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Großer Adapter-Guide


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PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 05.11.2021

Hardware

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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 12/2021

„Ob interne oder externe Überbrückung: Mit Hilfe eines Adapters lösen Sie viele PC-Probleme elegant und kostengünstig.“

Adapter sind praktische Problemlöser. Sie kommen immer dann ins Spiel, wenn Schnittstelle und Gerät nicht zusammenpassen. Mit ihrer Hilfe peppen Sie das bestehende System auf und bringen es so auf den aktuellen Stand der Technik. Auch der Schritt zurück gelingt, um vorhandene Peripheriegeräte mit einem topaktuellen Rechner weiter zu verwenden. Da Adapter als interne und externe Lösungen erhältlich sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie die passende Verbindungshilfe für Ihren Zweck finden. In den meisten Fällen hält sich auch die Investition in vernünftigen Grenzen. Trotzdem sollten Sie nicht einfach zum nächstbesten Adapter greifen. Denn in der Praxis sind oft Details ausschlaggebend, die Sie vor Fehlkäufen und damit Ärger bewahren.

Interne Adapter: Aktuelle ...

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... Technik für betagte Rechner

Gerade bei einem Desktop-PC können Sie Schnittstellendefizite leicht überwinden: Das Gehäuse lässt sich meist einfach öffnen und bietet in der Regel genug Platz, um eine zusätzliche Adapterkarte aufzunehmen. So bringen Sie den vertrauten Rechner im Handumdrehen auf den aktuellen Stand der Technik.

Vorbereitung 1: Mainboard- Architektur studieren

Am besten beginnen Sie Ihr Aufrüstvorhaben mit dem Studium der Hauptplatine. Denn das Mainboard gibt vor, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen. Im ersten Schritt verschafft Ihnen das PC-Handbuch einen guten Überblick über die Platinen- Architektur. Um beispielsweise eine Schnittstelle nachzurüsten, ist die Anzahl und die aktuelle Belegung der PCIe-Steckplätze (PCI Express) ausschlaggebend.

Gerade bei älteren Rechnern findet sich die Dokumentation oft nicht mehr. In diesem Fall gilt es, den Mainboard-Typ erst einmal herauszufinden. Hilfstools wie Speccy oder Hwinfo (beide auf Heft-DVD) unterstützen Sie dabei. Eine Google-Recherche mit Hilfe der genauen Produktbezeichnung der Hauptplatine führt Sie dann zum passenden Handbuch. Lesen Sie die technischen Daten genau durch; sie klären nicht nur über vorhandene Steckplätze, sondern auch über deren Verdrahtung auf.

Zusätzlich empfehlenswert: Bei aller theoretischen Vorbereitung über das Mainboard-Handbuch verschaffen Sie sich am besten einen direkten Überblick, indem Sie das PC-Gehäuse öffnen. Bei einem Desktop-Rechner ist das auch unkompliziert möglich. Denn vielfach verdecken andere Komponenten Steckplätze, die dann zwar vorhanden sind, aber nicht von einer Erweiterungskarte genutzt werden können.

Das zeigt ein Beispiel aus dem PC-WELT- Testlabor: Der Aldi-PC Medion P5360 E war im Jahr 2016 ein beliebter, weil günstiger Multimedia-Rechner, wie der Testbericht zeigt, den Sie unter www.pcwelt.de/2232750 nachlesen können. In puncto „Aufrüstbarkeit“ fällt das Testurteil jedoch gemischt aus. Denn von den eigentlich vorhandenen zwei freien PCIe-Steckplätzen ist ein Anschluss durch die Grafikkarte überdeckt. So bleibt davon für mögliche Erweiterungen nur ein Slot übrig.

Vorbereitung 2: PCI-Express- Verdrahtung checken

Auch nach dem theoretischen und praktischen Mainboard-Studium sollten Sie nicht sofort mit der Bestellung der Adapterkarte für den freien PCI-Express-Slot fortfahren. Denn oft muss eine weitere Voraussetzung erfüllt sein, um mit der Hardware-Neuanschaffung auch rundum zufrieden zu sein. Viele Erweiterungskarten setzen eine bestimmte Anzahl an PCI-Express-Lanes voraus, um auf ihre optimale Leistung zu kommen.

Wieder kann der bereits genannte Aldi-PC Medion P5360 E als Anschauungsbeispiel dienen. Denn sein freier PCIe-Slot ist nur mit einer Lane (x1) angebunden. Damit bleibt die Auswahl an Erweiterungsmöglichkeiten weiter eingeschränkt.

Doch auch wenn die Hauptplatine für den freien Steckplatz ausreichend Versorgungsleitungen ausweist, checken Sie zur Sicherheit auch die benachbarten Slots. Nicht selten teilen sich mehrere Steckplätze die vorhandenen Lanes. Dann sinkt die Versorgung entsprechend. Dabei zählt allein die Tatsache, dass der Steckplatz belegt ist, um die Bandbreite zu senken. Die Komponente muss nicht aktiv im Einsatz sein. Deshalb sollten Sie vor Ihrem Upgrade-Vorhaben auch prüfen, ob Sie die bereits vorhandenen Komponenten auch wirklich benötigen. Ist das nicht der Fall, entfernen Sie sie aus den PCIe-Slots.

WLAN-/Bluetooth-Adapter: Wi-Fi 6 nachrüsten

Im Zusammenhang mit WLAN kommt der Aufrüstwunsch spätestens dann auf, wenn Sie sich einen neuen Router gegönnt haben. Haben Sie etwa eine Fritzbox 7590 AX von AVM, dann beherrscht sie den aktuellen Standard Wi-Fi 6, der Ihnen auch als WLAN 802.11ax oder WLAN-AX begegnet. Um die optimale Geschwindigkeit von theoretisch 2,4 GBit/s über 5 GHz auch am PC möglichst optimal auszureizen, erweitern Sie den Rechner mit einer internen PCIe- Adapterkarte.

Im Fall von Wi-Fi-6-Karten haben Sie noch einen weiteren Vorteil: Da diese Steckkarten mit dem Intel-Chipsatz AX200 ausgestattet sind, beherrschen sie neben dem aktuellen WLAN-Standard auch Bluetooth 5. So erhalten Sie gleichzeitig mit WLAN eine weitere, aktuelle Drahtlosverbindung, die sich nicht nur für Mäuse und Tastaturen, sondern auch für Lautsprecher oder kabellose Kopfhörer eignet.

Für das Netzwerk-Upgrade müssen Sie etwa 50 Euro investieren – Kartenbeispiele sind Asus PCE-AX85BT oder TP-Link Archer TX3000E. In beiden Fällen erhalten Sie eine Adapterkarte für den PCIe-Gen3-Slot, die kurz ausfällt und mit einer Lane (x1) auskommt. Deshalb können Sie jeden freien

Steckplatz auf dem Mainboard verwenden. Weitere Gemeinsamkeiten: Die Bluetooth- Funktion stellen Sie über eine interne USB- Verbindung zur Hauptplatine her. Das passende Kabel ist im Lieferumfang, ebenso die Empfangsantennen, die Sie von außen mit den Anschlüssen am Slotblech verbinden. Normalerweise erkennt Windows die eingebaute Karte automatisch und spielt den passenden Treiber ein. Alternativ verwenden Sie die beiliegende Support-CD.

Ethernet-Netzwerk: Multi-Gigabit- Tempo erreichen

Auch beim drahtgebundenen Netzwerk kommt vermehrt der Wunsch auf, ein höheres Übertragungstempo zu erreichen. Mit der bisherigen Verdrahtung ist bei Gigabit-Geschwindigkeit Schluss. Schwung fürs Multi-Gigabit-Netzwerk bringen Netzwerkspeicher (NAS, Network Attached Storage) mit 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüssen (2,5 GbE). Sie richten sich an den ambitionierten Heimanwender und kommen preislich so langsam in erschwingliche Sphären. Vorreiter bei 2,5-GbE-NAS für das Heimnetz ist der Hersteller Asustor. Er bietet mit der Drivestor-Familie preisgünstige Leergehäuse an, die den Einstieg ab 170 Euro ermöglichen – etwa mit der Zweischacht-NAS- Variante AS1102T.

Damit Sie vom Tempoplus profitieren, benötigen Sie auch in jedem Client-PC, der auf das NAS-System zugreift, eine Netzwerkkarte für den PCIe-Slot, die das Gigabit- Tempo hinter sich lassen kann. Dabei haben Sie die Wahl: Sie können sich mit einem Upgrade auf das 2,5-Gigabit-Tempo begnügen oder dank eines 5- oder 10-GbE-Adapters einen Puffer für die Zukunft schaffen. Preisunterschiede ergeben sich außerdem durch die Anzahl an Ethernet-Schnittstellen auf der Karte. Auf dem Mainboard reicht wie bei den WLAN-Varianten meist ein freier PCIe-x1-Slot für das Upgrade auf Multi- Gigabit-Ethernet aus.

HUBS FÜR THUNDERBOLT 4/USB 4: IM KOMMEN, ABER NOCH RICHTIG TEUER

Aktuelle Notebooks und Desktop-PCs sind bereits mit USB-C- Anschlüssen ausgestattet, die Thunderbolt 4 unterstützen.

Vorne bei der Entwicklung dabei bleibt Intel, obwohl der Hersteller den Thunderbolt-Standard mit der Version 3 an das USB-Industriegremium USB-IF abgegeben hat. Thunderbolt 4 und damit USB 4 findet sich etwa bei Tiger-Lake-Mobilrechnern (Core-i1100G) und in Desktop-PCs mit Z590-Chipsatz für Rocket-Lake-S (Core-i11000).

Auch die ersten Hubs für Thunderbolt 4 sind schon im Handel verfügbar. Sie sind eher für den Business-Einsatz gedacht und entsprechend hochpreisig. Selbst für ein Einstiegsgerät wie den OWC Thunderbolt Hub (TB4HUB5P) werden momentan noch satte 170 Euro aufgerufen. Es zeigt, was für Thunderbolt-4-Hubs zum Recherchezeitpunkt allgemein gilt: Der Hub teilt einen TB4-Eingang in mehrere – hier drei – mehrere Ausgänge auf und erweitern so die Anschlussmöglichkeiten für Peripherie mit TB4-Ausgänge auf. Darüber hinaus findet sich nur noch ein USB-A-Anschluss mit 10 GBit/s am Gehäuse, was USB 3.2 Gen2 entspricht.

Für den Anschluss von Thunderbolt-Peripherie passt diese Konfiguration. Auch Geräte mit USB-C-Anschluss lassen sich betreiben. Bei Monitoren sind Sie aber auf ein Display mit USB-C-Anschluss beschränkt, um es direkt zu verbinden. Dafür ist der Hub auf bis zu zwei Displays mit UHD-Auflösung und 60 Hertz Bildwiederholrate ausgelegt und kann ein angeschlossenes Gerät mit bis zu 60 Watt laden. Er selbst benötigt jedoch eine externe Stromversorgung.

Ein Netzwerkadapter für den PCIe-Steckplatz mit einer 2,5-GbE-LAN-Buchse wie beispielsweise der Delock 89531 kommt auf etwa 40 Euro und setzt einen PCI-Express-2.0-Anschluss voraus, der dank vier Gigabit pro Sekunde auch tempotechnisch ausreicht. Eine Adapterkarte für 5 Gigabit pro Sekunde (5 GbE) ist anspruchsvoller: Auch wenn die Karte nur einen kurzen Slot (x1) besetzt, muss dieser PCIe Gen3 erfüllen, um das volle Übertragungstempo auch wirklich zu erreichen. Für das LAN-Upgrade investieren Sie auch mit gut 57 Euro mehr – beispielsweise für die Netzwerkkarte Qnap QXG-5G1T-111C.

Der Sprung aufs 10-GbE-Netzwerk ist erneut deutlich kostspieliger und technisch anspruchsvoller: Diese Adapterkarten – etwa die Edimax EN-9320 TX-E – benötigen eine PCIe-x4-Schnittstelle und schlagen mit Preisen ab 100 Euro zu Buche.

Zur NVMe-SSD per Erweiterungskarte für den M.2-Steckplatz

Wem das Datentransfertempo der aktuellen SATA-SSD nicht mehr ausreicht, kommt eventuell per Erweiterungskarte zur flotteren NVMe-SSD. Voraussetzung ist wiederum ein freier PCIe-Slot auf dem Mainboard mit mindestens vier Lanes (x4). Diese Versorgung muss auch von Adapterseite gewährleistet sein. Zu einem M.2-Adapter wie etwa den Icy Box IB-PCI208 von Raidsonic kommen Sie mit etwa 10 Euro günstig. Beachten Sie die unterstützten M.2-SSD-Längen. Beim genannten Beispiel lassen sich alle gängigen Formate bis 2280 verwenden. Dabei steht die 22 für die Breite und die 80 für die Länge der SSD in Millimetern.

NOTEBOOK AUFRÜSTEN: WO SICH DAS HARDWARE-UPGRADE LOHNT

Mobilrechner machen es Ihnen deutlich schwerer als Desktop-PCs, wenn Sie ein Hardware-Upgrade durchführen wollen. Doch im Fall von WLAN lohnt sich die Mühe, das Gehäuse aufzuschrauben und einzelne Komponenten auf den technischen Stand zu bringen.

Wi-Fi 6 per M.2-Karte: Wenn Sie beispielsweise aus dem Handbuch wissen, dass in Ihrem Notebook das WLAN-Modul per Karte für den M.2-Steckplatz eingebaut ist, lohnt es sich, über ein Upgrade auf Wi-Fi 6 nachzudenken. Denn in den meisten Fällen lässt sich die Karte einfach durch eine aktuellere ersetzen. Das ist umso empfehlenswerter, wenn das installierte Modul bereits sowohl auf 2,4 als auch auf 5 GHz funkt, denn dann sind beide Antennen schon im Gehäuse des Mobilrechners eingebaut. Entsprechende M.2-Karten wie etwa die Intel AX200NGW sind mit rund 18 Euro kostengünstig zu finden. Wie bei den PCIe-Steckkarten für den Desktop liefern auch sie die Drahtlosverbindung Bluetooth 5 gleich mit.

Bevor Sie den M.2-Adapter im PCIe-Slot des Rechners einsetzen, schrauben Sie die NV- Me-SSD darauf fest. Für zusätzliche Stabilität sorgt das Frontblech, da es wiederum per Schraube am Gehäuse befestigt wird. Auch der Flashspeicher profitiert oft von der Position auf dem Adapter. Denn so ist er weiter entfernt von großen Hitzeverursachern wie Prozessor und Grafikkarte. In der Regel erkennt Windows den Datenträger auf dem Adapter automatisch.

Es gibt sogar Adapter, die mehr als einen M.2-Flashspeicher aufnehmen können. Sie sind jedoch eher für den Server-Einsatz gedacht und setzen voraus, dass Ihr Mainboard die Funktion PCIe-Gabelung (PCIe

Bifurication) beherrscht. Dadurch wird das PCIe-Signal auf alle SSDs auf der Adapterkarte aufgeteilt. Ohne diese Funktion wird nur der erste M.2-Slot der Karte verwendet.

Externe Adapter: Fast jedes Schnittstellenproblem lösen

Das PC- oder Notebook-Gehäuse zu öffnen und Schnittstellen per Karte nachzurüsten, ist nicht jedermanns Sache. Mit externen Adaptern sparen Sie sich die Schrauberei und erfüllen sich trotzdem fast jeden Anschlusswunsch.

Videosignale für VGA-Monitor oder Beamer konvertieren

Ein aktueller Rechner hat in der Regel keinen VGA-Anschluss (Video Graphics Array) mehr an der Grafikkarte, sondern überträgt Videosignale digital per HDMI oder Displayport. Trotzdem gibt es immer wieder gute Gründe, ein Anzeigegerät mit VGA-Anschluss weiter zu betreiben – beispielsweise, weil Sie Ihren Beamer nicht ersetzen oder das ältere VGA-Display als zweiten Monitor nutzen wollen.

Per Videokonverter gelingt das Umwandeln der Bildsignale. Für die Wahl des passenden Wandlers gehen Sie von der Buchse an der Grafikkarte aus. Bei einem HDMI-Anschluss benötigen Sie deshalb einen HDMIauf-VGA-Adapter, den Sie schon ab 5 Euro bekommen. Soll er auch Audio-Signale übertragen, achten Sie darauf, dass er einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker mitbringt. Das verteuert den Adapter, wie sich am Beispiel des Manhattan 151467 zeigen lässt, der mit etwa 17 Euro zu Buche schlägt. Er bringt jedoch noch einen weiteren Vorteil mit, der den Aufpreis rechtfertigt. Denn dank eines Micro-USB-Anschlusses lässt er sich an eine externe Stromversorgung anschließen. Das entsprechende Netzteil müssen Sie allerdings separat erwerben.

Videokonverter gibt es in nahezu allen Schnittstellenkombinationen zu ähnlichen Preisen. Die Steckerseite verbinden Sie mit der Schnittstelle am Rechner, das Monitor-/ Projektorkabel kommt in die VGA-Buchse. Sobald die Verbindung steht, sehen Sie ein Bild auf dem Anzeigegerät.

USB-A-auf-A-Adapter: USB-Anschlüsse vermehren

USB (Universal Serial Bus) ist die flexibelste Schnittstelle, um externe Geräte mit dem Rechner zu verbinden. Doch gerade bei kompakten Arbeitsplatzrechnern oder Notebooks ist die Anzahl der vorhandenen USB-A-Anschlüsse oft begrenzt. Permanent benötigte Geräte wie das Bluetooth-Dongle für den Kopfhörer oder die Webcam für die Video-Calls wollen Sie nicht abstöpseln, um kurz einen USB-Stick anzuschließen.

Praktische Abhilfe schaffen USB-Hubs, die zusätzliche USB-A-Anschlüsse liefern. Je nach Anzahl der USB-Schnittstellen variieren die Preise. Für Hubs mit vier weiteren USB-A-Ports bezahlen Sie ab 15 Euro – wie etwa für den Anker Ultra Slim Extra Light 4-Port USB 3.0. Zu diesem Preis erhalten Sie USB-A-Schnittstellen, die dem Standard USB 3.2 Gen1 entsprechen, früher als USB 3.0 bezeichnet wurden und auf eine maximale Geschwindigkeit von 5 Gigabit pro Sekunde kommen.

Achten Sie bei Schnäppchenangeboten auf die USB-Schnittstellen. Immer noch sind Hubs mit USB-2.0.-Anschlüssen im Umlauf, die bei derselben Anzahl an USB-Schnittstellen gerade ein Drittel kosten. Sie schaffen jedoch auch nur ein maximales Transfertempo von 480 Megabit pro Sekunde. Rein optisch erkennen Sie diese USB-2.0- Hubs bereits an der schwarzen Schnittstellenfarbe, während USB-3.0-Anschlüsse blau eingefärbt sind.

USB-Typ-C: Per Multiport-Adapter viele Schnittstellen nachrüsten

Da der Trend zum ultramobilen Rechner ungebrochen ist, fällt bei sehr flachen Ultrabooks die Schnittstellenausstattung inzwischen richtig mager aus. Anschlüsse wie Ethernet-LAN oder mehr als ein USB-A-Port sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Um das Rechnergehäuse so flach wie möglich zu bekommen, tritt an ihre Stelle USB-C.

Im Idealfall ist Typ-C-Schnittstelle ein wahrer Alleskönner: Sie ist verdrehsicher konstruiert, sodass Sie den Stecker nicht mehr falsch herum in die Buchse stecken können. Gleichzeitig funktioniert darüber nicht nur das Übertragen von Daten, sondern auch von Strom (Power Delivery – PD) und Video- sowie Audiosignalen per Diplayport- (DP)-Alt-Modi. Dabei bestimmt der Anschluss am Rechner, welche maximalen Werte beim Datentransfer, Aufladen und in der Bild-/Tonübertragung möglich sind. Deshalb führt am Studieren der technischen Daten sowohl zum PC als auch zum USB-C-Anschluss kein Weg vorbei, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

Empfehlenswert sind Multiport-Adapter, die die Leistung der einzelnen Anschlüsse genau beschreiben. Sie sind zwar teurer als vermeintliche Port-Wunder aus Asien, bewahren Sie jedoch vor Ärger im Praxiseinsatz. Damit lassen sich auch Spezialwünsche erfüllen. Neu sind etwa Multiport-Varianten mit dem Zusatz „Works with Chromebook“. Sie garantieren den reibungslosen Betrieb mit jedem Google-Mobilrechner – wie etwa der Multiport-Adapter Hyperdrive 5-Port USB-C Hub (HDMB2) für rund 90 US-Dollar. Für ihn gibt Anbieter Hyper sogar an, dass sich die Firmware automatisch übers Betriebssystem aktualisiert. Das erhöht Kompatibilität und Sicherheit. Aber auch dieser Multiport-Adapter kann nicht jeden Schnittstellenwunsch erfüllen. So unterstützt der HDMI-Anschluss zwar 4K-Auflösung bei 60 Hertz Bildwiederholrate, bei den beiden USB-A-Anschlüssen ist jedoch bei 5 Gbit pro Sekunde Schluss, was nur USB 3.2 Gen1 entspricht.