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Große Sache: Dieser Skoda macht auf Golf


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 15/2019 vom 11.04.2019

DerSkoda Scala löst den Rapid Spaceback ab. Er ist größer, besser und schöner. Und könnte so noch für ganz andere im Konzern gefährlich werden


Artikelbild für den Artikel "Große Sache: Dieser Skoda macht auf Golf" aus der Ausgabe 15/2019 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 15/2019

Scharf geschnittene Front mit flachem Grill und zackigen Scheinwerfern. Langer Radstand von 2,65 Metern


ERSTER EINDRUCK

Das mögen wir und das nicht

Uns gefällt der Charakter. Der Scala ist modern, sehr praktisch und sehr unaufgeregt, mit vielen liebevollen Details. Den 1,5-Liter hätten wir gern ohne DSG.

SCHON SELTSAM: Die Scala ist das berühmteste Opernhaus der Welt und Nationalheiligtum der Italiener. Fiat aber kam nie auf die Idee, ein Auto danach zu benennen. ...

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SCHON SELTSAM: Die Scala ist das berühmteste Opernhaus der Welt und Nationalheiligtum der Italiener. Fiat aber kam nie auf die Idee, ein Auto danach zu benennen. Dafür aber die Tschechen, mit Größen wie Dvorˇák, Smetana oder Janácˇek eine musikalische Großmacht. Scala heißt der Nachfolger des Rapid Spaceback.

Rapid? Der fuhr immer im Schatten von Fabia und Octavia. Aus dieser Nische möchte der Scala jetzt raus, mit neuem Design, neuer Größe und Technik. Er steht jetzt, anders als der Vorgänger, auf dem Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns. In diesem Fall ist es der MQB A0, den auch Audi A1, Seat Ibiza und VW Polo nutzen. Alle um die vier Meter lang. Doch mit 4,36 Metern strebt der Scala sichtlich nach mehr – denn das sind zehn Zentimeter mehr als beim Golf.

Mit seiner scharf geschnittenen Front, den kurzen Überhängen und zackigen Scheinwerfern sieht er stattlicher aus als bisher der Rapid Spaceback. Auffälligstes Element ist das Heck mit der weit heruntergezogenen Scheibe. Alles sehr ansehnlich.

Genau das gilt auch für den neu eingerichteten Innenraum. Skoda-typisch ohne Schnickschnack, klar und modern, kein Vergleich zum kargen Vorgänger. Gegen Aufpreis kommt der Scala mit dem 10,25 Zoll großen virtuellen Cockpit (470 Euro) samt schöner Grafik, das frei stehende Navi ist maximal 9,2 Zoll groß und komplett vernetzt, die SIM-Karte integriert. Übrigens als erstes Modell im Konzern.

Und es gibt unglaublich viel Platz, vor allem im Fond. Wir müssen das noch genau vermessen, aber der Skoda dürfte unter den Klassenbesten sein – in der Kompaktklasse. Hinzu kommt ein mit 467 bis 1410 Litern riesiger Kofferraum, der VW Golf zum Beispiel schluckt 380 bis 1270 Liter.

Cockpit klar und modern, digitale Instrumente für 470 Euro. Frei stehendes Navi-Display, maximal 9,2 Zoll


FOTOS: HERSTELLER (3)

Riesen-Kofferraum: 467 bis 1410 Liter passen rein, Rücklehne geteilt klappbar


Bequemer Fond mit jeder Menge Platz


FOTOS: HERSTELLER (4), A. EMMERLING

Zum Motorenprogramm gehören fünf Triebwerke: drei Benziner, ein 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS und ein 1.0- G-Tec-Erdgas mit 90 PS. Den 1.0-Dreizylinder- TSI gibt es mit 95 und 115 PS. Topmodell ist der 1,5-Liter-TSI mit 150 PS – den sind wir gefahren.

Die 150 PS sind in dieser Klasse ja schon mal eine Ansage, und der knapp 1,3 Tonnen wiegende Scala ist denn auch flott unterwegs. Der Vierzylinder tritt kräftig an und dreht ziemlich locker. Er klingt etwas knurrig, beim Ausdrehen schon mal kernig. Laut oder störend wird das aber nicht – der Scala ist viel besser gedämmt als sein Vorgänger.

Gekoppelt ist der starke TSI immer an das Siebengang-DSG. Das ruckelt beim Anfahren gern mal, spielt während der Fahrt aber zügig mit. Dem Rapid hatten wir ja immer ein ruppiges Fahrverhalten vorgeworfen. Davon kann beim Scala keine Rede mehr sein. Der fährt sich leichtfüßig und handlich, vollkommen unaufgeregt.

Für Leute, die etwas mehr Aufregung möchten, empfehlen wir das Sportfahrwerk mit Fahrprofilauswahl für 390 Euro Aufpreis. Dann lassen sich Dämpfer, Lenkung, Motor und Getriebe zwischen Sport und Normal verstellen. Im Sport-Modus liegt der Scala dann straffer, die im Normalfall für unseren Geschmack etwas zu leichtgängige Lenkung spricht fester an. Allerdings nimmt der Skoda, das Testauto stand auf 17-Zöllern, Querfugen, Frostaufbrüche und Ähnliches dann auch ziemlich energisch.

Die Preise für den Scala starten bei 17350 Euro für den 1,0-Liter-TSI mit 95 PS – der kommt aber erst im Sommer. Der hier gefahrene 1,5-Liter mit 150 PS und DSG steht ab 25200 Euro in der Liste. Den Golf 1.5 TSI DSG berechnet VW mit 28295 Euro. Nur so zum Vergleich.

Skoda Scala 1.5 TSI DSG

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn querHubraum 1498 cm3 •Leistung 110 kW (150 PS) bei 5000 /min •maximales Drehmoment 250 Nm bei 1500/minAntrieb Vorderradantrieb/Siebengang- DSG •L/B/H 4362/1793/1471 mm •Leergewicht 1265 kg •Kofferraum 467– 1410 l •0–100 km/h 8,2 s •Spitze 219 km/hVerbrauch 4,9 l Super •Abgas CO2 112 g/km •Preis ab 25200 Euro

Schickes Heck mit weit heruntergezogener Scheibe. Neu: der breite Skoda-Schriftzug statt des Skoda-Zeichens



DIRK BRANKE

Bei Skoda läuft’s einfach, der neue Scala zeigt das mal wieder. Er sieht gut aus, fährt sich ordentlich und hat außergewöhnlich viel Platz. Mit solchen Qualitäten kann er zur Alternative für Golf & Co werden.

URTEIL

★★★★☆

★★★★★ = sehr gut, ★★★★ = gut, ★★★ = befriedigend, ★★ = ausreichend, ★ = mangelhaft