasserwage.
Etwas übertrieben erscheint uns die Kommunikation, denn unmittelbar nach der Bestellung bekommt man vier E-Mails: außer der Anmeldebestätigung eine Montageanleitung, eine Bestellbestätigung und eine Rechnung. Ebenfalls verwirrend: Der Bestellbestätigung sind eine Widerrufserklärung und ein Rücksendeschein angehängt – gleichzeitig betont der Dienstleister aber, dass das Widerrufsrecht nicht für auf die „persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnittene Produkte“ gilt.
Wirklich mager ist die Auswahl der Bezahlmethoden: PayPal, Lastschrift und Vorkasse – die komfortabelste Variante via Rechnung fehlt. Punkte sammelt Bilder.de aber bei der Lieferzeit, denn binnen zwei Tagen erreichte uns das Paket bereits. Die Vorderseite des Bilds ist durch die Schutzfolie der Acrylglasplatte gesichert. Hinzu kommt ein Eckenschutz aus Kunststoff.
Mit dem Direktdruck auf die Rückseite des Acrylglases erhält man bei Bilder.de ein sehr günstiges Produkt. Hängt man das Bild an eine farbige Wand, scheinen jedoch die Farbe und/oder die Struktur ganz leicht durch. Zudem wirkt der Druck weniger brillant als von der Konkurrenz und wie leicht weichgezeichnet. Entsprechend ist die Bildschärfe ein wenig reduziert, was allerdings nur im direkten Vergleich mit den anderen Produkten auffällt. Die Kanten des dicksten Plexiglases im Test zeigen noch die Sägestrukturen und sind rauer und somit weniger lichtdurchlässig als bei den Konkurrenten.

Zentimetergenau: Bei Bedarf kann man bei Cewe den Druck auf Wunschmaße bringen. Die Angabe der maximal möglichen Größe (roter Kasten unten links) ist dabei sehr praktisch.


Bildbearbeitung in klein : Cewe bietet zwar nahezu alle Funktionen für die individuelle Bildbearbeitung an, doch die Überlagerung der Webseite und das zu kleine Bild sind nicht mehr ganz zeitgemäß.


Vorher optimieren
Ifolor bietet keine indiviuelle Bearbeitung von Helligkeit und Kontrast – das erledigt die Optimierung, die wir deaktiviert haben.


Fazit

Bilder.de punktet in erster Linie mit dem Preis und liefert einen sehr günstig produzierten Acryldirektdruck ohne Kaschierung, den man auch bei einigen Konkurrenten (teurer) bestellen kann. Die Bildqualität reicht trotz aller Versprechungen nicht an die Nobeldrucke heran – ansehnlich ist das Wandbild dennoch.

Cewe Fotoservice

Der europäische Platzhirsch hat das größte Portfolio und bietet die Bestellung sowohl über eine eigene Software als auch über den Browser an. Für die Bestellung von wenigen Artikeln oder großen Bildformaten, die keiner Gestaltung bedürfen, empfehlen wir die Arbeit mit dem Browser, denn die funktioniert flott und bietet alles, was wichtig ist.
Gewählt haben wir Gallery Print. Genauso wie die 10 Euro günstigere Variante, der Acrylglas-Direktdruck, wird auch der Gallery Print auf den Kunststoff gedruckt. Allerdings kaschiert Cewe dann noch eine 3 mm dicke Aluminium-Dibond-Platte auf die Rückseite, die das Bild von hinten versiegelt.
Der Bestellvorgang könnte kaum einfacher sein – dennoch empfehlen wir einen Klick auf das Foto, der in die Bildbearbeitung führt. Zum einen kann man so den Ausschnitt festlegen, zum anderen sollte man, gerade wenn man die Datei schon selbst finalisiert hat, die standardmäßig aktivierte automatische Korrektur von Cewe ausschalten. Sehr schön: Cewe bietet auch Wunschformate an, sodass sich der Druck bis zu einer Kantenlänge von 1,5 Metern auf einen halben Zentimeter genau an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Und dabei kalkuliert die Webseite sogar gleich den Preis. Der Preisaufschlag für diesen Service hält sich noch im Rahmen.
Auch bei der Bezahlung gibt sich Cewe keine Blöße und integriert die meisten Zahlungsvarianten. Neben PayPal gibt es noch andere Möglichkeiten der elektronischen Bezahlung – selbst ohne Kreditkarte. Cewe lieferte nach vier Arbeitstagen ein vergleichsweise kleines Paket, in das das Bild gerade noch passt. Überflüssigen Karton gibt es also keinen, dafür aber Kunststoffecken, die mit einer Schweißfolie um das Bild gesichert sind. Auf der Acrylglasscheibe ist zusätzlich eine Schutzfolie angebracht.
Die Wandhalterung ist zumindest bei kleinen Formaten Teil des Pakets und inklusive zweier Abstandshalter an der unteren Kante schon montiert. So hängt das Bild später plan an der Wand. Cewe liefert eine mit 4 mm vergleichsweise dicke Acrylglasscheibe und sehr sauber verarbeitete Kanten. Das SW-Foto hat eine ganz leicht ins Bläuliche tendierende Farbabstimmung – was allerdings auch am Acrylglas liegen könnte. Die Kontraste sind ein klein wenig überbetont, sodass dunkle Bildbereiche etwas zu stark abfallen. Die Bildschärfe ist gut.

Fazit

Cewe liefert, wie nahezu immer, ein Bild, das qualitativ in der Oberliga spielt. Zusammen mit dem umfangreichen Produktportfolio und der einfach bedienbaren Webseite verpasst der Branchenprimus den Testsieg nur knapp.

Ifolor

Beim Umfang des Produktportfolios kommt Ifolor Cewe am Nächsten. Dennoch bleibt die Webseite der Schweizer Spezialisten vergleichsweise übersichtlich. So landen wir in drei Schritten beim Gallery Print, einer Verbundplatte, die mit dem bedruckten Acrylglas verklebt wird. Vor dem Gestalten muss man Format und Ausrichtung bestimmen. Anschließend gelangt man zu einem Editor, der zunächst spartanisch wirkt. Hier kann man ein Foto auswählen oder eine Collage erstellen. Liegt das Bild auf der Arbeitsfläche, zeigen sich Werkzeuge zum Beschneiden und Drehen. Scheinbar gibt es hier keinen Auflösungs-Check – das stimmt aber nicht: Lädt man ein zu kleines Foto, warnt Ifolor überdeutlich. Wer die Aufnahme selbst bearbeitet hat, sollte jedoch die Optimierung ausschalten. Auch Ifolor bietet verschiedene Effekte an, aber keine Option, Helligkeit oder Kontrast individuell zu verändern. Anschließend bewegt man sich wieder aus der in Grau gehaltenen Bearbeitungsoberfläche in den weißen Warenkorb.

Bei den Bezahlmethoden haben wir nichts vermisst. Dank des Sitzes in unmittelbarer Nähe von Konstanz gibt es eine deutsche Supportnummer, und das Paket kommt mit deutscher Liefer- und Rücklieferanschrift. So bleibt einem bei einer Reklamation der teure Versand in die Schweiz erspart. Ein Rückgaberecht gibt es auch hier nicht.
Ifolor zeigt, wie weit man auf Kunststoff beim Versand verzichten kann: Auf der Acrylglasscheibe bleibt der schützende Kunststoffüberzug, stabile Ecken aus Pappe sorgen für eine ordentliche Fixierung im gut geformten Karton. So ist alles gut geschützt, ohne dass schwer recycelbarer Müll produziert wird. Die Befestigungen sind im Lieferumfang, wobei uns bei diesem kleinen Bild eine statt der zwei Befestigungen gereicht – und das Aufhängen erleichtert – hätte. In Sachen Bildqualität übernimmt Ifolor bei den Acrylprodukten die Führung. Das Acrylglas ist mit nur 3 mm etwas dünner. Vielleicht wirkt ja deswegen die Farbabstimmung neutraler und tendiert nur ein klein wenig ins Gelbliche. Aber natürlich kann es auch der Druck selber sein. Im Vergleich der drei Direktdrucke auf Acryl gefällt uns dieser jedenfalls knapp am besten. Im Vergleich mit der Fotobelichtung bei Fujifilm ist der Kontrast etwas zu stark.

Fazit

Ifolor überzeugt mit einer gut bedienbaren Webseite und einem sehr schönen Produktportfolio. Erwähnenswert ist die ökologisch sinnvolle Verpackung. Dazu kommt noch die beste Bildqualität bei den Acrylglasdrucken, sodass Ifolor in dieser Kategorie gewinnt.

2. Ausbelichtung auf Fotopapier

MyFujifilm

Bei Fujifilm gibt es ebenfalls Acrylglas – doch hier fällt der Preis mit 60 Euro für den 20 x 30 cm großen Druck mit Weiß deutlich aus dem Rahmen. Preislich attraktiv ist dagegen das Produkt „Poster Supreme glossy Papier“, das Fujifilm auf einer stabilen Platte kaschiert. Tatsächlich ist die Navigation auf der Fujifilm-Seite trotz des großen Angebots sehr übersichtlich, auch wenn sie nicht an Cewe heranreicht. Bereits wenige Klicks führen zur Bildauswahl. Anschließend zieht man die gewünschte Aufnahme auf die Arbeitsfläche, auf der man auch eigene Collagen erstellen kann. Wir haben allerdings etwas länger gebraucht, bis wir uns wieder an die Verschiebelogik erinnert haben: Im Mittelpunkt des Bilds steht ein Kreis mit vier Richtungspfeilen. Diesen gilt es zu packen und damit das Bild zu verschieben.
Erst wenn man das Produkt in den Warenkorb legen will, startet der Upload. Das verkürzt die Wartezeit am Anfang und sorgt dafür, dass man bedenkenlos mehrere Versuche starten kann. Was wir vergeblich gesucht haben, ist die Option, eine automatische Bildkorrektur zuoder abzuschalten. Dazu gibt es einen Foto-Editor, in dem man zumindest die grundsätzlichen Einstellfunktionen für Helligkeit, Kontrast und Sättigung findet. Sie können das Bild zuschneiden oder mit einem Effekt versehen.
Etwas knausrig ist Fujifilm immer noch bei den Bezahlmethoden – wenigstens PayPal sollte man aufgrund der hohen Verbreitung integrieren. Allerdings darf man bei Fujifilm komfortabel mit Rechnung bezahlen – wenn das Paket dann mal eintrifft. Satte 15 Arbeitstage hat sich Fujifilm Zeit gelassen. Damit bildet es nicht nur das eindeutige Schlusslicht in diesem Testfeld, sondern muss auch einen Punkteverlust hinnehmen.
Das Bild war ordentlich in dünnes Papier eingeschlagen und dann in einer Polsterfolie in einen Karton verpackt. So kann dem dicken und gewichtigen Produkt nichts passieren.

Standfest
Dank einer 3 cm dicken Holzplatte kann das Fujifilm-Bild alleine stehen. Der schwarze Rand aus Kunststoff ist ordentlich laminiert und sieht auch richtig schick aus.


Optimierung inklusive
Bei Fujifilm kann man das Bild beschneiden oder aber eine Collage erstellen. Wir haben allerdings keine Möglichkeit gefunden, die automatische Bildkorrektur abzuschalten.


Warenkorb-Optimierung:
Den Haken für das Abschalten der Bildoptimierung versteckt Whitewall im Warenkorb und erlaubt so nur die Deaktivierung für einen gesamten Auftrag, nicht für einzelne Bilder.


Miniatur-Bearbeitung:
Auch bei Whitewall wird das Foto beim Zuschnitt sehr klein abgebildet, und die Bildbearbeitung fällt ebenfalls relativ schmal aus.


Die lange Wartezeit hat sich wenigstens gelohnt, denn direkt nach dem Auspacken stellte sich bei uns der „Wow-Effekt“ ein: Der Druck ist extrem brillant und sauber auf der 3 cm dicken und gewichtigen Holzplatte kaschiert. In der bestellten Größe steht das Bild sogar ohne Haltlerung auf der Anrichte. Auf der Rückseite sind gleich die passenden Nuten, sodass man das Bild direkt an den Nagel hängen kann. Allerdings reflektiert das Papier recht stark, und man sollte das Foto besser nur mit Handschuhen anfassen, um keine Fingerabdrücke darauf zu hinterlassen. Die Ausbelichtung stimmt vom Kontrast und ist extrem farbneutral – ein toller Schwarzweiß-Druck der uns überzeugt.

Fazit

Schade, dass sich Fujifilm so viel Zeit gelassen hat. Bei schnellerer Lieferung hätte auch die Gesamtpunktzahl schon fast auf dem Niveau des Testsiegers gelegen. So bleibt ein dickes Lob für die Bildqualität.

Whitewall

Der bekannteste Spezialist für Großformatdrucke ist Whitewall. Hier findet man, was alle anbieten, aber auch Druckvarianten, die nicht zum Mainstream gehören – darunter das klar für die Schwarzweiß-Fotografie ausgelegte Barytpapier, das wir hier mitbestellt haben. Es passt einfach perfekt zum Thema Schwarzweiß, auch wenn es eben „nur“ ein Poster ist. Zum Preis muss man deswegen die notwendige Kaschierung oder Rahmung dazurechnen. Beim Acrylglas mit Alu-Dibond-Kaschierung geht Whitewall ebenfalls einen Sonderweg und legt eine Ausbelichtung zwischen Glas und Kaschierung. Wegen des Preises haben wir statt der HD-Variante die herkömmliche gewählt. Standardmäßig orientiert sich Whitewall am Format der Datei und bietet einfach unterschiedliche Größen an. Das macht die Bedienung sehr schnell. Will man aber ein 2:3-Format bestellen, muss man mit zwei weiteren Klicks das Seitenverhältnis ändern. Im Warenkorb gibt es unten ein vergleichsweise unscheinbares angehaktes Textfeld, das darauf aufmerksam macht, dass die meisten Monitore zu hell seien und deshalb die Optimierung aktiviert ist. Wer das Häkchen entfernt, bekommt die Bilder so gedruckt wie bestellt. Liegt das Produkt im Warenkorb, kann man die Stückzahl ändern, aber nicht noch einmal zurück in die Bearbeitung springen. Falls etwas schiefgelaufen ist, fängt man bei Whitewall wieder von vorn an.
Wir wollten per Rechnung bezahlen, doch zum Testzeitpunkt wollte Whitewall die Bestellung so nicht entgegennehmen. So sind wir auf PayPal ausgewichen, alternativ wäre auch das Lastschriftverfahren möglich gewesen.
In der Bestellbestätigung ging Whitewall von einer Lieferzeit von 15 Tagen aus – das ist satt. Doch immerhin waren zum Testzeitpunkt die Versandkosten für Bestellungen ab 30 Euro kostenfrei, und tatsächlich trafen die Bilder schon nach vier Arbeitstagen ein. Unverständlich ist allerdings, warum die Bilder nicht in einer Sendung untergebracht waren, zumal das vom Platz her problemlos möglich gewesen wäre. Die einfachere Logistik hat hier offensichtlich Vorrang vor günstigeren Versandkosten und Umweltbewusstsein.
Das Poster steckt in einem Umschlag, der in einem Umschlag mit hartem Rücken steckt, der in einem Versandkarton steckt. So kommt das Bild garantiert knickfrei an. Das Acrylbild dagegen wurde mittels Plastikfolie auf einem Karton rutschsicher fixiert und dann in einen großen Karton gepackt.
Whitewall verbaut unbestreitbar die qualitativ beste Aufhängung in Form zweier hochwertiger Aluminiumschienen an der oberen und unteren Kante des Acrylglas-Bilds. So kann man es leicht mit ein oder zwei Nägeln befestigen, und dank der zweiten Schiene hängt auch dieses Bild plan.
Whitewalls Barytdruck läuft etwas außer der Reihe. Denn den recht teuren Druck muss man noch kaschieren oder rahmen, was zum in der Tabelle genannten Preis dazukommt. Qualitativ ist die Ausbelichtung top, so sollte ein Schwarzweißbild aussehen: ausgeglichen ohne Farbstich und klasse von den Kontrasten ohne zu helle oder zu dunkle Bildteile. Bezüglich der Farbabstimmung kann die Acrylversion mit der Barytbelichtung schon fast mithalten. Ob dies nun am mit 2 mm dünnsten Acrylglas oder an der Technik liegt? Andererseits ist die Acryl-Dibond-Lösung von Whitewall die einzige im Test, die kein Direktdruck sondern eine Ausbelichtung ist … Leider fällt das Bild bei Whitewall jedoch deutlich zu hell aus. Der Hintergrund hinter dem Paar zeigt dadurch schon viele Details nicht mehr. In manchen Flächen fehlen feine Strukturen. So wirkt das Acryl-Bild im Vergleich mit der Konkurrenz etwas weniger attraktiv.

Acrylglas-Dicke: Bei Bilder.de (unten) ist das Acrylglas dicker, die Kanten aber nicht ganz so schön verarbeitet. Cewe liefert ein mit 4 mm vergleichsweise dickes Acrylglas, das dennoch mit Aluminium-Dibond kaschiert wird. Whitewall (ganz oben) verwendet das dünnste Kunststoffglas, packt aber zwischen Acryl und Aluminium-Dibond-Platte noch das belichtete Papier.


Fazit

Whitewall nimmt mit zwei Produkten am Test teil. Das Barytpapier ist die klare Empfehlung für Qualitätsbewusst. Der Acryldruck ist bei Whitewall zu hell geraten, wobei die farbneutrale Abstimmung gut gefällt.

Joachim Sauer, Autor


Fazit

Geplant war ein Vergleichstest von Acryldrucken mit Aluminium-Dibond-Kaschierung zu Preisen zwischen 45 bis 50 Euro. Doch bei Fujifilm fehlte uns das preislich passende Produkt, Bilder.de bot keine Kaschierung, und bei Whitewall lockte uns der Begriff Barytpapier. Zudem stellte sich bei der Bestellung heraus, dass Whitewall bei seinem Acryl/Aluminium-Dibond-Produkt keinen Direktdruck einsetzt, sondern eine Ausbelichtung „einlegt“. So ist der Test nun auch ein Vergleich zwischen Direktdruck und Ausbelichtung geworden. Solange es nur um Bildqualität geht, gewinnen zwei Ausbelichtungen: der Whitewall-Lightjet-Abzug auf Barytpapier und das Fujifilm Poster Supreme. Offensichtlich erzielt ein gutes Barytpapier noch ein Extra bei der Schärfe, wenn man perfekte Schwarzweiß-Bilder haben will. Allerdings muss man hier für die Rahmung noch einmal in die Tasche greifen. Bereits fertig für die Wand ist das von Fujifilm auf Holz kaschierte Bild von fast gleicher Qualität. Die entscheidenden Punkte zu Whitewall verliert Fujifilm durch den umständlicheren Bestellprozess, fehlende Zahlungsmethoden und die lange Lieferzeit. Die zweite Whitewall-Ausbelichtung, also Whitewalls Acryl-Dibond-Lösung, ist für einen Siegerplatz zu hell geraten.
Bei den Direktdrucken auf Acryl holt Ifolor den Testsieg knapp vor Cewe. Beide punkten mit einfachen Bestellprozessen und liegen am Ende bei der Bildqualität nur gering auseinander. Der Newcomer Bilder.de ist sehr günstig mit immer neuen Sonderangeboten, kann aber weder beim Bestellprozess noch bei der Druckqualität mithalten. So bot Bilder.de zum Testzeitpunkt den Direktdruck auf Acrylglas ausschließlich ohne Alu-Dibond-Kaschierung an.


Fotos: Joachim Sauer